"Möge das Glück stets mit euch sein."
Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch ...
"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch angekündigt, der mich schon in den früheren Werken begeistert hat. Das konnte nur gut werden.
Ich war ab Seite 1 wieder voll drin. Es fühlte sich an, als würde man nach Hause kommen. Da ich auch die Filme liebe, hat mein Hirn zuverlässig passend die Filmmusik im Hintergrund gedudelt.
Die Atmosphäre bleibt von Anfang bis Ende düster und grausam. Es ist aus den früheren Werken ja bereits bekannt, dass Haymitch im Erwachsenenalter unter einer Alkoholabhängigkeit leidet, in diesem Buch erfahren wir auch warum und was er versucht im Alkohol zu ertränken. Der Ablauf, das Setting und die Gegebenheiten sind nicht neu, allerdings erreichen für mich die 50. Hungerspiele und die Handlung drumherum ein neues Level an Grausamkeit, das mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben hat. Untermalt wird das ganze von den zentralen Themen der stillschweigenden Unterwerfung und Propaganda als gezieltes Mittel der Falschinformation, was sich bereits durch die einleitenden Zitate von Orwell und Hume andeutet. Den Fokus im aktuellen Buch darauf zu lenken und die dezenten Parallelen zu 1984 haben mir extrem gut gefallen.
Das Buch ist für mich ein echtes Meisterwerk mit viel Tiefe, starken Emotionen und tollen Charakteren. Ein besonderer Dank noch an die Autorin für den Fanservice in Form von vielen bekannten Figuren und einem wundervollen Prolog.