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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Starker Start, dann verlor mich das Buch

Die Kammer
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Ich mochte die Prämisse von "Die Kammer" so gerne, dass ich mich nach langer Zeit wieder an einen Krimi ranwagte. Denn hier wird mit einem beengten Raum in den Tiefen des Meeres gespielt und ein Verlassen ...

Ich mochte die Prämisse von "Die Kammer" so gerne, dass ich mich nach langer Zeit wieder an einen Krimi ranwagte. Denn hier wird mit einem beengten Raum in den Tiefen des Meeres gespielt und ein Verlassen dieser Kammer ist aufgrund der Druckunterschiede nur nach großen Zeitsprüngen wieder möglich. Taucherin Ellen möchte innerhalb der Männerdomäne zeigen, dass auch Frauen ausgezeichnete Tiefseetaucherinnen sein können und arbeitet daher schon seit Jahren auf diesem Gebiet. Auch diesmal verspricht es zunächst ein normaler Job zu sein, doch plötzlich kommen Menschen um ...

Der Start war sehr spannend, da hier die Atmosphäre geschaffen wurde. Die sechs Taucher steigen in die Kammer hinab, auf engstem Raum arbeiten sie miteinander, ehe schließlich der erste Mord passiert. Auch die Arbeit selbst wird ausführlich erklärt. Da die Crew über eine Pipeline auch Zugang zur Außenwelt hat, um zum Beispiel Essen und Medikamente zu bekommen, ist der Mörder nicht unbedingt innerhalb der Kammer zu verorten.

Leider vorlor mich das Buch dann im Folgenden. Die weiteren Tode verlaufen alle recht ähnlich und es gibt wenige Anhaltspunkte, als dass man als LeserIn hätte mitraten können, was hier vor sich geht. Dafür erzählen die Charaktere alle ähnlich schaurige Geschichten aus ihrem Leben, die in ihrer Vielzahl unglaubwürdig und ermüdent wirkten. Es fühlte sich an, als müsste das Buch gestreckt werden.

Weiterhin fiel es mir schwer, die einzelnen Männer, die neben Ellen in der Kammer sind, auseinanderzuhalten. Jeder hat seinen Namen, sowie den Spitznamen, mit dem er angesprochen wird, das verwirrte zusätzlich. Der Schreibstil war eher kurzgehalten und gib die Geschehnisse relativ schlicht wieder, was zu einem Thriller passt, wodurch sich für mich die einzelnen Charaktere jedoch nicht stark unterschieden.

Die Auflösung hätte dann ruhig auch mehr Raum haben können, nachdem es zuvor so viele Lückenfüller gab. Ich wurde leider nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Viele gute Ideen...

The Stars are Dying
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... die alles in allem leider nicht so umgesetzt wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dabei ist "The Stars are dying" nicht nur wunderschön, sondern wirbt auch mit meinen absoluten Lieblingstropes. ...

... die alles in allem leider nicht so umgesetzt wurden, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dabei ist "The Stars are dying" nicht nur wunderschön, sondern wirbt auch mit meinen absoluten Lieblingstropes. Schon im englischsprachigen Raum hatte das Buch für einigen Wirbel gesogt, taucht auch dort immer wieder auf und wird empfohlen.

Nach dem Lesen kann ich sowohl die positiven Stimmen verstehen, als auch die mittelmäßigen Bewertungen. Ich selbst muss sagen, dass das Buch mich insbesondere zu Beginn noch gut unterhalten kann. Es gibt eine ständige Informationsflut, bei der man am Anfang noch hofft, dass sich diese zum Ende hin logisch auflöst. Dadurch bleibt die Spannung hoch, die Protagonistin Astraea selbst ist aufgrund eines Gedächtnisverlustes zunächst erst einmal hilflos und man leidet dahingehend mit ihr.

Die Handlung zusammenzufassen, fällt mir dahingehend auch schwer, weil es einfach so unfassbar viel gibt, aus was sich das Buch zusammensetzt - und dabei verliert es sich irgendwie. Astraea wird zunächst gefangen gehalten, schafft es aber, befreit zu werden und begibt sich dann mit ihrer besten Freunding auf den Weg in die Mitte des Reiches, da die Freundin Cassia dort am Libertatem teilnehmen möchte. Schlussendlich findet sich Astraea selbst inmitten der Spiele wieder. Hinzukommt der düstere Fremde, der immer wieder auftaucht, Nyte heißt, und zudem sie eine tiefe Verbidnung spürt: Auftritt Love-Interest.

Gebettet ist die Geschichte in eine Fantasy-Welt, deren Aufbau nur dürftig erklärt wird. Es gibt allerlei verschiedene, magische Wesen, deren Hintergründe immer mal wieder kurz mit einem Info-Dump erläutert werden und deren Verbidnungen im Folgenden verstehen soll. Manches wird auch einfach gar nicht weiter erklärt, aber da es eine solche Infoflut gibt, fällt das gar nicht so wirklich auf, da ich leider ab einem gewissen Punkt generell einfach nur noch verwirrt war und der Geschichte in vielen Punkten nicht folgen konnte. Der Scheribstil trug für mich auch dazu bei, denn vieles wurde auch nicht so erklärt, als dass ich es zumindest gut verstanden hätte. Und manche Aktionen machten einfach generell keinen wirklichen Sinn.

Hinzukommt Astraea als Hauptcharakter, die mich ab der Hälfte des Buches verlor. Sie ist generell sehr hilflos und lässt vieles über sich ergehen, als selber aktiv zu werden, was aufgrund ihrer Vergangenheit per se verständlich ist. Aber bei einem 600-Seiten-Buch hatte ich erwartet, dass sie sich weiterentwickelt und aus ihren negativen, selbstabwertenden Gedanken ausbrechen kann. Die Beziehung zu Nyte ist dahingehend auch nicht wirklich aufbauend. Die Begegnungen der beiden ziehen sich durch das ganze Buch, es gibt wirklich zahlreiche Dialoge zwischen den beiden, aber irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, dass sie einander gar nicht kennen. Von einer Beziehung auf Augenhöhe konnte man hier leider auch nicht sprechen.

Ich kann das Buch alles in allem leider eher weniger empfehlen. Wer viel Action, viele Wendungen und Twists mag, wird hier vielleicht seine Freude dran haben.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Eine tiefliegende Schuld

We hunt the Flame
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Nach "A Tempest of Tea" wollte ich auch gerne dieses Werk der Autorin lesen. Auch wenn ich bereits damals meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin hatte, empfand ich den Plot und die Charaktere ...

Nach "A Tempest of Tea" wollte ich auch gerne dieses Werk der Autorin lesen. Auch wenn ich bereits damals meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin hatte, empfand ich den Plot und die Charaktere des letzten Werkes doch so gut, dass ich Hafsah Faizal weiter verfolgen wollte.

Leider konnte mich "We Hunt the Flame" gar nicht überzeugen. Bereits der Einstieg fiel mir schwer, da es zahlreiche Fremdwörter gibt, die in den Kontext eingetreut werden, ohne dass man sie erklärt bekommt. Nach einer Weile habe ich das Glossar entdeckt, allerdings hindert es auch den Lesefluss und -spaß, immer wieder nach hinten zu blättern, um die Bedeutung von Wörtern zu verstehen. Hinzu kam ein sehr distanzierter Schreibstil, der mich nicht mitfühlen ließ. Die Charaktere und deren Geschichte wurden mir so recht schnell relativ egal, was eher selten vorkommt. Gleichzeitig war der Schreibstil auch sehr detailliert in Hinblick auf Beschreibungen, wodurch mir die Spannung fehlte.

Auch mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Zafira wirkte kalt und überheblich. Immer wieder wird betont, wie herzensgut sie doch ist, wie aufopfernd, wie einzigartig. Bei ihr sitzt natürlich jeder Schuß und sie ist quasi unfehlbar. In Dialogen sollten es wohl Witze ihrerseits sein, doch sie gingen meist auf die Kosten anderer und ich fand sie nicht wirklich witzig, sondern eher herablassend. Nasir ist mit seinem Hintergrund ebenfalls schwer zu mögen, da hilft es auch nicht, dass er sich stets selbst geißelt. Generell fiel es mir schwer, ihn als Charakter kennenzulernen, da er sehr verschlossen war. Die Nebencharaktere, allen vorain Altair, waren da schon greifbarer und sympathischer.
Folglich empfand ich die Chemie zwischen Zafira und Nasir quasi nicht vorhanden. Die Bedingungen, unter denen die beiden einander begegnen, machen eine Liebe in meinen Augen eh schon unmöglich. An Zafiras Stelle hätte ich bezüglich Nasir und Altair nichts als bodenlose Wut empfunden.

Storytechnisch gibt es einige wirklich spannende Ideen und Plot-Twists. Diese konnten mich leider nicht mehr umreißen, da mich die Geschichte zu dem Zeitpunkt bereits verloren hatte. Die Verwicklungen der einzelnen Charaktere miteinander und auch mit der Welt sind aber spannend und ich kann mir vorstellen, dass dann in Band 2 noch mehr Magie mitdazukommt. Ich werde die Reihe ab hier jedoch nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Eine große Liebe mit vielen Hürden

Boys of Tommen 1: Binding 13
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"Binding 13" wurde sehr gehypt, weshalb ich das Buch gerne lesen wollte. Große Liebesgeschichten sind schließlich total mein Fall. Letzendlich musste ich mit diesem Buch aber mehr als Kämpfen, was mit ...

"Binding 13" wurde sehr gehypt, weshalb ich das Buch gerne lesen wollte. Große Liebesgeschichten sind schließlich total mein Fall. Letzendlich musste ich mit diesem Buch aber mehr als Kämpfen, was mit der Dicke in Kombination mit dem Inhalt zu tun hat.

In dem Buch geht es um Shannon und Johnny. Shannon wächst unter schwierigen Familienverhältnissen auf, ihr Vater trinkt und ist gewalttätig, während sie selber sich oft um den Haushalt kümmern muss. Hinzu kommt, dass sie jahrelang gemobbt wurde, weshalb sie zu Beginn des Buches gezwungenermaßen die Schule wechselt. Auf ihrer neuen Schule begegnet sie Johnny, einem berühmten Rugby-Spieler, dessen Karriere jedoch aufgrund einer Verletzung ins Schwanken geraten könnte. Die beiden werden voneinander magisch angezogen und merken schnell, dass sie für den anderen wichtig sind.

Die Erwartungen waren durch den Hype recht groß. Von vornerein habe ich mich gefragt, was alles passieren muss, um zu dieser Seitenanzahl zu führen. Letzendlich muss ich leider sagen, dass wenig passiert ist und dass sich das Wenige, dass dann passiert ist, leider auch noch wiederholt hat. Zahlreiche Szenen in Johnnys Auto mit ähnlich ablaufenden Gesprächen. Ein hin und her, dass sich irgendwann nur noch erzwungen anfühlte. Gespräche, die sich in Zeitlupte vorwärts bewegten und von Misstverständnissen geleitet wurden. Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass hier wenig Tiefgründigkeit aufkam.

Einen großen Raum nehmen Shannon und Johnny selber ein. Deren Entwicklung und Hintergründe habe ich auch durch die äußerst detaillierte Wiedergabe der Geschehnisse gut verstanden. Auch die Liebesgeschichte selbst ist spürbar, die Chemie zwischen Shannon und Joey wirkt sehr authentisch und diese Szenen waren zu Beginn auch sehr süß. Die Nebencharaktere lernt man eher sporadisch kennen, ich hätte mir hier auch einfach inhaltlich und szenisch mehr Abwechslung gewünscht. Gypsie, Chloe und Joey lernt man dennoch recht gut kennen, bei über 800 Seiten sollte das zu erwarten sein.

Wenn die Autorin das Ganze auf ca. 300 Seiten runtergekürzt hätte, hätte mich die Geschichte auch gut unterhalten. Aber so wurde es mit der Zeit einfach nur noch zäh und ich habe das Ende herbeigesehnt. Nun stellt sich die Frage, ob ich nach diesem Kampf Band 2 noch lese oder ob ich es mir schenke. Den Ausgang, wie auch bei Band 1, kann man recht gut erahnen.

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Veröffentlicht am 18.07.2024

Recht stereotype Gegensätze

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart
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In "Unlock my heart" hilft Lexie gezwungenermaßen Logan, der aus einer der wohlhabendsten Familien der Golden Heights stammt, und dringend ihre Hilfe bei der Besorgung eines wichtigen Dokuments benötigt. ...

In "Unlock my heart" hilft Lexie gezwungenermaßen Logan, der aus einer der wohlhabendsten Familien der Golden Heights stammt, und dringend ihre Hilfe bei der Besorgung eines wichtigen Dokuments benötigt. Lexie, die erpresst wird und eine große Geldmenge aufbringen muss, lässt sich auf den Deal ein - wobei die beiden sich gefährlich nahe kommen...

Die Idee fand ich spannend, da Lexie eine etwas andere Protagonistin ist und hier einmal dem männlichen Protagonisten hilft. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch mich recht schnell enttäuscht hat. Es ist voller Stereotype und pick-me-girl-vibes. Alle anderen Mädchen, die sich dem tollen Millardenerben an die Brust werfen, sind dümmliche Hohlbirnen, die sich nackt in sein Bett legen und mit Schokolade um sich werfen oder zu keinem richtigen Dialog in der Lage sind. Das zieht sich bei vielen Nebencharakteren oder auch Bösewichten durch, die typische Bösewichtdinge sagen und zumindest im Hörbuch mit Akzent sprechen. Lexies und Logans Freunde stechen hier schon mit mehr Charakter hervor, aber das Gesamtbild des Romans war doch voller bereits bekannter Szenen und Worte.

Der Schreibstil konnte mich daher leider auch nicht überzeugen, da sich die Stereotype hier widerspiegeln und die Sprache recht einfach ist. Es gibt auch viele Wortwiederholungen, wie zum Beispiel er/ sie schluckte, der Mundwinkel zuckte ... An alle Stadtteile und Straßennamen oder auch Universitäten, Clubs, ... wird oft das namensgebende "Golden" angehangen, da hätte ich mir auch mehr Abwechslung gewünscht.

Die Grundsätzliche Idee hinter der Geschichte gefiel mir und es gibt eine gute Spannungskurve. Das Buch hat einen stimmigen Wechsel von Gesprächen und actionreichen Szenen. Ich kam leider mit dem Schreibstil und den Charakteren nicht gut klar.

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