Cover-Bild Wackelkontakt
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 09.01.2025
  • ISBN: 9783446282728
Wolf Haas

Wackelkontakt

Roman
Funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss – »der neue Wolf Haas ist ein Wunder. Bitte ganz unbedingt lesen.« Adam Soboczynski, Die Zeit. Nominiert für den österreichischen Buchpreis 2025

Franz Escher wartet auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt. Um sich die Zeit zu vertreiben, liest er ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Elio sitzt im Gefängnis und wartet auf die Entlassung. Er hat so viele Leute verraten, dass er um sein Leben fürchtet. Aus Angst liegt er nachts wach und liest ein Buch. Es handelt von Franz Escher. Der wartet auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt.
Wolf Haas' neuer Roman zündet ein erzählerisches Feuerwerk: Was beginnt wie zwei halbwegs übersichtliche Lebensgeschichten, verwirbelt sich zu einem schwindelerregenden Tanz - mit einem toten Handwerker, familiären Verstrickungen und vielen ungelösten Geheimnissen, funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Der Elektriker

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Die Steckdose hat einen Wackelkontakt und Franz Escher wartet auf den Elektriker. Und während er wartet liest er ein Buch. In dem Buch wartet Franz Escher auf einen Elektriker.


Das Cover ist ...

Die Steckdose hat einen Wackelkontakt und Franz Escher wartet auf den Elektriker. Und während er wartet liest er ein Buch. In dem Buch wartet Franz Escher auf einen Elektriker.


Das Cover ist definitiv ein Hingucker. Mit dem Anfang tat ich mich aber ein bisschen schwer, der Schreibstil ist für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen, mir waren die Erklärungen teilweise zu ausschweifend, ich bin aber auch kein typischer ThrillerLeser, ich mag es normal etwas gemütlicher.
Die Idee aber fand ich schon toll, und es hat mich auch in den Bann ziehen können, auch wenn es ein wenig gedauert hat.
Die Entwicklung und das verstricken der losen Fäden ist dem Autor jedenfalls sehr gelungen, auch wenn mit Escher vor der Lektüre nichts gesagt hat, ich musste erst googeln. Franz Escher war ein eigenwilliger Charakter, an den ich mich erst gewöhnen musste, es ist schon ein.wenig schrullig, aber alles in allem fand ich es spannend und vor allem sehr unterhaltsam.

Veröffentlicht am 02.03.2025

Gelungene Verstrickung zweier Handlungsstränge

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Wenn man das Cover näher betrachtet, fragt man sich zurecht, ob man nicht selbst einen Wackelkontakt hat.
Wolf Haas schafft es in seinem neuen Buch ein Buch im Buch zu erzählen. Was ich mir zuerst gar ...

Wenn man das Cover näher betrachtet, fragt man sich zurecht, ob man nicht selbst einen Wackelkontakt hat.
Wolf Haas schafft es in seinem neuen Buch ein Buch im Buch zu erzählen. Was ich mir zuerst gar nicht so recht vorstellen konnte, wächst sich zu einer humorvollen, spannenden Erzählung mit unvorhergesehenen Wendungen aus.
Franz Escher ist ein Singlemann mit einer leichten Zwangsstörung und einem Fable für Puzzles. Als er eines Tages auf den Elektriker wartet, weil seine Steckdose einen Wackelkontakt hat, liest er ein Buch über Elio Russo, der im Gefängnis sitzt und auf seine Entlassung und den damit verbundenen Neubeginn mit Kronzeugenstatus wartet. Auch Elio Russo liest zum Zeitvertreib und um die deutsche Sprache zu lernen, ein Buch, das handelt von Franz Escher, der auf einen Elektriker wartet.
Wie sich die Leben der beiden verstricken und welche Dynamik dieser kurze Roman entwickelt ist einfach genial ausgeklügelt und gespickt mit Irrsinnigkeiten.
Haas schafft es mit dem ihm eigenen Wortwitz, Szenen so schräg zu umschreiben, dass man dazu einfach nur schmunzeln kann. Er baut auch einige typisch österreichische Schmähs ein wie zB der Name seiner Trauerbegleiterkollegin, die mit Nachnamen Wieselburger heißt.
Die Figuren der Hauptcharaktere wurden sehr gut ausgefeilt und sie wirken alle mit ihren Eigenheiten sehr authentisch.
Ich kann nur empfehlen, sich auf diese Geschichte einzulassen, ich habe diesen Text genossen!
Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 22.02.2025

"Elektrisierend" trifft es in der Tat

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Eschers Steckdose in der Küche hat einen Wackelkontakt. Und er wartet auf den Elektriker. Derweil legt er einen Puzzle. Er hegt eine Leidenschaft fürs Puzzeln, seit er zu seinem 19. Geburtstag von einer ...

Eschers Steckdose in der Küche hat einen Wackelkontakt. Und er wartet auf den Elektriker. Derweil legt er einen Puzzle. Er hegt eine Leidenschaft fürs Puzzeln, seit er zu seinem 19. Geburtstag von einer Angebeteten ein Puzzle mit dem Bild eines namensverwandten Künstlers geschenkt bekam, auf dem zwei Hände abgebildet sind, sich beim Malen malen. Das programmatische Motiv des Romans. Danach liest er ein Buch über einen Kronzeugen gegen die Mafia. Dieser kann nachts in seiner Zelle nicht schlafen, weil er um sein Leben fürchten muss. Und so liest er ein Buch über einen Mann namens Escher, der ein Buch liest über einen Mann in einer Zelle, der nicht schlafen kann.
Was wie eine harmlos lustige Endlosschleife klingt, ist mehr als nur eine originelle Idee zur Komposition des Romans „Wackelkontakt“ von Wolfgang Haas. Der Roman ist gleich von Anfang an nicht nur brillant konstruiert durch die immer wieder auf sich selbst verweisenden Motive. Sondern Haas schreibt so en passant noch einen von der ersten Seite an packenden Thriller über Mafia, Kronzeugen, Schutzprogramme und Todesfälle. Galant vermischen sich die Erzählebenen und Leben von Escher und Elio Russo, dem Kronzeugen. Dabei entsteht im Leser schon auf den ersten Seiten, dass das Konsequenzen haben muss für beider Leben.
Originell, entwickelt, klug durchdacht, von Beginn an packend und dabei herrlich leicht geschrieben! Absolutes Lesevergnügen garantiert!

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Zwei Geschichten verschmelzen zu einer

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Es werden zwei Hauptfiguren vorgestellt, die jeweils ein Buch über das Leben der anderen lesen.
Da ist einerseits Escher, ein Trauerredner, der am Anfang des Buchs auf einen Elektriker wartet, welcher ...

Es werden zwei Hauptfiguren vorgestellt, die jeweils ein Buch über das Leben der anderen lesen.
Da ist einerseits Escher, ein Trauerredner, der am Anfang des Buchs auf einen Elektriker wartet, welcher einen Wackelkontakt einer Steckdose reparieren soll. Um das Warten zu verkürzen, liest er ein Buch über einen Kronzeugen in einem Mafia-Fall: Elio, der durch das Zeugenschutzprogramm muss und dann als Marko Steiner nach Deutschland kommt. Zum Deutschlernen liest er ein Buch, in dem ein Trauerredner namens Escher auf einen Elektriker wartet…

Die beiden Geschichten wechseln sich stimmig miteinander ab und laufen die Hälfte des Buchs parallel nebeneinander her. In der zweiten Hälfte werden immer mehr Übereinstimmungen klar und die beiden Handlungsstränge laufen zusammen.

Das Buch handelt nicht nur von Verbrechen sondern erzählt auch die Banalitäten des Lebens. Anfangs baut sich die Geschichte in einem ruhigen Tempo auf, nimmt jedoch ab der Mitte bis zum erlösenden Finale deutlich an Fahrt auf.

Wolf Haas schafft es, die beiden Handlungen mit einer fließenden Leichtigkeit zu verknüpfen. Die Abwechslungen machen das Buch kurzweilig und unterhaltsam. Handwerklich toll gemacht!

Veröffentlicht am 11.02.2025

Was für eine verrückte Idee!

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Dies war mein erstes Haas-Buch, aber ganz sicher nicht mein letztes!
Franz Escher sitzt zuhause und wartet auf den Elektriker, denn seine Steckdose hat einen Wackelkontakt. Da dieser auf sich warten lässt, ...

Dies war mein erstes Haas-Buch, aber ganz sicher nicht mein letztes!
Franz Escher sitzt zuhause und wartet auf den Elektriker, denn seine Steckdose hat einen Wackelkontakt. Da dieser auf sich warten lässt, vertreibt er sich die Zeit mit einem Buch, das von einem abtrünnigen Mafioso handelt, der in ein Zeuschutzprogramm aufgenommen wird.
Elio sitzt in Italien im Knast und hat seine Kumpanen an die Polizei verkauft. Da er nachts lieber wach bleibt, liest auch er ein Buch. Es handelt von Franz Escher, der auf den Elektriker wartet.
In diesen beiden Ebenen spielt der Roman - und spielen trifft es hier am besten. Den Namen Escher hat Haas nicht von Ungefähr gewählt, denn wie bei den Bildern des Künstlers entsteht ein Vexierspiel dem man nur zu gerne folgt. Die Ebenen wechseln mitunter in atemberaubendem Tempo, wobei man an keiner Stelle orientierungslos in der Geschichte herum stolpert. Man weiß immer, wo man sich gerade befindet.
Die Ebenen nähern sich immer mehr an, bis sie letztlich auf ein temporeiches Finale zusteuern. Dass dieses Finale nicht wirklich realistisch und logisch ist - geschenkt! Dafür macht dieses Buch viel zu viel Spaß, um sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Eingängig und mit einer guten Portion Humor. Überhaupt zeugt das ganze Konzept dieses literarischen Meisterstücks von reichlich Sinn für Humor.
Für mich definitiv ein echtes Highlight!

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