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Veröffentlicht am 18.05.2025

Uninteressante Charaktere in einer spannenden Welt

Once Upon a Broken Heart
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Um die Hochzeit ihres Schwarms mit ihrer Stiefschwester zu verhindern, geht Evangeline Fox einen Deal mit einer Schicksalsmacht in Gestalt von Jacks ein. Doch dieser Deal hat auch Nachteile für Evangeline ...

Um die Hochzeit ihres Schwarms mit ihrer Stiefschwester zu verhindern, geht Evangeline Fox einen Deal mit einer Schicksalsmacht in Gestalt von Jacks ein. Doch dieser Deal hat auch Nachteile für Evangeline und sie muss ihre Schuld an Jacks zurückzahlen.
Der große Pluspunkt von „Once upon a broken heart“ liegt in der interessanten Welt. Die Autorin beschreibt sie sehr lebendig und sie wirkt sehr groß und vielfältig. In dieser Welt könnten noch einige interessante Geschichten auf Leser warten.
Die Charaktere konnten mich dagegen nicht überzeugen. Vor allem Evangeline ist eine sehr eindimensionale Figur. Sie möchte ein Happy End. Mit welchem Mann scheint ihr aber relativ egal. Darüber hinaus lernen wir aber keine ihrer Interessen kennen. Sie liebt das Antiquariat ihres Vaters. Allerdings zeigt sie kein wirkliches Interesse an alten Dingen, sondern sie liebt nur die Erinnerung an ein Zuhause. Die Stiefschwester Marisol scheint dagegen einfach nur Beachtung zu wünschen. Hier finden wir aber wenigstens heraus, dass sie sich für Magie interessiert.
Darüber hinaus fand ich auch den Verlauf der Handlung nicht immer gut. Viele Stellen plätschern nur seltsam vor sich hin. An anderen Stellen gibt es ziemlich starke Logiklöcher.
Insgesamt kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen. Wer Wert auf interessante Welten legt, kann aber eine leichte Lektüre für zwischendurch finden.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Interessantes Setting, leider sehr stereotype Charaktere

Zeitbrand: Genesis
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In Zeitbrand: Genesis entwirft Eryx Vail eine Welt, die tief gespalten ist. Die mittelalterlichen Reiche Thalmark und Korlandia stehen sich unvereinbar gegenüber. Die Korlandier wertschätzen die Gleichheit ...

In Zeitbrand: Genesis entwirft Eryx Vail eine Welt, die tief gespalten ist. Die mittelalterlichen Reiche Thalmark und Korlandia stehen sich unvereinbar gegenüber. Die Korlandier wertschätzen die Gleichheit und Gemeinschaft, die Thalmarkier dagegen den Markt und die Leistung. Damit stellen sie einen kommunistischen und einen kapitalistischen Staat dar. Dieses Setting und die Ausgestaltung fand ich auch durchaus interessant.
Allerdings habe ich mich sehr an der Ausarbeitung der Figuren gestört. Ich hatte immer das Gefühl einem Haufen Stereotypen zuzuschauen und keinen echten Charakteren mit Ecken und Kanten und einer Hintergrundgeschichte, die die aktuelle Lage und die Einstellung jedes Einzelnen wirklich erklären würde.
Rhea zum Beispiel fand ich als Hauptfigur erst sehr interessant. Sie wird als Charakter eingeführt, der seinen Stand gegen patriarchale Strukturen verteidigen muss. Letztendlich sieht man diese Strukturen aber gar nicht. Stattdessen bekommt man einen Charakter präsentiert, der sich an Macht berauscht und dabei über Leichen geht. Zwischenzeitlich habe ich mir echt gewünscht, dass ihr Drache sie einfach frisst. Erst in den letzten 50 Seiten bekommen wir ein wenig ihrer Hintergrundgeschichte präsentiert, die durchaus interessant sein könnte. Aber immer noch fehlt die wirkliche Darstellung ihrer sozialen Situation und wie andere Menschen mit ihr umgehen.
Ähnliches gilt für alle anderen Figuren. Einige scheinen nur dafür vorzukommen, um die Grausamkeit beider Systeme aufzuzeigen. Allerdings scheint sich keine Person wirklich mit den Fehlern der jeweiligen Gesellschaft auseinander zu setzen. Thalmarker schimpfen auf Korlandier, und umgekehrt. Da hört die Auseinandersetzung aber auch schon auf. Erst in den letzten 50 Seiten kommen ein paar Charaktere darauf, diese strikte Trennung in Frage zu kommen.
Abschließend kann ich sagen, dass die Grundzüge der Welt und der Charaktere interessant ausgearbeitet sind. Allerdings bleibt der Roman auf dem Level von Stereotypen und konnte mich daher überhaupt nicht begeistern.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Schönes Cover – Der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Als ich das erste Mal eine kurze Zusammenfassung gelesen hatte und die wunderschöne Gestaltung gesehen habe, wollte ich das Buch unbedingt haben. Jetzt habe ich es als Hörbuch gehört und bin froh, dass ...

Als ich das erste Mal eine kurze Zusammenfassung gelesen hatte und die wunderschöne Gestaltung gesehen habe, wollte ich das Buch unbedingt haben. Jetzt habe ich es als Hörbuch gehört und bin froh, dass ich es nicht in mein Regal stellen muss.
Aber erstmal die guten Punkte. Ich mochte die Idee. Nyra ist eine Prinzessin, die von ihrem Vater misshandelt wurde und deshalb flieht. Auf der Flucht gerät sie in die Hände der Rebellen, die gegen den König kämpfen. Hier muss sie ihre Identität verbergen und versuchen, sich zu integrieren.
Das Cover gefällt mir optisch immer noch sehr gut. Das Pink und Schwarz bilden einen hübschen Kontrast und die Grafik ist detailreich, aber nicht überladen. Als Ausgabe mit Farbschnitt fällt es in einer Buchhandlung oder im heimischen Bücherregal wirklich positiv auf.
Die Sprecher der Hörbuch-Version sind auch wirklich gut. Sie haben angenehme Stimmen und ich könnte ihnen gut zuhören.
Aber Idee, Gestaltung und Sprecher können den Inhalt einfach nicht retten. Wir erfahren in der Geschichte leider wirklich wenig zur Welt von The Veiled Kingdom. Der größte Teil der Handlung findet in der Rebellenbasis statt. Es gibt Magie, die auch als sehr wichtig benannt wird, aber letztendlich fast keine Rolle spielt. Die meisten Charaktere bleiben sehr oberflächlich.
Oft handeln die Charaktere auch absolut irrational. Der Rebellenführer und sein Sohn treffen furchtbare Entscheidungen nach aktuellem Empfinden, die eigentlich schon längst zum Sterben der Bewegung geführt hätten. Sie behandeln ihre Untergebenen mit mindestens so viel Grausamkeit, wie der König, gegen den sie kämpfen.
Am schlimmsten fand ich aber die Liebesgeschichte, die gefühlt auf keiner Grundlage entstanden ist. Der Hauptcharakter Dacre ist einfach nur toxisch und grausam. Er behandelt Nyra wirklich mies und sie lässt sich trotzdem auf alles ein, was er mit ihr machen will. Sie scheint keinen Funken Selbstrespekt in dieser Beziehung zu haben. Und seine Schwester scheint das zu wissen und unternimmt nichts. Obwohl sie als gute Freundin von Nyra benannt wird.
Diese Freundschaft entsteht im Grunde auch aus dem Nichts. Hier fehlen einfach Schlüsselszenen, um das Vertrauen zwischen den beiden Frauen zu rechtfertigen. Bei Filmen und Serien würde man sagen: Show, don’t tell.
Insgesamt kann ich das Buch nur jemandem empfehlen, der viele seltsame Bettszenen lesen will. Was ich sehr schade finde, weil ich das Buch wirklich mögen wollte.

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