Hier ist der Titel Programm
How To Kill a Guy in Ten WaysEin Highlight war „How to Kill a Guy in Ten Ways“ leider nicht, ich hatte aber dennoch sehr viel Spaß beim Lesen.
Tagsüber geht Millie einem ganz normalen Job nach - nachts hingegen dreht sich alles um ...
Ein Highlight war „How to Kill a Guy in Ten Ways“ leider nicht, ich hatte aber dennoch sehr viel Spaß beim Lesen.
Tagsüber geht Millie einem ganz normalen Job nach - nachts hingegen dreht sich alles um Message M, einer Hotline für Frauen, die von Männern bedrängt werden. Diese Hotline hat Millie gestartet, nachdem ihre jüngere Schwester vergewaltigt wurde und seitdem sämtlichen Lebenswillen verloren hat.
Millie hat sich zum Ziel gesetzt, den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden…und zu töten. Bei einem Mord bleibt es jedoch nicht.
Das Buch hat sich super schnell lesen lassen. Auch wenn der Schreibstil mich nicht komplett überzeugen konnte, bin ich quasi durch die Seiten geflogen.
Von der Thematik her hat mich das Buch total angesprochen. Sowohl die Idee mit der Hotline, als aber auch allgemein die sich nach Rache sehnende Serienmörderin. Ich liebe eine gute „Good for her“-Story und das Buch passt perfekt in diese Kategorie.
Millie selbst ist ein total spannender Charakter. Sie ist mir zwar von Kapitel zu Kapitel unsympathischer geworden aber in ihre Gedankenwelt einzutauchen war einfach faszinierend. Vor allem ihr dunkler Humor war genau mein Fall und hat für einige Lacher gesorgt.
Zu Beginn habe ich die Handlungen eher als plätschernd empfunden. Es gab zwar immer wieder heftige und sehr grafisch dargestellte Momente, dazwischen zog sich die Story aber ein wenig in die Länge. So richtig in Fahrt kam die Story im letzten Drittel. Da überschlugen sich die Ereignisse plötzlich und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Womit ich am Ende des Buches aber einfach hadere, ist tatsächlich Millie. Ich habe schon einige Bücher über weibliche Serienkiller gelesen, und der große Unterschied zu diesem Buch ist, dass die Hauptfiguren der anderen Bücher allesamt „gute“ Menschen waren. Millie hingegen ist ein Soziopath. Abgesehen von ihrer Schwester und ihrer besten Freundin behandelt sie alle Personen wie Dreck. Zudem hält sie sich selbst für unfehlbar, macht aber am laufenden Band Fehler. Und sie zeigt nicht einmal einen Funken an Reue.
Zudem ist mir Message M definitiv zu kurz gekommen. Vom Klappentext her wirkt es so, als ob sich alles um die Hotline drehen würde, diese spielt aber gar keine wirklich große Rolle.
Am erschreckendsten bleibt am Ende aber der Fakt, dass Millie zwar fiktiv ist, die Erlebnisse all der Mädchen und Frauen jedoch absolut real sind. Und während manch einer vielleicht sagen würde, dass die Männer in dem Buch viel zu negativ dargestellt werden, sage ich auch hier ganz klar, dass es die Realität perfekt widerspiegelt.