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fredhel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Zu kompliziert

Lyneham
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Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, als ein kleiner Trupp Menschen auf den extrem weiten Weg zum Planeten Perm aufbricht. Alles auf diesem bewohnbaren Mond ist gefährlich. Die Forscher haben viel zu tun, ...

Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, als ein kleiner Trupp Menschen auf den extrem weiten Weg zum Planeten Perm aufbricht. Alles auf diesem bewohnbaren Mond ist gefährlich. Die Forscher haben viel zu tun, um eine überlebensfähige Umwelt zu gestalten.
Erzählt wird in erster Linie aus der Sicht von Henry, einem Sohn der federführenden Wissenschaftlerin Mildred Meadow, die als zweite Erzählerin die Besiedlung sehr sachlich aus der Sicht einer Forscherin berichtet.
Der Autor hat eine unerschöpfliche Fantasie, um den Planeten und seine Bewohner zu beschreiben.
Auch die Hauptpersonen werden sehr intensiv charakterisiert. Leider sind alle ziemlich bis außergewöhnlich unsympathisch.
Beim Lesen dieses Romans stellen sich dem Leser wiederholt ethische Fragen, die zum Beispiel bei Besetzung eines fremden Planeten oder bei der Verteilung begrenzter Ressourcen zwangsläufig auftreten.
Es ist ein sehr tiefsinniger Roman, der meine logischen Fähigkeiten bedauerlicherweise übersteigt. Ich habe mich bis zum Ende durchgekämpft, wobei ich den Schluss faszinierend fand, auch wenn ich ihn, wie eigentlich das ganze Buch, nicht verstanden haben. Allein schon die Morphologie der Oberfläche oder die seismischen Phänomene haben mich überfordert. Für normale Leute wie mich kann ich da leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Unangemessen drastisch

Niemand hört dich (Grenzland 1)
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Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark werden auf beiden Seiten der Grenze sehr junge Mädchen ermordet. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran.
Mark Bremer ist ein angenehmer Sprecher der Hörbuchversion.
Die ...

Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark werden auf beiden Seiten der Grenze sehr junge Mädchen ermordet. Die Ermittlungen gehen nur zäh voran.
Mark Bremer ist ein angenehmer Sprecher der Hörbuchversion.
Die Zuhörer müssen sehr starke Nerven für diesen Thriller haben, denn hier wird das Quälen von Kindern sehr ausführlich und unappetitlich geschildert. Muss das so drastisch sein? Damit wird sadistischen Pädophilen doch nur Gedankenfutter geliefert.
Die Ermittler selbst haben keine bleibenden Eindrücke bei mir hinterlassen, und auch wenn ich nun weiß, wer der Täter ist, hätten ein paar Worte über seinen Charakter dem Verständnis gutgetan.
Ich möchte dieses Hörbuch eigentlich nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.01.2024

Brutal und eklig

Das Insekt
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Sarah Thompson kann nicht an den Supererfolg ihres Erstlingswerks anknüpfen. Was keiner weiß: hier ist nicht alles Fiktion. Das Grauen hallt noch in ihr nach und die Furcht lässt sie nie mehr richtig los. ...

Sarah Thompson kann nicht an den Supererfolg ihres Erstlingswerks anknüpfen. Was keiner weiß: hier ist nicht alles Fiktion. Das Grauen hallt noch in ihr nach und die Furcht lässt sie nie mehr richtig los. Sie zieht mit ihrem Ehepartner in ein kleines, abgelegenes Häuschen, in dem sie sich schon bald verfolgt fühlt.
Therese ist eine brave Ehefrau mit einem fürchterlich faulen Mann. Auch sie muss um ihr Leben fürchten.
Jolene ist eine umtriebige Ehefrau mit einem braven Mann, der es nicht besser ergeht.
Diese drei Paare sind Figuren in einem Spiel, dass ein krankes Hirn ersonnen hat. Doch auch dieser Mensch war einmal ein Kind, das unvorstellbaren Grausamkeiten ausgesetzt war.
Die Vorstellung dieser Protagonisten dauert fast die Hälfte des Buches, findet aber nicht den richtigen Ton, um mich zu fesseln. Dann beginnt die Schilderung der Kindheit des Täters und die Autorin schwelgt in widerlichsten Szenarien. Diese ekelhaften Vorstellungen konnte ich nicht aushalten und habe das Hörbuch abgebrochen. Das half auch der routinierte Sprecher Gerrit Petersen nicht mehr weiter.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Oberflächlich

A Whispered Curse
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Wahrscheinlich hat diese Romantasy junge Erwachsene als Zielgruppe.
Der Inhalt ist schnell zusammengefasst, eben weil er sehr wenig bietet:
Madison lernt an ihrem ersten Collegetag den super super attraktiven, ...

Wahrscheinlich hat diese Romantasy junge Erwachsene als Zielgruppe.
Der Inhalt ist schnell zusammengefasst, eben weil er sehr wenig bietet:
Madison lernt an ihrem ersten Collegetag den super super attraktiven, sehr sehr reichen Darien kennen. Von Anfang an fühlen sich beide unwiderstehlich voneinander angezogen. Doch Darien bewahrt ein Geheimnis. Durch die Schuld seines Vaters wird er von einer lüsternen Dämonin beherrscht, die jeden sexuellen Akt in reine, wenn auch perfekte Wollust verwandelt. Darien und seine Partnerin werden praktisch entpersonalisiert und werden zu Lustspendern der Dämonin. Darien kann sich dem nur entziehen, wenn er seine Kontakte auf seelenlose One-Night-Stands reduziert. Doch Madison ist die eine, ganz besondere Frau für ihn, mit der er den Fluch brechen will.
Die Autorin kann seitenweise über den ersten gemeinsamen Kuss schwadronieren. Hinterher kann jeder der beiden nochmals seitenlang über diesen Kuss nachdenken. Einige Kapitel später sprechen beide miteinander über diesen Kuss .....
Es ist einfach viel zu viel KUSS.
Man kann sagen, dass der ganze Plot ziemlich lahm und einfallslos ist. Ganz besonders missfallen hat mir die Art, wie Promiskuität und oberflächliche Sexualkontakte als Normalzustand dargestellt werden, auch wenn Madison und Darien dann als leuchtendes Beispiel für die wahre, alle Grenzen sprengende Liebe dargestellt werden.
Schade, der Klappentext war so vielversprechend.

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Veröffentlicht am 28.01.2023

Schwer zu lesen

Das Gesetz der Natur
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Wahrscheinlich war eine Nuklearkatastrophe der Auslöser, dass die Erde in ihrer Entwicklung um Jahrhunderte zurückgeworfen wurde. Anders kann ich mir die Existenz von Mutanten nicht erklären. Die Autorin ...

Wahrscheinlich war eine Nuklearkatastrophe der Auslöser, dass die Erde in ihrer Entwicklung um Jahrhunderte zurückgeworfen wurde. Anders kann ich mir die Existenz von Mutanten nicht erklären. Die Autorin gibt uns diesbezüglich keine Erläuterung.
Gaia Murano jedenfalls ist die letzte Mutantin, alle anderen vor ihr wurden schon getötet. Jetzt lebt sie verborgen im tiefen Wald, zusammen mit zwei anderen Outlaws, bis sie gefangen genommen wird und nur durch ihre Fähigkeit zu lesen weiterleben darf.
Das schöne Cover in hoffnungsfrohem Grün und der spannende Klappentext haben mein Interesse geweckt, aber die tatsächliche Szenerie war einfach nur erschreckend düster und grausam. Die Autorin erzählt ihre Geschichte sehr distanziert, vieles bleibt ungenau und das Fehlen von Emotionen erschweren ein Miterleben der Handlung. Außerdem erinnert auch der Schreibstil sehr an eine mittelalterliche Sage, sodass auch das Lesetempo ausgebremst wird.
Schade, aber ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, weil ich außer dem Cover nichts Positives darin entdeckt habe.

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