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Evoli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Spannendes Abenteuer mit innovativem Weltaufbau

If We Were Gods
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Olivias jahrelange harte Arbeit hat sich ausgezahlt – wie nur eine handverlesene Gruppe junger Menschen aus aller Welt schafft sie den Sprung von ihrer Prager Universität an die Elite-Akademie in Schottland. ...

Olivias jahrelange harte Arbeit hat sich ausgezahlt – wie nur eine handverlesene Gruppe junger Menschen aus aller Welt schafft sie den Sprung von ihrer Prager Universität an die Elite-Akademie in Schottland. Dort hofft sie, ihre bescheidenen Ursprünge hinter sich zu lassen und in die tiefsten Ebenen der Realität vorzudringen, um bisher ungeahnte Macht zu erhalten.

Die Welt des Buches entspricht in vielen Dingen unserer normalen Gegenwart. Man hört Musik von Taylor Swift, ein paar Jahre zuvor hat Notre-Dame gebrannt und die Studenten der Akademie hantieren mit Handys und Tablets. Doch in dieser alternativen Version der Welt gibt es ein komplexes System arkaner Künste, basierend auf der Nutzung magischer Zeichen, welche von entsprechend ausgebildeten Experten in zunehmend gefährlichen Ebenen gefunden werden können. Statt sich auf die immer nur vorübergehend auftauchenden „Risse“ zwischen den Ebenen verlassen zu müssen, kann an der Akademie die so genannte Stairway bis in große Tiefe genutzt werden. Doch selbst diese Bereiche sind einigen Ehrgeizigen nicht genug. Olivia und ihre neuen Mitstreiter begeben sich in tödliche Gefahr und wollen den Sprung in die verbotenen Ebenen wagen...

Die Ich-Erzählerin Olivia ist eine interessante Hauptfigur, die zum Selbstschutz vieles vor ihren Mitstreitern verbirgt. Zu sehr hat sie die frühere Ausgrenzung aufgrund von Armut und mangelndem gesellschaftlichem Status geprägt. Doch auch die anderen jungen Erwachsenen spielen nicht direkt mit offenen Karten. Die Beziehungen innerhalb der kleinen Gruppe und die dazugehörigen Konflikte oder auch Wendungen bringen Schwung ins Geschehen.

Darüber hinaus ist auch die Story an sich spannend. Man fiebert richtig mit und trotzt zusammen mit den Protagonisten immer neuen Gefahren. Das innovative Magiesystem beziehungsweise die Idee der Ebenen mit individuellen Gefahren haben mir sehr gut gefallen. Von Stürmen über Verzerrungen des Raums bis zu psychischen Herausforderungen wird sehr viel Abwechslung geboten.

Gut fand ich auch, dass die Geschichte in diesem einen Band zu einem sinnvollen Abschluss kommt.
Und auch optisch ist das Buch eine Augenweide, mit seinem schicken Farbschnitt und dem Riss zum Durchschauen im Umschlag.

Veröffentlicht am 16.03.2025

Plädoyer für eine Reise in „Frau Tippelkamps“ Welt

Das Herz kennt keine Demenz
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Lange konnte sich Jim, anders als der Großteil seiner deutsch-philippinischen Familie, absolut nicht vorstellen, jemals im Pflegebereich zu arbeiten. In diesem Buch schildert der engagierte junge Mann, ...

Lange konnte sich Jim, anders als der Großteil seiner deutsch-philippinischen Familie, absolut nicht vorstellen, jemals im Pflegebereich zu arbeiten. In diesem Buch schildert der engagierte junge Mann, wie er auf Umwegen dann doch genau in diesem Beruf gelandet ist und darin seine große Passion fand.

Jim erzählt locker und angenehm zu lesen, was er zuerst als Alltagsbegleiter und später in verschiedenen anderen Positionen im Pflegeheim erlebte und welche Gründe und Erlebnisse zu seiner anhaltenden Leidenschaft für die Arbeit mit den Senioren und dabei ganz besonders mit den dementen Bewohnern führten.

Immer wieder sind Anekdoten mit „Frau Tippelkamp“ eingeflochten, einem Pseudonym, das aus Datenschutzgründen für eine ganze Reihe von Bewohnerinnen verwendet wird. An den Beispielen wird deutlich, welche Herausforderungen, aber auch welche schönen Momente sich aus den ganz speziellen Gedankengängen der demenziell veränderten Menschen ergeben und wie wichtig das Eingehen auf ihre Bedürfnisse dabei ist.

Da ich selbst (als Ergotherapeutin) in der Sozialen Betreuung arbeite, habe ich mich und mein Arbeitsumfeld in den Kapiteln wiedergefunden und ich finde es schön, wie der Autor z.B. über die oftmals unterschätzte Arbeit der Alltagsbegleiter oder die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit zum Wohl der Bewohner informiert.

Das Buch finde ich einerseits lesenswert für Personen aus dem Pflegebereich, andererseits aber gerade auch für bisher Außenstehende, da es helfen kann, Vorurteile abzubauen und das Interesse für dieses sehr vielseitige und erfüllende Berufsfeld zu wecken. Alle Frau Tippelkamps können nur davon profitieren, wenn sie weitere engagierte Unterstützer bekommen, die bereit sind, sich in ihre ganz besondere Welt zu begeben.

Veröffentlicht am 02.03.2025

Spannende Grundidee, gut umgesetzt

Our Infinite Fates
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Seit Jahrhunderten befinden sich Evelyn und Arden in einem unendlich scheinenden Kreislauf der Wiedergeburt, der Liebe und des gewaltsamen Todes. Mal als Mädchen, mal als Junge wiedergeboren, scheinen ...

Seit Jahrhunderten befinden sich Evelyn und Arden in einem unendlich scheinenden Kreislauf der Wiedergeburt, der Liebe und des gewaltsamen Todes. Mal als Mädchen, mal als Junge wiedergeboren, scheinen sie dazu verdammt, stets vor dem 18. Geburtstag durch die Hand des anderen zu sterben.

In ihrem aktuellen Leben hat Evelyn, diesmal als junge Waliserin Branwen, jedoch noch mehr zu verlieren als ihr eigenes Leben – ihre jüngere Schwester ist auf die rettende Knochenmarksspende durch sie angewiesen und der Termin dafür wird für die Zeit nach dem verhängnisvollen Geburtstag angesetzt. Branwen versucht alles, um Arden diesmal ein Schnippchen zu schlagen...

Die Grundidee mit den beiden Liebenden, die immer wieder ein schlimmes Ende finden, ist sehr interessant und hier auch spannend umgesetzt. Wie Branwen/Evelyn will man unbedingt herausfinden, wie es zu dieser schicksalhaften Verbindung kam und natürlich vor allem, warum die jungen Leben jedes Mal auf so unschöne Weise beendet werden, aller Liebe zum Trotz.

Die Geschichte wechselt kapitelweise zwischen Abschnitten im modernen Wales und Einblicken in die früheren Leben der Protagonisten in verschiedensten historischen Epochen und Ländern, von Sibirien über die Südsee bis in arabische Gefilde.
Die Rückblicke tragen viel zur gelungenen Atmosphäre bei, zumal häppchenweise Details zur Beziehung der Hauptcharaktere enthüllt werden.

Darüber hinaus fand ich die Auflösung gelungen und auch der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Lediglich ein Anachronismus, der eventuell der Übersetzung geschuldet ist, hat mich als pingelige und historisch interessierte Pflanzenfreundin gestört – im mittelalterlichen England gab es definitiv keine Tomaten

Veröffentlicht am 02.02.2025

Atmosphärische Wüstenwelt mit interessanten Charakteren

Der Sternenstaubdieb
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Die junge Loulie hat es als Verkäuferin magischer Relikte zu einem gewissen Ruhm gebracht. Die so genannte „Mitternachtshändlerin“ bereist zusammen mit ihrem Vertrauten, dem Dschinn Qadir, die Wüste und ...

Die junge Loulie hat es als Verkäuferin magischer Relikte zu einem gewissen Ruhm gebracht. Die so genannte „Mitternachtshändlerin“ bereist zusammen mit ihrem Vertrauten, dem Dschinn Qadir, die Wüste und stöbert die mysteriösen Gegenstände auf, um sie dann gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Ihr Leben gerät aus der Bahn, als der Sultan des Landes auf sie aufmerksam wird und sie mit der Suche nach einem ganz besonderen Relikt beauftragt. Ausgerechnet der Sohn des Herrschers und eine der gefürchteten 40 Räuber sollen sie dabei begleiten...

Im Zentrum der Geschichte steht der Konflikt zwischen den menschlichen Wüstenbewohnern und den magischen Dschinn, die oft unerkannt unter ihnen leben. Das Blut der Dschinn hat heilende Kräfte und sorgt für blühende Landschaften in der kargen Region. Unter anderem deswegen werden sie gnadenlos gejagt.
Die Gefahr für Qadir und andere Wesen seiner Art sorgt für Spannung in der Geschichte, genauso wie allerlei Geheimnisse, die nicht zuletzt dieser Vertraute der Heldin selbst vor ihr verbirgt.
Auch manche filmreife Actionszene mit Verfolgungsjagden oder einstürzenden Gemäuern sowie diverse Wendungen machen das Lesen unterhaltsam.

Die Charaktere waren mir sympathisch, neben der Mitternachtshändlerin besonders auch der jüngere Sohn des Sultans, der mit seiner freundlichen und friedlichen Einstellung nicht zum überwiegenden Rest seiner Familie zu passen scheint.

Mir gefällt die Atmosphäre der Geschichte, die deutlich von den Märchen aus 1001 Nacht inspiriert ist. So liest man hier nicht nur von 40 Räubern, sondern z.B. auch von einer klugen Frau, die durch ihr Erzählen den mörderischen Sultan auszutricksen vermag.
Gleichzeitig hat die Story aber auch viele eigene Ideen zu bieten und weiß durch einen angenehmen Schreibstil zu gefallen. Gewöhnungsbedürftig fand ich lediglich die Gender-neutrale Schreibweise bezogen auf wichtige Figuren, das ganze „sier“ und „dien“ liest sich für mich noch nicht so recht flüssig.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Neue Abenteuer mit den Furchtlosen

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Band 2 der Reihe setzt ziemlich genau da an, wo der Erstling aufhörte: Irida und ihre Freunde von den „Furchtlosen“ versuchen weiterhin, die Pläne der Trolle zu durchkreuzen und die Anderswelt vor den ...

Band 2 der Reihe setzt ziemlich genau da an, wo der Erstling aufhörte: Irida und ihre Freunde von den „Furchtlosen“ versuchen weiterhin, die Pläne der Trolle zu durchkreuzen und die Anderswelt vor den Invasoren zu bewahren. Dabei spielen unter anderem weitere alte Legenden aus der Umgebung eine wichtige Rolle.

Irida und ihre Clique sind nach wie vor sympathische Charaktere, deren Mission man gern verfolgt. Mir hat auch gut gefallen, dass der „schräge Onkel“ Ardo diesmal etwas mehr zum Zug kommt. Auch andere Nebenfiguren wie das spionierende Kaninchen und die Para-Wissenschaftlerin werden ausgebaut.

Die Geschichte ist trotz humorvoller Szenen teils düster und wird z.B. durch Auszüge norwegischer Märchen ergänzt. Man kann sich die Schauplätze und die Ereignisse gut vorstellen, die Atmosphäre ist gelungen. Die Handlung hat mich weitgehend überzeugt, es stören meiner Meinung nach lediglich ein paar Logikschwächen.

Das Ende der Story wirkt erst mal relativ abgeschlossen, bis sich ganz zum Schluss schon neue interessante Abenteuer ankündigen. Das Buch macht sich übrigens schön im Regal, passt mit seinem hübschen Cover und dem Farbschnitt perfekt zum ersten Band.