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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2025

Luft nach oben

Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
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„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines Mäddchens, das gegen seinen Willen aus der Stadt aufs Land ziehen muss. Zwischen Möbelchaos, Sehnsucht nach der besten Freundin und dem ersten Schultag an der ...

„Einfach Weike“ erzählt die Geschichte eines Mäddchens, das gegen seinen Willen aus der Stadt aufs Land ziehen muss. Zwischen Möbelchaos, Sehnsucht nach der besten Freundin und dem ersten Schultag an der neuen Schule schafft Weike es aber auch, neue Freunde und sogar ein neues Hobby zu finden.

Das Hardcover von Regina Feldmann erschien 2025 bei Fischer Sauerländer. Die Illustrationen zu der gut 130 Seiten langen Geschichte stammen von Laura Rosendorfer.

Das Cover sowie die Illustrationen gefallen mir sehr gut. Es ist fröhlich und bunt, passend zum Alter.

Der Schreibstil lässt sich locker-leicht lesen ist aber leider nicht allzu fesselnd. Der Geschichte fehlt es an sich an einem roten Faden, einem Thema mit Anfang und Ende. Es ist eine Art Ausschnitt aus dem Leben eins Kindes aber als Leser nehme ich einfach nichts daraus mit. Meine neunjährige Tochter hat das Buch ebenfalls angefangen zu lesen aber nach der Hälfte hat sie aufgehört, weil es ihr schlichtweg zu langweilig war.

Die Figuren werden nur sehr oberflächlich bis gar nicht beschrieben, dadurch fällt es mir schwer, mich in sie hinein zu versetzen. Die meisten Handlungen empfinde ich als schlüssig und authentisch aber bei manchen Szenen hängt ein dickes Fragezeichen über meiner Stirn. An manchen Stellen kommt es mir so vor, als wäre die Geschichte gekürzt worden und dadurch für die Handlung relevante Stellen gestrichen worden.

Die Szenerie hingegen wird recht gut beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und würde das Örtchen auch gerne mal besuchen, da ich vermute, dass es genau meinen Geschmack trifft.

Fazit: Ein leider nur durchschnittliches Buch für zwischendurch aber nichts, was mir in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Das Thema wird gut beleuchtet aber mir fehlt eine Lösung

Erschöpfung
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„Erschöpfung – Sich wieder lebendig fühlen in einer Welt, die ermüdet“ beleuchtet das Thema psychische Erschöpfung. Ursachen, Hintergründe und Strategien zur Problemlösung.

Das Hardcover von Dr. Corey ...

„Erschöpfung – Sich wieder lebendig fühlen in einer Welt, die ermüdet“ beleuchtet das Thema psychische Erschöpfung. Ursachen, Hintergründe und Strategien zur Problemlösung.

Das Hardcover von Dr. Corey Keyes ist 2025 in Deutschland bei ZS erschienen. Die Originalausgabe wurde bereits 2024 veröffentlicht, die Übersetzung ins Deutsche kommt von Friederike Moldenhauer. Der Ratgeber umfasst gut 300 Seiten.

Ich bin wohl mit falschen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Ich habe Titel und Inhaltsangebe gelesen und dachte, ich bekomme einen Ratgeber, der mir das Thema erklärt und mir dann Wege weist, um das „Problem“ zu lösen.

Tatsächlich habe ich sehr viel über das Phänomen gelernt. Auf über 100 Seiten beleuchtet der Autor das Thema von allen Seiten. Das ist zweifellos spannend aber leider ist das Lesen durch die vielen Zahlen und Wiederholungen sowie die Tatsache, dass es hauptsächlich um amerikanische Verhältnisse geht, sehr ermüdend. Dadurch verliert man schnell das Interesse.

Besser wird es dann im zweiten Teil. Dort werden anhand von Beispielen Lösungsansätze präsentiert. Das macht das Lesen zwar leichter als im ersten Teil. Aber die von mir erhofften Lösungsvorschläge gab es in der Form nicht. Vielmehr werden einige Ansätze präsentiert und anhand der Beispiele erzählt.

Fazit: Ein interessantes Buch, das mir geholfen hat, mein Problem zu verstehen und zu benennen. Ich hatte mir von diesem Buch allerdings mehr lösungsorientierte Vorschläge erhofft.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Tänzerin verstrickt sich in Lügengeschichte

Lichterglanz und Sternenstaub
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„Lichterglanz und Sternenstaub“ ist ein Weihnachtsroman, in dem sich die Tänzerin Candy in einem unausgeklügelten Lügengewirr verstrickt und versucht, Astrophysiker Max von ihrer falschen Identität zu ...

„Lichterglanz und Sternenstaub“ ist ein Weihnachtsroman, in dem sich die Tänzerin Candy in einem unausgeklügelten Lügengewirr verstrickt und versucht, Astrophysiker Max von ihrer falschen Identität zu überzeugen.

Das Taschenbuch von Marina Schuster umfasst 340 Seiten Geschichte und ist 2024 per Selfpublishing heraus gegeben worden.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Spätestens ab der zweiten Hälfte hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich mochte es nicht mehr weglegen. Die Geschichte ist nich übermäßig spannend, was ja für einen Liebesroman „normal“ ist. Dafür gibt es viele Gefühle und manch unerwartete Wendung.

Die Geschichte spielt größtenteils in New York und ein paar Seiten lang in LA. Für meinen Geschmack ist die Szenerie leider nicht ausführlich genug beschrieben. Ich würde mir mehr Intensität (Gerüche, Farben, Tiere, etc.) wünschen. Ähnlich ergeht es mir mit dem weihnachtlichen Flair. Die Vorweihnachtszeit wird zwar thematisiert aber leider nur nebenbei. Bei einem Weihnachtsroman muss einfach auf jeder Seite der Zauber dieser Jahreszeit zu spüren sein. Gerade New York hat ja den Ruf, sehr weihnachtlich gestimmt zu sein.

Bei den Protagonisten bin ich etwas zwiegespalten. Der männliche Protagonist wird zu Beginn des Buches durchweg negativ oder zumindest langweilig beschrieben. Ich würde mir wünschen, dass man wenigstens etwas Positives an ihm benennen würde, um eine erste Anziehung spüren zu können. Das würde auch die Situation authentischer machen, in der die weibliche Protagonistin zum ersten Mal merkt, dass er vielleicht doch anziehend ist. Mit der weiblichen Protagonistin bin ich leider bis zum Schluss nicht warm geworden. Ihr Benehmen in der Wohnung der Proffessorin geht einfach gar nicht. Auch ihre Sprache bei den verschiedenen Feierlichkeiten hat mich eher an naive zwanzigjährige als an eine erwachsene Frau erinnert. Zum Glück wird das zum Ende hin besser. Allerdings ist ihr Verhalten über das ganze Buch hinweg einfach nicht stimmig und die ewigen Grenzüberschreitungen (Wohnung, Kleiderschrank, Koffer, etc.) finde ich furchbar. Ich hatte auch zu keiner Zeit das Gefühl, dass sie deswegen ein schlechtes Gewissen hat oder es bereut.

Fazit: Das Buch ist angenehm zu lesen aber leider muss ich zugeben, dass es bessere gibt.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Nichts für jedermann

Das Geheimnis des Augenblicks
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„Das Geheimnis des Augenblicks“ ist ein Roman, der die Geschichte von Maelle erzählt. Die erfolgreiche Geschäftsfrau unternimmt spontan eine Reise nach Nepal, die ihr Leben verändert.

Das Taschenbuch ...

„Das Geheimnis des Augenblicks“ ist ein Roman, der die Geschichte von Maelle erzählt. Die erfolgreiche Geschäftsfrau unternimmt spontan eine Reise nach Nepal, die ihr Leben verändert.

Das Taschenbuch von Maud Ankaoua ist bereits 2017 unter dem Titel „Kilomètre zéro. Le chemin du bonheur“ bei Éditions Eyrolles in Frankreich erschienen. Die deutsche Ausgabe umfasst rund 300 Seiten und erschien 2025 bei dtv. Die Übersetzung stammt von Brigitte Große.

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Die Anordnung des Titels, die Farben und die Haptik passen super zusammen und ergeben und tolles Gesamtbild.

Der Schreibstil ist speziell. Ich würde ihn nicht als „fesselnd“ beschreiben aber irgendwas hat das Buch doch, was den Leser anzieht. Die Gefühle kamen bei mir nicht so gut an, wie bei manch anderem Leser. Spannung war auch nicht allzu viel vorhanden.

Das Setting finde ich sehr spannend, da ich noch kein Buch gelesen habe, das in Nepal spielt. Allerdings hätte ich mir mehr Beschreibungen der Landschaft gewünscht. Immer mal wieder wird das angerissen aber mir fehlen einfach die ausführlichen Erzählungen um mir die Szenerie vorstellen zu können, da ich selbst noch nie vor Ort war.#

Die Figuren liegen mir leider absolut nicht. Ihre Handlungen sind sehr konstruiert und geben mir das Gefühl, dass sie nur dazu da sind, um die Story voran zu treiben. Für mein Empfinden ist es auch nicht authentisch, dass eine Person so schnell ihr Denken und Handeln verändert, wie es die weibliche Protagonistin macht.

Was die Handlung angeht, bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich die Impulse, die die ersten 100 bis 150 Seiten mir gegeben habe wundervoll. Die Worte der Autorin regen zum Nachdenken und Reflektieren an. Vermutlich findet fast jeder Leser hier etwas, was er für sein Leben mitnehmen kann. Ungefähr in der Mitte wird die Handlung bzw. die Erklärungen der Hauptfiguren dann aber sehr abstrakt und ich konnte ihnen nicht mehr folgen. Danach wendet sich die Handlung in eine Richtung, die für mich nicht zur Geschichte insgesamt passt. Am Ende hat mich das Buch dann aber doch noch mal in seinen Bann gezogen aber eigentlich nur, weil ich wissen wollte, wie gewisse Handlungsstränge sich auflösen.

Fazit: Es fällt mir schwer, hier eine Empfehlung zu geben. Wer sich für Achtsamkeit in einer sehr extremen Form interessiert, findet hier bestimmt interessante Impulse. Für Menschen, die nicht allzu sehr in die Tiefe gehen wollen, gibt es vermutlich bessere Bücher.

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