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Veröffentlicht am 10.04.2025

Du bist perfekt so wie du bist

The Lesbiana's Guide to Catholic School
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Bevor ich dazu komme den Inhalt des Buches zu bewerten, müssen wir über die Optik sprechen. Wie genial ist bitte das frische Cover mit den knalligen Farben? Zudem kommt das Buch mit einem Farbschnitt daher, ...

Bevor ich dazu komme den Inhalt des Buches zu bewerten, müssen wir über die Optik sprechen. Wie genial ist bitte das frische Cover mit den knalligen Farben? Zudem kommt das Buch mit einem Farbschnitt daher, der das Ganze schön auffällig und flippig gestaltet. Ich mag das richtig gern. Und in der Buchhandlung vor Ort sticht das sicher ins Auge.

Ansonsten habe ich eine Geschichte bekommen, die ich so nicht erwartet habe. Unter anderem werden Themen wie Rassismus, Depression und Homophobie behandelt, die ich in der heutigen Welt als superwichtig erachte, dass da mehr drüber gesprochen wird. Und es ist einfach so authentisch, da Sonora Reyes aus eigener Erfahrung spricht.
Obwohl die Geschichte viele traurige Momente hat, ist sie doch sehr hoffnungsvoll gestaltet. In meinen Augen sehr gut geeignet für Teenager, die sich in der Findungsphase befinden und vielleicht auch vor einem Outing stehen.
Zudem habe ich mich super wohl in der Familie von Yamilet gefühlt, da sie zusammenhalten und füreinander da sind.

Gut fand ich auch die Beleuchtung mit der Religion und dass die zwar auch sehr wichtig ist, aber eben im Fokus das Selbst und auch die Liebe sein soll.

Sprachlich ist es dem Alter entsprechend leicht gehalten. Man bleibt gefesselt am Ball und liest die Geschichte sehr gern. Zudem auch modern, wie die Jugend nun mal so spricht.

Fazit: Eine zauberhafte Geschichte über Queerness und wie man zu sich selbst findet. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Die Magie der Musik

Für Polina
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Takis Würger konnte mich bereits mit Büchern wie „Stella“ und „Unschuld“ überzeugen, allerdings hat er mit „Für Polina“ ein kleines, emotionales Meisterwerk geschaffen.
Vor Start der Lektüre geht man felsenfest ...

Takis Würger konnte mich bereits mit Büchern wie „Stella“ und „Unschuld“ überzeugen, allerdings hat er mit „Für Polina“ ein kleines, emotionales Meisterwerk geschaffen.
Vor Start der Lektüre geht man felsenfest davon aus in die Welt von Polina abzutauchen, wird dann aber schnell eines Besseren belehrt. Ja Polina ist präsent und immer wieder wie ein Lichtblitz zu finden, aber nie ganz greifbar im Gegensatz zu allen anderen Akteuren.
Die Anzahl der Figuren ist vielseitig, so dass jeder Leser jemanden finden wird, mit dem er sich identifizieren kann. Mir hat es vor allem Fritzi angetan, die trotz der ungewollten Schwangerschaft ihren Weg geht und sich auch alleinerziehend gut um ihren Hannes kümmern kann. So viel Feingefühl macht Mut ähnliche Situationen zu bewältigen.
Hannes mit seinem Talent für das Klavierspiel besitzt in meinen Augen eine magische Aura. Der Umgang mit seinen Fähigkeiten über die Jahre mag verwundern, ich konnte dies jedoch so sehr fühlen, dass ich das nicht hinterfragt habe.
Ansonsten ist der Roman sprachlich ein Gedicht. Ich habe mir so viele schöne Sätze annotiert, die emotional unter die Haut gehen. Man kann sich richtig gut wegträumen und seine Umgebung einfach mal für ein paar Stunden vergessen.
Fazit: Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Liebe und die kleinen Dinge des Lebens. Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Lieben nach dem Verletzen...

Das Lieben danach
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Ehrlich gesagt hat mich das prachtvolle Blütencover auf das Buch aufmerksam gemacht und ich bin immens froh, dass ich diesen tollen Titel deswegen gelesen habe.

Helene Bracht reflektiert hier was ihr ...

Ehrlich gesagt hat mich das prachtvolle Blütencover auf das Buch aufmerksam gemacht und ich bin immens froh, dass ich diesen tollen Titel deswegen gelesen habe.

Helene Bracht reflektiert hier was ihr einst in Liebesdingen geschah und wie früh in ihrem Leben Sexualität Einzug hielt, ohne dass sie dies wollte. Dabei tut sie dies auf eine nüchterne Weise, die mehr berührt als würde das Geschehene zu sehr in die Dramatik abrutschen.

Als Frau konnte ich mich da so intensiv einfühlen, weil ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe, wenn auch nicht so Schlimme wie sie. Aber wenn an sich als Singlefrau eine tolle Reise allein gönnt und dann überall am Katzentisch und in zweiter Reihe geparkt wird, dann muss man sich wohl fragen ob die Gesellschaft lieber unglückliche Paare fördern mag oder man es auch feiern darf allein glücklich zu sein.

Sprachlich mit den Redewendungen und der genutzten Wortwahl habe ich doch die ein oder andere Textstelle markieren müssen.

Fazit: Keine leichte Kost, aber etwas was mehr publiziert und gelesen werden sollte. Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Super spannende Fortsetzung der Sonnenfeuer-Ballade

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
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Ich habe erst vor Kurzem den ersten Band gelesen und da dieser mit einem Cliffhanger endete, wollte ich natürlich direkt wissen wie es weitergeht. Das Gute ist, dass der vorliegende Teil genau nahtlos ...

Ich habe erst vor Kurzem den ersten Band gelesen und da dieser mit einem Cliffhanger endete, wollte ich natürlich direkt wissen wie es weitergeht. Das Gute ist, dass der vorliegende Teil genau nahtlos da beginnt wo der letzte Band endete. Alle anderen, für die die Lektüre des ersten Teils etwas zurückliegt, die bekommen ein "Was bisher geschah", was in meinen Augen auf jeden Fall hilft sich schnell wieder rein zu finden und alle nötigen Infos beinhaltet.

Das was ich am meisten mochte, dass der Ausdruck "der Syr der Syrs" nicht mehr so oft vorkommt. Das hatte mich im ersten Band doch etwas getriggert, aber hier kommt es nur sehr wenige Male vor, dass es nicht stört.

Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass dieser Band deutlich lustiger und auch spannender war. Die Nicklichkeiten zwischen Arez und Sintha, aber auch den anderen Protagonisten, haben mich doch sehr oft schmunzeln und auch manches Mal lachen lassen. Gut war zudem, dass hier nun endlich Worldbuilding stattfindet, was ich im ersten Band etwas vermisste.

Die Liebesbande zwischen Sin und Arez festigen sich enorm und ich habe es geliebt wie sie sich anschmachten und immer klarer wird, dass sie ohne einander nicht mehr klar kommen werden.

Das geheime Kapitel, welches spicy Szenen enthält und nur mittels QR Code gelesen werden kann, war deutlich intensiver und eindeutiger als im ersten Buch. Mir hat es durchaus gefallen, aber ich bin mit fast 40 Jahren auch nicht unbedingt die angesprochene Altersgruppe. Für Jungen und Mädels ab 14 finde ich die Szene etwas drüber, weil sie die Geschehnisse aufgrund fehlender Erfahrung nicht als das einordnen können was es ist, sondern vielleicht als bare Münze nehmen. Aber vielleicht täusche ich mich da auch und bin zu kritisch.

Die Wendungen hier haben mir enorm gut gefallen. Immer wieder dachte ich, dass jetzt endlich alles überstanden ist, nur damit es noch krasser zugeht und man bangen muss.

Meine absolute Lieblingsfigur ist das Irrlicht Nivi. Es wächst hier über sich hinaus und ist quasi eine herzensgute Freundin in der Not geworden. Ich hoffe, dass sie uns im nächsten Band erhalten bleibt.

Das Ende ist so heftig, dass ich beim Lesen fast das atmen vergessen habe und natürlich lässt uns ein fieser Cliffhanger das Buch zur Seite legen.

Fazit: Ungemein spannend, mit sympathischen Figuren und einer tollen Liebesgeschichte, hat mich Julia Dippel komplett abgeholt. Ich will mehr und kann dieses Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Trauererfahrung intensiv

Mein drittes Leben
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Daniela Krien hat mich schon mit einigen Büchern begeistert und so habe ich das Buch voller Freude begonnen.

Freude hat man beim Lesen nicht, nicht aufgrund der Qualität der Geschichte, denn die ist wirklich ...

Daniela Krien hat mich schon mit einigen Büchern begeistert und so habe ich das Buch voller Freude begonnen.

Freude hat man beim Lesen nicht, nicht aufgrund der Qualität der Geschichte, denn die ist wirklich gut, sondern weil das Thema Verlust so intensiv bearbeitet wird, dass man beim Lesen das Gefühl hat selbst einen Verlust erlitten zu haben.

Linda ist ein Mensch wie du und ich, man versteht ihre Gefühlswelt und auch, dass sie kaum noch einen Grund sieht am Leben bleiben zu wollen. Ihr Rückzug war mehr als verständlich und ich erinnerte mich an eine Verlustsituation, wo es mir ganz ähnlich ging.

Auch gut gelungen ist wie sich andere von außen einmischen wie man denn nun zu trauern hat. Da hat wohl jeder seinen Weg.

Tief getroffen hat mich wie Erinnerungen bei Linda hochkommen, wenn sie jemanden sieht, der ihrer Tochter sehr ähnlich sieht.

Nachdem ich Sorge hatte, dass das Buch tieftraurig endet, war der Schluss doch eher hoffnungsvoll und leicht positiv gestimmt.

Fazit: Keine leichte Koste, die man mal eben so wegliest, sondern intensive Lektüre, die berührt und nachdenklich stimmt. Sehr lesenswert!

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