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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Unterhaltsam und Berührend

Das Herz kennt keine Demenz
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In jedem Alten-/Seniorenheim sollte es definitiv einen „Jimmy“ geben!
Jim Ayag ist mit Herz und Seele bei diesem Beruf und ich fand das Buch einfach nur großartig! Jim nimmt uns mit in seinen Arbeitsalltag ...

In jedem Alten-/Seniorenheim sollte es definitiv einen „Jimmy“ geben!
Jim Ayag ist mit Herz und Seele bei diesem Beruf und ich fand das Buch einfach nur großartig! Jim nimmt uns mit in seinen Arbeitsalltag und zeigt hier was Demenz überhaupt ist und wie man damit umgeht. Ja auch ich musste oft bei den Geschichten schmunzeln und „Frau Tippelkamp“ ist mir des öfteren ans Herz gewachsen. Ich musste auch oft an meine Oma denken, die auch Demenz hatte. Das war nicht einfach damit umzugehen und traurig mit anzusehen. Aber auch von der Arbeit, also dem Pflegeberuf an sich, erzählt Jim. Der Beruf ist nicht für jeden, aber es ist wie er sagt nicht nur „waschen“. Ich habe jetzt jedenfalls einen völlig anderen und neuen Einblick in diesen Beruf bekommen und zieh da echt meinen imaginären Hut.
Jim ist auch auf Social Media aktiv und ich muss mir unbedingt noch seine Videos anschauen :)

Und ich gebe zu das in dieser heutigen Gesellschaft die Älteren oft nicht beachtet werden. Man sollte einfach mal mehr hinschauen und helfen wenn nötig. Das ist wirklich sehr wichtig!

Ich empfehle dieses Buch JEDEM! Lest es!
Von mir gibt es 5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Überraschend gut

Hier draußen
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Überraschend gut!

Fehrdorf - Ingo und Lara ziehen mit ihren beiden Kindern von der Stadt ins Dorf. Sie stellen fest das das Leben hier ganz anders ist. Sie lernen nach und nach die Dorfbewohner kennen, ...

Überraschend gut!

Fehrdorf - Ingo und Lara ziehen mit ihren beiden Kindern von der Stadt ins Dorf. Sie stellen fest das das Leben hier ganz anders ist. Sie lernen nach und nach die Dorfbewohner kennen, aber auch die haben ihr Päckchen zu tragen.

Ein toller Schreibstil der Autorin. Sehr bewegend, tiefgründig, authentisch, sympathische und interessante Protagonisten. Aber auch ein Buch zum nachdenken. Auch fand ich die Beschreibungen sehr realistisch und bildlich dargestellt. Abwechselnd erzählen die Protagonisten ihre Geschichte, auch verschiedene Zeitebenen kommen vor. Sehr schön gestaltetes und auch passendes Cover.

Als Ingo eines abends mit dem Auto unterwegs ist fährt er eine weiße Hirschkuh an. Diese ist selten und ein Mythos des Dorfes besagt, wer eine weiße Hirschkuh tötet dem droht nach einem Jahr ebenso ein tödliches Schicksal. Der Unfall macht die Runde im Dorf und Lara beginnt Nachforschungen bei den Bewohnern anzustellen. Auch die Ehe mit Ingo kommt ins wanken. War es überhaupt eine gute Idee aufs Dorf zu ziehen? Ist der Tod der weißen Hirschkuh tatsächlich Schuld an all den Schicksalsschlägen?

Und nein, das Buch war keine Sekunde langweilig. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Kleiner wilder Hase

Hase und ich
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Was für ein wundervolles Buch. Ich habe wirklich jede Seite sehr genossen und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Cover und der Titel hat mich sofort angesprochen, vor allem weil mich meine Schwester ...

Was für ein wundervolles Buch. Ich habe wirklich jede Seite sehr genossen und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Cover und der Titel hat mich sofort angesprochen, vor allem weil mich meine Schwester seit über 40 Jahren „Hase“ nennt :D

Die Zeichnungen im Buch sind so elegant und schön anzusehen.
Einfach eine großartige Geschichte zwischen der Autorin und der Hase.

Chloe Dalton lässt einen an ihrer abenteuerlichen Geschichte mit Hase teilnehmen und berichtet wie sie das Hasenbaby am Straßenrand gefunden hat und tatsächlich damit haderte es einfach dort liegen zu lassen. Sie holt sich Hilfe von einem Tierarzt, Verwandte, Freunde und durchforstet das Internet und Unmengen an Büchern um zu erfahren wie man einen Wildhasen aufzieht. Dies gestaltet sich recht schwer herauszufinden, doch die Autorin lässt dem Hasen seine natürlichen Freiheiten. Es wächst heran, bekommt selbst Junge und die Autorin bekommt immer mehr von der Natur um sich herum mit und beschäftigt sich auch mit all den Pflanzen und anderen Wildtieren.

Das Buch ist absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Insomnia

Der längste Schlaf
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Das Buch musste nach dem auslesen erstmal sacken, so unglaublich toll fand ich es!

„Wie robust unser Schlaf-Wach-Rhythmus ist, merken wir häufig dann, wenn er gegen uns arbeitet…“S.89

„…egal, wo auf ...

Das Buch musste nach dem auslesen erstmal sacken, so unglaublich toll fand ich es!

„Wie robust unser Schlaf-Wach-Rhythmus ist, merken wir häufig dann, wenn er gegen uns arbeitet…“S.89

„…egal, wo auf der Welt wir uns befinden, egal, welcher Kultur wir angehören,…, ob wir alt sind oder jung, arm oder reich, am Ende eines Tages legen wir uns hin,…und beginnen irgendwann, in einen anderen Bewusstseinszustand zu wechseln und wild zu halluzinieren.“ S. 126


„Der längste Schlaf“ von Melanie Raabe ist so so gut geschrieben! Auch ich hatte schon Träume die dann so in etwa danach passiert sind.
Mara, eine Schlafforscherin die mittlerweile in London lebt, bekommt aus dem nichts einen Anruf eines Anwalts in der ihr mitgeteilt wird das sie ein Herrenhaus in einem kleinen Ort Namens Limmerfeldt, in der Nähe von Frankfurt, geerbt hat. Doch sie kennt ihn nicht und die Neugier ist so groß, dass sie schließlich nach Deutschland reist, sich das Haus ansieht und das Erbe annimmt. Ungewöhnliche Dinge passieren plötzlich, das Haus ein Mysterium, zwei Kinder sind verschwunden und warum hat Mara wieder diese Träume, die sie so lange nicht mehr hatte?
Sehr schöner Schreibstil, unglaublich spannend und interessant zu gleich. Man kann nicht aufhören zu lesen.

Ist es nun Traum oder Realität oder beides zusammen?

Ein wirklich großartiges Buch und sehr empfehlenswert! Dafür gibt es Ganze 5 Sterne :)

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Die Pommersche Sappho

BILLIE »Ich fliege Himmel an mit ungezähmten Pferden«
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Eine absolute Buchentdeckung über die Barockdichterin Sibylla Schwarz aus Greifswald, kurz Billie genannt. Von dem Autor Stefan Cordes. Der Schreibstil ist toll, die Kapitel kurz gehalten, man kann nicht ...

Eine absolute Buchentdeckung über die Barockdichterin Sibylla Schwarz aus Greifswald, kurz Billie genannt. Von dem Autor Stefan Cordes. Der Schreibstil ist toll, die Kapitel kurz gehalten, man kann nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte ist so mitreißend, die Gedichte darin so schön. Schon auf der ersten Seite zaubert mir Billie ein Lächeln ins Gesicht. Sie ist ein kluge, junge Frau, die sich nicht einfach abschrecken lässt, ganz gleich ob es eine reine Männerwelt ist. Es ist der Anfang des 17. Jahrhunderts, der 30-jährige Krieg steht bevor und die 15. jährige Billie möchte doch einfach nur Dichterin werden, so wie die einst griechische Dichterin Sappho. Doch ihr Weg dahin ist in dieser Zeit schier unmöglich, sogar verboten.
Von Hauslehrer Samuel, der den Bruder unterrichtet, bekommt sie heimlich Bücher zugesteckt. Auch von einigen anderen Männern wird sie ermutigt und es ist so schön das einige ihrer Werke nicht verloren gegangen sind.

„Ich flieg jetzt außer mir, ich fliege von der Erden. Ich fliege Himmel an mit ungezähmten Pferden."

Ein großartiges Buch über Sibylla „Billie“ Schwarz und eine absolute Leseempfehlung! 5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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