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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2025

Liefert kaum Antworten

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Zugegeben, die Welt die hier kreiert wird, ist großartig und die Idee in Büchern reisen und deren Handlungen (wenn auch bruchstückhaft und von Seitenrand aus) miterleben zu können, wird sicherlich jeden ...

Zugegeben, die Welt die hier kreiert wird, ist großartig und die Idee in Büchern reisen und deren Handlungen (wenn auch bruchstückhaft und von Seitenrand aus) miterleben zu können, wird sicherlich jeden Leser begeistern. Auch ich ging entsprechend euphorisch an „die Buchreisenden“ heran und war fasziniert von der Düsternis der ersten Reise, den Libronauten, der Gemeinschaft um Elisa und den Geheimnissen der Buchwelten. Leider aber verflog meine Begeisterung erstaunlich rasch. Immer mehr wurde im weiteren Handlungsverlauf deutlich, dass diese sehr offen gestaltet war, man kaum Antworten auf aufkommende Fragen bekam und der Leser kontinuierlich unwissend gehalten wurde, was mich ungeheuer frustrierte.
Aber auch die Charaktere selbst empfand ich in ihrem Tun und Denken widersprüchlich und kaum greifbar. Sich in sie hineinzuversetzen und Sympathien für sie zu entwickeln war schwierig. Unweigerlich entstand eine Barriere zwischen Buchfiguren und Leser, die mich vom Geschehen leider gedanklich und emotional separierte. Schade.
Auch wenn das Folgeband sicherlich viele Wissenslücken schließen und der Handlung Sinnhaftigkeit verleihen wird, werde ich diese Geschichte wohl nicht weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Viel hängen blieb nicht

Es war einmal das Huhn
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Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? ...

Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? Und wie veränderte sich dieser im Laufe der Jahre und in Bezug verschiedenster Kulturen?

Besonders zu Anfang wirkt diese Lektüre akademisch und trocken, was meinen persönlichen Lesefluss stark beeinträchtigt hat. Die Problemstellung wurde anhand wissenschaftlicher Methoden erklärt, die jedoch auch ein gewisses Maß an Vorkenntnis und akademischen Interesses voraussetzen. Die einzelnen Kapitel beginnen oft mit einer Situationsbeschreibung eines Interviews und wechselt dann rasch zu sachlichen Themen. Hierbei wandelt der Leser durch die Zeitgeschichte und verfolgt, wie sich das Weltbild bezüglich des Huhns verändert hat. Vieles jedoch bleibt schwammig. Wissenschaftler sehen sich vor einem Problem Knochenfunde zu interpretieren und auch die Betrachtung verschiedener Kulturen wirft teilweise eine große Diskrepanz auf. Erst gegen Ende gelangt das Buch zu noch heute existierenden Ansichten und legt den Finger auf Probleme aktueller Tierhaltung und Massenproduktion- jedoch ist auch hier der Informationsfluss lückenhaft.

Ich fand dieses Buch, nach großer anfänglicher Skepsis, durchaus noch interessant. Viel daraus „mitnehmen“ lies sich für mich jedoch nicht -weder zur eigenen Meinungsbildung, noch in Bezug auf die Haltung einer eigenen Hühnerschar.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

In Chucks ins Jahr 1816

Courting – Be mine through all time
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Ja, dieses Hörbuch wird mit in Erinnerung bleiben. Aber ob positiv? Das kann ich wahrlich nicht behaupten. Dieser Roman ist ein wilder mix aus Liebesroman, Krimi und Zeitreiseabenteuer. Ich bin Fan von ...

Ja, dieses Hörbuch wird mit in Erinnerung bleiben. Aber ob positiv? Das kann ich wahrlich nicht behaupten. Dieser Roman ist ein wilder mix aus Liebesroman, Krimi und Zeitreiseabenteuer. Ich bin Fan von Regency-Romanen und wirklich neugierig auf die hier angepriesene Zeitreise. Leider wurden diese aber weder ausreichen logisch erklärt, noch besitzt dieser Roman den typischen Charme historischer Romane dieser Zeit. Im Gegenteil: die Protagonistin agiert recht modern, reist in Chucks, Astmaspray, Smartphone und Pfefferspray ins Jahr 1816, lässt das Orchester neumodische Lieder einüben und kredenzt Pommes und Pizza auf ihrem Ball. All das wird von den Menschen des frühen 19. Jahrhunderts kommentarlos und ohne jegliche Konsequenzen hingenommen. Und auch Rebeccas Sprache scheint kaum Aufsehen zu erregen. Wirkt sie in der Gegenwart noch eher introvertiert, ändert sich ihr Charakter im Jahre 1816 dramatisch. Auf Warnungen, die Vergangenheit nicht zu ändern nimmt sie wenig Rücksicht. Stattdessen begibt sie sich auf Verbrecherjagd und verliebt sich in einen unpassenden Mann. Selbst die damals lebenden Menschen sind ihr bei ihrer Ankunft in der Vergangenheit vertraut. Mir war dies alles zu weit hergeholt. Zwar bin ich mir sicher, dass auch diese Art von Buch durchaus seine Zielgruppe besitzt. Ich gehöre jedoch leider nicht dazu.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Tolle Idee mit ausbaufähiger Umsetzung

Papas Tattoos
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Tattoos faszinieren auch Kinder. Besonders natürlich die, der eigenen Eltern. Und wenn Emilias Papa einschläft, schaut sie sich seine Körperbilder gerne an. Dann nämlich werden sie lebendig und nehmen ...

Tattoos faszinieren auch Kinder. Besonders natürlich die, der eigenen Eltern. Und wenn Emilias Papa einschläft, schaut sie sich seine Körperbilder gerne an. Dann nämlich werden sie lebendig und nehmen sie mit auf Abenteuer. Die Idee ist wirklich interessant, doch sind mir diese Abenteuer, welche nur durch eine Bildseite und wenig Text dargestellt werden, mir doch etwas zu oberflächlich und holprig. Für das empfohlene Alter empfinde ich das Buch als etwas verwirrend und es könnte Erklärungen seitens des Vorlesenden benötigen.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Nicht so ganz meins

Friesenmeermagie
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Ich kenne und liebe die Sankt-Peter-Ording-Saga der Autorin. Doch anders als diese, ist Friesenmeermagie eine in sich geschlossene Geschichte der Gegenwart. Dennoch kommen hier mehrere Generationen zusammen, ...

Ich kenne und liebe die Sankt-Peter-Ording-Saga der Autorin. Doch anders als diese, ist Friesenmeermagie eine in sich geschlossene Geschichte der Gegenwart. Dennoch kommen hier mehrere Generationen zusammen, initiiert durch einen „vergessenen“ Koffer, der versteigert wurde.
Was die Handlung selbst angeht schwanke ich zwischen „herzerwärmend“ und „unrealistisch“. Die Protagonistin Malin agiert nach mein Empfinden zwar sehr zugewandt, jedoch wirkt das Szenario wenig real und wendet sich gegen die brieflich genannten Wünsche der alten Dame. Ja, letztendlich wendet sich alles zum Guten, doch so ganz konform gehe ich nicht damit. Und auch die enthaltene Liebesgeschichte ist nicht viel mehr als eine Randnotiz. Schade.

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