Kurzweilig, niedlich und gesellschaftskritisch
Bereits die Van-Day-Reihe und die Berlin-Night-Reihe von Mounia Jayawanth konnten mich von der Autorin überzeugen. Purple Clouds – Honeymoon steht den beiden Reihen in Nichts nach und reiht sich in die ...
Bereits die Van-Day-Reihe und die Berlin-Night-Reihe von Mounia Jayawanth konnten mich von der Autorin überzeugen. Purple Clouds – Honeymoon steht den beiden Reihen in Nichts nach und reiht sich in die humoristischen, aber gleichzeitig stets kritischen Liebesromane der Autorin ein.
Das Cover: Sehr pastellfarben, sehr niedlich – ich mag es unglaublich gern. Meistens bevorzuge ich Covern ohne Menschen, doch der Illustrationsstil gefällt mir in diesem Fall sehr gut!
Die Handlung: Debbies Traum geht endlich in Erfüllung: sie darf in der Redaktion ihres Lieblingsmagazins – Purple Cloud Magazin – arbeiten. Jedoch hätte sie nicht damit gerechnet, dass nach nur wenigen Tagen ihr gut gehütetes Geheimnis herauskommen würde. Deb hat vor vier Jahren geheiratet – zum Ehemann seit dem Tag der Hochzeit jedoch keinen Kontakt mehr. Als sie dann auch noch einen Artikel dazu verfassen soll, warum sie so früh als junge Frau geheiratet hat und ihr dann auch noch besagter Ehemann wieder über den Weg läuft, ist das Chaos perfekt. Nun müssen sich die beiden wieder zusammenraufen und stellen fest, dass die Chemie nach all den Jahren noch immer stimmt…
Meine Meinung: Wer nach einer niedlichen Liebesgeschichte und dennoch ernsten Untertönen sucht, kann mit dieser Geschichte nichts falsch machen. Ich habe mich durchgehend unterhalten gefühlt, mitgefiebert und gleichzeitig auch Einblicke in bestimmte Lebensbereiche bekommen, die ich noch nicht so oft in diesem Genre hatte. Ich konnte die Geschichte kaum aus der Hand legen und merkte, wie viel Spaß ich beim Lesen hatte. Mounia hat wirklich Fingerspitzengefühl, Situationen roh und nahbar zu schildern. Es ist vermutlich nicht der poetischste Schreibstil, aber dafür sehr ehrlich. Dennoch wurden mir im Laufe der Geschichte ein wenig zu viele Themen angesprochen, die aber nicht immer zufriedenstellend zu Ende geführt wurden. Alle angesprochenen Themen fand ich unglaublich wichtig – jedoch hätte mir der Fokus auf eine kleinere Menge mit einem runderen Abschluss mehr zugesagt.
Die Charaktere: Mounia schreibt nicht nur schöne Liebesgeschichten, sondern noch schönere Freundschaften. Ich habe die WG und die gesamte Freundesgruppe unglaublich gerne durch die Geschichte verfolgt und freue mich daher umso mehr auf die Folgebände, in denen einige Nebencharaktere dann die Hauptrolle einnehmen werden. Deb und Emorys Geschichte war mit viel Schmerz begleitet, aber war dennoch nicht zu schwer, sondern sehr liebenswert.
Fazit: Gute Unterhaltung trifft hier auf Gesellschaftskritik. Ich freue mich schon sehr auf die Folgebände und vergebe hier 4/5 Sternen, da ich mit bei einigen Themen noch einen runderen Abschluss gewünscht hätte.