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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gut gelungen

Sturmherz
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Alexa muss ins Krankenhaus nach Hamburg, ihre Mutter hat einen Schlaganfall und Alexa soll die Vormundschaft übernehmen. Doch da ist noch ihre Firma in Berlin. Und überhaupt, sie hat seit Jahren Probleme ...

Alexa muss ins Krankenhaus nach Hamburg, ihre Mutter hat einen Schlaganfall und Alexa soll die Vormundschaft übernehmen. Doch da ist noch ihre Firma in Berlin. Und überhaupt, sie hat seit Jahren Probleme mit ihrer Mutter, sie sprechen kaum miteinander, sind sich fremd. So überlegt sie lange, ob sie überhaupt diese Verantwortung übernehmen soll. Doch dann findet sie einen Brief über die Vergangenheit ihrer Mutter und die Zeit der Schweren Sturmflutkatastrophe in Hamburg. Und je mehr sie über die Vergangenheit erfährt, umso mehr ändert sich ihre Sicht auf die Dinge …

Corina Bomann schreibt routiniert. Ihre Bücher sind alle gut lesbar und unterhalten. Eigentlich „typische“ Frauenbücher und das ist nicht mein Lieblingsgenre. Und auch bei diesem Buch hatte ich einige Einstiegsschwierigkeiten, alles schien so vorbestimmt, alle Klischees erfüllt, keine Überraschungen bis zum Ende. Doch im Laufe der Handlung merkte ich, dass es doch nicht nur ein einfacher Herz-Schmerz-Roman mit einem Heile-Welt-Ende ist. Obwohl einige der Figuren etwas blass blieben, durften andere richtig viel Tiefgang bekommen und so hebt sich das Buch am Ende für mich doch stark aus dem Einheitsbrei des Genres heraus.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gelungen

Betrunkene Bäume
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Erich ist über 80 und lebt allein in seiner Wohnung. Seine Tochter hat wenig Zeit für ihn und beschafft ihm eine Haushaltshelferin, denn ins Heim will er nicht. Dabei kommt Erich allein nicht mehr zurecht, ...

Erich ist über 80 und lebt allein in seiner Wohnung. Seine Tochter hat wenig Zeit für ihn und beschafft ihm eine Haushaltshelferin, denn ins Heim will er nicht. Dabei kommt Erich allein nicht mehr zurecht, er sieht kaum noch etwas, kann schlecht laufen und ist schwach. Trotzdem will er weiter autark bleiben und auch noch wissenschaftlich tätig sein, zumindest helfen. Seine große Liebe gehört seiner Frau und den Bäumen, besonders den in Sibirien.
Katharina ist von zu Hause aufgerissen und wird mehr zufällig Erichs Nachbarin. Die beiden kommen sich näher …

Mir hat das Buch gut gefallen. Es lässt sich flüssig Lesern, ist oft gewollt oder ungewollt humorvoll. Dabei ist es eher ein ruhiges Buch. Man bekommt Mitgefühl mit Erich, andererseits versteht man auch seine Tochter. Ganz behutsam öffnet er sich Katharina und erzählt seine Geschichte. Und Katharina lernt viel und wird an seiner Seite ein ganzes Stück erwachsener.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Humor mit Tiefgang

Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger
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Bert ist 16 und wiegt 101 kg. Damit gilt er zwar in der Familie väterlicherseits noch als Leichtgewicht, aber er selbst ist nicht glücklich. In der Schule wird er gemobbt und schikaniert, Freundin hat ...

Bert ist 16 und wiegt 101 kg. Damit gilt er zwar in der Familie väterlicherseits noch als Leichtgewicht, aber er selbst ist nicht glücklich. In der Schule wird er gemobbt und schikaniert, Freundin hat er keine. Seine Hobbys sind Essen und „Wer wird Millionär“-Gucken.
Um sich Geld zu verdienen, nimmt er einen Job als Maskottchen „Billy - der Tiger“ bei einer Eishockeymannschaft an und auf einmal beginnt er dadurch eher unfreiwillig abzunehmen...

Ich würde das Buch zwar eher als Jugendbuch einordnen. Trotzdem hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Man kann Bert verstehen, die vielen familiären Probleme mit der Mutter, dem geschiedenen Vater und seiner Verwandtschaft und vor allem in der Schule. So hat er sich mit dem Essen Ersatz beschafft. Erst durch das langsame Abnehmen und seine Arbeit bekommt er ein klein wenig Selbstbewusstsein. Mir hat der Humor in dem Buch sehr gefallen. Und auch, dass sich über Bert nicht lustig gemacht wurde. Die Probleme wurden real beschrieben, auch das langsame Abnehmen mit den vielen Rückschlägen. Und auch dass mit weniger Kilos nicht automatisch alle Probleme verschwinden. Das Buch macht auf witzige Art klar, dass sich der Kampf um eigene Ziele lohnt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gut lesbar

Meer Liebe auf Sylt
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Henriette ist Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift und Geschäftsfrau durch und durch. In ihrer Ehe läuft es eher ruhig, doch damit hat sie sich abgefunden. Von ihrer Tochter Alexandra eingeladen, verbringt ...

Henriette ist Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift und Geschäftsfrau durch und durch. In ihrer Ehe läuft es eher ruhig, doch damit hat sie sich abgefunden. Von ihrer Tochter Alexandra eingeladen, verbringt sie ein paar Tage auf Sylt, um den 2. Geburtstag ihrer Enkelin Emma zu feiern. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht auch Emmas 2. Oma Ulla kommen würde. Sie ist Esoterikerin, Veganerin und Weltverbesserin und beide Frauen kommen überhaupt nicht miteinander zurecht. Dann fliegt Alexandra nach New York, da sie glaubt, dass ihr Mann dort fremdgeht. Und die beiden Omas müssen nun mit Emma allein klarkommen ...

Das Buch lässt sich gut lesen. Der Witz entsteht vor allem wegen den so gegensätzlichen beiden Omas, wobei hier Ulla deutlich schrulliger beschrieben wird. Logischerweise geschieht in dem Buchgenre dann bald eine Annäherung. Mir ein bisschen zu viel war dann auch noch Henriettes 2. Tochter Jana mit ihren Problemen. Sozusagen bei keiner der Frauen lief es normal bzw. glatt. Zum Glück wird vermieden, dass am Ende alles heile Welt ist.
Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, mit gut 260 Seiten ist es auch nicht so dick. Und es verlangt auch kein größeres Nachdenken. Aber es ist eine gelungene Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Schweres Schicksal

Der letzte Überlebende
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Samuel/Szlamek/Sam Pivnik berichtet in diesem Buch über sein Leben, speziell seine Jugend. Er ist ein polnischer Jude und als er 13 ist, überfallen die Nazis Polen. Anfangs ändert sich das Leben für ihn ...

Samuel/Szlamek/Sam Pivnik berichtet in diesem Buch über sein Leben, speziell seine Jugend. Er ist ein polnischer Jude und als er 13 ist, überfallen die Nazis Polen. Anfangs ändert sich das Leben für ihn langsam, doch bald kommen er und seine Familie in seinem Heimatort in eine Art Ghetto. Sein Bruder wird verhaftet. Als er 17 ist, wird er mit der Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Er überlebt die Selektion, seine Familie kommt ins Gas. Er erleidet ein für einen Juden typisches Schicksal in der Zeit des Nationalsozialismus. Das ist nicht despektierlich gemeint, sondern das furchtbare Schicksal in einer wahnsinnigen Vernichtungsmaschinerie, bei der Überleben auch sehr viel Glück bedeutet.

Das Buch erzählt von einem individuellen Schicksal in verschiedenen Lagern, auf dem Todesmarsch und dann auch noch auf der „Cap Arcona“. Es ist in sehr sachlicher Form geschrieben. Nach den furchtbaren Erlebnissen ist das für mich sehr verständlich. Die Erinnerungen an diese Zeit sind schwer genug, beim Erinnern und beim Aufschreiben werden diese furchtbaren Erlebnisse wieder aufgewühlt. Ich stelle mir das persönlich als sehr schmerzhaft und schlimm vor.
Den Punktabzug gibt es für mich für Sachen, die der Autor nicht zu verantworten hat. Zum einen störten mich in dem mir vorliegenden unkorrigierten Leseexemplar die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich hoffe, sie wurden in der endgültigen Fassung korrigiert. Zum anderen ist es sowohl die falsche Titelwahl sowie der falsche Text auf der Rückseite. Sam Pivnik ist nicht der einzige Überlebende seiner Familie, da sein Bruder ebenfalls überlebt hat. Das mindert keinesfalls seine furchtbaren Erlebnisse, zeugt aber für mich von einer sehr unsensiblen Redaktion im Verlag. Hier wurde unnötigerweise eine sehr reißerische Werbung gewählt, die nicht den Tatsachen entspricht und die das Buch auch nicht nötig hat.

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