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Veröffentlicht am 23.03.2025

Schuld und Vergebung

Die Rose und der Duke - Erster Band der Sündhafte Lords-Reihe
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„Die Rose und der Duke“ von Mariah Stone ist der erste Band ihrer mitreißenden Regency Romance Reihe Sündhafte Lords.
Dorian Perrin, der Duke of Rath, kämpft seit zwölf Jahren mit riesigen Schuldgefühlen, ...

„Die Rose und der Duke“ von Mariah Stone ist der erste Band ihrer mitreißenden Regency Romance Reihe Sündhafte Lords.
Dorian Perrin, der Duke of Rath, kämpft seit zwölf Jahren mit riesigen Schuldgefühlen, denn damals tötete er bei einem seiner vielen unüberlegten Duelle einen seiner Kontrahenten, der ihn hinterhältig betrügen wollte. Erst jetzt wurde ihm auch klar, dass er damit gleichzeitig dessen gesamte Familie ins Unglück und in die Armut gestürzt hat. Als Wiedergutmachung heiratet Dorian die jüngste Tochter der Familie, die er für am fügsamsten hält. Schließlich soll diese Ehe nur zum Schein existieren und nach einem Jahr können beide wieder getrennte Wege gehen. Die achtzehnjährige Patience ahnt nichts von den dunklen Dämonen, die ihren Mann heimsuchen und versucht, seine Zuneigung zu gewinnen. Aber selbst, wenn Dorian seiner Sehnsucht nach seiner jungen Frau nachgeben würde, steht sein furchtbares Geheimnis für immer zwischen ihnen.

Ich habe schon die Dukes and Secrets Reihe der Autorin geliebt und wer ebenfalls ein Fan davon ist, der wird in dieser neuen Serie auf ein paar bekannte Charaktere treffen. Man benötigt jedoch absolut keine Vorkenntnisse und kann das Buch unabhängig von den anderen lesen.
Alles dreht sich diesmal um sieben enge Freunde, die Lords of Sins. Der Lord des Zorns, oder eben Duke of Rath, macht den Anfang und es wird schnell klar, dass er sich in einer dunklen Spirale der Selbstzerstörung befindet. In seiner Wut schlägt Perrin gern um sich, obwohl er dabei niemanden verletzen will, nur sich selbst.
Patience macht ebenfalls ihrem Namen alle Ehre, denn sie gibt Perrin nicht auf und tut alles, um in dieser Zweckehe doch noch irgendwie ein wenig Glück zu finden. Sie ist zwar jung und unschuldig, aber sie besitzt auch große Stärke und ein mitfühlendes Herz.
Dieser Auftakt hat mir sehr gut gefallen, denn neben der emotionalen Lovestory von Patience und Perrin erkennt man auch von Anfang an die enge und tiefe Freundschaft zwischen den sündhaften Lords, von denen jeder offensichtlich mit seinen eigenen Schatten zu kämpfen hat.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2025

Ewiges Leben

If We Were Gods
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„If We Were Gods“ von Lara Große stellt die Frage, ob grenzenlose Macht tatsächlich erstrebenswert wäre.
Olivia Dušková hat sich mit harter Arbeit eines der seltenen Stipendien an der Arcane Academy in ...

„If We Were Gods“ von Lara Große stellt die Frage, ob grenzenlose Macht tatsächlich erstrebenswert wäre.
Olivia Dušková hat sich mit harter Arbeit eines der seltenen Stipendien an der Arcane Academy in Schottland gesichert, wo sie gern ihr altes Leben in Prag hinter sich lassen würde. Bisher war Olivia zwischen all den reichen Arkaniern immer die Außenseiterin und so verschweigt sie ihren neuen Freunden lieber ihre Herkunft. Gemeinsam mit fünf der talentiertesten Studenten ist Olivia in einer Experimentierklasse, die nach und nach in die tieferen Arkanen Ebenen abtaucht. Doch dabei gibt es Grenzen, die vor allem ihr Anführer, der kompromisslose Milo Sinclair, nicht akzeptieren will. Als sich die Möglichkeit ergibt, versuchen die sechs Freunde in die tiefste aller Ebenen vorzudringen, wo sich angeblich das Geheimnis des ewigen Lebens und damit grenzenlose Macht verbirgt.

Das Dark Academia Setting ist Lara Große hervorragend gelungen, denn eine abgelegene Burg in Schottland scheint perfekt dafür. Die teils düstere Stimmung wird jedoch auch von den Charakteren und ihren Konflikten befeuert, denn so ziemlich jeder hier hat dunkle Geheimnisse und moralisch grenzwertige Momente.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von Olivia erzählt. Auch sie ist ein höchst streitbarer Charakter, denn man spürt, wie sie jeden Tag mehr in den Sog der Gruppendynamik gerät und bald Entscheidungen trifft, sie sie früher niemals erwogen hätte. Zum ersten Mal ist Olivia Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft und sie ist bereit, fast jedes Opfer zu bringen, damit dies so bleibt. Das ist einerseits erschreckend und grauenhaft, aber auf der anderen Seite aus Olivias Sichtweise auch irgendwie nachvollziehbar.
Keiner der Charaktere ist ein hundertprozentiger Sympathieträger oder sollte hier mit Steinen werfen. Trotzdem ist ihre Dynamik untereinander sehr faszinierend, auch wenn niemand dem anderen wirklich vertraut und es ehrlich gesagt auch nicht sollte.
Die magische Story ist spannend bis zur letzten Seite und gerade, weil die Figuren teils unsympathisch sind, wirken sie umso authentischer. Die Autorin wirft einige moralische Fragen auf, die jeder für sich selbst beantworten muss. Die Auflösung ist für mich persönlich gelungen, obwohl vielleicht nicht alle Fragen beantwortet werden.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2025

Personifizierte Sünden

Vanity Falling: Academy of Sins
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„Vanity Falling – Academy of Sins“ von Kari Vanadis ist eine düstere Romantasy, in der hinterfragt wird, wer die eigentlichen Sünder sind.
Rahel ist eine Sünderin, eine Vicious, die über die Todsünde ...

„Vanity Falling – Academy of Sins“ von Kari Vanadis ist eine düstere Romantasy, in der hinterfragt wird, wer die eigentlichen Sünder sind.
Rahel ist eine Sünderin, eine Vicious, die über die Todsünde des Hochmutes herrscht. Sie kann andere Menschen damit beeinflussen und Albträume heraufbeschwören, wodurch sie zu einer Geächteten der Wardens wird, der selbsternannten Tugendwächter der Gesellschaft. Als Rahel gefangengenommen wird, landet sie in der Academy of Sins, wo ihresgleichen den Umgang mit ihren Kräften lernen müssen. Oder bei dem Versuch sterben. Rahel wird jedoch schnell klar, dass sie etwas besonderes ist, denn sie ist die einzige Gefangene, die einen persönlichen Warden zur Bewachung bekommt. Asher will sich beweisen und meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. Er ahnt aber nicht, dass er damit den Mächtigen eine perfekte Möglichkeit gibt, sowohl ihn als auch Rahel zu beseitigen.

Die Grundidee ist spannend und ich mochte die lateinischen Kapitelüberschriften, die das bedrohliche und geheimnisvolle Dark Academia Setting noch mehr unterstreichen. Am Anfang war ich von den ganzen Begriffen, Charakteren und Konstrukten dieser Welt zugegebenermaßen ein wenig überfordert, so dass ich eine Weile gebraucht habe, bevor ich richtig mitgerissen wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde es aber wirklich fesselnd und ich konnte in der Story abtauchen.
Kari Vanadis hat eine düstere Welt erschaffen, in der die Herrschenden die Menschen nach ihren willkürlichen Regeln unterdrücken können und alles in starre schwarz-weiß Kategorien eingeteilt ist.
Gerade die Hauptfigur Rahel, aber auch Asher, sind aber perfekte Beispiele dafür, dass es eben auch jede Menge Zwischentöne gibt. Sie scheinen die einzigen zu sein, die das ungerechte System hinterfragen, welches immer stärkere Widersprüche und Schwachstellen offenbart.
Während Rahel und Asher in ihrer unfreiwilligen Zweckgemeinschaft stecken, kommen sich beide langsam näher und lernen ihrem angeblichen Erzfeind zu vertrauen. Die langsame Entwicklung ihrer Beziehung ist für mich glaubwürdig dargestellt, denn sie kommt nicht aus dem Nichts und muss immer wieder Rückschläge verkraften. Ich konnte die widerstreitenden Emotionen der Charaktere nachvollziehen, genau wie das permanente Knistern und die wachsende Vertrautheit.
Die Twists sind gelungen und gipfeln in einem Cliffhanger, den man vielleicht ein wenig erahnen konnte. Nach meinen kleinen Startschwierigkeiten bin ich jetzt aber sehr neugierig, wie es mit Rahel, Asher und ihrer Welt voller Todsünden weitergehen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2025

Gelungener Abschluss

Cursed – Der Fluch des Mondes (Gilded 2)
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„Cursed – Der Fluch des Mondes“ von Marissa Meyer ist der zweite und finale Band ihrer märchenhaften und düsteren Adaption von Rumpelstilzchen.
Serilda ist durch ihren letzten Rettungsversuch nun selbst ...

„Cursed – Der Fluch des Mondes“ von Marissa Meyer ist der zweite und finale Band ihrer märchenhaften und düsteren Adaption von Rumpelstilzchen.
Serilda ist durch ihren letzten Rettungsversuch nun selbst an die Burg und den Erlkönig gebunden. Der grausame und finstere Herrscher hat sich für die Missachtung seiner Anweisungen grausam gerächt und verfolgt weiterhin seine dunklen Ziele. Wenigstens ist Serilda nun dauerhaft in der Nähe von Gild, aber die beiden müssen ihre Beziehung unbedingt geheim halten. Serilda ist nun ein wichtiges Werkzeug für den Erlkönig und sie weiß, wie eiskalt und skrupellos er handelt, wenn sie sich ihm widersetzt. Gemeinsam mit Gild sucht Serilda einen Ausweg, bei dem es für ihre beiden Schicksale um alles oder nichts geht.

Die Handlung setzt nahtlos nach dem Cliffhanger des ersten Teils ein und inzwischen dürfe klar sein, dass Serilda den Erlkönig maßlos unterschätzt hat. Diese extreme Naivität hatte mich im ersten Teil ziemlich gestört, aber ich muss sagen, dass sich Serilda im Laufe der Zeit deutlich weiterentwickelt hat.
Die Fortsetzung hat mir besser gefallen als der Vorgänger, denn die Handlung ist mitreißender erzählt und für mich persönlich auch spannender gestaltet. Es gibt zwar immer noch ein paar kleine Längen, aber insgesamt konnte mich dieses Buch viel mehr fesseln als der erste Teil.
Serilda ist mir mit ihrer kämpferischen Seite deutlich sympathischer. Ihr ist endlich klar geworden, dass die Realität keines ihrer Märchen ist und jede Entscheidung tödliche Konsequenzen haben kann. Trotzdem ist sie noch sie selbst, wenn auch weniger verträumt.
Besonders faszinierend fand ich die Figur des Erlkönigs, der in einigen Momenten fast schon liebenswert wirkt. Zusätzlich gibt es neue Charaktere, die für überraschende Twists sorgen und die die vergleichsweise viel packendere Dynamik zusätzlich befeuern.
Das Finale dieses düsteren Märchens ist richtig gut gelungen. Die Mischung aus Action, Spannung und Emotionen hat mich diesmal bis zum Schluss in Atem gehalten und es lohnt sich, dranzubleiben.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Dunkler Stalker

Nero
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„Nero“ von S.J. Tilly ist eine gelungene Dark Mafia Romance und der Auftakt ihrer Alliance Reihe.
Die 27-jährige Peyton arbeitet in einem Café und führt ein zurückgezogenes Leben unter dem Radar. Sie ...

„Nero“ von S.J. Tilly ist eine gelungene Dark Mafia Romance und der Auftakt ihrer Alliance Reihe.
Die 27-jährige Peyton arbeitet in einem Café und führt ein zurückgezogenes Leben unter dem Radar. Sie ist froh, ihrer Vergangenheit entkommen zu sein, deren Albträume sie jedoch immer noch quälen. Als eines Nachts ein attraktiver fremder Mann durch ihre offen Balkontür spaziert, scheint einer ihrer Albträume lebendig zu werden. Doch statt verängstigt zu sein, ist Peyton eher unfreiwillig fasziniert. Nero ist definitiv keiner von den Guten, den in seiner Welt herrschen Gewalt und Blut. Die unschuldige Peyton berührt trotzdem irgendwie sein Herz und plötzlich ist er sich sicher, dass er sie niemals wieder gehen lassen kann. Dabei hat Peyton kein wirkliches Mitspracherecht, auch wenn sie durch die Verbindung zu Nero plötzlich eine dicke Zielscheibe auf dem Rücken hat.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber der lockere und teils humorvolle Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen. Ihre Dark Mafia Romance erfüllt natürlich die üblichen Kriterien, aber ihr düsterer Held landet dank seiner Besessenheit auch in Situationen, wo ich einfach nur laut lachen musste. Das ist mal eine schöne Abwechslung zu anderen Büchern des Genres.
Peyton ist schüchtern, unschuldig und zugegebenermaßen schon ziemlich naiv. Ich mag sie trotzdem, auch wenn sie jetzt nicht unbedingt der Inbegriff einer toughen Heldin ist. Dafür hat sie ein gutes Herz, obwohl sie in ihrem Leben schon viel mitmachen musste.
Nero ist gefährlich, düster und skrupellos. Er ist, wie die Autorin schon sagt, eine wandelnde Red Flag, der die Protagonistin natürlich trotzdem völlig haltlos verfällt. Seine extremen Stalker-Tendenzen sind alles andere als gesund. Und auch sein Beschützerinstinkt läuft 24/7 auf Hochtouren.
Das Buch ist definitiv unterhaltsam und mitreißend, wenn man im Hinterkopf behält, dass die Helden lieber fiktiv bleiben sollten. Ich würde auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen, denn auf King bin ich sehr neugierig.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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