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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

wertschätzend und wertvoll

Rahab - Wie Gottes Liebe dem Leben Bedeutung gibt
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Wie auch in den ersten beiden Büchern geht es anschaulich und lebendig in die Geschichte und man kann Rahab kennenlernen. Sie wird wertschätzend und liebevoll beschrieben, wobei auch hier fiktive Szenen ...

Wie auch in den ersten beiden Büchern geht es anschaulich und lebendig in die Geschichte und man kann Rahab kennenlernen. Sie wird wertschätzend und liebevoll beschrieben, wobei auch hier fiktive Szenen die Betrachtung auflockern und Rahab als Persönlichkeit realistisch und nahbar machen.

Der Schreibstil ist humorvoll, angenehm und fesselnd, und die Gedanken werden auf den Punkt gebracht, was mir sehr gut gefällt. Es war einiges dabei, was mich zum Nachdenken gebracht hat, und ich konnte Rahab mit neuen Augen sehen. Außerdem war es interessant, darüber nachzudenken, wie Rahab dazu gekommen ist, sich dem Gott Israels zuzuwenden. Besonders bewegend finde ich das Wissen, dass Gott niemanden verstößt, der sich ihm zuwendet, und dafür ist diese Frau ein wichtiger Beweis.

Somit ist auch dieses Buch wertvoll und gut zu lesen, weshalb es ebenfalls eine Empfehlung von mir bekommt.

Veröffentlicht am 10.03.2025

gigantisch

Nordwärts! Oder gefressen werden
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Endlich ist er da, der zweite Band der Wingfeather Saga, und ich habe mich riesig gefreut.

Nach einer kurzen Orientierungsphase war ich wieder direkt im Geschehen und habe die Igibys gerne auf ihrer aufregenden ...

Endlich ist er da, der zweite Band der Wingfeather Saga, und ich habe mich riesig gefreut.

Nach einer kurzen Orientierungsphase war ich wieder direkt im Geschehen und habe die Igibys gerne auf ihrer aufregenden Reise mit all ihren waghalsigen Abenteuern und den vielen Gefahren begleitet.

Die Geschichte fügt sich fast nahtlos an den ersten Band und geht genauso hochspannend weiter. Die Begebenheiten, Umstände, Kämpfe, Umgebung, Charaktere und Gefühle sind anschaulich, authentisch und bildhaft beschrieben. Zudem gibt es viele Überraschungen, und mit so manch einer Wendung habe ich absolut nicht gerechnet. Der Spannungsbogen wird dabei kontinuierlich aufgebaut und hat mich teilweise in Atemlosigkeit versetzt.

Die Geschichte nimmt hinein in den Kampf gegen das Böse und auf den Weg zur echten Identität. Dabei kann man beobachten, dass die Kämpfe allen zusetzen, wobei viele über ihre Grenzen gehen und einige den Kampf auch mal verlieren.

Außerdem hat mir gefallen, dass christliche Werte wie Liebe, Zusammenhalt, Vergebung, Verzicht und Gnade ganz leise durch die Zeilen schwingen.

Die schönste Botschaft dieses Buches ist dabei: Liebe! Liebe, wenn es unmöglich scheint, liebe, wenn es schmerzt und liebe auch dann, wenn es dich alles kostet, weil Liebe große Macht hat.

Ich bin begeistert und habe das Buch total gerne gelesen. Obwohl ich sonst bei Fantasy eher zurückhaltend bin, kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.

Allerdings würde ich das Lesealter etwas raufsetzen auf etwa 12 Jahre, denn die Geschichte ist doch recht komplex.

Einmal eingefangen mag man nicht aufhören zu lesen und taucht ein in eine fremde Welt, aus der man nicht auftauchen möchte, deshalb bleibt nur noch zu sagen:

Auch der zweite Band der Wingfeather Saga ist stark, wortgewaltig, mit einzelnen tollen Illustrationen, witzigen und humorvollen Dialogen, anschaulich beschriebenen Erlebnissen und macht große Lust auf den 3. Teil.

Veröffentlicht am 10.03.2025

ein starkes Buch

Das Haus am Ende der Welt
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Ach, was habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass es ein neues Buch von Katrin Faludi geben wird und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil - sie wurden weit übertroffen.

Ein ...

Ach, was habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass es ein neues Buch von Katrin Faludi geben wird und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil - sie wurden weit übertroffen.

Ein junges Mädchen, das auf der Suche nach der Wahrheit ist, ein Vater, der um sie kämpft und viele Geheimnisse aus der Vergangenheit, die aufzubrechen drohen wie ein eitriges Geschwür - das konnte nur spannend werden.

So kam, was kommen musste, ich habe das Buch in einem Rutsch, an einem Tag durchgelesen und habe zu keinem Zeitpunkt gewusst, ja nicht mal geahnt, wie die Geschichte ausgehen würde.

Mia und Hennings Geschichte ist komplex und es bedarf gerade am Anfang etwas Konzentration, doch dann fügt sich alles und scheint, als würde ein Schleier langsam gelüftet, um ein interessantes und detailreiches Bild zu offenbaren.

Der Schreibstil war grandios und vor allem die Beschreibungen der Natur, aber auch anderer Schauplätze hat mich fasziniert. Oft hatte ich das Gefühl, selbst durch Finnland zu streifen, den Duft von frischem Gras, Pferd, Regen und Gebäck zu riechen. Alles wurde vor meinem inneren Auge lebendig und ich habe mich in die Geschichte versetzt gefühlt. Es war alles so realistisch und lebendig und dabei so eindrücklich und wortgewaltig erzählt, dass die Geschichte mich fest im Griff hatte.
Die Sprache ist modern und die Geschichte dadurch angenehm zu lesen, es gibt ein paar kräftigere Ausdrücke, die mich allerdings nicht weiter gestört haben. Einzig über einen Satz bin auch ich gestolpert, da ich ihn als unpassend empfinde.

Im Übrigen ist es ein zeitgenössischer Roman, der teils aus Hennings Sicht und damit in der Ich-Form und teils aus der Erzählperspektive erzählt wird. Unterbrochen werden die Erlebnisse mit Sprüngen in die Vergangenheit, was sich aber immer gut einordnen lässt. Zum einen sind sie kursiv geschrieben und zum anderen gibt es zum Kapitelanfang Zeitangaben.

So kann man wunderbar beobachten, was passiert und was dazu geführt hat, dass die Dinge sind, wie sie sind.

Dabei geht es um Verzweiflung, viele Fragen, Geheimnisse und Menschen, die an schwerwiegenden Fehlern und ihren Konsequenzen fast zerbrechen.

Zum Ende hin habe ich geweint und beim Lesen ist mein Herz an zwei Stellen in tausend Stücke zerbrochen.

Dieses Buch hat eine Schwere, die kaum zu benennen ist und spricht darüber, dass man sich und anderen Fehler eingestehen muss, um Frieden finden zu können.

"Das Haus am Ende der Welt" ist ein vielschichtiger und anspruchsvoller Roman, der fesselnd und durchweg spannend die Geschichte von Zusammenbruch und Neuanfang berichtet.

Veröffentlicht am 10.02.2025

mein Highlight

Das Erwachen der Freiheit
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Rahel Krönert hatte mit ihrem Debütroman eine phänomenale Geschichte über große Not auf der einen Seite und Dekadenz auf der anderen geschrieben, in der sich wunderbar recherchierte historischen Fakten ...

Rahel Krönert hatte mit ihrem Debütroman eine phänomenale Geschichte über große Not auf der einen Seite und Dekadenz auf der anderen geschrieben, in der sich wunderbar recherchierte historischen Fakten zu John Wesley finden die wiederum perfekt in die Geschichte der jungen Rosalyn eingebunden sind.

Sacht und doch eindringlich macht die Autorin auf Missstände in der damaligen Gesellschaft aufmerksam und entführt sowohl in die Tanzsäle der Adligen als auch in den Überlebenskampf der armen Bevölkerung.

Voller Spannung und teils atemlos bin ich durch diese Geschichte geflogen und habe sie verschlungen. Alles war bildhaft und wortgewandt beschrieben und ist in meinem Kopf zum Leben erwacht. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und haben mir sehr gefallen. Rosalyn mit ihrem großen Herzen, das einmal erwacht, nicht mehr schweigen kann, war mir besonders lieb.

Ihr Weg und ihre Entwicklung sind spannend beschrieben. Nichts in diesem Buch ist vorhersehbar, weshalb ich es kaum aus der Hand legen konnte und zum Ende hin überrascht nach Luft geschnappt habe. Hier gibt es so viel mehr als nur Rosalyns Entwicklung, man erfährt einiges über John Wesley und die Ausbreitung der Methodisten, die den großen Wunsch hatten, Brücken zu bauen und sich für Benachteiligte einzusetzen, Nächstenliebe praktisch auszuleben und für andere da zu sein. Dabei spielt der Glaube an Gott eine große Rolle.

Dieser Roman ist viel mehr als nur eine nette Geschichte, es ist ein Buch, das noch lange im Herzen nachhallt und die Gedanken beschäftigt.

Veröffentlicht am 05.02.2025

wunderschön

Jeder darf mal weinen, Milo
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"Jeder darf mal weinen, Milo" ist ein wunderschönes Buch, das feinfühlig und sanft auf das Thema Weinen eingeht.
Hier im Buch geht es um Milo der sehr traurig ist und nicht weinen möchte, denn "Jungs weinen ...

"Jeder darf mal weinen, Milo" ist ein wunderschönes Buch, das feinfühlig und sanft auf das Thema Weinen eingeht.
Hier im Buch geht es um Milo der sehr traurig ist und nicht weinen möchte, denn "Jungs weinen ja nicht".
Es war schön zu sehen, wie die Mama in der Geschichte auf Milo eingeht, ihn ermutigt und auf die Wirkung der Tränen hinweist.

Außerdem wird hier deutlich, das Worte eine gewaltige Kraft haben und großen Schaden anrichten können, Mitgefühl aber und Liebe sind wohltuend und heilend.

Ich mag dieses Buch sehr, nicht nur, dass der Inhalt sehr ansprechend ist, ist auch die Aufmachung wunderschön.
Das Cover ist fest, die Seiten kräftig, wenn auch nicht dick, und es gibt recht viel Text, der durch die niedlichen Illustrationen unterstützt wird.
Die Geschichte selbst ist wunderbar zu lesen und vorzulesen und wird sicher auch Erstleser noch begeistern.

Die Botschaft des Buches ist großartig, denn jedes Kind ist geliebt und wertvoll, darf um Hilfe bitten und auch weinen, wenn das Herz so schwer ist. Tränen sind heilsam, und das wird hier deutlich zum Ausdruck gebracht.

"Jeder darf mal weinen, Milo" ist ein tolles Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle, da es wichtige Themen wie verletzte Gefühle, Kummer, Mitgefühl und Verständnis anspricht.