Girls Trip : "Pretty Little Liars" trifft "Gone Girl" auf hoher See
Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.Worum geht es?
Giselle, Vivi und Emi kennen sich schon Jahre und sind befreundet. Als letzte im Bunde stößt Maggie dazu. Alle vier wollen nach ihrem Highschool-Abschluss einen glamourösen Mädels-Trip ...
Worum geht es?
Giselle, Vivi und Emi kennen sich schon Jahre und sind befreundet. Als letzte im Bunde stößt Maggie dazu. Alle vier wollen nach ihrem Highschool-Abschluss einen glamourösen Mädels-Trip auf der luxuriösen Yacht, von Giselle's Familie unternehmen. Was als perfekter Urlaub beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum, denn Giselle verschwindet in der letzten Nacht spurlos.
Allerdings gibt es auf der Überwachungskamera der Yacht eine schockierende Aufnahme. Darauf zu sehen ist die Täterin, ausgerechnet Maggie. Und sie zeigt, wie sie ihre Freundin über Bord stößt. Das Problem dabei : Maggie kann sich an nichts erinnern, sie weiß nicht, was in dieser Nacht geschehen ist. Als die Polizei im Zielhafen wartet, muss sie dringend herausfinden, was wirklich passiert war.
Meine Meinung
Die Besonderheit des Buches ist die Erzählweise: Die Geschichte wird größtenteils rückwärts erzählt, beginnend mit dem Moment des Verschwindens und zurück bis zum Start der Reise.
Ergänzend durch Verhörprotokolle, die in der Gegenwart spielen und Tagebucheinträge wird die Spannung hervorragend aufrechterhalten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und atmosphärisch. Die vier Freundinnen sind nicht alle sympathisch, aber jede für sich ist glaubhaft gezeichnet. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Maggie, somit wird die Story besonders intensiv. Die Leser erleben ihre Verwirrung, ihre Angst und ihr verzweifeltes Bemühen, die Wahrheit herauszufinden, hautnah mit. Durch ihre Erinnerungslücken ist Maggie allerdings eine unzuverlässige Erzählerin, was dem Thriller noch zusätzliche Spannung verleiht.
Das Cover und den Farbschnitt finde ich hervorragend.
Fazit
"Girls' Trip" ist ein geschickt konstruierter, fesselnder Jugendthriller, der auch für Erwachsene lohnenswert ist. Jan Gangsei spielt gekonnt mit der unzuverlässigen Erzählerin und hält die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht.
Die Erzählstruktur, die meist rückwärts verläuft, verleiht der Handlung eine zusätzliche, clevere Ebene, die man nicht oft findet und ist daher ein Pluspunkt.
Die Charaktere - die Anführerin, die Mitläuferin, die Eifersüchtige – erfüllen ihren Zweck innerhalb der Geschichte. Auch wenn einige Wendungen vorhersehbar sind, ändert es nichts daran, dass das Buch ein hohes Tempo beibehält und bis zum Schluss spannend bleibt. Eine Lektüre, die den Kopf fordert, aber nicht überfordert.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.