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Veröffentlicht am 06.04.2025

Female Rage!

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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"At Fate Inked in Blood" erzählt Freyas Geschichte, welche in Skaland (früheres Norwegen) spielt und hier mit den nordischen Einflüssen in einer fantastischen Welt spielt. Freya selbst wurde von Hlid gesegnet ...

"At Fate Inked in Blood" erzählt Freyas Geschichte, welche in Skaland (früheres Norwegen) spielt und hier mit den nordischen Einflüssen in einer fantastischen Welt spielt. Freya selbst wurde von Hlid gesegnet und ist die sagenumwobene Schildmaid, die, so lautet eine Weissagung, einen König an die Macht bringen soll. Aufgrund ihrer wichtigen Rolle wird sie fortan gejagt und als Spielball der mächtigen Männer genutzt - doch Freya will ihre eigene Geschichte schreiben.

Ich habe Danielle L. Jensen live treffen können und hier hat sie bereits von ihrer starken, weiblichen Protagonistin gesprochen, was ich nun auch "live" lesen durfte und genauso unterschreiben kann. Dieses Buch lebt von seiner weiblichen, starken und authentischen Protagonistin, ebenso wie vom männlichen Gegenpart - denn wo Freya ungestüm, wild und stark ist, da ist Bjorn besonnen, taktiert und stets an ihrer Seite. Man merkt also schon, dass die Charaktere in diesem Buch ganz klar mein Lieblingspart waren, denn Danielle hat sie durch das Buch hinweg als sehr authentisch skizziert. Ebenso sind auch die Gefühle zwischen den beiden gewachsen und ich konnte die gegenseitige Anziehung absolut nachvollziehen. Einige der Nebencharaktere waren mit ihren jeweiligen Fähigkeiten auch sehr spannend, hier konnte das für mich neuwertige Magiesystem sehr glänzen. So kann eine Gottgesegnete zum Beispiel Blitze vom Himmel wirken, eine andere kann mit ihren Gesängen sagenumwobene Geschichten in den Köpfen der Hörenden weben.

Aber nicht nur die Charaktere haben sich in mein Herz geschlichen, auch alles andere konnte mich überzeugen. Der fantastische Part war gut ausgearbeitet - es fühlte sich durchweg wie eine gut durchdachte, zeitlich abgestimmte Reise an, in der Freya immer wieder Hindernisse überwinden muss, um zu wachsen. Das Fantasiesystem mit der Segnung durch einzelne Gottheiten hat dem Ganzen eine sehr spannende Dynamik gegeben und vieles konnte ich gut nachvollziehen, aber nicht alles, vor allem im Hinblick auf Ylva, die wiederum als Hexe agiert und dadurch noch einmal ein neues Magiesystem ins Spiel bringt.

Handlungstechnisch gibt es sowohl Intrigen, Wendungen (die man manchmal kommen sieht, manchmal eher nicht) und tiefsinnige Gespräche. Und vor allem gibt es immer wieder berauschende, starke Momente von Freya, die aus ihrer Rolle der gehörigen Schildmaid immer wieder ausbricht. Ein wenig hat mir das Worldbuilding als solches gefehlt, ich konnte mich nicht alle Orte und Verbindungen dieser zueinander gut vorstellen. Auch die Ortschaften selbst blieben mitunter blass.

Nichtsdestotrotz freue ich mich wahnsinnig auf Band 2 und kann mir hier gut vorstellen, dass Freya noch viel mehr aufdreht - ich hoffe sogar darauf!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Eine große Liebe zum falschen Zeitpunkt

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Gabriella Santos de Lima konnte mich mit ihrem letzten Buch "That Girl" sehr begeistert, obwohl ich dieses als Hörbuch gehört hatte und diese per se einen schlechteren Start bei mir haben. Umso mehr wollte ...

Gabriella Santos de Lima konnte mich mit ihrem letzten Buch "That Girl" sehr begeistert, obwohl ich dieses als Hörbuch gehört hatte und diese per se einen schlechteren Start bei mir haben. Umso mehr wollte ich einmal ein Buch von ihr in den Händen halten und selber lesen.

Bei "Moments so blue like our love" war mir der "Ugly-Cry-Trope" bewusst, ansonsten wollte ich mich von den schwerwiegenden Themen selber überraschen lassen und wusste daher zumindest am Anfang noch nicht, wohin die Reise gehen wird. Ich muss sagen, ich hatte ein nicht ganz so schweres Thema erwartet, doch dieses Buch geht schlussendlich dann doch mitten ins Herz und man sollte sich bewusst sein, dass man auch noch nach dem Lesen traurig gestimmt sein wird.

Erzähkt wird Emmies und Sams Geschichte, die zwar emotional und gewichtig, aber auch leicht und voller Liebe startet. Die beiden sehen einander und wissen eigentlich sofort, dass da etwas besonderes zwischen ihnen ist. Einander aus dem Weg gehen können sie nicht wirklich, denn Emmie beginnt kurze Zeit später ein Praktikum in Sams und Connors (Sams bester Freund) Produktionsfirma. Auch wenn beide sich zunächst wären, ist die Anziehungskraft einfach stärker und sie erleben viele schöne, gemeinsame Momente.

Der Schreibstil der Autorin ist passend zum Buch sehr stark. Sie arbeitet mit bildhaften Beispielen, guckt immer wieder in die Köpfe der Protagonisten und scheut dabei vor allem vor feministischen Themen nicht, was ich auch bei "That Girl" damals so mochte. Bei diesem Buch hier gab es ab und an Momente, wo für mich durch die großen Wörter die Spannung ein wenig verloren ging, weil es mir zu viel war. Auch gab es einige Wortwiederholungen, zum Beispiel randalierte das Herz bei beiden Protagonisten sehr oft, was wiederum dazu führte, dass ich die beiden Erzählperspektiven von Sam und Emmie selber als zu ähnlich empfand. Trotzdem war der Schreibstil sehr angenehm, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte. Ich mochte auch die Nachrichten, Zeitungsartikel oder Kapitelüberschriften, die das Ganze immer wieder auflockerten.

Sam könnte ich alles in allem noch besser beschreiben, da er auch oft durch seine Freunde und Schwester beschrieben wird und sich hierdurch ein klareres Bild ergab. Er ist auf jeden Fall durch und durch höflich, zuvorkommend und bedacht. Emmie ist gleichzeitig zurückhaltend, aber trägt ihr Herz auch auf der Zunge und macht auch vor schwierigen Themen nicht halt. Die Liebesgeschichte der beiden war sehr intensiv.

Ein Buch, das ich alles in allem wärmstens empfehlen kann, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass eher schwer und traurig ist.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Ganz viele Marmeladenglasmomente

Story of My Life
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Lucy Score, here we go again. Story of my life ist eine bezaubernde Kleisntadt-Romance ala Gilmore Girls, in der die Autorin es immer wieder schafft, Marmeladenglasmomente zu erzeugen, in die man abtaucht ...

Lucy Score, here we go again. Story of my life ist eine bezaubernde Kleisntadt-Romance ala Gilmore Girls, in der die Autorin es immer wieder schafft, Marmeladenglasmomente zu erzeugen, in die man abtaucht und sich in ihnen verliert. Herz-Schmerz, skurrile Tiere mit Fischen, Fehden mit der Nachbarstadt, ein Mob an neugieren Nachbarn, die überall ihre Nase mitreinstecken und Humor vom feinsten sind nur einige Schlagwörter, die mir sofort einfallen.

Hazel Hart (ein Name, der für sich steht), muss nach der Trennung von ihrem Ex-Mann und dem Rauswurf aus ihrer Wohnung neu anfangen und irgendwie verschlägt es sie nach einer schnell umgesetzten Idee nach Story Lake. Was zuerst als Inspiration für ihr neues Buch beginnt, stellt sich bals als ihre neue Wahlheimat heraus und das vor allem aufgrund der Menschen dort. Denn Lieblings-Miesepeter und Handwerker ihrer Wahl Campell Bishop (mit zwei weiteren, genetische sehr gesegneten Brüdern), macht Hazel zwar das Leben schwer, es fliegen abder auch gehörig die Funken. Während Hazel und ihre Freundin Zoey also immer mehr zum Teil von Story Lake werden und sich in der Stadt zurechtfinden, nimmt die Liebesgeschichte und die Schlagabtausche ihren Lauf.

Lucy Scores Schreibstil ist wie immer eine große Freude, auch wenn ich zu Beginn ein wenig brauchte, um in das Buch zu kommen. Gestartet wird in New York und Hazels Lebensabschnitt ist doch recht düster. Sobald man dann in Story Lake ankommt und die skurrilen Momente sich häufen, konnte ich perfekt in die Geschichte eintauchen. Ich habe die gesellige Kleinstadtatmosphäre gepaart mit Scores humorvollem Schreibstil sehr genossen. Es gab immer wieder Abende, da wollte und konnte ich das Buch einfach nicht weglegen, weil ich noch länger an diesem Ort verweilen wollte.

Gleichzeitig gab es aber auch immer wieder Momente, da hat sich die Geschichte ein wenig gezogen. Einige Inhalte sind doch recht vorhersehbar. Die Autorin spielt hier mit den Sonderbarkeiten der einzelnen Charaktere, wodurch ihr Verhalten gleichzeitig mit der Zeit sehr vorhersehbar wird. Das hat seinen Charme und doch hätte das Buch für mich ein paar Seiten weniger haben können.

Ich möchte eine riesige Empfehlung für das Buch abgeben, denn der Humor ist fantastisch, die Liebesgeschichte einnehmend und das Kleinstadtfeeling wunderbar herzlich.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Pageturner

The First to Fall
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Ich habe mittlerweile so ziemlich jedes Buch von Kristina Moninger gelesen, weil ich ein großes Fan ihres malerischen, emotionalen Schreibstils bin, der durch besondere und einzigartige Vergleiche glänzt, ...

Ich habe mittlerweile so ziemlich jedes Buch von Kristina Moninger gelesen, weil ich ein großes Fan ihres malerischen, emotionalen Schreibstils bin, der durch besondere und einzigartige Vergleiche glänzt, die sich gut für Zitate eignen. Immer wieder denke ich mir bei ihren Beschreibungen, wie einzigartig sie Momente einfangen kann und wie besonders ihr Schreibstil ist. Bei diesem Buch hat man jedoch sehr gemerkt, dass es sich aufgrund seiner Anglizismen eher an jüngere LeserInnen gerichtet hat, was micht nicht störte.

Bei "Thr First to Fall" kam dieser tolle Schreibstil besonders gut zur Geltung, da es ein sehr emotionales Buch ist, dessen Szenerie der italienischen Alpen gleichzeitig beeindruckt. Hierbei geht es um Aurora und Jakob, die beide in ein tragisches Ereignis verwickelt sind. Während Aurora versucht, mehr über den Tod ihrer Schwester herauszufinden, war Jakob bei dem Sturs derselbigen beteiligt. Die beiden begegnen einander durch verschiedenste Umstände, erzählen dem jeweils anderem jedoch nichts von ihren Hintergründen. Dadurch war hierhingehend klar, dass der Showdown darauf hinauslaufen würde.

Anders als bei der Breaking Waves Reihe schaffte es die Autorin hier, konsequent die Spannung hochzuahlten. Dazu tragen Rückblicke in die Vergangenheit, Auftritte zwielichtiger Nebencharaktere, Sprachnachrichten von einem unbekannten Absender und spannende Wendungen bei. Durch die Sprachnachrichten hatte ich allerdings schon bald eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Ich hätte sie in dieser Klarheit nicht gebraucht und denke, dass ich vom Verlauf der Geschichte ansonsten deutlich mehr überrascht worden wäre, was ich etwas schade fand. Es war dennoch sehr spannend, da die Protagonisten selbst knietief in den Ermittlungen steckten und keine Ahnung hatten, was vor sich geht.

Die Liebesgeschichte von Aurora und Jakob war sehr authentisch und schön. Ich mochte beide auf ihre Art, Jakob ist deutlich verschlossener, Aurora wiederum deutlich lebhafter. Die Annäherungen finden in einem nachvollziehbarem Tempo statt, dass große Drama bleibt trotz der Hintergründe der beiden aus beziehungsweise wird nicht unnötig in die Länge gezogen, was ich entspannt fand.

Das Ende schafft Spannung für den nächsten Band, den ich auf jeden Fall lesen möchte. Auf jeden Fall große Empfehlung, auch wenn ich es ein wenig vorhersehbar fand, ist das Buch wendungsreich und spannend. Ich habe es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Schöne, entspannte Liebesgeschichte

Wild Love
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Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover von "Wild Love" super knuffig finde und es in seiner Schlichtheit aus der Masse an Büchern heraussticht. Außerdem versteht man das Cover nach dem Lesen des ...

Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover von "Wild Love" super knuffig finde und es in seiner Schlichtheit aus der Masse an Büchern heraussticht. Außerdem versteht man das Cover nach dem Lesen des Buches nochmal ein bisschen besser, weshalb es einfach wahnsinnig gut passt!

Der Inhalt selbst konnte mich dann ebenfalls überzeugen. Die Geschichte von "Wild Love" wird abwechselnd aus den Perspektiven von Rosie und Ford erzählt. Beide kennen sich bereits aus Kindheitstagen, denn damals war Rosies Bruder West Fords bester Freund und die drei haben so ziemlich alles gemeinsam gemacht. Nun, viele Jahre später, kehrt Rosie nach einem sehr belastendem Arbeitsvorfall zurück nach Rose Hill. Ford währenddessen versucht in eben jenem Ort sein eigenes Studio aufzubauen, doch sieht sich plötzlich seiner Tochter Cora gegenüber, von der er bisher noch nichts wusste - Ärger vorprogrammiert.

Elsie Silvers Schreibstil ist super angenehm. Man wird von ihr in den absolut gemütlichen Ort Rose Hill entführt, während witzige Dialoge die heimische Atmosphäre auflockern und vor allem im letzten Drittel auch der Spice nicht zu kurz kommt. Vor allem die Charaktere, die sie geschaffen hat, haben es mir angetan: Rosie ist ein ziemlicher Wildfang, schert sich eher weniger um Etikette und Ordnung, während Ford das komplette Gegenteil ist. Er vor allem nicht der Bad Boy, sondern stattdessen angenehm zurückhalten und auch unbeholfen in seiner Art. Cora wiederum wirkte für ihre zwölf Jahre oftmals fast ein wenig zu erwachsen, aber ihre trockenen Sprüche haben es mir auf jeden Fall angetan.

Storytechnisch dreht es sich viel um die Annäherung zwischen Rosie und Ford. Auch der Aufbau der Vater-Tocher-Beziehung spielt eine große Rolle und findet sehr harmonisch statt, Cora ist alles in allem doch sehr vernüftig, trotz ihrer doch sehr traurigen Vergangenheit. Es passt zur gemütlichen Stimmung des Buches, auch wenn ich fast noch mehr Drama diesbezüglich erwartet hätte.

Rosie und Ford wiederum brauchen recht lange, um endlich zueinander zu finden. Immer wieder schieben sie Gründ vor, warum es zwischen ihnen nicht sein soll, doch keiner dieser Gründe konnte mich (und letzendlich auch die beiden), so richtig überzeugen. Währenddessen flirten sie auch unentwegt weiter, obwohl sie im Satz zuvor noch gesagt haben, dass dieses und jenes gegen eine Beziehung zwischen den beiden spricht. Handlungstechnisch hat mir hier ein wenig die Spannung gefehlt, denn es war von Anfang an klar, dass die beiden einfach füreinander bestimmt sind.

Es gibt aber darüber hinaus zahlreiche sehr süße Momente, die das Buch zu einem sehr entspannten Ort des Lesens werden lassen: Bowling-Wettkämpfe mit Wests semi-erfolgreichem Bowling-Club, Mädelsabende von Cora und Rosie, Schlagabtausche zwischen Rosie und Ford am Steg am See... Das Buch ist super zum entspannen und wegträumen. Und auch das Ende ist sehr romantisch und herzlich, weshalb ich auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen möchte.

Empfehlung also für alle, die nach einem entspannt-romantischen Buch zum Wegträumen suchen.

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