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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Anders als die Vorgänger, aber genauso lesenswert

Magisterium - Das 4. Jahr
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Der vierte Band der Magisterium-Reihe unterscheidet sich deutlich von den übrigen Bänden. Zum einen spielt er nicht im Magisterium und zum anderen ist die Stimmung deutlich düsterer und erwachsener. Der ...

Der vierte Band der Magisterium-Reihe unterscheidet sich deutlich von den übrigen Bänden. Zum einen spielt er nicht im Magisterium und zum anderen ist die Stimmung deutlich düsterer und erwachsener. Der Fokus liegt nicht auf aktiongeladenen Szenen, sondern es stehen eher ethische und moralische Fragen im Vordergrund. Dadurch war es zwar nicht durchgängig spannend, langweilig wurde es aber trotzdem nicht. Zudem gab es einige Passagen, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Gerade aufgrund der eher düsteren Grundstimmung war es für mich eine echte Bereicherung, dass Jasper in diesem Band eine tragende Rolle spielt. Für mich ist er als Charakter auf jeden Fall das Highlight dieses Bandes, da er immer einen Spruch auf den Lippen hat und eine gewisse Lockerheit in das Geschehen bringt.
Auch Call setzt in diesem Band seine positive Entwicklung fort. Mir erschien er deutlich reflektierter und erwachsener als in den vorherigen Bänden. Besonders schön fand ich zudem die Beziehung zu seinem Vater, nachdem Alistair mir in den vorherigen Bänden teilweise suspekt war.

Anders als in den vorherigen Bänden wird in diesem Teil der Versuch unternommen, eine Liebesgeschichte in die Handlung zu integrieren. Diese kam für mich etwas aus dem Nichts und es hätte sie meiner Meinung nach auch nicht gebraucht. Ein Fokus auf die wundervolle Freundschaft zwischen den Protagonisten hätte völlig ausgereicht.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt betrifft das etwas antiklimatische Ende. Der finale Konflikt wurde doch recht schnell gelöst – ein paar Seiten mehr hätten hier sicher nicht geschadet. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass zumindest ein Teil der Handlung im Magisterium spielt. Durch den statischen Aufenthalt an einem Ort blieb es handlungstechnisch doch eher beschränkt.

Alles in allem ist dieser Band deutlich düsterer und ruhiger als seine Vorgänger, aber genauso lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 28.10.2025

Ein mitreißender und düsterer Auftakt

Heavenbreaker
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„Heavenbreaker“ ist ein dystopisches SciFi-Abenteuer, in dem es um Synali geht, die den Tod ihrer Mutter rächen möchte. Um ihren Racheplan umzusetzen, geht sie einen Deal mit dem geheimnisvollen Adligen ...

„Heavenbreaker“ ist ein dystopisches SciFi-Abenteuer, in dem es um Synali geht, die den Tod ihrer Mutter rächen möchte. Um ihren Racheplan umzusetzen, geht sie einen Deal mit dem geheimnisvollen Adligen Darvik ein: Jedes Mal, wenn Synali mit dem Streitross Heavenbreaker einen Sieg davonträgt, stirbt jemand, der am Tod ihrer Mutter beteiligt war…

Da ich im Rahmen meines Studiums bereits einige mittelalterliche Artusromane gelesen habe, hat mich die Idee, das Rittertum auf die Zukunft zu übertragen, sofort fasziniert. Anstatt mit Pferden treten die Duellanten in „Heavenbreaker“ mit Maschinen im Weltraum gegeneinander an. Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich das Konzept wirklich verstanden habe, aber nach kurzer Zeit konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Synali ist keine einfache Protagonistin. Aufgrund ihrer Erfahrungen hat sie sich eine harte Schale zugelegt, die kaum durchbrochen werden kann. Obwohl ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen oder gutheißen konnte, habe ich trotzdem mit ihr gelitten. Ich bin sehr gespannt, wie ihre Entwicklung im zweiten Band fortgeführt wird.

Die Geschichte wird jedoch nicht ausschließlich aus Synalis Perspektive erzählt, sondern es gibt immer wieder Kapitel, die wichtigen Nebenfiguren – wie Synalis Konkurrenten Rax und Mirelle – folgen. Auf diese Weise wurde ein tieferer Einblick in die Welt und die Dynamik der Figuren ermöglicht. Besonders interessant waren für mich die Kapitel, die vom Leben des Attentäters von Synalis Mutter handeln. Vor allem zum Ende hin haben die kurzen Kapitel und die vielen Perspektivwechsel für ordentlich Spannung gesorgt.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft die Länge des Buches: Ein paar Seiten weniger hätten der Handlung nicht geschadet. Vor allem die Kämpfe sind sehr detailliert geschildert. An sich hat mir dies gut gefallen, jedoch wurde es teilweise repetitiv. Stattdessen hätte ich mir noch ein paar mehr Einblicke in das Leben auf der Raumstation gewünscht.

Alles in allem ein mitreißender und düsterer Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Authentische Sports-Romance

Knightsbridge United
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In Band 1 der neuen Sports-Romance-Reihe von Marina Neumeier geht es um die Sportreporterin Davina und den Fußballstar Alec, die aus unterschiedlichen Gründen eine Fake-Beziehung eingehen.

Obwohl ich ...

In Band 1 der neuen Sports-Romance-Reihe von Marina Neumeier geht es um die Sportreporterin Davina und den Fußballstar Alec, die aus unterschiedlichen Gründen eine Fake-Beziehung eingehen.

Obwohl ich zumindest die Bundesliga einigermaßen aktiv verfolge, war Knightsbridge United für mich die erste Sports-Romance, in der es um Fußball geht. Der Sportaspekt der Handlung war meiner Meinung nach einwandfrei umgesetzt. Die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet, sodass ich das Gefühl hatte, dass tatsächlich eine ganze Mannschaft bzw. eine ganze Liga existiert – und nicht nur einzelne Spieler. Besonders mochte ich Mando, über den ich gerne in einem eigenen Band mehr erfahren würde.
Auch die Motivationen hinter dem Fake-Dating von Alec und Davina waren für mich stimmig. Als Paar harmonieren die beiden gut, und bis auf sein unbedachtes Handeln zu Beginn ist Alec eine absolute Green-Flag.
Positiv hervorheben möchte ich zudem den Umgang mit Sexismus und Traumata, der neben der Liebesgeschichte viel Raum in der Handlung einnimmt. In diesem Zusammenhang hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Problematik mit Davinas ExFreund noch etwas ausführlicher thematisiert worden wäre. Hierdurch hätte die Handlung noch etwas mehr an Tiefe und Spannung gewinnen können.

Alles in allem eine authentische Sports-Romance, die sich trotz schwerer Themen leicht lesen lässt.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tolles Spin-off

Heir
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Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, ...

Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, die Vorgängerreihe zuerst zu lesen. So sind sowohl das World-Building als auch die Charakterdynamiken deutlich besser zu verstehen. Schließlich geht es in diesem Spin-off zu einem Großteil um die Kinder der Protagonisten aus der AEITA-Reihe.
Mit Quil, Sirsha und Aiz gibt es drei neue Protagonisten. Vor allem Quil und Sirsha habe ich schnell ins Herz geschlossen, da ihre inneren Konflikte sehr nachvollziehbar geschildert waren. Womit ich ein kleines Problem hatte, ist der Umstand, dass sich die Protagonisten die meiste Zeit über nicht am selben Ort aufhalten. Ähnlich ging es mir bereits im vierten Band von AEITA: Die Perspektiven und damit verbundenen Handlungsstränge waren alle interessant, haben mich jedoch nicht gleich stark mitreißen können.
Mal abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist wie gewohnt flüssig zu lesen. Außerdem bietet das Buch sowohl gut ausgearbeitete Haupt- und Nebencharaktere als auch ein interessantes World-Building. Mein persönliches Highlight waren die kleinen Auftritte von Elias, Laia und Helena. Da habe ich gleich Lust bekommen, die AEITA-Reihe noch einmal zu lesen.

Alles in allem ein gelungenes Spin-off mit neuen interessanten Protagonisten und bekannten Lieblingscharakteren.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Süße Liebesgeschichte

Under Your Spell – Dein Verstand sagt Nein. Aber dein Herz Ja.
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„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das ...

„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das Buch eine tolle Atmosphäre erschaffen hat und ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe.
Beim Buch handelt es sich um keine typische Rockstar-Romance. Auf kreischende Fans wird verzichtet, da das Buch zu einem großen Teil in einem abgelegenen Häuschen spielt. Theo soll dort neue Songs komponieren, während Clemmie für ihn in dieser Zeit als persönliche Aufpasserin fungiert.
Ich mochte sowohl Theo als auch Clemmie sehr. Beide waren bodenständig, liebenswert, lustig und wie gemacht füreinander. Noch mehr als die Liebesgeschichte der beiden konnte mich jedoch die tolle Verbindung, die Clemmie zu ihren beiden Schwestern hat, überzeugen.
Es gab nur zwei kleine Punkte, die mich gestört haben. Zum einen passte das Drama am Ende nicht wirklich zur bedachten Art der Protagonisten und zum anderen wurde das Wort „hecheln“ inflationär gebraucht. Ich gehe davon aus, dass diese Wortwahl zum Teil auch auf die Übersetzung zurückzuführen ist. Auf jeden Fall musste ich leider jedes Mal an Hunde denken und war entsprechend irritiert.

Alles in allem eine charmante Liebesgeschichte mit sympathischen Haupt- und Nebencharakteren.

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