Cover-Bild Die Summe unserer Teile
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Tropen
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 15.03.2025
  • ISBN: 9783608502725
Paola Lopez

Die Summe unserer Teile

Roman

»Drei Frauengenerationen in der Wissenschaft, eine kleine Weltreise durch das Jahrhundert – erschütternd und einfühlsam zugleich.« Alina Bronsky

Die Großmutter flieht im Zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon. Die Mutter verlässt den Libanon für ein Leben in Deutschland. Die Tochter muss für eine Zukunft zurück nach Polen. Über eine Zeitspanne von siebzig Jahren hinweg erzählt Paola Lopez die mitreißende Familiengeschichte dreier Frauen, die sich ein freies Leben erkämpfen und eine Verbindung zueinander suchen. Ein berührender Roman über das Erbe unserer Mütter, das wir alle mit uns tragen.

Die Großmutter ist eine der ersten Chemikerinnen im Libanon. Die Mutter ist eine angesehene Medizinerin. Die Tochter ist Studentin der Informatik. Sie alle verbindet die Wissenschaft. Doch das Band zwischen den Generationen ist gerissen, Lucy spricht seit Jahren nicht mit ihrer Mutter. Bis plötzlich ein Klavier in ihre Wohnung geliefert wird. Der Steinway, auf dem Lucy als Kind spielen lernte. Sie hasst dieses Klavier. Es erinnert sie an alles, was sie hinter sich lassen wollte: den goldenen Käfig ihrer allzu behüteten Kindheit, die hohen Ansprüche ihrer Mutter und die fehlende Nähe. Als mit dem Klavier auch der polnische Geburtsname ihrer Großmutter auftaucht, setzt Lucy sich kurzentschlossen in den nächsten Zug nach Sopot, den einzigen Ort, den sie mit ihr verbindet. Sie muss die losen Fäden ihrer Familie zusammenführen, um ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.

»Dieser Roman kratzt verkrustete Glaubenssätze über Mutterschaft auf und kommt einem persönlich sehr nah. Ich sehe jetzt klarer, wie ich selbst als Mutter — und als Tochter — sein will.« Mareike Fallwickl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2025

Über Mütter und Töchter und dem Wunsch es richtig zu machen

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Dies ist die Familiengeschichte von Lyudmila, der Großmutter, Daria, der Mutter und Lucy, der Enkel-Tochter. Alle drei sind Akademikerinnen und die ersten beiden haben versucht Kind und Karriere zu vereinen. ...

Dies ist die Familiengeschichte von Lyudmila, der Großmutter, Daria, der Mutter und Lucy, der Enkel-Tochter. Alle drei sind Akademikerinnen und die ersten beiden haben versucht Kind und Karriere zu vereinen.
Lucy ist 2014 23 Jahre und spricht seit drei Jahren nicht mehr mit ihrer Mutter, sie wohnt in Berlin und als Daria ihr kommentarlos ihren alten Flügel schickt, bricht Lucy aus. Sie fährt spontan nach Sopot in Polen und begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter, die in diesem Land geboren wurde.
Die Autorin wechselt zwischen den drei Frauen immer wieder in der Erzählperspektive und schafft dadurch Nähe und Verständnis für jede der drei. Das hat mir unheimlich gut gefallen, denn oft erschienen mir, aus der Tochterperspektive, die Handlungen der Mütter hart oder unverständlich und dann kam die Mutterperspektive und konnte mich plötzlich einfühlen und vieles nachvollziehen lassen.
Lyudmila und Daria sind zwei starke Frauen, die innerhalb ihrer Zeit und gesellschaftlichen Gegebenheiten ein glaubwürdiges Beispiel darstellen, was es bedeutet hat beides zu wollen, Kind und Beruf. Dabei gewährt uns die Autorin durch Lyudmila Einblick in den Libanon ab Mitte der 1940ger und Daria findet ihren Weg im München der 1980/90ger.
Es ist ein Roman der leisen Töne, vieles schwingt zwischen den Zeilen mit und wirkt erst im Nachklang so richtig. Er schafft Verständnis für diese einzigartige Beziehung zwischen Mutter und Tochter und zeigt auf, wie schwer es sein kann, es als Mutter "richtig" zu machen. Denn diese Bindung existiert nie nur im Privaten, sondern wird immer mit der Realität im Äußeren konfrontiert.
Für mich ein gelungenes und lesenswertes Debüt, dem ich viele Leser:innen wünsche.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Spannende Frauen-Familiengeschichte

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„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez handelt von drei Frauen, drei Generationen und drei verschiedene Sichten auf die Familienbeziehung.
Zu Beginn der Geschichte fühlt man sich als junger Mensch sehr ...

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez handelt von drei Frauen, drei Generationen und drei verschiedene Sichten auf die Familienbeziehung.
Zu Beginn der Geschichte fühlt man sich als junger Mensch sehr verstanden von Lucy. Sie studiert aber weiß noch nicht wirklich wohin mit sich anfangen soll und mit den Eltern ist es oft angespannt. Diese Wesensveränderung und Suche nach der eigenen Identität spiegelt sehr gut die heutige junge Generation wider. Sie geht in die Heimat ihrer Oma und sucht nach ihrer eigenen Identität. Des Weiteren kann man durch die verschiedenen Sichtweisen, die Mutter (Daria) sowie die Oma (Ljudmila) sehr gut verstehen. Besonders gefallen hat mir, dass am Ende Probleme und Vorurteile geklärt werden und auch Verständnis für die damaligen Verhältnisse entstehen Gerne denkt man könnte es doch einfach machen, aber gerade für die Großmutter als Flüchtling war es zu dieser Zeit alles andere als einfach. Auch die Mutter möchte sich gegenüber ihrer Mutter behaupten und schaffte es aber ihren Weg zu gehen. Alle Strippen ziehen sich am Ende zusammen und ergeben eine ganze Familiengeschichte. Höhen und Tiefen werden aufgezeigt. Ebenso die Genialität in ihren Fachbereichen machen die Charaktere jeden für sich einzigartig.

Dieses Buch ist für alle die gerne die „alte“ Generation verstehen möchten und eine spannende aber tragische Familiengeschichte verfolgen wollten.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Mütter und Töchter

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Es ist 2014, Lucy studiert und wohnt in Berlin. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen, doch dann schickt sie ihr nach Jahren das alte Klavier aus der Kindheit. Lucys Mutter nutzt auf der Absenderadresse ...

Es ist 2014, Lucy studiert und wohnt in Berlin. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen, doch dann schickt sie ihr nach Jahren das alte Klavier aus der Kindheit. Lucys Mutter nutzt auf der Absenderadresse den Mädchennamen ihrer Großmutter. All das wühlt die junge Frau auf, sodass sie auf die Suche nach ihren Wurzeln geht.

"Die Summe unserer Teile" ist eine Geschichte über familiäre Konflikte, die über Generationen bestehen und weiter gegeben werden. Die Handlung wird aus drei Perspektiven und erzählt - Lucy, Daria und Lyudmila, jeweils in einer anderen Zeit und einem anderen Ort. Nach und nach wird das Leben jeder Frau greifbarer genau wie die problematischen Mütter-Töchter-Beziehungen. Man merkt, welche Narben Flucht und Unterdrückung im Leben von Lyudmila und Daria hinterlassen haben und wie auch Lucy noch mit den Traumata ihrer Mutter und Großmutter zu kämpfen hat.

Die Geschichte ist insgesamt emotional erzählt. Manches Mal fehlt jedoch etwas, die Lücken können nicht ganz geschlossen werden. Die Handlungen der Figuren bleiben stellenweise unklar und wenig nachvollziehbar. Mein Eindruck ist, dass die Geschichte noch mehr Erzählzeit gebraucht hätte. Alle Handlungsstränge vollständig zusammenzuführen erscheint mir auf 250 Seiten kaum möglich. Daher einen kleinen Abzug für ein sonst sehr gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Schwierige Beziehungen

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„Die Summe unserer Teile“ erzählt die Geschichte der Frauen über drei Generationen, d.h. von der jüngsten Figur ausgehend, über deren Mutter bis zur Großmutter. Sie haben gemein, dass sie studiert und ...

„Die Summe unserer Teile“ erzählt die Geschichte der Frauen über drei Generationen, d.h. von der jüngsten Figur ausgehend, über deren Mutter bis zur Großmutter. Sie haben gemein, dass sie studiert und eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung haben.
„Manche Dinge lassen sich nicht durch Reden in alle Einzelteile zerlegen, betrachten und schlussendlich lösen.“ Diese Aussage betrifft sowohl die Probleme zwischen den Protagonistinnen als auch die Art, wie manche Details thematisiert und andere ausgelassen werden.
So erleben wir gewisse Situationen im Detail, beispielsweise, wie eine Entscheidung für Kind und Karriere unterschiedlich gehandhabt wird, müssen aber auf die Auflösung zur Ursache der Entfremdung entweder lange warten oder gar über das Ende hinaus spekulieren.
Ein kleiner Wermutstropfen, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat. Mir hat gut gefallen zu sehen, wie Ort und Zeit der Handlungsebenen eingebunden wurden und wie jede Frau ihren eigenen Weg zu verwirklichen suchte. Auch sprachlich war es eine angenehme Lektüre, leicht verständlich und doch mit ausgefallenen Bildern zur Anregung der Fantasie.

Veröffentlicht am 27.04.2025

Familie im Aufbruch

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"Die Summe unserer Teile" von Paola Lopez ist eine Geschichte, die uns abwechselnd durch die drei Frauen einer Familie erzählt wird, drei Generationen. Jede hat hier ihre ganz eigenen Probleme mit den ...

"Die Summe unserer Teile" von Paola Lopez ist eine Geschichte, die uns abwechselnd durch die drei Frauen einer Familie erzählt wird, drei Generationen. Jede hat hier ihre ganz eigenen Probleme mit den anderen.
Alle drei Frauen sind Wissenschaftlerinnen, sie sind stark und wissbegierig und gehen ihren Weg. Aber im Umgang miteinander finden sie oft die richtigen Worte nict, schweigen anstatt zu reden.
Die Großmutter, Ljudmila flieht im Zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon und ist dort dann eine der ersten Chemikerinnen.
Die Mutter, Daria wird in Deutschland Medizinerin und verliert sehr schnell den Kontakt zu ihrer Mutter. Jetzt hat sie auch den Kontakt zu Lucy, ihrer Tochter, verloren.
Diese studiert in Berlin Informatik und macht sich aus gegebenem Anlass auf die Suche nach ihren Wurzeln, ihrer Geschichte. Sie reist spontan nach Polen.
Die Geschichte ist fesselnd und hat mich sehr interessiert. Diese Frauen haben ein soch interessantes Leben, sind solch starke Persönlichkeiten, hier erfahren wir in den einzelnen Abschnitten bruchstückhaft immer etwas mehr.
Die Erzählweise gefällt mir, auch die Wendungen sind gut geplant und nachvollziehbar.
Leider bleibt für mich hier einiges oberflächlich, es gibt so einige angeschnittene Themen, die ich gerne vertieft gesehen hätte,
Ein lesenswertes Buch ist es auf jeden Fall.

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