Düster, wild – aber nichts, was lange nachhallt
RabidRabid hat in mir sofort ein ganz bestimmtes Gefühl ausgelöst: dieses typische Wattpad-Flashback-Gefühl von früher, als ich stundenlang Werwolf-Stories verschlungen habe. Und allein dafür hatte das Buch ...
Rabid hat in mir sofort ein ganz bestimmtes Gefühl ausgelöst: dieses typische Wattpad-Flashback-Gefühl von früher, als ich stundenlang Werwolf-Stories verschlungen habe. Und allein dafür hatte das Buch bei mir schon von Anfang an einen kleinen Nostalgie-Bonus.
Die Geschichte ist roh, wild und sehr auf Instinkte, Machtstrukturen und das innere Chaos der Protagonistin fokussiert. Dieses Zerrissensein, die Verbindung zur eigenen Wölfin und das Gefühl von Ausgestoßensein sind stark präsent und haben stellenweise richtig gut funktioniert. Auch die düstere Stimmung und das Spiel mit Gefahr und Anziehung haben definitiv ihren Reiz.
Gleichzeitig hatte ich aber oft das Gefühl, die Story schon zu kennen. Viele Elemente kamen mir sehr vertraut vor – nicht unbedingt schlecht, aber eben auch nicht besonders überraschend. Einige Entwicklungen wirkten vorhersehbar, und emotional hat mich das Buch leider nicht dauerhaft packen können.