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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2025

Bittersweet

A Pessimist's Guide to Love
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Ich mochte ja schon Band 1 dieser Dilogie richtig, richtig gerne, weil es ein ganz besonderes Buch war, das zu Herzen ging. Und ich habe diese Fortsetzung sehr herbeigesehnt, die wieder absolut abgeliefert ...

Ich mochte ja schon Band 1 dieser Dilogie richtig, richtig gerne, weil es ein ganz besonderes Buch war, das zu Herzen ging. Und ich habe diese Fortsetzung sehr herbeigesehnt, die wieder absolut abgeliefert hat. Cal und Lucy sind für mich eine dieser tragisch schönen Liebesgeschichten, die wehtun, das Herz zerreißen, es aber auch wieder zusammensetzen und der Inbegriff von Hoffnung für alle einsamen Herzen sind. Liebe es sehr.

Ich mag, dass die Charaktere nicht perfekt sind, Fehler machen und sich auch mal selbst verlieren. Aber sie kämpfen sich zurück ins Leben und zueinander. Ich mag, dass es zwar Hürden zu überwinden gibt, die Protagonisten einander dabei aber nie verlieren und sich den Widrigkeiten des Lebens zum trotz beistehen. Die Autoren hat mir ihre Protagonisten direkt ins Herz geschrieben, so wunderschön.

Diese Geschichte ist voller Liebe, Schmerz, Hoffnung und Neuanfängen. Sie ist wunderbar und aufwühlend, reißt den Leser in ihren emotionalen Strudel. Es ist die Geschichte einer Liebe, von der jedes kleine Mädchen träumt.
Dieses Buch ist so ein richtiger ugly cry Roman, aber meine Güte, dieses Geschichte ist einfach alles.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet und konnte gar nicht genug davon bekommen. Ich habe so gebangt und mitgefühlt. Eine wunderschön geschriebene, stark geplättete Liebesgeschichte. Für mich ein Highlight.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Lass mal über die Liebe reden

In einem Zug
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Über Autor Daniel Glattauer und seine Werke scheiden sich ja so ein bisschen die Geister. Ich kenne bisher nur ein Buch von ihm und das hatte mir gut gefallen, auch wenn es erzähltechnisch eine Herausforderung ...

Über Autor Daniel Glattauer und seine Werke scheiden sich ja so ein bisschen die Geister. Ich kenne bisher nur ein Buch von ihm und das hatte mir gut gefallen, auch wenn es erzähltechnisch eine Herausforderung für mich war. Thematisch hatte mich dann aber sein neues Buch so sehr angesprochen, dass ich dem ganzen eine Chance geben wollte- und bin begeistert.

Zum Inhalt: Eduard Brünhofer ist ein erfolgreicher Liebesroman-Autor, auch wenn er schon länger nichts neues mehr geschrieben hat, da er das Gefühl hat trotz glücklicher Ehe nichts mehr über die Liebe zu sagen zu haben. Bis ihm im Zug eine junge Frau gegenüber sitzt und über genau diese Liebe reden will.

Das Setting und die Umstände des Aufeinandertreffens der beiden Akteure ist denkbar simpel und alltäglich. Gleichzeitig lenkt es dadurch nicht ab und verschiebt den Fokus nicht weg von dem, was das Herzstück des Buches ist: Eduard redet offen über die Liebe. Ein Thema, das universell ist, gleichzeitig nie an Reiz verliert, weil doch alle danach Streben und auf eine Zauberformel hoffen, wie sie zu erlangen und vor allem auch zu halten ist.

Daniel Glattauer hat so eine Art zu schreiben, die mich einfach abholt. Es ist jetzt nicht sonderlich ausgefuchst, poetisch oder besonders tiefgreifend, aber irgendwie echt und bringt bei mir was zu klingen. Und ab und ab lässt er seine Figuren dann mal eine Weisheit raushauen, die es faustdick hinter den Ohren hat. Das Buch ist nicht unbedingt bequem, es gibt viel Reibung. Aber genau das mit die Geschichte so wahnsinnig intensiv und raffiniert.

Ich fand dieses Buch wunderbar amüsant, gleichzeitig stimmt es aber auch nachdenklich darüber, was man sich von der Liebe erwartet, was sie für einen selbst bedeutet.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Unerwartete Bündnisse

Empire of Sins and Souls 3 - Das zerrissene Herz
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Ich liebe diese Reihe, keine Frage. Man sollte sich klar sein, dass die Charaktere nicht nur morally grey sind, sondern wirklich ziemlich düster und abgründig und das Buch enthält auch einen großen Anteil ...

Ich liebe diese Reihe, keine Frage. Man sollte sich klar sein, dass die Charaktere nicht nur morally grey sind, sondern wirklich ziemlich düster und abgründig und das Buch enthält auch einen großen Anteil an Spice-Inhalten. Das ist sicherlich nicht jedermanns Fall, aber mir gefällt, wie hier mit dem Themen Sünden, Verrat und Intrigen umgegangen wird. Macht schon ein bisschen süchtig.

Zum Inhalt: nachdem Kaspar sie verraten hat, erwacht Zoé als Xanthyr, stark und angetrieben von Hass soll sie als Gräfin an der Seite von Alexei über Xanthia herrschen. Aber es dürstet sie nach Rache- und nach Antworten. Und ein letztes Mal muss sich Zoé entscheiden, wo sie steht und wem sie ihr Herz anvertrauen will.

In diesem dritten und letzten Band wird nochmal alles aus der Geschichte herausgeholt und es werden endlich ein paar Lücken innerhalb der Geschichte geschlossen. Dadurch ergaben sich für mich einige heftige Aha-Momente, die das ganze umso mitreißender machen. Ich muss sagen, die ganze Reihe ist in sicher super stimmig geplottet und allein die Entwicklung von Protagonistin Zoé war für mich ein absolutes Highlight.

Ich mag es, dass die Charaktere Fehler machen, viele Fehler um genau zu sein, aber das ganze auch immer mit Buße und Vergebung einhergeht, wodurch ich mit diesen sehr störrischen und egoistischen Charakteren immer wieder versöhnt wurde.

Die finale Schlacht hatte einfach alles: eine letzte Überraschung tragische Tode und heldenhafte Akte der Selbstlosigkeit. Einfach großartig und ein toller Abschluss für diese richtig coole Reihe.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Bewegend

Für Polina
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Takis Würger stehe ich so ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Denn inhaltlich hat mich sein letztes Buch nicht so ganz abgeholt, aber seinen Schreibstil finde ich einfach richtig schön- nahbar, ohne ...

Takis Würger stehe ich so ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Denn inhaltlich hat mich sein letztes Buch nicht so ganz abgeholt, aber seinen Schreibstil finde ich einfach richtig schön- nahbar, ohne überemotional zu sein. Deswegen wollte ich „Für Polina“ eben doch unbedingt lesen. Und es war eine fanatische Entscheidung. Ich liebe dieses Buch, das mich tief bewegt hat.

Zum Inhalt: Hannes Prager, der mit seiner Mutter in einem Moorhaus lebt, verliebt sich mit 14 in Polina, die genau wie er auch keinen Vater hat. Wo Hannes ruhig und langsam ist, da ist Polina laut und ungestüm- ein Wirbelwind, Freigeist und alles worauf Hannes hoffen könnte. Doch als das Leben sie räumlich trennt, kann Hannes nicht aufhören an sie zu denken. Und begibt sich auf die Suche.

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Bücher in deren Zentrum Musik steht, haben immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Und die Art, wie Hannes sich alles über Klaviere aneignet, wie er selbst sich an dir Musik verliert und was er damit in den Menschen auslöst, das hat mich einfach völlig in den Bann des Buches geschlagen.

Neben der Musik ist es hauptsächlich eine Familien- und Liebesgeschichte. Es geht um die Erkenntnis, dass Familie nicht biologisch bedingt sein muss, darum die eigene Identität zu finden, sowie das, wofür man brennt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Träume, aber auch über Verlust und die harte Realität des Lebens.

Hannes ist das beste Beispiel dafür, dass man sich von Schicksalsschlägen erholen kann und es nie zu spät ist, seinen Träumen nachzujagen. Es ist ein hoffnungsvolles, bestärkendes Buch, das mir unheimlich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zwischen Gesellschafts- und Kriminalroman

Der Gott des Waldes
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Ich habe „Long Bright River“ ja wirklich sehr geliebt und hab mich riesig auf den neuen Roman von Liz Moore gefreut. Ich finde, sie bewegt sich auch hier wieder hervorragend auf dem schmalen Grad zwischen ...

Ich habe „Long Bright River“ ja wirklich sehr geliebt und hab mich riesig auf den neuen Roman von Liz Moore gefreut. Ich finde, sie bewegt sich auch hier wieder hervorragend auf dem schmalen Grad zwischen Unterhaltungslektüre und Gesellschaftsporträt mit Tiefgang. Ich habe das Buch sehr genossen.

Zum Inhalt: Als Barbara Van Leer, Tochter der ortsansässigen Bankiersfamilie, eines Morgens im Sommer 1975 nicht in ihrem Stockbett im Camp liegt, weckt das schlafende Hunde auf. Denn nicht mur ist 14 Jahre zuvor auch ihr kleiner Bruder Bear spurlos verschwunden, schnell werden auch diverse Anschuldigungen laut. Und nicht alle scheinen unbegründet.

Erstmal muss ich ein riesiges Kompliment und Dankeschön für die sehr präzisen Zeitangaben aussprechen. Dadurch ist es wunderbar übersichtlich, auch wenn die Handlung zwischen Jahrzehnten und Personen hin und her springt. Selten eine so gut strukturierte Geschichte gelesen.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Familiengeschichte und Gesellschaftsroman. Der eigentliche Schauplatz der Handlung ist zwar recht überschaubar, tangiert durch die sich bewegenden und interagierenden Personen aber auch umliegende Bereiche. Dadurch bekommt man nicht nur Eindrücke vom Camp, sondern auch vom angrenzenden Anwesen des Herrenhauses und dem Ort selbst.

Die Atmosphäre der unterschwelligen Zwietracht, der dominierenden Rolle der männlichen Familienmitglieder und der privilegierten Selbstgerechtigkeit der Van Leers sorgt für viel subtile Spannung, die das Buch durchaus mitreißend macht. Irgendwo zwischen abgründig und trauriger Banalität. Ich fands richtig stark und vor allem auch das Ende toll umgesetzt. Mir hats gefallen.

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