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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

Mischung aus Kochbuch, kulinarischem Reiseführer und regionaler Geschichtensammlung

Das Allgäu-Kochbuch
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„Das Allgäu“ – nimmt den Leser mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Allgäu.
Von den sanften Hügeln des Unterallgäus bis zum Bodensee.
Autorin Hannelore Fisgus verbindet in diesem Buch ...

„Das Allgäu“ – nimmt den Leser mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch das Allgäu.
Von den sanften Hügeln des Unterallgäus bis zum Bodensee.
Autorin Hannelore Fisgus verbindet in diesem Buch Rezepte, Geschichten und Portraits von Menschen, die die kulinarische Vielfalt der Region prägen.
Das Buch ist thematisch nach den verschiedenen Regionen des Allgäus gegliedert, darunter das Unter-, Ost- und Oberallgäu sowie Genussorte wie Kempten oder der Viehscheid.
Neben einer Vielzahl an Rezepten werden auch Gasthöfe, Produzenten und kulinarische Besonderheiten wie eine Lachsräucherei oder eine Kräuterküche vorgestellt.
Diese Mischung aus traditioneller und moderner Küche macht das Buch besonders für jene interessant, die sich für die regionale Kulinarik begeistern oder Inspiration für eigene Reisen ins Allgäu suchen.
Die Rezepte reichen von klassischen Gerichten wie Käsekuchen mit Baiserhaube bis hin zu kreativen Neuinterpretationen wie einer Schupfnudelpfanne mit Tempeh.
Die Zutatenlisten sind übersichtlich gelistet. Die Anleitungen in kleiner Schrift sind durchgehend geschrieben, was die Lesbarkeit erschwert. Die Rezepte sind meist außergewöhnlich und bieten einen spannenden Querschnitt durch die Allgäuer Küche. Die Gerichte spiegeln die kreative Handschrift junger Köchinnen und Köche wider, die ihre Wurzeln ehren, dabei aber neue Wege gehen.
Die Fotografien von Ingolf Hatz zeigen sowohl Landschaften als auch kulinarische Eindrücke und porträtieren Menschen aus der Region. Sie sind nicht immer brillant oder leuchtend, wirken mitunter etwas düster oder überladen, sodass das Auge nicht sofort einen Fokus findet.
Zu sämtlichen Rezepten gibt es eine stimmungsvolle Großaufnahme des fertigen Tellergerichtes.
Am Ende des Buches findet sich eine Adressliste mit Kontaktdaten der im Buch erwähnten Gaststätten, Läden, Hotels und Gasthöfe. Ideal für alle, die die Region auch vor Ort entdecken möchten. Außerdem erleichtert ein alphabetisches Register der Rezepte die Orientierung und das schnelle Wiederfinden einzelner Gerichte.
Fazit:
„Das Allgäu“ ist eine interessante Mischung aus Kochbuch, kulinarischem Reiseführer und regionaler Geschichtensammlung. Ein gelungenes Werk für Genießer, Heimatliebhaber und alle, die das Allgäu kulinarisch und neu entdecken wollen. Die Vielfalt der Rezepte überzeugt, auch wenn die optische Gestaltung nicht immer optimal gelungen ist. Wer sich für das Allgäu begeistert und neue sowie traditionelle Rezepte entdecken möchte, wird in diesem Buch dennoch viele spannende Inspirationen finden.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das die Freude am Lesen auf besondere Weise vermittelt

Klaus, die Büchermaus
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„Klaus, die Büchermaus“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das die Freude am Lesen auf ganz besondere Weise vermittelt.
Erzählt wird die Geschichte der kleinen Maus Klaus, die ständig hungrig ist. ...

„Klaus, die Büchermaus“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das die Freude am Lesen auf ganz besondere Weise vermittelt.
Erzählt wird die Geschichte der kleinen Maus Klaus, die ständig hungrig ist. Sie isst Käse, Obst, Fisch und wird nicht satt. Sie ist weiterhin ständig hungrig – nach etwas, das ihren Bauch auf eine tiefere Weise füllt.
Erst als Klaus zufällig in einen Buchladen gerät, entdeckt er, was ihm wirklich gefehlt hat: Bücher.

Was für ein wunderbarer Moment, als Klaus zum ersten Mal ein Buch probiert und feststellt, dass es nach grünen Kobolden, verborgenen Schätzen und aufregenden Abenteuern schmeckt. Die Botschaft ist klar: Bücher können unseren Hunger nach Phantasie, Wissen und Geschichten stillen und genau das macht dieses Buch zu einer wahren Liebeserklärung an das Lesen.
Die Illustrationen von Katharina Sieg unterstreichen diese Botschaft auf eine schlichte, aber sehr ausdrucksstarke Weise.
Klaus, eine braune Maus, steht immer im Mittelpunkt. Die Bilder sind meist bewusst reduziert, ohne überladene Hintergründe, und konzentrieren sich weitgehende auf das Wesentliche. Dabei sind die Farben harmonisch und angenehm, was das Buch auch optisch zu einem kleinen Schatz macht und sich von vielen Bilderbüchern abhebt.
Die Texte sind gut verständlich und in einer angenehmen Länge.
Besonders geeignet ist das Buch für Kinder ab etwa 4 Jahren bis ins Grundschulalter. Es lädt ein, sich auf die Welt der Bücher einzulassen, macht Mut, selber zu lesen und öffnet die Tür zur Phantasie.
Insgesamt ein ansprechendes, schön gestaltetes Bilderbuch, das mit einer klaren, herzlichen Geschichte und besonderen Illustrationen überzeugt.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Erzählendes Gartenbuch

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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Isabelle van Groeningen nimmt die Leserinnen und Leser in
„Mein wunderbarer Cottagegarten“ mit auf eine sehr persönliche Reise durch die Entstehung und Entwicklung ihres ehemaligen Gartens in Coleshill.
Gemeinsam ...


Isabelle van Groeningen nimmt die Leserinnen und Leser in
„Mein wunderbarer Cottagegarten“ mit auf eine sehr persönliche Reise durch die Entstehung und Entwicklung ihres ehemaligen Gartens in Coleshill.
Gemeinsam mit ihrer Partnerin Gabriela Pape hatte sie aus einem leblosen Garten ein blühendes Paradies geschaffen, das nicht nur Menschen erfreute, sondern auch Raum für Natur und Nachhaltigkeit bot.
Schon beim Aufschlagen des Buches fällt die ausklappbare Gartenzeichnung ins Auge, auf der die
verschiedenen Bereiche wie Rosenbogen, Gemüsegarten oder Präriegarten skizziert sind.
Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über die thematische Gliederung:
Von den Anfängen über die verschiedenen Gartenbereiche bis hin zu nachhaltiger Pflege und dem Einklang mit der Natur.
Wer ein klassisches Garten-Nachschlagewerk mit Pflanzlisten und konkreten Anleitungen erwartet, könnte jedoch enttäuscht sein.
Das Buch ist weniger ein praktischer Ratgeber als vielmehr eine atmosphärische Erzählung über die persönliche Gartenerfahrung der Autorin. Stück für Stück beschreibt sie, welche Pflanzen sie gesetzt hat, welche Herausforderungen sie meistern musste und wie sich der Garten mit der Zeit entwickelt hat. Dabei fließen immer wieder Fotografien ein – allerdings gibt es auch Passagen ohne Bilder.
Leider lässt die Qualität der Fotos teilweise zu wünschen übrig. Manche wirken unscharf oder wenig aussagekräftig in ihrem Bildausschnitt. Man hat den Eindruck, als seien vorhandene Fotos nachträglich den Texten zugeordnet worden. Für Gärtner, die den Stil nachahmen möchten, fehlen klare Anleitungen und übersichtliche Tipps.
Dennoch hat das Buch seinen Charme und die besondere Herangehensweise macht das Werk einzigartig, erfordert aber auch eine gewisse Offenheit. Es ist eine Liebeserklärung an den Cottage-Garten, geschrieben mit viel Leidenschaft und Erfahrung. Wer sich darauf einlässt, findet hier und da Inspirationen und wertvolle Einblicke in das Gärtnern im Einklang mit der Natur.
Fazit: „Mein wunderbarer Cottage-Garten“ ist ein wunderschön erzähltes Gartenbuch, das weniger mit konkreten Anleitungen, sondern vor allem mit Atmosphäre, Emotion und persönlichen Erfahrungen überzeugt. Es wirkt wie ein Spaziergang durch den (ehemaligen) Garten mit der Autorin, bei dem sie über sämtliche darin befindliche Pflanzen erzählt und ihre Erfahrungen mitteilt.
Wer allerdings ein aktuelles, praxisorientiertes Gartenbuch sucht, wird hier vermutlich nicht fündig.
Es wird alle die begeistern, die gerne in die Welt eines Cottage-Gartens eintauchen möchten und sich für naturnahes Gärtnern begeistern.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Historischer Roman überzeugt durch tiefgründige Thematik

Die Wege, die wir wählen
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Lynn Austin entführt die Leserinnen und Leser in das New York des späten 19. Jahrhunderts und zeichnet in „Die Wege, die wir wählen“ ein bewegendes Porträt dreier Frauen, deren Leben durch Schicksalsschläge ...


Lynn Austin entführt die Leserinnen und Leser in das New York des späten 19. Jahrhunderts und zeichnet in „Die Wege, die wir wählen“ ein bewegendes Porträt dreier Frauen, deren Leben durch Schicksalsschläge und gut gehüteten Familiengeheimnissen auf den Kopf gestellt wird.
Nach dem plötzlichen Tod des erfolgreichen Unternehmers Arthur Stanhope III. stehen seine Witwe Sylvia und ihre Tochter Adelaide unerwartet vor einem möglichen finanziellen Ruin. Während Sylvia alles dransetzt, den gewohnten Luxus für ihre Tochter zu bewahren, verfolgt ihre Schwiegermutter Junietta eine ganz andere Agenda. Sie sieht den Moment gekommen, alte Geheimnisse ans Licht zu bringen – mit weitreichenden Konsequenzen für das Leben ihrer Enkelin.
Austin erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der drei Frauen, wodurch der Roman an Tiefe gewinnt und die inneren Konflikte der Figuren intensiv spürbar werden.
Die gesellschaftlichen Zwänge der Zeit sind überzeugend dargestellt, und die schrittweise Enthüllung der Familiengeheimnisse sorgt für Spannung.
Allerdings gibt es Passagen, die etwas langatmig wirken und den Lesefluss gelegentlich bremsen. Dennoch bleibt die Geschichte fesselnd und regt zum Nachdenken an.
Ein zentrales Thema des Romans ist die Vergebung. Austin zeigt eindrucksvoll die zerstörerischen Folgen von Bitterkeit und Groll und stellt die Frage, welches Vermächtnis wir hinterlassen wollen.
Die Autorin hat die Hoffnung, dass diese Geschichte den Leser davon überzeugen kann, dass Gottes Vergebung durch das Opfer Christi jeden gilt, der erkennt, dass er „das Ziel“ verfehlt hat und aus dieser Dankbarkeit für Gottes unglaubliche Gnade auch anderen vergeben kann.

„Die Wege, die wir wählen“, ist ein vielschichtiger historischer Roman, der sich nicht immer ganz leicht lesen lässt, aber mit seiner tiefgründigen Thematik überzeugt. Für Liebhaberinnen und Liebhaber von Familiengeschichten mit historischem Hintergrund ist er eine Empfehlung.
Darüber hinaus spricht der Roman all jene an, die nicht nur eine fesselnde Erzählung, sondern auch eine biblisch fundierte Botschaft suchen, die Lynn geschickt in die Handlung verwebt.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Theater auf Fehmarn

Sommernachtsküsse auf Fehmarn
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In „Sommernachtsküsse auf Fehmarn“ entführt Kira Hof ihre Leser auf die idyllische Ostseeinsel Fehmarn, wo Marie ein ruhiges und recht zufriedenes Leben führt. Sie arbeitet im Immobilienbüro ihres Onkels, ...

In „Sommernachtsküsse auf Fehmarn“ entführt Kira Hof ihre Leser auf die idyllische Ostseeinsel Fehmarn, wo Marie ein ruhiges und recht zufriedenes Leben führt. Sie arbeitet im Immobilienbüro ihres Onkels, teils sich eine WG mit ihrer besten Freundin und engagiert sich in der örtlichen Theatergruppe. Doch ihre noch junge Beziehung zu Tierarzt Jörn könnte für ihren Geschmack etwas aufregender sein.
Als der attraktive Schauspieler Ben auf der Insel auftaucht, um das Haus seiner verstorbenen Großmutter zu verkaufen, wird Maries Alltag gehörig durcheinandergewirbelt. Sie übernimmt die Abwicklung des Verkaufs und Ben bietet sich spontan als Krankheitsvertretung in der Theatergruppe an. Mit seiner charmanten Art bringt er nicht nur Schwung in die Proben, sondern auch in Maries Gefühlswelt. Als dann noch eine gemeinsame Vergangenheit ans Licht kommt, stellt sich die Frage, wie die beiden damit umgehen.
Der Roman ist flüssig geschrieben und ermöglicht einen leichten Einstieg in die Geschichte. Die Atmosphäre auf Fehmarn wird schön eingefangen. Die Figuren sind sympathisch und authentisch.
Auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig wirkt, überzeugt die Geschichte mit Charme, Emotionen und der Botschaft, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und neue Wege zu wagen.
„Sommernachtsküsse auf Fehmarn“ ist ein schöner sommerlicher Roman für zwischendurch – leicht, unterhaltsam und angenehm zu lesen. Eine warmherzige Geschichte zum Träumen.

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