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Veröffentlicht am 17.03.2025

Der ferne Ruf der Freiheit

Weites Land der Hoffnung
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Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch ...

Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch alle Zwänge und Pflichten. Eine Pflicht es es von den Eltern standesgemäß verheiratet zu werden mit einem Spross einer ebenso reichen Unternehmerfamilie. Das Geschäft muss sich ja schließlich immer lohnen. Jedoch wird sie auf ihrer Verlobungsfeier von ihrem selbstverliebten Verlobten vergewaltigt und natürlich wird Sarah die Schuld zugewiesen, da hat sich bis heute leider wenig geändert, und von ihren Eltern wird sie hinausgeworfen. Ihre kurze Schwangerschaft und ihre Fehlgeburt mit schrecklichen Folgen sind den Eltern gleichgültig. Eine kurze Zeit kann sie bei ihrer Freundin Harriet Unterschlupf finden, die aus anderen Gründen von der "guten" Gesellschaft gemieden wird, doch schließlich sieht sie ein, dass sie nicht mehr in New York bleiben kann. Durch Zufall entdeckt sie eine Zeitungsannonce von einem gewissen Joseph Rankin aus Wyoming, der eine Frau zum Heiraten sucht und Unterstützung für seine "aufstrebende" Ranch. Sarah hat nichts mehr zu verlieren und gewinnt langsam wieder Hoffnung vielleicht doch noch ein neues Leben anzufangen und reist nach Wyoming......

In Wyoming lebt der junge Joseph Rankin auf seiner kleinen Ranch, die er mit einem alten Cowboy bewirtschaftet. Nach dem schrecklichen Tod seiner über alles geliebten Frau hadert er immer mehr mit seinem Leben und sucht Zuflucht im Alkohol. Dadurch macht er wichtige Fehler in der Rancharbeit und wird von einem skrupellosen Großrancher unter Druck gesetzt. Charlie und seine Freunde in der kleinen Stadt sind sich einig darüber, dass dringend wieder eine Frau auf die Ranch muss und formulieren eine ansprechenden Zeitungsannonce.....

So finden zwei junge Menschen zueinander, die beide ein ziemlich großes und belastendes Vergangenheitspäckchen zu tragen haben und sich dennoch zueinander hingezogen fühlen. Doch ein Geheimnis droht die junge Liebe endgültig zu zerstören...

Mir hat diese flüssig zu lesende Geschichte gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen die starren und verlogenen Gesellschaftsformen des früheren New York sowie das Leben im damaligen Westen sehr gut zu beschreiben und den Leser mit in diese Zeit zu nehmen. Auch die Protagonisten und ihre seelischen Kämpfe sowie ihre anbahnende Liebe hat sie schön beschrieben und ich wurde von dieser Geschichte positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Neue Hoffnung

New Hope - Der Glanz der Hoffnung
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Wir befinden uns irgendwo in den Weiten der Sierra Nevada im idyllisch gelegenen kleinen Ort New Hope. Der Name steht für alles, was dieser kleine Ort mit seinen originellen und liebenswerten Bewohnern ...

Wir befinden uns irgendwo in den Weiten der Sierra Nevada im idyllisch gelegenen kleinen Ort New Hope. Der Name steht für alles, was dieser kleine Ort mit seinen originellen und liebenswerten Bewohnern zu bieten hat und wie es der Zufall will, finden sich auch immer wieder Menschen dort ein, die eine neue Hoffnung in ihrem Leben brauchen.

Da ist Liz, eine traumatisierte junge Frau, die durch eine schreckliche Tragödie in ihrer Familie nicht mehr spricht und sich in der Anonymität von San Francisco versteckt hat. Doch auch dort erlebt sie Dinge, die sie aus der Stadt treiben und auf ihrer Suche nach einem Ort, der ihrer Seele wieder Ruhe, Frieden und Hoffnung schenkt, landet sie in New Hope. Liz hat eine kleine Blockhütte an einem See gemietet und ist ziemlich erschrocken, dass sie einen Nachbarn hat, Graham, der hiesige Rancher, sehr groß, sehr wortkarg und sehr attraktiv. Bei seinem Antrittsbesuch bekommt er erst einmal von Liz die Tür vor der Nase zugeschlagen, denn von Männern will sie aus Gründen erstmal nichts wissen.

Graham, der die Einsamkeit und die Natur liebt, ist es auch nicht so recht wieder jemanden in der Hütte neben sich zu wissen, doch Liz weckt seine Neugier. Er sieht eine Schönheit und Kraft in ihr, die jedoch durch das Trauma völlig verdeckt ist und ganz langsam und zart nähern sie sich an, es entsteht ein ganz besonderes Band zwischen ihnen und es prickelt ordentlich. Doch auch Graham hat einige Schatten in seiner Vergangenheit, denen er sich noch nicht stellen möchte.....

"New Hope - Der Glanz der Hoffnung" ist ein wirklich schöner Wohlfühlroman mit durchaus Tiefgang und der Autorin ist es sehr schön gelungen, diese zu beschreiben. Der besondere Flair des Ortes und auch Grahams Familie ist wunderschön zu lesen. Es ist der zweite Band einer Reihe, doch lässt sich jedes Buch einzeln lesen und macht auch neugierig auf die anderen Bände.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Cartier - Der Beginn einer Ära

Cartier. Der Traum von Diamanten
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Wir befinden uns im Jahr 1910 und werden mit hinein genommen in die Welt der funkelnden Diamanten, der damaligen Reichen und Schönen und der Menschen, die schauen müssen, wie sie über die Runden kommen. ...

Wir befinden uns im Jahr 1910 und werden mit hinein genommen in die Welt der funkelnden Diamanten, der damaligen Reichen und Schönen und der Menschen, die schauen müssen, wie sie über die Runden kommen. Die junge Jeanne Toussaint ist eine begabte Näherin und arbeitet für ihre Freundin Coco Chanel und hilft am Abend die Kostüme der Tänzerinnen in den Nachtclubs zum Strahlen zu bringen. Besonders nach ihrer geplatzten Verlobung mit einem französischen Adligen ist sie auf diese Arbeit angewiesen. Ihr Traum in die höhere Gesellschaft aufzusteigen ist nun fürs erste geplatzt. Bis sie in einem Nachtclub den aufstrebenden Juwelier Louis Cartier trifft, der seine Nächte nach seiner gescheiterten Ehe des öfteren dort verbringt. Louis ist sofort von dem Charme und der modischen Stilsicherheit Jeannes gefangen genommen und bietet ihr eine Arbeit als Schmuckdesignerin in seinem Betrieb an, nicht ohne Hintergedanken, denn er fühlt sich mehr und mehr zu der jungen Frau hingezogen und es kommt wie es kommen muss. Die beiden beginnen eine Beziehung, die jedoch geheim bleiben muss.

Louis betreibt sein aufsteigendes Schmuck-Imperium mit seinen Brüdern Philipp und Jacques und ihre Pendants liegen in London und New York. Die Reichen und Schönen, der Adel, die Künstler, alles geht bei Cartier ein und aus und die Brüder und vor allem ihre Frauen sind nicht begeistert von der neuen Partnerin an Louis Seite. Die höhere Gesellschaft bleibt gerne unter sich. Jeanne ist verletzt, dass sich Louis nicht deutlich zu ihr bekennt, doch das hindert sie nicht daran mit einer Kollegin aus der Werkstatt ihren Traum als anerkannte Schmuck-Designerin zu verwirklichen und so arbeiten sie heimlich an einer Kollektion für die kommende Weltausstellung. Als Frau und Angestellte eines großen Unternehmens in der damaligen Zeit ein absolutes No Go.

Derweil ziehen dunkle Wolken über Europa auf, wir erleben neben der Weltausstellung auch den Untergang der Titanic und den Beginn des ersten Weltkriegs. Nichts wird mehr so sein wie es mal war und das Familienunternehmen der Familie Cartier gerät in ernste Gefahr. Wie wird es mit Jeanne und Louis weitergehen, werden sie in diesen unruhigen Zeiten überhaupt noch eine Zukunft haben?

Sophie Villard ist es wieder auf ihre feine und unnachahmliche Art gelungen, den Leser mit auf eine Zeitreise in die Anfänge des letzten Jahrhunderts in Paris, London und New York mit hinein zu nehmen. Ihr gelingt es historische Fakten in eine Geschichte zu packen, in dem es dem Leser gelingt sich in diese für uns so ferne Zeit hinein zudenken und mit den Protagonisten mitzufühlen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, der mich schon sehr neugierig auf den zweiten Teil macht und ich habe diese Geschichte sehr genossen und werden die einzigartigen Schmuckstücke von Cartier nun auch mit anderen Augen betrachten.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Eine berührende Liebesgeschichte

Das Glück an meinen Fingerspitzen
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Jana, gerade fertig mit ihrem Abitur, will die Sommerferien bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Kanada verbringen, deren Lebensinhalt die Erforschung der Wölfe und Bären in der Wildnis sind. Doch Jana macht ...

Jana, gerade fertig mit ihrem Abitur, will die Sommerferien bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Kanada verbringen, deren Lebensinhalt die Erforschung der Wölfe und Bären in der Wildnis sind. Doch Jana macht nicht nur einfach Ferien, sie flüchtet vor den Schatten der Vergangenheit, die ihr regelmäßig Angst- und Panikattacken bescheren und hofft in der Abgeschiedenheit der kanadischen Natur zur Ruhe zu kommen. Mit ihrem Onkel macht sie einen zweiwöchigen Ausflug auf eine einsame Insel im Nordpazifik, die von so gut wie keinem Menschen bewohnt ist, dafür jedoch mit Schwarzbären und Wölfen. Das einfache Leben in der Blockhütte in der Nähe des Strandes und die Ruhe fangen an Jana etwas gut zu tun, doch nachdem ihr Onkel nach einer Erkundung nicht mehr zur Blockhütte zurückkommt und sie keine Möglichkeit hat, mit der Zivilisation Kontakt aufzunehmen, greifen die Schatten wieder vermehrt nach ihr. Dann findet sie auch noch einen verletzten jungen Mann am Strand....

Luke, ein wagemutiger Youtuber ist auf einer seiner Abenteuertouren verunfallt und konnte sich noch an den Strand retten. Ohne Janas Hilfe hätte es schlecht für ihn ausgesehen. Nachdem sich die beiden etwas in der Hütte erholt haben, beginnen sie ihre durchaus prekäre Lage zu realisieren und machen sich auf den Weg auf die andere Seite der Insel um Hilfe für ihren Onkel zu holen.

Jana hat keine andere Wahl als Luke zu vertrauen und Luke, der auf seine Weise versucht mit seinen Schatten fertig zu werden, fühlt sich von Anfang an zu Jana hingezogen, was er sich verbietet, denn zu Hause wartet eine Freundin auf ihn und im Laufe der abenteuerlichen Wanderung durch die nebelverhangenen Wälder der Insel kommen sie sich langsam näher und die Schatten beginnen zu weichen...

Julie Leuze hat einen spannenden und flüssig zu lesenden Jugendroman geschrieben mit einer romantischen Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Auch wenn Jana als "überirdisch" schön beschrieben wird, hat ihr das Aussehen das Leben nicht leichter gemacht und ich finde sie sehr sympathisch. Sehr intensiv ist die Problematik ihrer Panikattacken beschrieben und die am Ende kommt auch die Ursache ans Licht, die einen einfach nur sprachlos macht. Luke ist natürlich auch sehr attraktiv und er macht seine waghalsigen Abenteuertouren nicht nur zum Spaß, er macht sie vor allem für seine kleine Schwester und auch diese Problematik finde ich sehr gut beschrieben. Durch seine Freundschaft mit Doug lernen wir auch immer von der indigenen Bevölkerung und ihrer Beziehung zur Natur. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich werde bestimmt noch mehr Bücher von dieser Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Etwas Weihnachtschaos gefällig?

Das Glück liegt unterm Weihnachtsbaum
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Für Elin ist Weihnachten ihre schönste Jahreszeit. So schön, dass sie auch beruflich nur am "weihnachten" ist, was sich in ihren bezaubernden Schneekugeln, mit denen sie auf Weihnachtsmärkte geht, spiegelt. ...

Für Elin ist Weihnachten ihre schönste Jahreszeit. So schön, dass sie auch beruflich nur am "weihnachten" ist, was sich in ihren bezaubernden Schneekugeln, mit denen sie auf Weihnachtsmärkte geht, spiegelt. Im Advent beschließt sie ihre Familie irgendwo auf dem platten Land im Norden zu besuchen und da Elin so ein kleiner Weihnachtschaot ist, mischt sich das mit ihrer turbulenten Familie bestens. Turbulenzen, Chaos, Verwicklungen, Kommunikationsschwierigkeiten vorprogrammiert. Ihre Familie, d.h. ihre Schwester mit Schwager, die irgendwie versuchen ihre Familie und den Hof zu organisieren, eine Teenagertochter, die die sozialen Medien und noch etwas anderes liebt, zwei sehr lebendige Zwillinge, die dafür sorgen, dass die Nerven immer gut strapaziert sind und Oma. Oma ist eine Granate, wer noch nicht weiß wie Sarkasmus geht, frag Oma Erna. Doch Elin ist glücklich mit diesem chaotischen Haufen und damit es noch kunterbunter wird, bekommt sie von ihrem Onkel einen kleinen Bassetwelpen geschenkt, mit dem sie gleich zuckersüße Fotos macht und auf Insta postet. Basset George, der tapsige kleine Welpe, der immer auf seine Ohren und deswegen wohl nicht so gut hört, ist einfach zuckersüß. So süß, dass Elin prompt von einem Unbekannten angeschrieben wird, der auch einen solchen Hund hat. Wer könnte das sein? Auf jeden Fall ist er wesentlich netter als ihr blöder Nachbar Oliver, mit dem sie einige unangenehme Kindheitserinnerungen teilt und Elins Herz beginnt deutlich schneller zu schlagen.

Könnte das der Traummann sein und könnte es für Elin ein perfektes Weihnachten geben mit ganz viel Romantik und könnten tatsächlich all ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Nun ja, da gibt es noch ihre chaotische Familie und Oma Erna und ein finsteres Familiengeheimnis aus der Vergangenheit und....

Wer gerne mal ein chaotisches Weihnachten mit sarkastischen Sprüchen, ollen Weihnachtswitzen und lockerer Sprache erleben möchte, der ist mit dieser Geschichte gut beraten. Mir hat sie zum Teil sehr gut gefallen, doch manchmal eben auch nicht, doch zum Lachen gibt es auf jeden Fall genug, ich sag nur Oma Erna

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