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Veröffentlicht am 14.03.2025

Spannende und atmosphärisch stark erzählte Familiengeschichte

Stromlinien
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Das Buch Stromlinien von Rebekka Frank besticht schon von außen durch ein wunderschönes, haptisches Cover.
Rebekka Frank hat einen atmosphärisch sehr gelungenen Familienroman geschrieben, der mit tollen ...

Das Buch Stromlinien von Rebekka Frank besticht schon von außen durch ein wunderschönes, haptisches Cover.
Rebekka Frank hat einen atmosphärisch sehr gelungenen Familienroman geschrieben, der mit tollen Beschreibungen der Elbmarschen abgerundet wird. Diese Beschreibungen lassen Bilder im Kopf entstehen, man hört die Vögel zwitschern und die Elbe fließen.
Die Geschichte handelt von den Zwillingen Enna und Jale, die durch den Gefängnisaufenthalt ihrer Mutter Alea in ihrem Leben stark beeinflusst wurden.
Am Tag der Entlassung verschwinden sowohl Alea, als auch Jale. Langsam tasten wir uns auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven an den Startpunkt der Familiengeheimnisse, die zu den heutigen Ereignissen geführt hat. Es ist eine Geschichte, die beeinflusst wird von zu schnellen und falschen Entscheidungen, Missverständnissen und der Beziehung zwischen Schwestern.
Die Charaktere sind sehr authentisch und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte weiter.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, mit einem Spannungsbogen, der über das ganze Buch anhält.
Auf den gut 500 Seiten nimmt uns die Autorin an die Hand und entschlüsselt eine Familiengeschichte, die ihren Ursprung vor 100 Jahren hat und bei der am Ende alle Puzzleteile an den richtigen Platz fallen.
Wer Familiengeschichten liebt, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Die Macht der Musik

Die Melodie der Lagune
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Die Geschichte der Anna Maria Della Pietà, ein Waisenmädchen, die zu einer der größten Violinvirtuosen des 18. Jahrhunderts wurde. Harriet Constable verwebt historische Fakten und Fiktion auf eine ganz ...

Die Geschichte der Anna Maria Della Pietà, ein Waisenmädchen, die zu einer der größten Violinvirtuosen des 18. Jahrhunderts wurde. Harriet Constable verwebt historische Fakten und Fiktion auf eine ganz besondere Art und Weise. Wir begleiten Anna von ihrer Ankunft im Ospedale Della Pietà bis zur Verwirklichung ihres Traums, Maestro der Pietà.
Die Autorin zeichnet dazu ein Bild der Gesellschaft Venedigs mit all ihren Schattenseiten. Das Leben der Mädchen im Waisenhaus,die Atmosphäre der Stadt, all das schafft den perfekten Rahmen für die Geschichte von Anna. Dazu steht die Musik im Mittelpunkt und lässt ein musikalisches Kopfkino entstehen. Man fühlt mit Anna, schüttelt den Kopf über einige ihrer Handlungen, bewundert und verflucht ihren Mentor Vivaldi.
Ein ganz besonderer historischer Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite

Der Gourmet
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Wie schon auf der Buchrückseite steht “Britische Krimikunst vom Feinsten”. Ich habe schon lange nicht mehr einen so spannenden Krimi gelesen, der auch mit seinen Charakteren völlig überzeugt.
DS Washington ...

Wie schon auf der Buchrückseite steht “Britische Krimikunst vom Feinsten”. Ich habe schon lange nicht mehr einen so spannenden Krimi gelesen, der auch mit seinen Charakteren völlig überzeugt.
DS Washington Poe, ein Mann mit Ecken und Kanten, ist für seine Vorgesetzten nicht einfach zu handhaben. Die Analytikerin Tilly Bradshaw, messerscharfer Verstand, sozial etwas unbeholfen, würde für Poe alles tun. DI Flynn, die Poe den Rücken freihält.
Die Story, so einfach und doch so genial. Ein Sternekoch ist vor sechs Jahren verhaftet worden, weil er in Verdacht stand, seine Tochter ermordet zu haben. Eine Leiche gab es nicht und jetzt ist die Tochter wieder da. Poe, der Keaton damals verhaftet hat, steht vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Das Rätsel zu lösen, wie kann jemand gleichzeitig tot und am Leben sein?
Der Schreibstil ist flott, gespickt mit schwarzem Humor. Die Kapitel sind nicht zu lang. Der Spannungsbogen beginnt auf der ersten Seite und endet auf der letzten Seite. Unerwartete Wendungen und eine überraschende Auflösung runden diesen perfekten Krimi ab.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Gruseln in den Wäldern von Westmill

Rapunzels finsterer Turm
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Rapunzel, die dritte Märchenadaption von Stefanie Lasthaus. Ein tolles Cover, ein gelungener Farbschnitt und das Wichtigste, inhaltlich 5 Sterne.
Tattookünstlerin Flo verschlägt es nach einigen Schicksalsschlägen ...

Rapunzel, die dritte Märchenadaption von Stefanie Lasthaus. Ein tolles Cover, ein gelungener Farbschnitt und das Wichtigste, inhaltlich 5 Sterne.
Tattookünstlerin Flo verschlägt es nach einigen Schicksalsschlägen in den Ort Westmill. Klein, ruhig, unscheinbar, oder doch nicht?
Die Autorin verknüpft hier Grusel-, Horror- und Märchenelemente auf eine fantastische Weise. Von Anfang an ist man gefangen in der Handlung, ahnt, dass Visionen und Gesang im Wald nichts Gutes bedeuten. Das Kopfkino geht an und an vielen Stellen geht es dem Leser wie im Gruselfilm. Man möchte den Protagonisten zurufen, tu das nicht, geh da nicht rein.
Die Charaktere sind glaubwürdig und können durchweg überzeugen.
Die Spannung hält bis zum Schluss an und die Handlung punktet mit einigen Wendungen und einer düsteren Grundstimmung. Für mich der beste Band ihrer Märchenreihe und ein gelungener Genremix.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

So geht Märchen!

Brunnengeister – Ich verspreche dir alles, was du willst ...
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In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat….So beginnt das Märchen vom Froschkönig.
Christian Handel entführt uns in eine wunderbare, aber auch schaurig schöne Märchenadaption.
Lina, die Prinzessin, ...

In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat….So beginnt das Märchen vom Froschkönig.
Christian Handel entführt uns in eine wunderbare, aber auch schaurig schöne Märchenadaption.
Lina, die Prinzessin, soll nach dem Willen ihres Vaters verheiratet werden. Um dem zu entgehen, äußert sie in einer dunklen Nacht einen Wunsch, indem sie eine goldene Kugel in einen alten Brunnen wirft. Wenn sie gewusst hätte, welches Grauen sie damit aufweckt, hätte sie sicher anders entschieden.
Christian Handel hat einen unnachahmlichen Schreibstil, der einen sofort in eine andere Welt versetzt und ein ganz besonderes Märchenkopfkino startet. Man taucht ein in dunkle Wälder oder geheimnisvolle Ecken im Schloss, trifft auf kleine, eklige Wesen. Die Charaktere sind alle authentisch, teilweise geheimnisvoll oder auch gruselig, aber vor allem Lina hat eine sehr erfrischende Art. Die Liebe und die Spannung kommen auch nicht zu kurz und unerwartete Wendungen halten einen bis zum Schluss in Atem.
Wer also Märchenadaptionen liebt, der kommt an den Brunnengeistern nicht vorbei. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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