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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2025

Anders als gedacht

Was war denn da los?!
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Ich lese dieses Buch als Laie und ohne große geschichtlichen Vorkenntnisse, schon etwas länger zurückliegender Schulzeit, aber mit erwachendem Interesse an der Vergangenheit.

Ob das Buch seine Fakten ...

Ich lese dieses Buch als Laie und ohne große geschichtlichen Vorkenntnisse, schon etwas länger zurückliegender Schulzeit, aber mit erwachendem Interesse an der Vergangenheit.

Ob das Buch seine Fakten inhaltlich korrekt wiedergibt, wage ich daher nicht einzuschätzen, doch ich gehe schwer davon aus, dass hierfür einiges an Wissen zusammengetragen wurde. Es wirkt jedenfalls sehr fundiert. Die Themen des Buchs ziehen sich durch mehrere Epochen. Einige der Vorkommnisse waren mir vom Hörensagen bereits grob vertraut, von vielen anderen aber hatte ich noch nie gehört, genauso vom Podcast, zu welchem ein QR-Code am Ende jeden Kapites einläd.
Mir persönlich lag dieser Podcast dann tatsächlich auch mehr als die Texte im Buch. Sie wirkten auf mich teilweise recht trocken und auch die eher kleinere Schrift machte das Lesen etwas anstrengend. Um Neulinge für Geschichte zu begeistern fehlt es mir hier auch an entsprechender Euphorie, an der persönlichen Ansprache des Lesers und weiter reichenden Erklärungen, die einem das Gelesene besser einordnen lassen. Fakten und Daten wirken verdichtet, das Geschehen komprimiert um möglichst viel ansprechen zu können. Mir war das oft zu viel auf einmal und ich schaltete dann innerlich auch mal ab.
Positiv aber möchte ich noch vermerken, dass jedes Kapitel auch für sich gelesen und diese entsprechend den eigenen Vorlieben ausgewählt werden können. Dies habe auch ich nach einiger Zeit getan.

Ich sehe dieses Buch mehr als Nachschlagewerk und Zusatzmaterial zum Podcast. Und diesem möchte ich definitiv gern treu bleiben.

Empfehle ich dieses Buch? Ja, aber mit Abstrichen. Man sollte sich darauf einstellten, das es doch recht theoretisch daherkommt. Gemeinsam mit dem Podcast aber geht es.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Wirkt trostlos und entrückt

Das Nest
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„Das Nest“ ist ein leiser Roman, der viel Raum für Zwischentöne lässt.

Die Geschichte von Fran, die mit ihrer Familie abgeschieden im Marschland der englischen Küste lebt, erlebt ihren Alltag zunehmend ...

„Das Nest“ ist ein leiser Roman, der viel Raum für Zwischentöne lässt.

Die Geschichte von Fran, die mit ihrer Familie abgeschieden im Marschland der englischen Küste lebt, erlebt ihren Alltag zunehmend als belastend. Bis die Lehrerin ihres Sohnes tot aufgefunden wird und Frans eigenes Leben aus den Fugen gerät.

Leider hat mich die Handlung des Buchs emotional nur wenig bewegt. Die Figuren blieben mir fremd, als würde ich sie durch Nebel sehen, ohne wirklich in ihr Innerstes vorzudringen. Selbst Fran, deren Sicht teil des Buches ist, bekam ich nur schwer zu fassen. Die Handlung entwickelte sich langsam, beinahe schleppend. Und vieles blieb sehr vage. Leider ermüdete mich gerade dieser gemächliche Verlauf mit der Zeit doch sehr. Und so hatte mich die Geschichte als sie sich schließlich zuspitzte und unvorhersehbare Hintergründe ans Licht traten, längst verloren. Statt Beklemmung spürte ich nun vor allem Irritation. Die Auflösung wirkte auf mich aufgesetzt und passte nicht stimmig zum eher zurückhaltenden Wesen des Buchs.

Unterm Strich bleibt bei mir der Eindruck eines ruhig erzählten Romans, der mich jedoch auf keiner Ebene wirklich gepackt hat. Die symbolische Bedeutung des Nests und der Vögel konnte ich nicht erfassen.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Liefert kaum Antworten

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Zugegeben, die Welt die hier kreiert wird, ist großartig und die Idee in Büchern reisen und deren Handlungen (wenn auch bruchstückhaft und von Seitenrand aus) miterleben zu können, wird sicherlich jeden ...

Zugegeben, die Welt die hier kreiert wird, ist großartig und die Idee in Büchern reisen und deren Handlungen (wenn auch bruchstückhaft und von Seitenrand aus) miterleben zu können, wird sicherlich jeden Leser begeistern. Auch ich ging entsprechend euphorisch an „die Buchreisenden“ heran und war fasziniert von der Düsternis der ersten Reise, den Libronauten, der Gemeinschaft um Elisa und den Geheimnissen der Buchwelten. Leider aber verflog meine Begeisterung erstaunlich rasch. Immer mehr wurde im weiteren Handlungsverlauf deutlich, dass diese sehr offen gestaltet war, man kaum Antworten auf aufkommende Fragen bekam und der Leser kontinuierlich unwissend gehalten wurde, was mich ungeheuer frustrierte.
Aber auch die Charaktere selbst empfand ich in ihrem Tun und Denken widersprüchlich und kaum greifbar. Sich in sie hineinzuversetzen und Sympathien für sie zu entwickeln war schwierig. Unweigerlich entstand eine Barriere zwischen Buchfiguren und Leser, die mich vom Geschehen leider gedanklich und emotional separierte. Schade.
Auch wenn das Folgeband sicherlich viele Wissenslücken schließen und der Handlung Sinnhaftigkeit verleihen wird, werde ich diese Geschichte wohl nicht weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Viel hängen blieb nicht

Es war einmal das Huhn
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Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? ...

Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? Und wie veränderte sich dieser im Laufe der Jahre und in Bezug verschiedenster Kulturen?

Besonders zu Anfang wirkt diese Lektüre akademisch und trocken, was meinen persönlichen Lesefluss stark beeinträchtigt hat. Die Problemstellung wurde anhand wissenschaftlicher Methoden erklärt, die jedoch auch ein gewisses Maß an Vorkenntnis und akademischen Interesses voraussetzen. Die einzelnen Kapitel beginnen oft mit einer Situationsbeschreibung eines Interviews und wechselt dann rasch zu sachlichen Themen. Hierbei wandelt der Leser durch die Zeitgeschichte und verfolgt, wie sich das Weltbild bezüglich des Huhns verändert hat. Vieles jedoch bleibt schwammig. Wissenschaftler sehen sich vor einem Problem Knochenfunde zu interpretieren und auch die Betrachtung verschiedener Kulturen wirft teilweise eine große Diskrepanz auf. Erst gegen Ende gelangt das Buch zu noch heute existierenden Ansichten und legt den Finger auf Probleme aktueller Tierhaltung und Massenproduktion- jedoch ist auch hier der Informationsfluss lückenhaft.

Ich fand dieses Buch, nach großer anfänglicher Skepsis, durchaus noch interessant. Viel daraus „mitnehmen“ lies sich für mich jedoch nicht -weder zur eigenen Meinungsbildung, noch in Bezug auf die Haltung einer eigenen Hühnerschar.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

In Chucks ins Jahr 1816

Courting – Be mine through all time
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Ja, dieses Hörbuch wird mit in Erinnerung bleiben. Aber ob positiv? Das kann ich wahrlich nicht behaupten. Dieser Roman ist ein wilder mix aus Liebesroman, Krimi und Zeitreiseabenteuer. Ich bin Fan von ...

Ja, dieses Hörbuch wird mit in Erinnerung bleiben. Aber ob positiv? Das kann ich wahrlich nicht behaupten. Dieser Roman ist ein wilder mix aus Liebesroman, Krimi und Zeitreiseabenteuer. Ich bin Fan von Regency-Romanen und wirklich neugierig auf die hier angepriesene Zeitreise. Leider wurden diese aber weder ausreichen logisch erklärt, noch besitzt dieser Roman den typischen Charme historischer Romane dieser Zeit. Im Gegenteil: die Protagonistin agiert recht modern, reist in Chucks, Astmaspray, Smartphone und Pfefferspray ins Jahr 1816, lässt das Orchester neumodische Lieder einüben und kredenzt Pommes und Pizza auf ihrem Ball. All das wird von den Menschen des frühen 19. Jahrhunderts kommentarlos und ohne jegliche Konsequenzen hingenommen. Und auch Rebeccas Sprache scheint kaum Aufsehen zu erregen. Wirkt sie in der Gegenwart noch eher introvertiert, ändert sich ihr Charakter im Jahre 1816 dramatisch. Auf Warnungen, die Vergangenheit nicht zu ändern nimmt sie wenig Rücksicht. Stattdessen begibt sie sich auf Verbrecherjagd und verliebt sich in einen unpassenden Mann. Selbst die damals lebenden Menschen sind ihr bei ihrer Ankunft in der Vergangenheit vertraut. Mir war dies alles zu weit hergeholt. Zwar bin ich mir sicher, dass auch diese Art von Buch durchaus seine Zielgruppe besitzt. Ich gehöre jedoch leider nicht dazu.

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