Profilbild von Nsaba

Nsaba

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Nsaba ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nsaba über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2025

Bestärkung zur Abgrenzung - lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist

Die LET THEM Theorie
0

Glücklich ist, wer versteht welche Aspekte er in seinem Leben ändern kann und sie auch tatsächlich ändert. Und wer versteht, die Aspekte, die er eben partout nicht ändern kann, einfach zu lassen.

Die ...

Glücklich ist, wer versteht welche Aspekte er in seinem Leben ändern kann und sie auch tatsächlich ändert. Und wer versteht, die Aspekte, die er eben partout nicht ändern kann, einfach zu lassen.

Die deutsche Übersetzung des U.S.-amerikanischen Bestsellers, Die LET THEM-Theorie, bietet Menschen eine Anleitung zur bewussten Abgrenzung. Zum Erkennen, wo unser Einfluss endet. Kann oder kann ich nicht die Beziehung/Situation/Abläufe ändern? Im Zweifelsfall lass sie!

Insbesondere richten sich die Ansätze auf dein Gegenüber: Wir können das Verhalten der Menschen um uns herum nicht ändern. Wir können vor allem nicht beeinflussen, was sie über uns denken. Sobald wir das verstanden haben, lassen wir sie einfach. Das macht uns frei von deren Urteilen. Das nimmt uns den Druck anderen immer gefallen zu wollen.

Diese Denkansätze sind wahrlich nicht neu. Ganz im Gegenteil eher so alt wie manch historischer Philosoph. Doch derart inspirierend geschrieben, vermischt mit persönlichen Erfahrungen, ergibt sich daraus ein Buch für Erwachsene aller Altersgruppen, die über sich selbst reflektieren möchten. Die Autorin will ihre Leser bestärken, eine bewusste Abgrenzung vorzunehmen zu all den Situationen, die wir eh nicht beeinflussen können. Selbstzweifel und Perfektionismus können damit über Bord geworfen werden und eine neue Leichtigkeit kann in den Alltag einziehen.

Wird das LET THEM-Prinzip konsequent gelebt, ergeben sich zwangsläufig massig Situationen, wo eine Abgrenzung auch zu Partnern, Familienmitgliedern und Freunden nötig würde. Ab dem Punkt der engsten Beziehungen konnte ich nicht mehr vollends mit der Autorin mitgehen. Da war meine persönliche Grenze der Abgrenzung erreicht. Wichtig und richtig empfinde ich in dem Zusammenhang die explizite Betonung der Autorin, dass sich die LET THEM-Theorie ausschließlich auf die Beziehung von Erwachsenen untereinander richtet. Kinder und Jugendliche sollten keinesfalls derartig „gelassen“ werden - sie brauchen zwingend liebevolle Anleitungen.

Nahezu täglich kommt mir seit Lesen des Buches ein LET THEM in den Sinn. Bei flüchtigen Bekannten oder gänzlich Unbekannten ist das im Alltag tatsächlich mein vorherrschender Ansatz geworden. Es gibt meiner Ansicht nach zwei Typen von Menschen, die von der LET THEM-Theorie besonders profitieren könnten: Sehr gefallsüchtige Menschen und sehr aufbrausende Menschen. Gerade diese Charaktere könnten durch die Anwendung von LET THEM langfristig mehr Distanz und mehr Ruhe in ihre Beziehungen bringen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2025

Eine Aufforderung zum Austesten

SUPER SYNCHRONICITY - Tritt ein in die Frequenz der glücklichen Zufälle
0

Wer immer sich schon einmal mit dem Thema Manifestationen beschäftigt hat, weiß, dass entsprechende Bücher zumeist unter „Lebenshilfe“ eingeordnet werden. Denn Menschen, die sich für diesen Themenbereich ...

Wer immer sich schon einmal mit dem Thema Manifestationen beschäftigt hat, weiß, dass entsprechende Bücher zumeist unter „Lebenshilfe“ eingeordnet werden. Denn Menschen, die sich für diesen Themenbereich interessieren, sind oft wortwörtlich auf der Suche nach einer Hilfestellung in ihrem Leben. Manchmal akut. Oft jedoch grundsätzlich.

Anders als meine vorherigen Bücher zur Manifestation enthält „Super Synchronicity“ sehr detaillierte Schritte zum Erreichen des anvisierten Ziels. Und genau das ist das herausragende Merkmal dieses Buches: Es ist eine Anleitung. Der Leser wird schwungvoll an die Hand genommen und durch die einzelnen Vorgaben geführt. Wem das wohl bekannteste Buch zum Gesetz der Anziehung „The Secret“ zu unkonkret erschien - wie mir! - der wird bei „Super Synchronicity“ handfeste Handlungsanweisungen finden. Da bleibt wenig Raum für Spekulationen, wie die Kontrolle der Gedanken auf die Kontrolle meines Tuns wohl auswirken mag? Das wird einfach ab jetzt geübt!

Noch während der Lektüre kann der Leser seine ganz individuelle Formel entwickeln, wie er die erwünschten/erhofften/ersehnten Synchronizitäten für seine aktuelle Lebenssituation definieren und realisieren kann. Immer wieder rückblickend auf eigene Erfahrungen hält die Autorin Susanne Kos somit den roten Faden durchweg in der Hand: Warum es funktioniert. Warum wir gesellschaftlich zumeist völlig anders erzogen wurden und der Macht unserer Gedanken nicht annähernd bewusst sind. Warum Zweifel uns nahezu immer im Weg stehen. Warum uns dennoch allen diese Möglichkeit offen liegt.

Ein anregendes Buch. Ein konkreter Leitfaden. Eine Aufforderung zum Austesten. Ein Versprechen auf eine völlig veränderte Sichtweise.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Fremd unter Seinesgleichen

Foxfighter - Angriff des Schattens (Band 1)
1

Allen voran Fans der Warrior Cats- und Woodwalkers-Reihe sollten jetzt aufhorchen: Mit der Neuerscheinung Foxfighter wird der Leser wieder tief in die Wälder entführt. Dorthin, wo unterschiedliche Rudel ...

Allen voran Fans der Warrior Cats- und Woodwalkers-Reihe sollten jetzt aufhorchen: Mit der Neuerscheinung Foxfighter wird der Leser wieder tief in die Wälder entführt. Dorthin, wo unterschiedliche Rudel von Füchsen über die unterschiedlichen Territorien herrschen.

Genau da hinein stolpert ein junger Fuchs namens Finn. Er ist bei den Menschen aufgewachsen und muss nun ausgewildert werden. Verängstigt und erstmals allein muss er sich an die natürliche Umgebung der Füchse anpassen. Da er immer gefüttert wurde, stellt schon die Nahrungssuche eine echte Herausforderung vor. Da er bisher lediglich mit dem Familienalltag seiner Menschen vertraut war, ist ihm das Sozialverhalten der Füchse gänzlich unbekannt.

Die Aufnahme in ein Rudel und unerklärliche Vorgänge in den Wäldern fordern Finn zunehmend heraus. Den jungen Lesern ab 10 Jahren wird hier vermittelt, wie entscheidend Mut und Vertrauen sein können. Grundsätzlich werden mit diesem Buch die Themen Freundschaft und Familie, aber auch Ausgrenzung und Ungerechtigkeiten behandelt.

Die Wendungen in der Geschichte sind für erwachsene Leser wahrscheinlich bis zu einem bestimmten Grad vorhersehbar – für Kinder dieser Altersempfehlung jedoch bewegen sie sich wahrscheinlich genau im richtigen Maß. Besonders zu betonen ist die Ausarbeitung aller entscheidenden Charaktere: Der Autor schafft es scheinbar mühelos nicht nur dem Fuchs Finn, sondern vielen anderen Tieren eine echte Einzigartigkeit zu geben. Dies wird weniger durch konkrete Beschreibungen, denn vielmehr durch einfühlsame und amüsante Dialoge erreicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 19.02.2026

Zwischen Trends und Tatsachen

Der hochfrequente Mensch
0

Ein Sachbuch, das auf den ersten Blick gleich mit einer ganzen Reihe von Superlativen arbeitet: Hochsensibel, hochbegabt, hochfrequent. Wer genau ist damit gemeint? Sind nicht nahezu alle gesunden Kinder ...

Ein Sachbuch, das auf den ersten Blick gleich mit einer ganzen Reihe von Superlativen arbeitet: Hochsensibel, hochbegabt, hochfrequent. Wer genau ist damit gemeint? Sind nicht nahezu alle gesunden Kinder hochbegabt, bevor sie im Leistungsdruck des deutschen Schulsystems bestehen müssen? Empfinden sich nicht mehr und mehr Menschen als hochsensibel in einer immer schneller agierenden und immer ruppiger werdenden Gesellschaft? Und was könnte es bedeuten, gar als hochfrequent bezeichnet zu werden? All diese Fragen wird in dieser Neuerscheinung nachgegangen.

Die Begrifflichkeiten dahinter führen den Leser in erklärende Kapitel zur Neurologie, Psychologie und Quantentheorie. Letztendlich bestimmt die individuelle – energetische - Schwingung eines jeden Menschen sein Verhalten nach außen und sein Selbstverständnis nach innen. In feinen Differenzierungen kann sich der Leser unter Umständen in einer oder mehrere der Beschreibungen wiederfinden.

Was bedeutet es für einen Menschen, in seiner Frequenz „anders“ zu sein als der Durchschnitt der Gesellschaft? Was bedeutet es konkret für unzählige Alltagssituationen, die Rolle in der Familie und in einem beruflichen Kontext? Was in der Regel als eine Schwäche ausgelegt wird – zu sensibel zu sein, zu still zu sein, zu introvertiert zu sein – gehört in Zukunft gesellschaftlich neu ausgerichtet. Auch diese Menschen – oder GERADE diese Menschen – bringen in ein Team, in eine Familie, in unsere Gesellschaft etwas ein, was andere Charaktere nicht tun.

Hochfrequente Tendenzen als ein positives Alleinstellungsmerkmal zu erkennen, dafür setzt sich die Autorin Cordula Roemer ein. Sie betont in ihrem Buch mehrfach, dass sich die Menschheit energetisch derzeit in einem Wandel befindet. Hochfrequente Menschen sieht sie quasi als eine Art Vorreiter in diesem energetischen Shift.

„Der hochfrequente Mensch“ fordert vom Leser ein gutes Maß an Konzentrationsfähigkeit, denn die Erklärungen sind detailliert und anspruchsvoll. Auch ein Mindestmaß an Weltoffenheit sollte der Leser mitbringen, denn es werden physikalische und medizinische Tatsachen angesprochen, die landläufig eher weniger bekannt sind. Dafür wird der Leser mit tief anregenden Kapiteln belohnt, die einen wohlwollenden Blick auf die Zukunft unserer Gesellschaft werfen. Wir alle sind Teil einer fortlaufenden Anpassung des Menschen an seine Umwelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2026

Am Mindset arbeiten

Glimmer
0

Gar nicht mal so selten erzähle ich davon, wer oder was mich im Alltag „getriggert“ hat. Der englische – eingedeutschte - Begriff hat mittlerweile einen festen Bezug erhalten und wird von meinem Gegenüber ...

Gar nicht mal so selten erzähle ich davon, wer oder was mich im Alltag „getriggert“ hat. Der englische – eingedeutschte - Begriff hat mittlerweile einen festen Bezug erhalten und wird von meinem Gegenüber problemlos verstanden. Dass es jedoch auch das exakte Gegenteil eines Triggers gibt, wissen hingegen die Wenigsten. Diese „Glimmer“ stehen im Zentrum der gleichnamigen Neuerscheinung.

Ein Trigger übt negative Reize aus und lässt negative Emotionen entstehen, während ein Glimmer positive Reize ausübt und positive Emotionen nach sich zieht. So weit, so einfach. Auf individueller Ebene ist das Thema jedoch weitaus komplexer: Was den Einen triggert, lässt den Anderen total kalt. Was dem Einen sein Glimmer, dem Anderen seine Gleichgültigkeit.

Wie kann der Leser nun seine ganz individuellen Triggerpunkte und Glimmerpunkte erkennen? Genau dazu leitet der Autor Bernhard Tewes an. Hier fungiert das Buch als eine Art Leitfaden für ein verändertes Mindset: Wissen anhäufen und meine ganz eigene Sichtweise der Dinge clever anpassen – mit dem Ziel, a) mehr Glimmer in meinem Leben zu erkennen und b) meinen Triggern weniger Raum zu lassen.

Über leitende Fragestellungen und ausführliche Erfahrungsberichte anderer Personen ist das Buch locker aufgebaut. Auch gibt der Autor durch konkrete Übungen immer wieder kleinere Impulse, das Gelesene auch direkt in den Alltag zu überführen. Mindset in the making…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere