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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2025

Gute Mischung aus Sachbuch und Reisebericht

Urlaub vom Patriarchat
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Das Buch ist eine gelungene Mischung aus einem Reisebericht der Autorin nach Juchitán, Mexiko, in eines der letzten Matriarchate der Welt und allgemeinen Informationen und Zahlen zu den Themen Matriarchat, ...

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus einem Reisebericht der Autorin nach Juchitán, Mexiko, in eines der letzten Matriarchate der Welt und allgemeinen Informationen und Zahlen zu den Themen Matriarchat, Feminismus, Mutterschaft und vielem mehr.

Außerdem erzählt sie immer wieder von ihren eigenen Erfahrungen in ihrer Kindheit und Jugend als Mädchen bzw. Frau in unserer Gesellschaft, in denen sich bestimmt Viele wieder erkennen können.

Die Autorin schafft es wirklich gut, ihre Eindrücke von Juchitán bildlich zu beschreiben. So hatte ich das Gefühl, mit ihr mitzureisen und sowohl die Stadt als auch einzelne Bewohner mit ihren Traditionen und Problemen kennenzulernen.

Da ich mich schon mit dem Thema Feminismus auseinandergesetzt haben, wusste ich schon einige Sachen, aber ich konnte auch viel Neues lernen, gerade in Bezug auf Mexiko und den Begriff des „Matriarchats“. Auch die beschriebenen gesellschaftlichen Entwicklungen über Jahrhunderte fand ich spannend zu lesen. Es ist nicht immer leichte Kost, aber der Autorin gelingt es, einfühlsam damit umzugehen.

Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, weil es durch die persönliche Note einfach etwas Besonderes ist.

Veröffentlicht am 14.04.2025

Tolles Setting in Alaska mit Spannung und Liebe

Kodiak Echoes – Hide me
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Die Geschichte ist hauptsächlich aus der Perspektive von Brynn im Zeugenschutzprogramm geschrieben, in manchen Kapiteln erfahren wir aber auch die Sicht von ihrem grumpy und etwas mysteriösen neuen Nachbarn ...

Die Geschichte ist hauptsächlich aus der Perspektive von Brynn im Zeugenschutzprogramm geschrieben, in manchen Kapiteln erfahren wir aber auch die Sicht von ihrem grumpy und etwas mysteriösen neuen Nachbarn Archer.

Der Leser zieht direkt am Anfang mit Brynn in ihrer neuen Identität in ein kleines Inseldörfchen nach Alaska. Sie muss ihr altes Leben aufgrund eines schrecklichen Ereignisses hinter sich lassen. Man konnte direkt mit ihr mitfühlen und lernt mit ihr zusammen ihr neues Leben kennen.

Die Autorin schafft es super atmosphärisch, die Landschaft zu beschreiben, sodass man sich direkt nach Alaska versetzt fühlt. Auch das Kleinstadtsetting ist ihr sehr gut gelungen.

Die Beziehung zwischen Brynn und Archer war erfrischend unkompliziert, auch wenn sich die Annäherung natürlich etwas zieht.

Man kann schon erahnen, in welche Richtung die Auflösung hinsteuert, allerdings konnte ich das Buch trotzdem nicht mehr aus der Hand legen. Manchmal hat sich die Geschichte etwas gezogen, aber es lohnt sich, dranzubleiben.

Ich fand es toll, dass auch kurz auf die Ureinwohner Alaskas und ihre Unterdrückung unter russischer bzw. us-amerikanischer Herrschaft Erwähnung fanden. Gerne mehr davon! Auch dass auf das Problem von illegaler Wilderei von Bären eingegangen wurde, hat mir gut gefallen.

Das Buch endet nicht direkt mit einem Cliffhanger, allerdings sind noch ein paar Fragen offen. Der Großteil wird aber aufgelöst. Man bekommt schon Lust auf den zweiten Band, aber die Neugier lässt sich zum Glück noch aushalten.

Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung für alle, die Romantic Suspense mögen!

Veröffentlicht am 16.03.2025

Auf unterhaltsame Art sehr lehrreich

True Crime in Nature
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Die Gestaltung des Buches ist sehr abwechslungsreich. Jedes Kapitel ist in Unterüberschriften mit kurzen Texten unterteilt. Auf fast jeder Seite finden sich lustige Illustration zum jeweiligen Thema. Auch ...

Die Gestaltung des Buches ist sehr abwechslungsreich. Jedes Kapitel ist in Unterüberschriften mit kurzen Texten unterteilt. Auf fast jeder Seite finden sich lustige Illustration zum jeweiligen Thema. Auch Farbfotos von Pflanzen und Tieren sind abgedruckt, allerdings leider nicht von allen.

Das Wissen wird in einem unterhaltsamen und überhaupt nicht trockenen Schreibstil vermittelt. Dadurch ist alles leicht verständlich und nicht zu wissenschaftlich formuliert. Trotzdem lernt man eine Menge Neues.

Es ist absolut faszinierend, was sich Lebewesen für Überlebensstrategien einfallen lassen. Das Buch zeigt sehr schön, dass Tiere und Pflanzen ganz und gar nicht dumm sind, sie aber von uns oft unterschätzt werden. Auch Pilze, Viren und Bakterien bekommen ihre verdiente Aufmerksamkeit.

Auch für jüngere Leser dürfte das Buch ein guter und spannender Einstieg in die Tier- und Pflanzenwelt und eine Anregung zur Umweltbeobachtung sein.

Veröffentlicht am 02.03.2025

Erste Hilfe in Briefform

Unbedingt lesen, wenn ...
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Das Buch enthält insgesamt 27 Briefe, die die Autorin dem Leser für herausfordernde Alltagssituationen geschrieben hat und die gleichzeitig auch die Kapitel gliedern. Nach jedem Brief wird einem ein Toolkit ...

Das Buch enthält insgesamt 27 Briefe, die die Autorin dem Leser für herausfordernde Alltagssituationen geschrieben hat und die gleichzeitig auch die Kapitel gliedern. Nach jedem Brief wird einem ein Toolkit mit Umgangsmöglichkeiten und praktische Übungen zur jeweiligen Situation an die Hand gegeben. Eine Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels sorgt noch einmal für einen schnellen Überblick.

Hinten im Buch findet sich zudem eine kompakte Übersicht über alle vorher beschriebenen Tools und praktischen Übungen, sodass man dort schnell noch einmal was nachschauen kann. Diese klare und sich wiederholende Struktur hat mir gut gefallen und bietet auch einen gewissen Halt.

Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und gibt einem so das Gefühl, mit seinen Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein. Durch die direkte Ansprache fühlt man sich verstanden und als würde man mit einer guten Freundin sprechen.

Sie erklärt verständlich, aber mit Fachwissen, wie diese Gefühle entstehen und wie man damit umgehen kann. Natürlich ersetzt das Buch keine weitergehende Hilfe (soll es laut Autorin auch gar nicht), aber es ist eine tolle erste Anlaufstelle, die man zu Rate ziehen kann.

Vor dem Kauf sollte man sich mal das Inhaltsverzeichnis anschauen, ob die Briefe für Situationen verfasst sind, die einen selbst betreffen. Das Buch ist nicht dafür konzipiert, es an einem Stück durchzulesen. Ich glaube, das wäre zu viel Input und dann eher kontraproduktiv. Aber es ist perfekt, um es zwischendurch immer mal wieder zur Hand zu nehmen. So hat man wirklich lange was davon.

Veröffentlicht am 18.02.2025

Unterhaltsame RomCom

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Normalerweise gefallen mir Hype-Bücher nicht so gut, aber dieses hier hat mich echt begeistert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.

Ich habe richtig mit ...

Normalerweise gefallen mir Hype-Bücher nicht so gut, aber dieses hier hat mich echt begeistert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.

Ich habe richtig mit Olive mitgefühlt und mitgefiebert. Das Setting in einem Labor in Stanford war mal eine willkommene Abwechslung. Auch ohne naturwissenschaftliches Hintergrundwissen kommt man gut mit. Das Fake Dating und die Liebesgeschichte zwischen Olive und Adam standen zwar im Vordergrund, aber auch ernste Themen haben Platz gefunden. Die Personen waren sehr divers und der Autorin ist es ein großes Anliegen, Frauen in MINT-Fächern zu porträtieren.

Manche Szenen sind natürlich etwas unrealistisch und überspitzt dargestellt, aber dafür auch sehr unterhaltsam. Die spicy Szenen waren nicht so mein Fall und fand ich ein bisschen unangenehm zu lesen, auch das Bonuskapitel hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Ansonsten aber eine absolute Leseempfehlung, auch für diejenigen, die normalerweise nicht unbedingt Liebesromane bevorzugen.