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Veröffentlicht am 07.07.2025

Als Mutter versagt?

Sunbirds
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Anne sucht seit Jahren nach ihrem Sohn. Nach dem Schulabschluss reiste er von einer kleinen schottischen Insel nach Indien, auf der Suche nach etwas – er weiß wohl selbst nicht genau was.

Plötzlich bricht ...

Anne sucht seit Jahren nach ihrem Sohn. Nach dem Schulabschluss reiste er von einer kleinen schottischen Insel nach Indien, auf der Suche nach etwas – er weiß wohl selbst nicht genau was.

Plötzlich bricht der Kontakt ab. Kein Lebenszeichen mehr von Torran. Die meisten seiner Sachen liegen noch in seinem Hotelzimmer in Indien, doch der Junge ist verschwunden.

Die alarmierten Eltern reisen nach Indien, verfolgen jeden Hinweis und suchen überall verzweifelt nach ihrem Sohn. Nach sieben Jahren ist der Vater überzeugt, dass Torran nicht mehr lebt. Doch die Mutter klammert sich an jede Hoffnung und lebt inzwischen selbst in Indien. Jede freie Minute nutzt sie, um weiter nach ihm zu suchen.

Eines Tages reist ihre Nichte zu ihr, denn es gibt eine neue Spur. Obwohl die beiden Frauen sich nicht gut verstehen, machen sie sich gemeinsam auf die Suche.

Die Geschichte wird in vielen kurzen Kapiteln erzählt, wobei in jedem Kapitel eine andere Person im Mittelpunkt steht. Obwohl es in erster Linie um die Geschichte einer Mutter geht, wird sie aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Die Beschreibungen der Landschaft und Vogelwelt Indiens sind faszinierend. Das Buch weckt die Sehnsucht, selbst in den Himalaya zu reisen. Die Einblicke in die Aussteigerkultur Indiens sind überraschend und aufschlussreich. Einige der Randfiguren sind sehr sympathisch und wachsen einem schnell ans Herz.

Obwohl ich als gläubige Christin mit der beschriebenen religiösen Welt Indiens wenig anfangen kann, hat mich dieser Roman tief berührt. Im Zentrum steht Annes Suche nach Antworten – zunächst nach dem Verbleib ihres Sohnes, doch im Verlauf der Geschichte erweitert sich ihr Blickwinkel. Sie beginnt, ihre eigene Vergangenheit zu reflektieren, ihre Lebensentscheidungen zu überdenken und ihre Fehler zu erkennen. Das Buch endet anders, als erwartet, doch der Schluss fühlt sich genau richtig an.


Fazit: Ein bewegender Roman über die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn und nach Antworten auf wichtige Lebensfragen. Sehr empfehlenswert, vor allem für Leser, die gerne durch einen Roman über tiefe Fragen nachdenken.

Veröffentlicht am 25.05.2025

Endlich selbstgebackenes Brot!

Brot backen in Perfektion mit Hefe
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Schon beim ersten Durchblättern macht dieses schön gestaltete Buch Freude. Das bebilderte Inhaltsverzeichnis erinnert an die einladende Vielfalt in einer Lieblingsbäckerei.

Der Autor hat nach zahlreichen ...

Schon beim ersten Durchblättern macht dieses schön gestaltete Buch Freude. Das bebilderte Inhaltsverzeichnis erinnert an die einladende Vielfalt in einer Lieblingsbäckerei.

Der Autor hat nach zahlreichen Versuchen seine eigene Methode perfektioniert, bei der mit deutlich weniger Hefe gearbeitet wird. Statt zu kneten, wird der Teig nur gemischt und bekommt anschließend viel Zeit zum Ruhen. Das Ergebnis: besonders bekömmliche und schmackhafte Backwaren.

Im ersten Teil des Buches erklärt der Autor ausführlich seine Vorgehensweise. Zahlreiche Fotos und Antworten auf häufige Fragen machen die Methode leicht nachvollziehbar und nehmen Anfängern mögliche Unsicherheiten. Hilfreich ist auch die Tabelle für größere Mengen am Ende des Buches.

Etwa 70 abwechslungsreiche Rezepte folgen auf diesen Grundlagenteil. Die Auswahl reicht von klassischen Broten und Semmeln über beliebte Gerichte wie Pizza und Flammkuchen bis hin zu internationalen Spezialitäten wie Ciabatta und Croissants. Auch süße Rezepte wie Rosinen- oder Bananenbrot sind vertreten.

Die ansprechend gestalteten Fotos machen Lust aufs Nachbacken. Dank der Einleitung am Anfang des Buches sind die Rezepte sehr einfach gehalten. Nach dem Prinzip, „Weniger ist mehr“, werden oft nur wenige Zutaten benötigt, die zudem leicht erhältlich sind. Doch es gibt auch aufwändigere Rezepte, die mit Schritt-für-Schritt-Fotos erklärt werden.

Fazit: Dieses Buch ist mehr als nur eine Rezeptsammlung: Es ist eine Einladung, sich intensiv mit der Kunst des Brotbackens auseinanderzusetzen. Leser brauchen etwas Zeit und Geduld, um ein Gefühl für den Teig zu entwickeln. Doch die Anleitung vermittelt das nötige Wissen mit viel Liebe zu dieser nahrhaften Kunst. Die Rezepte können außerdem leicht abgewandelt werden, um unzählige andere Backwaren zuzubereiten.

Veröffentlicht am 19.05.2025

Aber ich fühle mich trotzdem so

Warum fühl ich mich jetzt so?
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Schuldbotschaften.

Selbstanklagen.

Der quälende Gedanke: Ich sollte mich nicht so fühlen!

Wer kennt das nicht? Vor allem als Christ ist es oft schwer zu wissen, wie man am besten mit zwiespältigen ...

Schuldbotschaften.

Selbstanklagen.

Der quälende Gedanke: Ich sollte mich nicht so fühlen!

Wer kennt das nicht? Vor allem als Christ ist es oft schwer zu wissen, wie man am besten mit zwiespältigen Gefühlen umgeht. Da ist die Aufforderung, alle zu lieben. Doch manchmal ist die Liebe einfach nicht da. Das schlechte Gewissen, wenn ich es dem anderen nicht recht mache. Sollte ich nicht alles tun, was von mir erwartet wird? Oder habe ich auch das Recht auf mich selbst zu achten?

Gefühle sind gut und nützlich, doch sie können auch verwirrend sein und zu Reaktionen führen, die der Situation nicht angemessen sind. Begleitet von stets kreisenden Gedanken, die wie eine Abwärtsspirale wirken.

Die Autorin dieses Buches verbindet ihr psychologisches Wissen mit biblischen Erkenntnissen, um Wegweisung in diesem Gefühls- und Gedankenchaos zu bringen. Sie lädt dazu ein, ruhig zu werden und genau zu bedenken, was in meinem Inneren vorgeht. Diese Überlegungen sind eine wichtige Voraussetzung, um weise und überlegte Entscheidungen zu treffen.

Das Buch enthält viele Beispiele von ihren Klienten, die nicht wissen, wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen sollen. Besonders hilfreich daran ist, wie echt und nachvollziehbar diese Erlebnisse sind. Insgesamt vermittelt das Geschriebene das Gefühl: Es geht nicht nur mir so. Meine Gefühle machen Sinn. So ist es nun einmal. Aber es muss nicht so bleiben.

Einzelne Kapitel widmen sich schwierigen Lebensbereichen. So geht es beispielsweise um widersprüchliche Gefühle gegenüber Gott, um das Gefühl sich für seinen Körper zu schämen, um den Umgang mit toxischen Menschen, oder um das schlechte Gewissen, wenn man auf geliebte Menschen wütend ist. Die Ausführungen sind konkret und leicht umzusetzen. Hilfreiche Fragen unterstützen Leser bei der Klärung von überwältigenden Gefühlen.

Der Schreibstil ist angenehm. Beim Lesen hat man das Gefühl, mit einer verständnisvollen Freundin zu sprechen. Trotzdem sind viele Gedanken und Aufgaben herausfordernd. Sie ermutigen selbst zu handeln, anstatt sich als Opfer zu sehen.

Fazit: Ein wertvolles Buch, das hilft das Chaos im Inneren zu verstehen und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 29.04.2025

Zusammen sind wir stark

Schwesternschwur
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Die kleine Ollie spürt, dass sie fortmuss. Heute noch. Von ihrer Mutter kann sie keine Unterstützung erwarten. Diese schläft entweder oder sie dämmert in ihrer eigenen Welt vor sich hin. Das liegt wohl ...

Die kleine Ollie spürt, dass sie fortmuss. Heute noch. Von ihrer Mutter kann sie keine Unterstützung erwarten. Diese schläft entweder oder sie dämmert in ihrer eigenen Welt vor sich hin. Das liegt wohl an dem Pulver, das sie einnimmt. Doch die Bedrohung, die von Ollies Stiefvater ausgeht, wird von Tag zu Tag größer. Zusammen mit ihrer kleinen Ziehschwester macht sie sich eilig davon.

Der Weg ist voller Gefahren. Ihr böser Stiefvater und andere Männer jagen sie. Dazu die wilden Tiere, der Hunger, die Hoffnungslosigkeit. Unterwegs finden die beiden Reisegefährten - andere Kinder, die ebenfalls vor einer schrecklichen Situation fliehen mussten. Die Kinder sorgen füreinander, doch sie sind ständig in Gefahr. Ollie träumt von einem Ort, an dem sie alle in Sicherheit sind.

Mehr als achtzig Jahre später tritt Val ihre Stelle als Ranger in einem neu eröffneten Nationalpark an. Ein Kollege zeigt ihr an einem ihrer ersten Tage eine alte Grabstätte, die erst kürzlich auf dem Gebiet des Parks entdeckt wurde. Sie enthält die Knochen von drei jungen Kindern. Zu gern würde Val mehr über das Schicksal dieser Kinder wissen. Doch zunächst beschäftigt sie etwas Dringenderes. Ein junges Mädchen bittet sie um Hilfe, weil ihr 17-jähriger Bruder verschwunden ist.

Dieses berührende Buch erzählt abwechselnd aus der Sicht von Ollie im Jahr 1909 und von Val im Jahr 1990. Beiden Berichten gleich ist der Ort der Geschehnisse, ein Gebirgszug im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma. Die wunderschöne Landschaft wird eindrucksvoll beschrieben. Doch das tritt hinter der spannenden, wahren Geschichte dieses Buches zurück. Es ist die Geschichte eines Kampfes von David gegen Goliath, von Menschen ohne Stimme gegen einflussreiche Männer. Die Charaktere fühlen sich schnell wie beste Freunde an. Selbst Menschen, die nur eine kleine Rolle in der Geschichte spielen, sind sehr gut herausgearbeitet.

Nach dem Lesen dieses Buches bin ich nicht nur wegen der wahren Geschehnisse, die hinter dieser Geschichte stehen, traurig. Ich spüre auch Abschiedsschmerz von diesen liebenswerten Menschen, die mir durch die Seiten des Buches vertraut geworden sind. Und jetzt beginnt das lange Warten auf den nächsten Roman dieser begabten Autorin!

Fazit: Ein spannender und bewegender Roman, der traurig, berührend und fröhlich zugleich ist. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Gibt es noch Hoffnung?

Flucht der Herzen
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Viel zu jung, um eine Witwe zu sein, wünscht sich Lu nichts sehnlicher, als dass sie ein neues Leben beginnen kann. Ihre Kindheit war schon schlimm genug. Es muss doch einen anderen Weg geben! Als sich ...

Viel zu jung, um eine Witwe zu sein, wünscht sich Lu nichts sehnlicher, als dass sie ein neues Leben beginnen kann. Ihre Kindheit war schon schlimm genug. Es muss doch einen anderen Weg geben! Als sich plötzlich eine Tür öffnet, setzt sie alles auf eine Karte. Aber ihre Hoffnung zerschlägt sich und sie weiß nun nicht, was sie tun soll.

Lu ist eine der ersten Personen, die ein Geheimdienstmitarbeiter namens Andrew an seinem neuen Einsatzort trifft. Der Beamte, den er unterstützen soll, wird kurz nach Andrews Eintreffen ermordet. Da keine Aufzeichnungen zu dem Fall zu finden sind, muss Andrew seine Ermittlungen von Grund auf neu beginnen. Doch dafür muss er zunächst das Vertrauen der Stadtbewohner gewinnen und entscheiden, wem er glauben kann. Diese Frage stellt sich ihm vor allem bei Lu.

Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Die Handlung wirkt stellenweise unrealistisch, denn die Bosheit nimmt manchmal skurrile Formen an. Doch wen das nicht stört, der hat gewiss viel Freude an dieser Lektüre. Beim Lesen fiebert man mit den Guten und fühlt manchmal sogar mit den Bösen mit, wenn ihre Pläne scheitern. Sie sind nämlich zu guten Bekannten geworden und ihre Motive sind nicht nur schlecht.

Im Mittelpunkt stehen die Themen Hoffnung und Erlösung. Gibt es eine zweite Chance für jemanden, der ein schlechtes Leben geführt hat? Und kann man einen Menschen lieben, der eine schamvolle Vergangenheit hat?

Die Charaktere wirken lebendig, selbst die Nebenfiguren. Besonders Andrew und Lu mit ihren inneren Kämpfen und Geheimnissen, aber vor allem mit ihrem aufrichtigen Wunsch, das Richtige zu tun, sind äußerst sympathisch.

Neben Elementen, die an die Gesetzlosigkeit eines Westerns erinnern, dramatischen Wendungen wie in einem Thriller, und einer hoffnungslos erscheinende Liebe, spielt auch der Glaube in diesem Buch eine zentrale Rolle. Die Hinweise auf Gott sind dabei nicht aufdringlich, sondern fügen sich ganz natürlich in die Geschichte ein. Sie bilden die Grundlage der Hoffnung, die das Leben der Hauptfiguren prägt.

Fazit: Eine atemberaubende und lesenswerte Erzählung. Trotz böser Schurken und vielen Gefahren vermittelt sie Hoffnung und ermutigt mit dem Gedanken, dass ein Neuanfang selbst nach einer dunklen Vergangenheit möglich ist. Sehr empfehlenswert!