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Veröffentlicht am 28.08.2025

Hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt

The Throne of Broken Gods - Götter und Monster 2
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Das Buch startet mit einem kleinen Rückblick zu Band eins. Und obwohl ich den ersten Band erst kurz zuvor gelesen habe, hat die Zusammenfassung nochmal geholfen. Ich hoffe, dass solche Rückblicke zukünftig ...

Das Buch startet mit einem kleinen Rückblick zu Band eins. Und obwohl ich den ersten Band erst kurz zuvor gelesen habe, hat die Zusammenfassung nochmal geholfen. Ich hoffe, dass solche Rückblicke zukünftig immer gängiger in Büchern werden.
Während Book of Azrael schon mit 700 Seiten glänzen konnte, besitzt der Folgeband „The Throne of Broken Gods“ nun sogar über 900 Seiten.

Der zweite Band schließt fast nahtlos an den ersten an. Dianna ist zutiefst erschüttert durch den Tod ihrer Schwester Gabby und jagt all diejenigen, die sie verraten haben oder auf irgendeine andere Art Anteil am Tod ihrer Schwester hatten. Ihr Weg wird durch Leichen und Zerstörung gepflastert, während sie sich selbst immer mehr in ihrer Rachsucht verliert. Samkiel beobachtet Diannas rasendes Wüten in hilfloser Verzweiflung und versucht immer wieder zu ihr durchzudringen. Wird er es schaffen, bevor er sie ganz verliert?
Ich war so begeistert von Book of Azrael, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an die Fortsetzung. Amber V. Nicole hat ein Gespür für ein ausgefeiltes Worldbuildung und lässt uns ihre Figuren in all ihrer Komplexität kennenlernen. Während Charaktere in anderen Büchern traumatische Ereignisse schnell überwinden, schafft Dianna das nach dem Tod ihrer Schwester nicht. Sie verdrängt und zieht eine Spur der Vernichtung hinter sich her – wer „Female Rage“ liebt, der ist bei „The Throne of Broken Gods“ richtig.
Doch auch wenn mir eine ausführlichere Aufarbeitung von Diannas Gefühlen und ihrem tausendjährigen Leidensweg gefallen hat, bestanden die ersten 400 Seiten nur aus einer Protagonistin, die alle von sich wegstößt, sie mit Worten oder Taten verletzt und dabei zutiefst überzeugt ist, jegliches Leid verdient zu haben und nicht liebenswert zu sein. Ab einer gewissen Seitenanzahl stand das für mich einfach im Gegensatz zu der Dianna, die zwar immer wieder tief verletzt wurde, aber trotzdem weiß, was sie sich wert ist und dass mit ihr nicht zu scherzen ist.
Nachdem der Plot angezogen hat, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe die letzten 100 Seiten fast in eins durchgelesen.
900 Seiten hätte die Handlung nicht gebraucht. Gerade im Mittelteil hätte gekürzt werden können. Das Buch besteht auch aus vielen Rückblicken, an denen man merkt, dass die Autorin ihre Welt in wahnsinnig vielen Facetten ausgearbeitet hat. Trotzdem wären die Rückblicke in ihrer Ausführlichkeit ebenfalls nicht notwendig gewesen.

„The Throne of Broken Gods“ war ein Buch für mich, das durch sein Ideenreichtum begeistern konnte, Diannas Charakterentwicklung aber teilweise schwer nachvollziehbar für mich gestaltet hat.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Eine ruhige Erzählung

Die Bibliothek meines Großvaters
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„Die Bibliothek meines Großvaters“ bietet mit seinem Cover schon gleich einen kleinen visuellen Einblick in die Geschichte. Der Farbschnitt ist auch wirklich schön.
Es geht um Kaede, die in Tokio als Lehrerin ...

„Die Bibliothek meines Großvaters“ bietet mit seinem Cover schon gleich einen kleinen visuellen Einblick in die Geschichte. Der Farbschnitt ist auch wirklich schön.
Es geht um Kaede, die in Tokio als Lehrerin arbeitet und sich um ihren demenzkranken Großvater kümmert. Dieser ist mit einer großen Fantasy und Kombinationsgabe gesegnet, auf die er trotz seiner durch die Demenz bedingten Halluzinationen weiterhin zugriff hat. Zusammen lösen sie kriminalistische Rätsel, die Kaede im Alltag begegnen.
Das Buch hat einen ruhigen Erzählton, durch den man sich leicht in das Erzählte fallen lassen kann. Die Kapitel sind kurzgehalten und das Setting in Japan hat mir sehr gefallen. Die Stärke des Buches lag in der herzlichen und liebevollen Beziehung von Kaede zu ihrem Großvater. Wie sie zusammen mit seiner Demenzerkrankung umgehen, war wirklich berührend zu lesen.
Ansonsten besaß das Buch einige Längen und Spannung wollte durch die Rätsel für mich erst gegen Ende des Buches aufkommen. Als Wohlfühlroman kann ich „Die Bibliothek meines Großvaters“ empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Schön für Zwischendurch

The One I Stood Beside
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Jude und Sadie sind auf nebeneinanderliegenden Farmen groß geworden und seit vielen Jahren beste Freunde. Zusammen haben sie schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Als Sadies Vater stirbt, droht der Farm ...

Jude und Sadie sind auf nebeneinanderliegenden Farmen groß geworden und seit vielen Jahren beste Freunde. Zusammen haben sie schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Als Sadies Vater stirbt, droht der Farm ihrer Familie die Zwangsversteigerung. Um zu helfen, macht Jude ihr einen Antrag und möchte eine Scheinehe mit ihr eingehen.
Doch Sadie hegt schon lange Gefühle für Jude. Kann diese Ehe zu einem wahren Happy End führen?

Die Geschichte war wirklich zuckersüß und das Setting der Farmen in Nebraska hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war die Art von Cowboy-Romance, die ich mir gewünscht hatte. Auch der humorvolle Schreibstil gefiel mir gut. Allerdings schaffen es die Figuren oft nicht, vernünftig zu kommunizieren, was mich in Büchern oft stört. Der Anteil an Spice war mir manchmal auch zu viel.

Für mich war es durch Setting und den Trope der Fake Marriage eine wunderbare Lektüre für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Dark Romantasy

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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In Dark Labyrinth - Gefährliches Verlsngen wacht die mächtugr Hexe Sadaré in einem Labyrinth auf, ohne das Wissen, wie sie dort hineingelangt ist. An ihrer Seite ist Daemon Daesra, der halb Dämon, halb ...

In Dark Labyrinth - Gefährliches Verlsngen wacht die mächtugr Hexe Sadaré in einem Labyrinth auf, ohne das Wissen, wie sie dort hineingelangt ist. An ihrer Seite ist Daemon Daesra, der halb Dämon, halb Mensch ist und dem sie auf keinen Fall trauen möchte. Zusammen müssen sie zahlreiche gefährliche Prüfungen bewältigen, um dem Labyrinth wieder entfliehen zu können. Sadaré kämpft um ihr Leben und bald auch mit der Anziehung, die sie zu Daesra verspürt.

Das Cover ist passend gewählt, hat mir in der englischen Ausgabe jedoch etwas besser gefallen. Eine Geschichte mit solch einem mythologischem Hintergrund hat mich sofort neugierig gemacht und war einfach mal was anderes. Auch die Wendungen der Geschichte haben mich überrascht. Allerdings hat die Handlung sich insgesamt einfach ziemlich oft für mich gezogen und mich deswegen nicht ganz überzeugt.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Märchen-Retelling mit guten Ansätzen und teilweise schwieriger Umsetzung

Never
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Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre ...

Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre Urgroßmutter Mary oder ihre Großmutter Wendy das Fenster offen, damit Peter hineinschlüpfen und Daphne mitnehmen kann. Doch er kommt nicht - bis zu ihrem 17. Geburtstag.
Es ist dann auch kein Junge, der ihr nachts in ihrem Zimmer entgegenblickt, sondern ein junger Mann. Daphne ist gleichermaßen erschrocken und fasziniert und begleitet Peter Pan schließlich in sein Reich hinter den Sternen. Doch dort ist nichts so, wie Daphne es sich vorgestellt hat ...

Peter Pan wird als Charakter beschrieben, der nun dem Aussehen nach in der Altersspanne eines 18- bis 20-Jährigem liegt. Sein Verhalten ist jedoch häufig noch das des 13-Jährigen Jungen, der er über die Jahrhunderte war.
Laut diesem Buch eine bewusste Entscheidung, da der Jungbrunnen zwar das Aussehen einfriert, jedoch nicht an emotionalem Wachstum hindert.

Auch ansonsten lässt die Handlung Peter selten gut dastehen: Er ist naiv und egozentrisch bis zu dem Punkt, dass jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze nur existiert, um seinem Leben dienlich zu sein oder seinen Zwecken zu nutzen.

Im direkten Umgang beschreibt Daphne dennoch, welchen Charme Peter ausstrahlen kann, wenn er denn möchte.

Peter Pan ist jedoch nicht der einzige Mann, der um Daphnes Herz buhlt: Auch zu Jameson Cook, dem Sohn des berüchtigten Piraten James Cook, verspürt Daphne eine Anziehung.

Er macht sie darauf aufmerksam, dass es nicht normal ist, dass sie in Neverland ständig alles vergisst oder dass Peters Verhalten von Egozentrik getrieben wird.

Und auch wenn die Chemie an sich zwischen Daphne und Jameson so stimmt, wie es zwischen ihr und Peter nie der Fall war, so endet doch fast jedes ihrer Treffen in einem Streit.

Während der Handlung geht es wie in einem Ping-Pong Spiel hin und her: Wenn einer der beiden Männer sie verletzt, flüchtet sie zu dem anderen.

Gefallen hat mir der Schreibstil von Jessa Hastings, der Neverland als magisches Abenteuerparadies erscheinen lässt, in dem mehr dunkle Geheimnisse lauern, als man für möglich gehalten hätte.
Zudem ist Daphne durchaus zur Reflexion der gesellschaftlichen Umstände und ihrer eigenen Situation in der Lage: Sie gibt Peters sexistischem Weltbild "nur ein Mädchen zu sein" Kontra und beschreibt, dass ihre Berufswahl als Geologin in ihrem konservativem Umfeld im London der 1960er auf wenig Verständnis stößt.

Doch letztendlich gibt es wenig Emanzipation von ihrer Situation - was auch dadurch bedingt ist, dass es für Daphne in Neverland eher ein Überleben als ein Leben ist.

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich auch einfach die Magnolia Parks-Reihe der Autorin sehr liebe.

Leider hat mich dann doch sehr gestört, dass dieses Märchen-Retelling so düster ist und zudem schwierige Werte oder Verhaltensweisen vermittelt, die nicht richtig erklärt oder aufgearbeitet werden.

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