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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Sehr lesenswert

Der Gott des Waldes
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„Die dringendste Frage ist, wo Barbara Van Laar steckt und ob sie wohlauf ist.“

Liz Moore erzählt diesen spannenden Roman in sieben Teilen aus der Sicht mehrerer Personen in unterschiedlichen Zeiteben. ...

„Die dringendste Frage ist, wo Barbara Van Laar steckt und ob sie wohlauf ist.“

Liz Moore erzählt diesen spannenden Roman in sieben Teilen aus der Sicht mehrerer Personen in unterschiedlichen Zeiteben. Dabei geht es hauptsächlich um das Verschwinden der dreizehnjährigen Barbara im August 1975 und der Ankunft der Ferienkinder im Sommercamp in der amerikanischen Wildnis zwei Monate zuvor.
Es ist bereits der zweite Vermisstenfall in diesen Wäldern, denn vierzehn Jahre zuvor verschwand Barbaras Bruder. Dabei wird nicht, wie man annehmen könnte, aus wenigen nahen Perspektive erzählt, sondern aus der Sicht eines Kindes im Camp oder einer Betreuerin, die ihre ganz eigenen Heimlichkeiten und Probleme haben. Eine wichtige Rolle spielt Alice, die Mutter der vermissten Kinder, die sich wie ein roter Faden durch Vergangenheit und Gegenwart zieht. Ihre Geschichte beginnt 1950er, als sie jung in die reiche Familie Van Laar, der das Camp und die umliegenden Wälder gehören, einheiratet und mit ihrem Mann Peter einen Sohn bekommt, der diesen Vermögen erben soll. Dabei sind die familiären Verstrickungen sehr aufschlussreich. Judy ist Kriminalpolizistin und hilft den State Troopers bei der Suche nach Barbara. Ihre Sicht der Dinge zeigt die Ermittlungen, das aufspüren der Lügen und das entlocken der Wahrheit.

Die Auswahl der überwiegend weiblichen Figuren, ist gut gelungen. Ich fand es reizvoll, mehr über sie zu erfahren und folgte begierig den Hinweisen, um mich dann unweigerlich zu fragen, ob die Fälle zusammengehören. Mit dem Ausbruch eines Straftäters steigt die Spannung dann weiter an.

«Der Gott des Waldes» erzählt von Freundschaft, Selbstbestimmung, Überleben und all den Schicksalen, die sich um eine Katastrophe versammeln und von ihnen berührt werden. Liz Moore konnte mich fesseln, überraschen und begeistern. Die fast 600 Seiten vergehen wie im Flug und es macht Spaß, zu spekulieren und die Komplexität wirken zu lassen. Eine meisterhaft geschriebene Mischung aus Drama, Familiengeschichte und Kriminalfall, die mit einem naturnahen Setting überzeugt.

Für mich ein Lesehighlight.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Ein Familiengeheimnis und Natur pur

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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«Der Gesang der Seeschwalben» erzählt auf zwei Zeitebenen von den Bücherfrauen von Listland. Ein sehr berührendes Buch, was mich völlig einnehmen konnte, so einfühlsam und atmosphärisch ist es geschrieben. ...

«Der Gesang der Seeschwalben» erzählt auf zwei Zeitebenen von den Bücherfrauen von Listland. Ein sehr berührendes Buch, was mich völlig einnehmen konnte, so einfühlsam und atmosphärisch ist es geschrieben. Ab 1937 geht es um das Inselmädchen Lene, wie sie Marten kennenlernt und wie sich daraufhin ihr Leben verändert. Die Gegenwart erzählt von der 55-jährigen Journalistin Anna aus der Ich-Perspektive, die für einen Beitrag über Bücherfrauen über die 85-jährige Fenja Lorenzen anreist. Im Haus angekommen trifft sie nur auf deren Tochter Elisa, die nicht weiß, wo ihre Mutter hingegangen ist. Durch einen Sturm und zerstörte Buchschätze wird Anna mit einem Familiengeheimnis konfrontiert und macht sich auf die Suche nach Fenja.

Ich mochte dieses geheimnisvolle Familiendrama sehr, wegen der
der kleinen heilen Welt aus Büchern, Tee und purer Insel-Idylle zum Abschalten, inmitten von Krieg, Verlust und Ungewissheit. Es gibt zahlreiche literarische Anspielungen und kluge Weisheiten, die inspirieren und vergessen lassen, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt. Für Lene sind Bücher „ein Lebenselixier und Luxus von unschätzbarem Wert.“
Die Frauen in diesem Roman sind klug, aber ebenso geprägt von der nicht aufgearbeiteten Vergangenheit und dem Aufrechterhalten aus Verdrängung und Schweigen. Elisa hat kein inniges Verhältnis zu ihrer verschlossenen Mutter, während auf Anna der berufliche Druck lastet, während ihr zeitaufwendige Nachforschungen bevorstünden, sollte sie das Familiengeheimnis der Lorenzens entschlüsseln. Die Romanhandlung wird weitgehend abgeschlossen und trotzdem gibt es noch Fenjas Schwester Martje und ihr rätselhaftes Verschwinden. Ich bin sehr neugierig auf die Fortsetzung, ein Wiedersehen mit allen Figuren und möchte wissen, wie es mit Anna weitergeht.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Der Schlüssel zu Wohlbefinden und Gesundheit

Self Care - Sei gut zu dir: Achtsamkeit, Stressabbau, Lebensfreude fördern
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«Self Care – sei gut zu dir» behandelt in allen Facetten das Thema Selbstfürsorge. Ich habe durch diesen Ratgeber einiges über mich dazugelernt. Ich weiß jetzt, worum es bei Selbstfürsorge im Kern wirklich ...

«Self Care – sei gut zu dir» behandelt in allen Facetten das Thema Selbstfürsorge. Ich habe durch diesen Ratgeber einiges über mich dazugelernt. Ich weiß jetzt, worum es bei Selbstfürsorge im Kern wirklich geht und welche Warnzeichnen ich lieber nicht ignorieren sollte. Ich habe sogar erfahren, warum es mir schwer fällt, selbstfürsorglich zu sein.

Mal bleibt es oberflächlich, mal geht es mehr in die Tiefe. Die Mischung aus Theorie und Praxis ist ausgewogen und es konzentriert sich darauf, das Gelernte auch anzuwenden. Dabei hat mir besonders gefallen, dass der Schreibstil prägnant ist und durchweg motivierend bleibt. Es hat mir geholfen, ein paar Ziele festzulegen und dabei nicht in Stress zu verfallen. „Eigentlich tut Selbstfürsorge gut. Falsch verstanden oder zu rigoros umgesetzt, kann sie jedoch zum Stressfaktor werden.“

Es geht natürlich um die Grundlagen, die jeder kennt, und die werden definiert und klassisch abgehandelt, und anhand der Fülle sind auch immer wieder bekannte Impulse dabei, die der Auffrischung dienen. Beispielsweise wird nicht nur empfohlen, tagsüber Pausen zu machen, sondern auch kurz und knapp erklärt, warum und welche Vorteile das bringt. Dazu werden eine Vielzahl an Bewältigungsstrategien und Anregungen angeboten.

Fazit: Es gibt zu allen wichtigen Bereichen verständliches Wissen und Inspiration. Ich würde den Ratgeber allen empfehlen, die bemerken, dass sie zu wenig fürsorglich zu sich selbst sind oder allen, die in die Optimierungsfalle getappt sind und zwanghaft Selbstfürsorge betreiben. Dieses Buch zeigt einen gesunden Weg auf, denn «Selbstfürsorge ist kein „Projekt“, sondern der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit».

Veröffentlicht am 12.03.2025

Traumhaft schön

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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Isabelle Van Groeningen wohnte einst inmitten der schönsten Gärten Großbritanniens. Fünfzehn Jahre verbrachte sie mit ihrer Lebensgefährtin Gabrielle in Coleshill im Einklang mit der Natur und erschuf ...

Isabelle Van Groeningen wohnte einst inmitten der schönsten Gärten Großbritanniens. Fünfzehn Jahre verbrachte sie mit ihrer Lebensgefährtin Gabrielle in Coleshill im Einklang mit der Natur und erschuf sich den eigenen Gartentraum. Ihr damaliger Cottage-Garten dient als Inspiration und zeigt mit vielen Fotografien, wie sie ihn gestaltet und worauf sie geachtet hat. Da kommt einiges zusammen und ich habe es sehr genossen, beim Lesen von meinem eigenen Cottage-Garten zu träumen und die zahlreichen Tipps aufzusaugen. Die Art der Dokumentation mit all dem Hintergrundwissen zum Gartenbau zwischen Tradition und Moderne, dem angenehmen Schreibstil und den zarten Illustrationen, hat genau meinen Geschmack getroffen. Der Blick in die Vergangenheit und die persönliche Note haben mir besonders gefallen.

Die ausklappbare Karte im Vorsatz ist ein Highlight. Hier ist der gesamte Garten aus der Vogelperspektive illustriert und beschriftet abgebildet. Die verschiedenen Gartenbereiche werden dann im Buch in vier Teilen näher betrachtet, sowie der Umgang mit Ressourcen, Tieren und Pflanzen. Ob Kräuter, blühende Pflanzen, Obst, Gemüse oder Tiere, es geht darum, im Einklang mit der Natur zu leben und sich vorstellen zu können, wie das umsetzbar ist.

Ich würde das Buch allen empfehlen, die sich gern in romantische Gärten träumen, die blumenreich und funktionell sind und nach Inspiration für die Umsetzung im eigenen Garten suchen. Ein wunderschönes Buch, bei dem sich der Kauf lohnt.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Wieder ein großer Lesespaß

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Familie Kling hat nachgelegt und der zweite Band ist ebenso amüsant, unterhaltsam und fantastisch wie sein Vorgänger. «Die Spurenfinder und das Drachenzepter» ist lebendig geschrieben und so kommt der ...

Familie Kling hat nachgelegt und der zweite Band ist ebenso amüsant, unterhaltsam und fantastisch wie sein Vorgänger. «Die Spurenfinder und das Drachenzepter» ist lebendig geschrieben und so kommt der Humor besonders in den zahlreichen Gesprächen und dem zänkischen Miteinander wieder prima zum tragen.

Nachdem der Spurenfinder Elos und seine Kinder Ada und Naru sich bei der Mordaufklärung in Friedhofen und den verlorenen Provinzen einen Namen gemacht haben, richtet sich der König bei einem Diebstahl an ihre Expertise. Das legendäre Drachenzepter wurde aus der Schatzkammer gestohlen. Also reisen die Drei in die Hauptstadt Iriandria, um den Fall aufzuklären. Dann folgt schon die erste Überraschung, denn sie sind nicht die einzigen Spurensucher und ein Abenteuer nimmt seinen Anfang.

Im Vor- und Nachsatz findet man jeweils eine Karte und im Buch sind wieder schöne Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Bernd Kissel. Zusammen mit dem Lesebändchen gefällt mir die ganze Aufmachung ausgesprochen gut und passt zum ersten Band der Reihe.

Erneut konnte mich die ausgewogene Mischung aus kreativer Fantasie, ausgefallener Figuren, detektivischem Gespür und Comedy begeistern. Es wird lecker, lustig, gemütlich, gesellig, freundschaftlich, verschwörerisch und abenteuerlich in Iriandria. Ich habe mitgefiebert, gerätselt und jede Seite genossen. Darum ist meine Freude groß, dass es einen dritten Band geben wird, in der Familie von Bergen wieder ermittelt. Ein großer Lesespaß, den ich nur empfehlen kann.