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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Umgang mit der eigenen Kindheit

Mühlensommer
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Eigentlich will Maria endlich mal mit ihren Töchtern ein entspanntes Mädels Wochenende verbringen, aber dann bringt ein Anruf ihrer Mutter ihre Pläne komplett durcheinander. Ihr Vater hatte ein Unfall ...

Eigentlich will Maria endlich mal mit ihren Töchtern ein entspanntes Mädels Wochenende verbringen, aber dann bringt ein Anruf ihrer Mutter ihre Pläne komplett durcheinander. Ihr Vater hatte ein Unfall und liegt im Krankenhaus. Somit wird dringend die Hilfe in Haus und Hof, der der Versorgung der Tiere und der dementen Großmutter benötigt. So begibt sich Maria umgehend nach Hause - in eine Reise in ihre Kindheit.
Schnell kommen Erinnerungen an eine (besondere) Kindheit auf dem Dorf hoch mit schönen und unbeschwerten Erinnerungen, aber auch verdrängte Erinnerung an alte und festgefahrene Traditionen.

Martina Bogdahn lässt den Leser in "Mühlensommer" an der dörflichen Kindheit teilnehmen. Gleichzeitig beleuchtet sie auch die erwachsene Gegenwart, wo Martina nicht nur mit der Erkrankung des Vaters umgehen muss, sondern sich auch mit den Zukunftsplänen ihres Bruders auseinandersetzen muss. Diese würde das gewohnte Heim ihrer Kindheit zerstören und sie wäre nur noch ein gelegentlicher kurzer Gast in ihrem alten Elternhaus.

Die Autorin schafft es sehr gut, sowohl die Kindheit als Vergangenheit als auch die Gegenwart mit der Frage, wie man mit seinem Elternhaus jetzt und in der Zukunft verfahren will, zu verbinden. Der Schreibstil ist authentisch und bildhaft, so dass man wirklich ein wenig das Gefühl bekommt, man ist ein paar Jahrzehnte in das Dorf Leben zurückversetzt wurden.

Insgesamt kein ganz leichter Roman, der einen so nebenbei vom Alltag abschalten lässt, aber trotzdem regt er an über seine eigene Kindheit und den eigenen Umgang mit solcher einer Situation nachzudenken. Denn leider müssen wir uns ja alle dabei auseinandersetzen, dass mit dem Verlust der Eltern die eigene Kindheit früher oder später tatsächlich endet.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Persiflage auf bekannte Koch- und Backshows

Schnitzel Surprise
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Der Schnitzelladenbesitzer Manni steht kurz vor der Insolvenz und so kommt ihm das Angebot eines jungen TV Produzenten einer eigenen Kochshow sehr gelegen. Zunächst sollen verschiedene Testfolgen im Internet ...

Der Schnitzelladenbesitzer Manni steht kurz vor der Insolvenz und so kommt ihm das Angebot eines jungen TV Produzenten einer eigenen Kochshow sehr gelegen. Zunächst sollen verschiedene Testfolgen im Internet von verschiedenen Kochshows produziert werden und die beliebteste soll dann im Fernsehen ausgestrahlt werden. So stolpert der teilweise etwas naiv wirkende Manni von einer überdrehten und kuriosen Kochshow in die nächste.

Und auch das Chaos rund um sein Schnitzelladen bleibt nicht völlig aus - da gibt es nicht nur einen 60 jährigen Azubi mit allerlei Allergien, sondern auch ein fieser Lebensmittelkontrolleur und ein neu eröffnete Gastronomie von Mannis (welches noch ausgerechnet von seiner Ex Sabine geleitet wird). All das sorgt alles für genügend Chaos in Mannis Leben.

Markus Heitz betritt mit "Schnitzel Surprise" Neuland und nimmt nahezu alle gängigen Koch- und Backshows im Fernsehen gekonnt auf die Schippe. Für mich ist es das erste Buch des Autors , aber die Grundidee für solch eine Persiflage gefiel mir sehr gut. Es gibt schließlich mehr als genug solcher Sendungen, die hier als Vorbild herhalten.
Es ist zwar kein Buch, was wirklich lange und dauerhaft in Erinnerung bleibt, aber trotzdem sorgt es mit seinem Humor für eine witzige Lesezeit.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Was ist aus den Träumen der Jugend geworden?

Weihnachtspost im kleinen Cottage
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In der Vorweihnachtszeit fällt der Buchhändlerin Klara eine Schmuckausgabe von Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" in die Hände und sie erinnert sich, dass sie vor 15 Jahren ein Wochenende mit 3 weiteren ...

In der Vorweihnachtszeit fällt der Buchhändlerin Klara eine Schmuckausgabe von Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" in die Hände und sie erinnert sich, dass sie vor 15 Jahren ein Wochenende mit 3 weiteren Schulfreunden in Rochester verbracht hat. Damals haben die 4 jeweils 3 Briefe geschrieben - einmal über ihre Kindheit, einen über die aktuelle Zeit und einen in der Zukunft in 15 Jahren später. Zufällig hat Klara die Briefe aufgehoben und so lädt sie die alten Freunde wieder nach Rochester auf ein Wochenende ein.

Alle 4 haben sich seit dieser Zeit nicht gesehen und so treffen ganz unterschiedliche Lebenswege aufeinander. Welche Träume von damals haben sich erfüllt und wo hat das Leben ganz andere Wege eingeschlagen als damals gedacht? Doch auch in der aktuellen Situation gibt es eine Reihe von Konflikten und Missverständnisse, die das Wochenende schwierig machen. Die Freunde fangen an sich jeweils die jeweiligen Briefe vorzulesen und vergleichen, was aus den Träumen in der Wirklichkeit geworden ist?

Genauso wie Dickens Geschichte, ist "Weihnachtspost im kleinen Cottage" von Marie Hatzbach in 3 Teile (Vergangenheit / Gegenwart und Zukunft) unterteilt. So bekommt der Leser einen guten Einblick sowohl in die damalige als auch die jetzige Gruppendynamik.

Marie Hatzbach ist ein einfühlsamer Roman gelungen, der sich mit der Frage auseinandersetzt, welche Träume in unserer Jugend haben sich Jahre später erfüllt und wo worden ganz andere Wege eingeschlagen? Gleichzeitig verknüpft die Autorin eine einfühlsame Liebesgeschichte mit ein, die sich perfekt in die Geschichte einfügt. Insgesamt ein schöner Roman zum Abschalten und zwar nicht nur zur Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Svantjes Leben auf Nordtrum

Schneeglitzernd verliebt
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Die alleinerziehende Svantje betreibt auf Nordtrum ein kleines Cafe und einen Dekoshop, welche jetzt im Winter eher schleppend laufen. Zusätzlich zu den finanziellen Sorgen landet sie bei einem Unfall ...

Die alleinerziehende Svantje betreibt auf Nordtrum ein kleines Cafe und einen Dekoshop, welche jetzt im Winter eher schleppend laufen. Zusätzlich zu den finanziellen Sorgen landet sie bei einem Unfall im Graben. Dort trifft sie (als Retter in der Not) auf Nils, der seine Eltern auf der Nordseeinsel besucht. Zwar findet Svantje ihren Retter sehr sympathisch, aber sie kann und will sich nicht auf ein kurzes Abenteuer mit jemanden einlassen, der nur kurze Zeit auf der Insel sein wird. Trotz allem fühlt sie sich manchmal recht einsam, auch wenn sie gute Freunde hat.

Als die beiden zusammen zu einer Lesung gehen, kommen sie sich immer näher. Doch wie soll es weitergehen zwischen ihnen beiden, wenn Nils wieder zurück nach Berlin geht und Svantje auf Nordtrum bleibt.? Oder gibt es doch eine Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft auf der Insel?

Karin Lindberg legt mit "Schneeglitzernd verliebt" einen gefühlvollen Liebesroman aus der Serie "Inselküsse und Strandkörbe" vor. Er entführt den Leser auf die winterliche Insel. Der Schreibstil lädt regelrecht dazu ein, sich gemütlich auf die Couch einzukuscheln und sich an die Nordsee entführen zu lassen. Ich kenne zwar die Vorgängerbände nicht, aber trotzdem konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und mich drauf einlassen.

Es ist zwar kein Roman, der sehr lange in Erinnerung bleiben wird, aber trotzdem kann man damit perfekt dem Alltag entfliehen und einen kleinen Seelenurlaub auf die Nordsee unternehmen. Somit kann ich insgesamt eine klare Leseempfehlung abgeben.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Max Bischoff 4. Fall

Mörderfinder – Stimme der Angst
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Bei einer Beerdigung seines Mentors trifft der Fallanalytiker Max Bischoff auf eine unbekannte Frau, die seiner großen verstorbenen Liebe Jennifer sehr ähnlich sieht. Auch 5 Jahre nach ihrem Tod hat er ...

Bei einer Beerdigung seines Mentors trifft der Fallanalytiker Max Bischoff auf eine unbekannte Frau, die seiner großen verstorbenen Liebe Jennifer sehr ähnlich sieht. Auch 5 Jahre nach ihrem Tod hat er diesen noch nicht verwunden, besonders da er sich immer noch die Schuld daran gibt.
Er versucht daraufhin Kontakt zu der Unbekannten aufzunehmen, um herauszufinden ob es eine Verbindung zu Jennifer gibt oder ob es sich tatsächlich um einen Zufall handelt.

Auf einmal verschwindet ein weiterer geliebter Mensch aus Max Umfeld und Max setzt alles daran, dass sich nicht die Ereignisse von vor 5 Jahren wiederholt. Trotzdem gerät Max Bischoff auf einmal in einen Strudel aus Gewalt, denn irgendwer scheint noch eine offene Rechnung begleichen zu wollen.

Arno Strobel legt mit "Mörderfinder - Stimme der Angst" bereits den 4. Fall mit Max Bischoff vor. Für mich war es der 1. Fall des Autors gewesen und ich habe mich recht gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist temporeich und bleibt bis zum Ende spannend. Man kann diesen Fall auch einzeln lesen, aber an manchen Stellen fehlte mir ein wenig das Hintergrundwissen, so dass die richtige Reihenfolge evtl. empfehlenswert wäre.

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