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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Sehr berührend

Was ich von ihr weiß
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Ich hatte das Glück, dieses Buch bereits als Leseexemplar lesen zu dürfen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Michelangelo "Mimo" Vitaliani, der in Armut geboren wird und als Kind zu seinem Onkel nach ...

Ich hatte das Glück, dieses Buch bereits als Leseexemplar lesen zu dürfen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Michelangelo "Mimo" Vitaliani, der in Armut geboren wird und als Kind zu seinem Onkel nach Italien geschickt wird, um das Handwerk des Bildhauers zu erlernen. In dem ligurischen Dorf Pietra d’Alba begegnet er Viola, der jüngsten Tochter der angesehenen Adelsfamilie Orsini. Viola ist eine junge Frau, die nicht in die Zeit passt und aus den gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen möchte.
Gemeinsam durchleben Mimo und Viola die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, geprägt von politischen Umbrüchen wie dem Aufstieg des Faschismus und den Weltkriegen, was sehr sehr schön und atmosphärisch geschildert wird. Während Mimo als Bildhauer zu Ruhm gelangt, kämpft Viola für ihre Träume als emanzipierte Frau. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, wobei ihre Freundschaft trotz aller Widrigkeiten Bestand hat.


"Was ich von ihr weiß" ist insgesamt ein fesselnder historischer Roman, der die Leserinnen und Leser auf eine emotionale Reise durch die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts mitnimmt, auch wenn ich den etwas reißerischen Einstieg nicht gebraucht hätte. Die komplexen Charaktere und die tiefgründige Erzählweise machen das Buch zu einem beeindruckenden Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Ein kurzweiliger Lesegenuss, der charmant und pointiert erzählt ist.

In einem Zug
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Ich muss sagen, ich war durchaus ein Fan von " Gut gegen Nordwind", "Die spürst du nicht" dagegen hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber aller guten Dinge sind drei...

Daniel Glattauers Kurzgeschichte ...

Ich muss sagen, ich war durchaus ein Fan von " Gut gegen Nordwind", "Die spürst du nicht" dagegen hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber aller guten Dinge sind drei...

Daniel Glattauers Kurzgeschichte "In einem Zug" besticht durch ihren feinsinnigen Humor und die treffende Beobachtung menschlicher Eigenheiten. Die Handlung, die sich während einer Zugfahrt entfaltet, zeigt auf amüsante Weise, wie Zufall und zwischenmenschliche Begegnungen unser Leben beeinflussen können. Glattauer versteht es, mit wenigen Worten lebendige Charaktere zu zeichnen und alltägliche Situationen mit Tiefgang und Ironie zu versehen.

Die Erzählung regt meiner Ansicht nach zum Nachdenken an – über verpasste Chancen, spontane Entscheidungen und die kleinen Wunder des Alltags.

Durchaus also wieder eine "Versöhnung" mit seinen Büchern.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Durchaus spannend, wenn auch nicht ganz neu vom Ansatz her

Die Villa
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In "Die Villa" erzählt Jess Ryder die packende Geschichte von fünf Freundinnen, deren Junggesellinnenabschied in einer abgelegenen Villa in Marbella tragisch endet: Die Braut Aoife wird tot aufgefunden. ...

In "Die Villa" erzählt Jess Ryder die packende Geschichte von fünf Freundinnen, deren Junggesellinnenabschied in einer abgelegenen Villa in Marbella tragisch endet: Die Braut Aoife wird tot aufgefunden. Drei Jahre später kehren die verbliebenen vier Frauen an den Ort des Geschehens zurück, um die Ereignisse jener Nacht aufzuarbeiten.

Die Handlung wechselt geschickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, enthüllt nach und nach die individuellen Perspektiven der Freundinnen und steigert so die Spannung kontinuierlich.

Ryders fesselnder Schreibstil und die unerwarteten Wendungen machen diesen Thriller zu einem echten Pageturner, der die dunklen Geheimnisse und komplexen Beziehungen der Protagonistinnen eindrucksvoll beleuchtet.

Es erinnert mich ein bisschen an "One of the girls" von Lucy Clarke. Aber tatsächlich auch nur so vom Grundgedanken und dem Konflikt her.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Mal ein anderes Genre

Der Spurenfinder
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Bisher hatte ich von Marc Uwe Kling eigentlich nur die Reihe rund um das Känguru ,Qualityland und Views, was ja bereits in die Krimirichtung geht gelesen.

Aber dieses Buch ist ja grundsätzlich erstmal ...

Bisher hatte ich von Marc Uwe Kling eigentlich nur die Reihe rund um das Känguru ,Qualityland und Views, was ja bereits in die Krimirichtung geht gelesen.

Aber dieses Buch ist ja grundsätzlich erstmal als Jugendbuch tituliert, was es von den anderen, von mir bereits gelesen Büchern unterscheidet.

Zum Inhalt erstmal nur so viel: Nach einer gefährlichen Begegnung mit einem Nachtmagier hat sich der Spurenfinder Elos mit seinen Kindern Ada und Naru in das beschauliche Dörfchen Friedhofen zurückgezogen. Eigentlich will er sich zur Ruhe setzen, doch plötzlich geschieht ausgerechnet im langweiligsten Kaff der Verlorenen Provinzen ein mysteriöser Mord, bei dessen Aufklärung der Leser in eine magische Welt voller skurriler Wesen eintaucht .

Es ist wunderschön gestaltet, die Dialoge sind so lebhaft geschrieben, dass man fast glaubt mitten im Gespräch dabei zu sein. Die Zeichnungen unterstreichen nochmal, wie viel Gedanken sich gemacht wurden

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Veröffentlicht am 07.03.2025

So aktuell, dass es schon beängstigend ist

Echokammer
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Zum Inhalt: Die Parlamentswahlen in Norwegen stehen kurz bevor, als bei einem Autounfall in der Provinz Hinweise auf eine terroristische Bedrohung auftauchen. Blitzschnell wird Liselott Benjamin, die sich ...

Zum Inhalt: Die Parlamentswahlen in Norwegen stehen kurz bevor, als bei einem Autounfall in der Provinz Hinweise auf eine terroristische Bedrohung auftauchen. Blitzschnell wird Liselott Benjamin, die sich aus Oslo in die Provinz hat versetzen lassen, und dem ehemaligen Anti-Terror-Ermittler Martin Tong eine neue Anti-Terror-Einheit gebildet, die möglichst schnell und unter dem Radar ermitteln soll. Der mit allen Mitteln geführte Wahlkampf soll nicht beeinträchtigt werden.

Auf zwei Handlungsebenen und in einem beeindruckend rasanten und doch gut nachvollziehbaren Erzähltempo bekommt der Leser einen Einblick in das politische Geschehen sowie in die angesetzten Ermittlungen. Insgesamt ist die Thematik an Aktualität kaum zu überbieten. Die im politischen Handlungsstrang vorkommenden und sehr toll gezeichneten Personen sind allesamt geprägt von Skrupellosigkeit und Machtgier, die sich durch den Schreibstil wunderbar fühlen lässt.
Dieser Thriller hat mich ebenso gefesselt wie mich nachdenken lassen über unser gegenwärtiges Weltgeschehen.
Ich kann ihn auf alle Fälle weiterempfehlen und warte voller Vorfreude auf die beiden Bände der Fortsetzung.

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