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Veröffentlicht am 09.03.2025

Umbruch in Japan

Die letzte Konkubine
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„Die letzte Konkubine“ von Lesley Downer, 
gelesen von Eva Mattes 

Laufzeit: ca. 434 Minuten 

Verlag: Random House Audio

„Die letzte Konkubine“ entführt die LeserIn/HörerIn in eine faszinierende Zeit ...

„Die letzte Konkubine“ von Lesley Downer, 
gelesen von Eva Mattes 

Laufzeit: ca. 434 Minuten 

Verlag: Random House Audio

„Die letzte Konkubine“ entführt die LeserIn/HörerIn in eine faszinierende Zeit des Umbruchs – das Japan der 1860er Jahre, in dem das jahrhundertealte Shogunat gestürzt wird und die Moderne mit Macht Einzug hält. Lesley Downer verwebt in ihrem Roman gekonnt historische Fakten mit einer fesselnden Erzählung über Liebe, Loyalität und den Kampf zwischen Tradition und Fortschritt.

Die Geschichte folgt Sachi, einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen, die entdeckt, dass sie eine höhere Herkunft hat und an den kaiserlichen Hof gebracht wird. Dort wird sie die Konkubine des 14. Shogun des Tokugawa-Clans – ein Relikt der alten Ordnung, die kurz vor ihrem endgültigen Untergang steht. Während Japan sich öffnet und der Kaiser seine Macht in Edo (dem späteren Tokio) ausbaut, erlebt Sachi die politischen Unruhen hautnah.

Als die im Ruhestand lebende Dame Shōkuin ist es nicht einfach, nur in Gedenken an den Shogun in der neuen Welt zu leben. Die Sicherheit des Palastes fehlt und doch ist der Wandel und die Veränderung unaufhaltsam.

Im Mittelpunkt steht ihr innerer Kampf zwischen den Erwartungen, die an sie als ehemalige Konkubine gestellt werden, und ihrem eigenen Wunsch nach dem Umbruch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Die strengen Rituale und Zwänge des Hofes, die jahrhundertelang das Leben der Frauen bestimmten, verlieren mit dem Ende des Shogunats langsam ihre Macht. Für Sachi ist dieser Wandel eine persönliche Herausforderung. Gewohnt an das Leben im Frauenpalast, ausgebildet zur Samurai, im Krieg gekämpft und die Wahrheit über ihre Eltern zu erfahren hat die junge Dame verändert. Sie stellt ihre Werte in Frage und hadert mit den Traditionen.

Besonders spannend ist die Figur des Shinzaemon, eines Ronin aus Kano, mit dem Sachi eine tiefe Verbindung eingeht. Ihre Liebe steht im Kontrast zur strengen Tradition, in der sie eigentlich dem Andenken des Shoguns verpflichtet sein sollte. Während früher blinder Gehorsam selbstverständlich war, beginnt sie, selbstständig zu denken und ihren eigenen Weg zu suchen.

Die Prinzessin, die einst als Ehefrau des Shoguns ebenfalls ein Symbol der alten Ordnung war, gibt Sachi schließlich ihren Segen, um in dieser neuen Welt ihr Glück zu finden.
Die Atmosphäre des Romans ist einzigartig – man spürt das Aufeinandertreffen zweier Welten: das feierliche, traditionsbewusste Leben im Inneren des Palasts und draußen das aufstrebende, sich wandelnde Japan, das plötzlich bunt, lebendig und voller neuer Möglichkeiten ist. Angst vor dem Unbekannten mischt sich mit der Hoffnung auf eine Zukunft, die vorher undenkbar schien.

Die Mischung aus historischen Ereignissen, großen Emotionen und poetischer Sprache macht „Die letzte Konkubine“ zu einem außergewöhnlichen Lese- und Hörerlebnis. Besonders das Hörbuch (7 Stunden und 14 Minuten) bringt die Atmosphäre eindrucksvoll zur Geltung und lässt einen tief in Sachis Welt eintauchen.
Lesley Downer zeichnet ein wundervolles, gut recherchiertes Bild vor und nach dem Umbruch. Die junge Dame Sachi wird als zarte, unschuldige, aber dennoch loyale und liebende junge Frau beschrieben.
Ihre Gefühle für den Shogun, der nur eine Nacht in ihrem Leben eine Rolle spielte, wurden sehr authentisch und in poetischer Sprache wiedergegeben. Die Schauplätze wurden so bildhaft beschrieben, dass man sich als LeserIn mühelos in eine andere Zeit versetzt fühlte.

Ich habe das Hörbuch unglaublich gerne angehört, die Sprecherin konnte mich fesseln und ich war begierig, die Geschichte der letzten Konkubine zu erfahren.

Leider konnte mich das letzte Kapitel nicht überzeugen; der Umschwung in die Moderne wurde sehr schnell extrem weltoffen beschrieben, was nicht im Zusammenhang mit den erzogenen Werten des alten Japan steht. Menschen können sich selten von jetzt auf gleich komplett in ihren Gedanken ändern. Dies wurde mir persönlich zu schnell umgesetzt.

Eine 4,5-Sterne-Empfehlung für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren, politischem Umbruch und einem Hauch verbotener Liebe lieben!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Berührender Debütroman

Vermissen auf Japanisch
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„Vermissen auf Japanisch“ von Yukiko Tominaga ist ihr Debütroman. Übersetzt wurde der Roman von Juliane Zaubitzer.
Verlag: mare
ET: 21.Februar 2025

Warum konnte er nicht überleben? Es waren nur sechs ...

„Vermissen auf Japanisch“ von Yukiko Tominaga ist ihr Debütroman. Übersetzt wurde der Roman von Juliane Zaubitzer.
Verlag: mare
ET: 21.Februar 2025

Warum konnte er nicht überleben? Es waren nur sechs Wochen…

Kyoko lebt mit ihrem jüdischen Ehemann Levi und Sohn Alex in San Francisco. Levi ist selbständig und hat Geldprobleme. Doch anstatt eine Lebensversicherung abzuschließen, gibt er das Geld für ein Tattoo aus. Immer wieder versicherte er seiner Frau, dass sie sich keine Sorgen machen solle. Kyoko sollte sich ausschließlich um die Erziehung ihres Sohnes kümmern, alles weitere würde Levi regeln.

Leider kam es nicht dazu, ein Unfall und Kyoko ist alleinerziehend mit einer bankrotten Firma. Das Haus in San Francisco muss zwangsversteigert werden und Levi’s Bruder Ben nimmt die beiden verlorenen Seelen in seinem Haus in Boston auf. Er würde alles für die Familie tun, genau wie ihre Schwiegermutter Bubbe.
Kyoko und Alex sind nicht allein und doch fühlt es sich so an. Sie wurden allein gelassen.
Kyoko versucht mit ihrer Wut und dem Hass umzugehen, was Levi ihr mit seinem Tod angetan hat. Wie soll sie überleben? Und doch ist sie dankbar, dass sie nun alleine für die Erziehung ihres Sohnes verantwortlich ist. Japaner sind oftmals sehr vage in ihren Aussagen und doch spezifisch in ihren Ansichten.

In ihrer Sprache gibt es kein Wort für Vermissen und so erklärt sie Bubbe, als diese meinte, Kyoko weint, weil diese ihren Mann vermisst, dass sie sich selbst vermisst und nicht Levi.

„Ich werde ohne dich einsam sein“ war falsch übersetzt, denn jemanden zu vermissen bedeutet nicht unbedingt, dass man einsam war. Jemanden zu vermissen kam von außen. Es ging vorbei. Während die Einsamkeit in einem blieb wie ein Virus. Sie mutierte, und nur Ablenkung ermöglichten uns das Überleben.“ (Pos.2758)

Das Zitat zeigt auf, was Worte vermitteln und in der jeweiligen Kultur bedeuten. Es macht mich nachdenklich und hallt nach.

Die Autorin lädt mich als Leserin mit ihrer poetischen Sprache ein, in die Gefühlswelt der japanischen Kultur einzutauchen. Emotional und ergreifend erzählt Yukiko Tominaga über Trauer, Verlust, Familie und Zusammenhalt. In ihrem Debütroman zeigt uns die Autorin die zahlreichen Facetten der Trauer und des Vermissens auf.
Die Protagonistin versucht sich ein Leben mit ihrem Sohn Alex aufzubauen; finanziell unabhängig von Levi’s Familie zu sein und ihre Werte mit der jüdischen/amerikanischen Welt in Einklang zu bekommen.
Unglaublich ehrlich erzählt wird die Geschichte zwischen Bubbe und Kyoko, beide in ihrer Emotion, dem großen Verlust gefangen. Sichtweisen werden ausgetauscht und neue Bande zwischen den beiden geknüpft. Bubbe hat einen Sohn verloren und eine Tochter erhalten.

Kyoko kennt auch kein japanisches Wort für Umarmung und lernt durch ihre Schwiegermutter, Zuneigung durch Umarmung auszudrücken. Als Bubbe fragte, wie die Japaner die Liebe erkennen, meinte Kyoko nur „wir lesen die Luft“.

Ein anspruchsvoller Roman, der mich als Leserin tief berührt und nachdenklich zurücklässt. Wundervoll in poetischer Sprache geschrieben, zeigt uns dieses Buch vielseitig auf, welche Emotionen der Verlust eines geliebten Menschen hervorruft und vor allem, wie unterschiedlich die verschiedenen Kulturen damit umgehen.

Eine Leseempfehlung für diesen berührenden Debütroman.







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Veröffentlicht am 16.02.2025

Eine Ahnung von der Liebe

In einem Zug
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„In einem Zug“ von Daniel Glattauer
Verlag : Dumont

Was für eine berührende, herzerwärmende und unterhaltsame Zugfahrt.

Glattauer versteht es unglaublich gut mit Worten zu spielen.
Seine zarten, ...

„In einem Zug“ von Daniel Glattauer
Verlag : Dumont

Was für eine berührende, herzerwärmende und unterhaltsame Zugfahrt.

Glattauer versteht es unglaublich gut mit Worten zu spielen.
Seine zarten, verspielten und doch klaren und witzigen Sätze wickeln mich ein, wie in einen Kokon.

Weich, zart - ein Ort zum Wohlfühlen.

Der bekannte Liebesbuch-Autor Eduard Brünhofer ist auf dem Weg von Wien nach München zu seinem Verlag. Seit 13 Jahren hat er keinen Roman geschrieben und er weigert sich, nochmals einen Liebesroman zu schreiben. Er kann und will es nicht.
Er möchte ein Buch über Alkohol schreiben - was weder seinen Verlag noch seine bisherige Leserschaft in Begeisterung ausbrechen lassen würde.

Im Abtei schräg gegenüber sitzt eine attraktive Frau, die dasselbe macht, wie der Autor:
Nichts! Welche große Seltenheit! Bis sie ihn anspricht und seine Gedankenwelt auf den Kopf stellt.

Unglaublich unterhaltsam und humorvoll wird der Dialog zwischen den beiden fremden Menschen im Zug und die kurzweiligen Gedankengänge von Brünhofer zu den teilweise delikaten und intimen Fragen der Frau beschrieben.

Catrin Meyr ist klug und pessimistisch, was Langzeitbeziehungen angeht und möchte von dem gefeierten Schriftsteller alles über die Liebe erfahren - vor allem über seine Frau Gina. Ihre symphatischen Art macht es Brünhofer unmöglich, die Antworten zu verweigern.
Oder ist es doch eher sein etwas verklärter Blick auf die attraktive Frau?

Die Zugfahrt entpuppt sich als eine Fahrt in die tiefen Gefühle einer wundervollen Liebesbeziehung, welche im Laufe der Zeit ihre Höhen und Tiefen hatte,
aber an Intensität gewonnen hat.

Sein Blick auf das Gefühl, Zeit ohne seine Liebe zu verbringen, dringt in mich als Leserin ein,
wie ein warmer Sonnenstrahl.

Der Autor erklärt Catrin, dass man nicht alles erfahren haben muss, um darüber zu schreiben.

„Man muss nur eine Ahnung davon haben.“
Wie zum Beispiel von der Liebe.

„Man muss sie sich vorstellen können. Die Vorstellung ist kräftiger als die Erfahrung. Die Vorstellung lebt von der Fantasie. Die Erfahrung macht sie zunichte. „ (Seite 31)

Catrin vermag es mit ihrer direkten Art die Gedanken und Emotionen des zurückhaltenden Autors Brünhofer in Bezug auf seine Beziehung herauszulocken. Seine distanzierte, sachliche und kluge Sprechweise zeigt jedoch die Innigkeit einer Langzeitbeziehung auf.

Was für ein unglaublich geschickter Roman über die Liebe.
Glattauer versteht es mit seinem Schreibstil tiefsinnige, intellektuelle Dialoge entstehen zu lassen und das Herz zu erwärmen.

Daniel Glattauer lenkt unseren Blick nur in eine Richtung und überrascht uns zuletzt mit einer unerwarteten Wendung.

Die Zusammenführung der beiden Personen im Zug ist ein Auftakt: eine Reise in ein neues Leben

Glattauer überzeugte mich auch mit diesem Roman wieder mit seinem feinfühligen Stil und seiner herausragenden Sprachgewandtheit. Für mich ein absolut zauberhaftes Highlight.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Koks und Schickeria zwischen Obst und Gemüse

Bavarese
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„Bavarese“ von Leo Reisinger
Verlag: Heyne

Eine Liebe zwischen Kokain und Gemüse, ein Kampf um ein begehrtes Wiesn-Zelt und Münchners High Society zwischen italienischer Mafia.

Reisingers Debütroman ...

„Bavarese“ von Leo Reisinger
Verlag: Heyne

Eine Liebe zwischen Kokain und Gemüse, ein Kampf um ein begehrtes Wiesn-Zelt und Münchners High Society zwischen italienischer Mafia.

Reisingers Debütroman holt mich als Leserin in ein unbekanntes München; frühmorgens in der Großmarkthalle wird gefeilscht, und es herrscht das Motto: „Viel Haben kommt von wenig Geben.“ (S.19)

Und doch findet man auch Menschen mit Herz, und denen ist der Charakter noch ein bisschen wichtiger als Geld.

Lene, alleinerziehende Gemüsehändlerin, kämpft um jeden Cent. Oftmals kann sie die Lieferanten nicht bezahlen und muss anschreiben lassen. Jede noch so kleine Verzögerung in der Bezahlung ihrer Kunden ist gravierend für die junge Frau. Erschwerend kommt hinzu, dass sie oftmals ihren kleinen Sohn Luca mitnehmen muss.

Brunner, ein großer Gemüselieferant, half Peiffer, einem mittlerweile sehr renommierten Gastronom der Münchner Schickeria seine Restaurants aufzubauen. Er beliefert ihn seit Jahren und einiges läuft am Finanzamt vorbei. Beide Männer profitieren jahrelang voneinander bis Pfeiffer auf die Idee kommt, ein Zelt auf der Wiesn zu bekommen. Nun muss er sauber wirken fürs Finanzamt und kündigt Brunner seinen Vertrag.

Sepko, Brunners rechte Hand, lernt Lene und ihren Sohn auf dem Markt kennen. Er ist fasziniert von der Frau und versucht ihr zu helfen. Aber auch Pfeiffer hat ein Auge auf die junge Frau geworfen. Er beeindruckt nicht nur mit seiner charmanten Art, sondern auch mit seinem Einfluss und seinem Reichtum.

Reisinger zieht uns in ein München, das wir nicht kennen; seine Charaktere sind erfrischend und natürlich, sehr authentisch und vor allem sympathisch. Kurzzeitig fährt er mit uns nach Italien, zeigt, was geschieht, wenn man sich gegen „die Familie“ auflehnt. Zwischen Krimi und Liebesgeschichte lässt uns der Autor einen Einblick in das Leben der Münchner Schickeria und der Vetternwirtschaft erahnen. Auch werden die Themen Geldwäsche, Prostitution und die „sauberen“ Politiker/Beamten thematisiert. Das Buch liest sich flüssig und der Autor fesselt mit seinem Schreibstil.

Der bayerische Lebensstil wird authentisch vermittelt, und das Buch unterhält hervorragend.


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Veröffentlicht am 02.01.2025

Pageturner

In den Farben des Dunkels
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„In den Farben des Dunkels“ von Chris Whitaker, gelesen von Richard Barenberg.
Verlag: Hörbuch Hamburg / Osterwoldaudio
Dauer: 16 Stunden 23 Minuten

Gesellschafts-/oder Kriminalroman?
Egal, in welchem ...

„In den Farben des Dunkels“ von Chris Whitaker, gelesen von Richard Barenberg.
Verlag: Hörbuch Hamburg / Osterwoldaudio
Dauer: 16 Stunden 23 Minuten

Gesellschafts-/oder Kriminalroman?
Egal, in welchem Genre ich es einordne - Fakt ist: Das Hörbuch von Chris Whitaker ist eine Wucht!

Der dreizehnjährige Patch, der eine Augenklappe trägt und deshalb wie ein Pirat aussieht, freundet sich mit Saint an. Als der Junge einem Mädchen hilft, wird er selbst entführt und bleibt für 307 Tage in einem stockdunklen Raum gefangen gehalten. Saint gibt nicht auf, sie geht jedem Hinweis nach und tatsächlich findet sie ihn. Leider fehlt vom Täter jede Spur, lebt er noch?
Patch lernte in seinen dunklen Tagen das Mädchen Grace kennen. Sie half ihm zu überleben, erzählte Geschichten von Orten, die er nicht kannte. Sie betete mit ihm, um zu überleben.

Patch verarbeitete seine Geschichte auf dem Anrufbeantworter von Saints Großmutter. Er erzählte alle Geschichten über Grace, alles was sie ihm erzählte und lehrte.

Seine Obsession wurde immer größer - er musste Grace finden. Er hatte versprochen sie zu suchen und vor allem sie zu finden. Was er jedoch findet sind immer mehr Mädchenleichen, auf der Spur dieses Serienmörders. Aber kann es sein, dass der Mörder allein arbeitet? Und warum hat jede Leiche einen Rosenkranz bei sich?

Fesselnd und mit einer gezielt gesetzten Spannungskurve zieht uns der Autor in ein Netz voller Ungereimtheiten. Gibt es Grace überhaupt? Oder ist sie seiner Phantasie entsprungen, um zu überleben?

Saint versucht verzweifelt ihrem besten Freund zu helfen; sie nimmt einen Job bei der Polizei an und versucht den Spuren des Mörders zu folgen.
Patch malt Bilder von vermissten Mädchen, trifft sich mit deren Eltern und hört ihnen zu.
War dieses oder jenes Mädchen seine Grace?

Der Autor beschreibt authentisch die Orte, bringt die Charaktere der Protagonisten detailliert, intensiv und lebhaft zum Ausdruck. Seine Sprachgewandtheit und sein flüssiger Schreibstil wurden perfekt von Richard Barenberg übermittelt. Das Drama und das unglaublich schlimme Schicksal von Patch berühren mich als Hörer: in und ich kann dieses absolut gelungene Werk sehr empfehlen.

Eine Geschichte über Gerechtigkeit, Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Chris Whitaker zeigt auf, das Geld allein nicht ausreicht, um sein Ziel zu erreichen. Die Menschen um dich herum sind ausschlaggebend. Einfühlsam, sensibel und herzzerreißend nimmt uns der Autor mit auf den Weg durch eine Tragödie, die Patch sein Leben lang begleitet.

Ein Pageturner und ein Highlight.

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