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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Schwere Lektüre und eine toxisches Beziehung!

Unser wirkliches Leben
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Beworben wird der Debütroman von Imogen Crimp mit folgenden Worten: „… ist eine fesselnde Liebesgeschichte und ein tiefergehender psychologischer Roman über eine Beziehung mit ungleichen Machtverhältnissen, ...

Beworben wird der Debütroman von Imogen Crimp mit folgenden Worten: „… ist eine fesselnde Liebesgeschichte und ein tiefergehender psychologischer Roman über eine Beziehung mit ungleichen Machtverhältnissen, über Geld, Sex und Abhängigkeit.“
Diese Worte und auch der Klappentext hatten mich eigentlich überzeugt und ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut. Auch das Cover fand ich ansprechend gestaltet.
Als ich mit dem Buch angefangen habe, habe ich jedoch schnell gemerkt, dass es leider absolut nicht mein Fall ist. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich, aber in meinen Augen sehr schwer zu lesen. Man kann oft bei den Dialogen nicht nachvollziehen, wer von den Protagonisten gerade was sagt. Man muss sich extrem konzentrieren um den Text teilweise verstehen zu können.
Zum Inhalt selbst, sollte es ja vor allem um die Liebe gehen. Die habe ich aber auf all den Seiten schmerzlichst Vermisst. Alles was ich lesen konnte war eine sehr toxische Beziehung der Protagonistin Anna, die anhaltende Geldsorgen hat, und dem sehr reichen Max, der Sie dementsprechend behandelt. Die beiden Charaktere empfinde ich als sehr unsympathisch und konnte mich mit keinem der beiden wirklich identifizieren oder gar hineinversetzten.
Dank des Schreibstils ein abwechslungsreiches Buch, aber für mich war der Roman leider eine Enttäuschung und ich war am Ende wirklich froh, dass das Buch vorbei war.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Täuschungsmanöver ohne Tiefe

Make IT Real
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Das Cover und den Titel fand ich für die Geschichte die sich dahinter versteckt sehr passend, der Farbschnitt ist wunderschön und man bekommt durch das Wortspiel schon den Hinweis, dass sich die Protagonisten ...

Das Cover und den Titel fand ich für die Geschichte die sich dahinter versteckt sehr passend, der Farbschnitt ist wunderschön und man bekommt durch das Wortspiel schon den Hinweis, dass sich die Protagonisten im IT-Bereich bewegen.

Das Buch handelt von Fallon einer Frau die in einer Mänenrdomäne arbeitet, in der IT-Branche. Dort muss sich Sich täglich durchsetzen und zeigen, dass Sie genau so gut ist wie die Herren der Schöpfung. Zusätzlich arbeitet Sie noch heimlich als Liebesromanautorin, was Sie vor Ihren Kollegen geheim hält. Bei einer Lesung ist Ihr Arbeitskollege Jesper anwesend, der Sie samt Ihrer Verkleidung fast erkannt hätte. Schnell deckt Sie im die Lüge der Zwillingsschwester auf und er findet Sie auf anhieb interessant. Wie man sich schon denken kann, nimmt die Geschichte damit an Fahrt auf und Fallon verstrickt sich immer weiter in Ihre Lügen.

An sich fand ich das Buch ganz okee, der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und man flog geradezu durch die Kapitel. Die Unterschiedlichen Perspektiven mochte ich ganz gerne, da man immer wieder die verschiedenen Einblicke hatte. Alles in allem hat es mir bei den Charakteren aber an Tiefe gefehlt. Sie waren sehr oft einfach zu oberflächlich und ich konnte mich in Ihr Verhalten nur schwer reinversetzen. Das Buch hat sehr schnell an Fahrt aufgenommen, auch mit der Täuschungsgeschichte und es gab so oft Hinweise auf diese Täuschung, doch das ganze wurde zu schnell abgehandelt. Als gegen Ende hin der ganze Schwindel auffliegt, finde ich die Reaktion von Fallon absolut nicht in Ordnung, da Sie der manipulierende Part war, der gelogen hatte und sich dann total angegriffen gefühlt hat, statt sich in die Lage von Jesper zu versetzten. Dieser hat Ihr meiner Meinung nach viel zu schnell verziehen, ohne das ganze nochmal zu hinterfragen.

Alles in allem ein schönes Buch für zwischendurch mit einer Story zum schmunzeln.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Skandal in der Bank

Die Zentrale
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Der zweite Band der Laura Jacobs Reihe (der erste Band sollte dringend im Voraus gelesen werden, da man sonst nicht ganz folgen kann) ist genauso spannend wie der vorherige. Kürzlich erst dem Tod entkommen ...

Der zweite Band der Laura Jacobs Reihe (der erste Band sollte dringend im Voraus gelesen werden, da man sonst nicht ganz folgen kann) ist genauso spannend wie der vorherige. Kürzlich erst dem Tod entkommen und zurück in Ihrer Arbeit wird Sie mit einem Spezialfall vertraut gemacht und muss schon bald feststellen, dass auch hier etwas gewaltig faul ist.

Der Schreibstil von Veit Etzold ist sehr angenehm und man kommt an sich gut durch das Buch. Jedoch finde ich, dass in diesem Band einfach viel zu viel passiert. An manchen Stellen wird man von Fachwissen erdrückt, an anderen folgt ein Tod dem anderen und jede Person der Geschichte entwickelt sich in eine komplett andere Richtung. Die Charaktere heben Sich nicht groß voneinander ab, was ich sehr schade fand.

Alles in allem war es ein Thriller der seinem Namen gerecht wurde, umgehauen hat er mich aber jetzt nicht gerade. Alles in allem kann man ihn schon lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Anspruchsvoll, aber doch wenig Inhalt

Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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Ich hatte mich sehr auf das Buch "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" gefreut, da ich vor allem das Thema Zweiter Weltkrieg und die Aufarbeitung unserer Generation sehr spannend finde. Und gerade wenn ...

Ich hatte mich sehr auf das Buch "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" gefreut, da ich vor allem das Thema Zweiter Weltkrieg und die Aufarbeitung unserer Generation sehr spannend finde. Und gerade wenn die Bücher von direkten Nachfahren von Kriegsgefangenen oder Kriegsverbrechern geschrieben sind, hat das ganze nochmal eine viel Tiefere Bedeutung.
Leider wurde ich mit diesem Buch nicht ganz abgeholt. Der Schreibstil war extrem anspruchsvoll und dadurch sehr anstrengend zu lesen und nach ein paar Seiten, musste ich das Buch jedes mal aus der Hand legen, da sich kein richtiger Lesefluss bei mir einstellen wollte.
Auch Inhaltlich konnte mich das Buch leider überhaupt nicht überzeugen. Es wird alles sehr oberflächlich behandelt, es werden durch die Reise noch Polen und Italien viele Fragen aufgeworfen, aber nicht eine wird wirklich tiefer behandelt oder beantwortet. Die Familie blockt sehr viel ab und so bleibt der Leser mit vielen Fragezeichen zurück.
Ich finde es toll, dass Judith Hermann in diesem Buch Ihre Geschichte zu verarbeiten versucht hat, mich konnte es leider nicht abholen.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Cozy Setting ohne Tiefgang

Botanic Hearts
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Botanic Hearts stand bei mir sehr lange auf der Wunschliste, da sich die Leseprobe sehr gut angehört hatte. Aber nach einem mehrwöchigen Kampf habe ich mich entschieden, dass Buch knapp nach der Hälfte ...

Botanic Hearts stand bei mir sehr lange auf der Wunschliste, da sich die Leseprobe sehr gut angehört hatte. Aber nach einem mehrwöchigen Kampf habe ich mich entschieden, dass Buch knapp nach der Hälfte abzubrechen.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und man findet auch leicht in die Geschichte hinein. Für jeden Buchliebhaber ist das Setting ein Traum, eine Bücherei in einem Botanischen Garten, auch wenn die Umstände durch den Hurricane natürlich nicht optimal geschaffen wurden.
Dennoch konnte ich in dem Buch keinen Tiefgang finden. Die Charaktere sind für mich sehr oberflächlich, man schafft es nicht, eine Beziehung zu Ihnen aufzubauen oder sich wirklich in sie hineinversetzen zu können und das ist mir bei den Büchern die ich lese eigentlich immer sehr wichtig.
Ich habe das Buch immer wieder aus der Hand gelegt um etwas Abstand dazu zu gewinnen und dem Buch dann nochmal eine Chance zu geben. Aber nachdem ich jetzt knapp 4 Wochen höchstens immer 1-2 Kapitel lesen konnte, habe ich mich nach langer Überlegung dazu entschieden das Buch abzubrechen.
Für mich leider keine Empfehlung, sondern ein Flop in diesem Jahr :/

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