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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Wichtiges Thema, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen

Your Eyes on Me – Based on Alexa's True Story
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Ich habe mich total auf "Your Eyes On Me" von Leonie Lastella gefreut. Denn als erstes Buch, das im neuen {heartlines} Verlag erschienen ist, erzählt es die Story der Plus-Size-Protagonistin Alea – und ...

Ich habe mich total auf "Your Eyes On Me" von Leonie Lastella gefreut. Denn als erstes Buch, das im neuen {heartlines} Verlag erschienen ist, erzählt es die Story der Plus-Size-Protagonistin Alea – und das basierend auf der wahren Geschichte der Storygeberin Alexa Black.

Dank des flüssigen Schreibstils war ich direkt in der Story und damit Teil des Lebens von Alea und Titus, aus deren Sicht die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Beide Protagonisten sind Influencer auf Social Media, könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein. Denn während Alea sich für Body Positivity einsetzt, stehen für Titus Fitness und Sport im Vordergrund. Und auch wenn sie so verschieden sind, waren beide von Anfang an sympathisch und ich konnte es kaum erwarten, dass sie aufeinandertreffen.

Leider wurden mir Alea und Titus zunehmend unsympathischer, als sie sich kennenlernen. Alea predigt die ganze Zeit, vorurteilsfrei und respektvoll miteinander umzugehen, hält sich selbst aber überhaupt nicht daran und ist Titus gegenüber die ganze Zeit so unhöflich. Titus war mir hingegen viel zu besessen von Alea und hat schon fast stalkerähnliche Züge entwickelt, obwohl er sie noch gar nicht kannte. Das hat sich für mich nicht wirklich realistisch angefühlt. Entsprechend habe ich leider auch keine Chemie zwischen den beiden gespürt.

Toll fand ich aber die anderen Charaktere und den Found Family-Trope. Luca, Jasper und Co. haben der Story eine gewisse Leichtigkeit gegeben und ich hatte das Gefühl, selbst ein Teil der WG und ihrer Game of Thrones-Abende zu sein. Und auch die Thematik rund um Body Positivity fand ich toll und so wichtig. Denn leider sind Plus-Size-Personen immer noch viel zu unterrepräsentiert in den Medien. Und Repräsentanz ist einfach so wichtig.

Insgesamt ist "Your Eyes On Me" ein nettes Buch für zwischendurch, das eine wichtige Botschaft hat. Leider konnten mich die Charaktere und die Umsetzung der Story aber nicht wirklich abholen.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Leider überzeugt die Story nicht

The First to Fall
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Nachdem mir "One Second to Love" leider nicht wirklich gefallen hatte, wollte ich Kristina Moninger aber noch eine Chance geben. Mit der Kombi aus Romance und Suspense hatte mich "The First to Fall", der ...

Nachdem mir "One Second to Love" leider nicht wirklich gefallen hatte, wollte ich Kristina Moninger aber noch eine Chance geben. Mit der Kombi aus Romance und Suspense hatte mich "The First to Fall", der Auftakt ihrer Red Summer-Reihe, direkt angesprochen und ich war sehr gespannt auf die Story.

Mein Highlight war auf jeden Fall das wunderschöne Setting in den italienischen Alpen. 🏔😍 Dank des bildhaften Schreibstils hatte ich das Gefühl, selbst dort zu sein und mit Aurora, Jakob und den anderen Zeit im Alpenchalet zu verbringen. Und auch sonst hat mir der flüssige Schreibstil im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn mich Wortkreationen wie "Hühnchen on ice" etwas irritiert haben.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Aurora und Jakob, was mir gut gefallen hat, da man dadurch Einblicke in die Gefühle und Gedanken beider Protagonisten erhält. Sowohl Aurora als auch Jakob waren mir zu Beginn sympathisch und als Fan des Grumpy x Sunshine-Tropes konnte ich es kaum erwarten, dass sie sich näherkommen.

Leider habe ich zwischen den beiden aber so gar keine Chemie gespürt. Sie koexistieren mehr oder weniger, und auch wenn sie im Alpenchalet von Jakobs Mutter 24/7 aufeinanderhocken, erzählen sie sich nicht wirklich viel übereinander und erfahren auch nicht, welche Rolle der jeweils Andere in Emilias Leben gespielt hat.

Generell war mir die Story viel zu sehr konstruiert – und das von Anfang an. So macht sich Aurora direkt zu Beginn große Sorgen um ihre Schwester und wartet sehnsüchtig auf eine Antwort von ihr, schaltet dann aber ihr Handy für drei Wochen aus. Und auch die Sache mit Magnus und den zwielichtigen Typen fand ich so übertrieben und unrealistisch.

Insgesamt konnte mich "The First to Fall" damit nur bedingt überzeugen. Ich bin gut durch die Story gekommen und fand die Protagonisten sympathisch, aber gleichzeitig konnte mich die Story nicht überzeugen. Irgendwie werde ich mit den Büchern der Autorin nicht warm. 🥲

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Tolle Idee, aber viel verschenktes Potential

Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun
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Mit "Everything We Never Said" von Sloan Harlow wollte ich dem Romantic Suspense-Genre eine weitere Chance geben. Denn obwohl ich Romance und Thriller liebe, konnte mich die Kombi bisher noch nicht überzeugen.

Der ...

Mit "Everything We Never Said" von Sloan Harlow wollte ich dem Romantic Suspense-Genre eine weitere Chance geben. Denn obwohl ich Romance und Thriller liebe, konnte mich die Kombi bisher noch nicht überzeugen.

Der Einstieg in die Story hat mir auch wirklich gut gefallen. Harlows Schreibstil ist flüssig, einnehmend und sehr atmosphärisch. So schafft sie es, die Trauer und Schuldgefühle, die Ella nach ihrem Autounfall, bei dem ihre beste Freundin Hayley tödlich verunglückt ist, perfekt rüberzubringen.

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Großteil der Geschichte aus Ellas Perspektive erzählt wird und man als Leser tiefe Einblicke in ihre Gedanken und ihr Gefühlschaos erhält. Hin und wieder gibt auch Kapitel aus Sicht von Hayleys Ex Sawyer sowie Tagebucheinträge von Hayley, was mir gut gefallen hat.

Sawyer fand ich als Charakter spannend und interessant, gleichzeitig konnte ich ihn aber auch nicht wirklich einschätzen. Mal wirft er Ella böse Blicke auf dem Gang zu, nur um sie im nächsten Moment in Schutz zu nehmen. Leider kamen die beiden sich dann auch schon sehr schnell näher – viel zu schnell für meinen Geschmack, weshalb ich die Lovestory auch überhaupt nicht gefühlt habe.

Als Ella dann Hayleys Tagebuch findet, habe ich gehofft, dass die Geschichte an Fahrt aufnimmt. Leider liest Ella aber nur alle paar Tage einen Eintrag und rätselt lieber vor sich hin, anstatt einfach weiterzulesen und die Antwort zu bekommen. Das fand ich sehr unrealistisch, selbst für einen Teenager. Dadurch dümpelt die Geschichte im Mittelteil auch sehr vor sich hin und alles bleibt recht oberflächlich, was ich schade finde, da hier so viel Potenzial gewesen wäre.

Ab der Hälfte war mir dann klar, über wen Hayley in ihrem Tagebuch schreibt. In der Hinsicht war das große Finale dann keine Überraschung mehr für mich. Allerdings wartet Harlow mit einem Plot Twist auf, den ich so nicht habe kommen sehen. Das hat mir gut gefallen.

Insgesamt ist "Everything We Never Said" ein nettes Buch für zwischendurch, das sprachlich überzeugen kann und einige wichtige Themen anspricht.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Schöne Fortsetzung

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Auf "Almost isn't enough. Echoes of the past" von Jennifer Bright hatte ich mich total gefreut. Nachdem mich der erste Band der Dilogie emotional komplett auseinandergenommen hat, hatte ich hohe Erwartungen ...

Auf "Almost isn't enough. Echoes of the past" von Jennifer Bright hatte ich mich total gefreut. Nachdem mich der erste Band der Dilogie emotional komplett auseinandergenommen hat, hatte ich hohe Erwartungen an die Fortsetzung.

Jennifer Bright hat in meinen Augen einen unvergleichlichen Schreibstil, der mich jedes Mal aufs Neue wieder abholt und direkt in die Handlung katapultiert. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte das Buch gar nicht weglegen – nicht zuletzt auch wegen der tollen Chemie zwischen Hazel und Damian.

Auf Hazel war ich total gespannt, da ihr mysteriöses Verschwinden bereits in Band 1 angeteasert wurde. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von beiden Protagonisten, wodurch man als Leser Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintaucht. Vor allem Damian habe ich in mein Herz geschlossen, da er so unter Hazels Verschwinden gelitten hat und auch wegen seines Vaters so viel durchgemacht hat.

Und auch wenn ich Hazel sympathisch fand, bin ich mit ihr nicht komplett warm geworden. Sie hat so lange verschwiegen, warum sie damals aus Ferley verschwunden ist, und auch in Bezug auf die Sache mit Jackson hätte sie früher alle Karten auf den Tisch legen müssen – vor allem, weil sie durch ihr Schweigen andere in Gefahr bringt.

Der Einstieg in die Story hat mit gut gefallen und das Aufeinandertreffen von Hazel mit ihrer alten Freundesgruppe und insbesondere Damian war sehr emotional. Leider hat das Erzähltempo dann ab der Hälfte aber stark nachgelassen und es wurde für meinen Geschmack recht langatmig. Das Ende kam mir dann wiederum zu plötzlich und ich hätte mir gerne noch mehr über Damians neuen Job erfahren.

Insgesamt ist "Almost isn't enough. Echoes of the past" ein schönes Buch – nach dem hochemotionalen ersten Teil war es mir aber einfach zu unspektakulär. Ich hatte mich im Vorfeld auf viele Emotionen und Tränen eingestellt, die dann aber leider ausgeblieben sind.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Gute Idee, schwache Umsetzung

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr: In Emily Rudolfs Thriller "Das Dinner" trifft sich eine alte Clique in einem abgelegenen Restaurant zum Krimidinner. Doch der fiktive Fall weist erschreckende ...

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr: In Emily Rudolfs Thriller "Das Dinner" trifft sich eine alte Clique in einem abgelegenen Restaurant zum Krimidinner. Doch der fiktive Fall weist erschreckende Parallelen zum Verschwinden ihrer gemeinsamen Freundin Maria vor fünf Jahren auf.

Die Ausgangssituation hat mir so gut gefallen, dass ich es kaum erwarten konnte, das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und atmosphärisch (wenngleich auch oft unnötig vulgär), und das abgeschiedene Setting war auch einfach super gewählt.

Leider hatte ich aber dennoch Probleme, in die Story hineinzukommen. Die ersten Kapitel haben sich sehr gezogen und es hat für meinen Geschmack zu lange gedauert, bis das Krimidinner beginnt und Spannung aufkommt. Hinzu kommt, dass es mir schwer gefallen ist, die fünf Charaktere und ihre Rollen beim Krimidinner auseinanderzuhalten.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der fünf Freunde, und das auf zwei Zeitebenen. Neben der Gegenwart gibt es viele Rückblicke zu dem Tag, an dem Maria spurlos verschwunden ist. Eigentlich eine gute Idee, allerdings empfand ich die Story aufgrund der vielen Rückblenden doch als recht langatmig und das Krimidinner selbst kam mir zu kurz.

Ab der Hälfte ist dann aber endlich Spannung aufgekommen und ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, was wohl mit Maria passiert sein könnte. Da mir alle fünf Freunde recht unsympathisch gewesen sind, hätte ich jedem von ihnen ein Verbrechen zugetraut. Hinzu kommt, dass man in den Rückblenden erfährt, dass jeder von ihnen ein Motiv gehabt hätte, um Maria loswerden zu wollen, was mir dann aber doch etwas zu konstruiert war. Die Auflösung habe ich dann aber nicht kommen sehen, was mir gut gefallen hat.

Insgesamt ist "Das Dinner" ein Thriller mit einer spannenden Idee, die jedoch nicht optimal umgesetzt wurde. Für zwischendurch ist das Buch aber ganz nett. 🙂

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