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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein tolles Spin-off

Heir
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Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, ...

Sabaa Tahirs neuer Roman „Heir“ ist Teil eins einer Dilogie und spielt 20 Jahre nach Ende der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Zwar kann das Buch auch unabhängig gelesen werden, jedoch würde ich empfehlen, die Vorgängerreihe zuerst zu lesen. So sind sowohl das World-Building als auch die Charakterdynamiken deutlich besser zu verstehen. Schließlich geht es in diesem Spin-off zu einem Großteil um die Kinder der Protagonisten aus der AEITA-Reihe.
Mit Quil, Sirsha und Aiz gibt es drei neue Protagonisten. Vor allem Quil und Sirsha habe ich schnell ins Herz geschlossen, da ihre inneren Konflikte sehr nachvollziehbar geschildert waren. Womit ich ein kleines Problem hatte, ist der Umstand, dass sich die Protagonisten die meiste Zeit über nicht am selben Ort aufhalten. Ähnlich ging es mir bereits im vierten Band von AEITA: Die Perspektiven und damit verbundenen Handlungsstränge waren alle interessant, haben mich jedoch nicht gleich stark mitreißen können.
Mal abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt hat mir der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist wie gewohnt flüssig zu lesen. Außerdem bietet das Buch sowohl gut ausgearbeitete Haupt- und Nebencharaktere als auch ein interessantes World-Building. Mein persönliches Highlight waren die kleinen Auftritte von Elias, Laia und Helena. Da habe ich gleich Lust bekommen, die AEITA-Reihe noch einmal zu lesen.

Alles in allem ein gelungenes Spin-off mit neuen interessanten Protagonisten und bekannten Lieblingscharakteren.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Süße Liebesgeschichte

Under Your Spell – Dein Verstand sagt Nein. Aber dein Herz Ja.
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„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das ...

„Under Your Spell“ hat mich positiv überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gegangen – letztendlich gehörte es aber zu meinen Lesehighlights im Februar. Das liegt vor allem daran, dass das Buch eine tolle Atmosphäre erschaffen hat und ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe.
Beim Buch handelt es sich um keine typische Rockstar-Romance. Auf kreischende Fans wird verzichtet, da das Buch zu einem großen Teil in einem abgelegenen Häuschen spielt. Theo soll dort neue Songs komponieren, während Clemmie für ihn in dieser Zeit als persönliche Aufpasserin fungiert.
Ich mochte sowohl Theo als auch Clemmie sehr. Beide waren bodenständig, liebenswert, lustig und wie gemacht füreinander. Noch mehr als die Liebesgeschichte der beiden konnte mich jedoch die tolle Verbindung, die Clemmie zu ihren beiden Schwestern hat, überzeugen.
Es gab nur zwei kleine Punkte, die mich gestört haben. Zum einen passte das Drama am Ende nicht wirklich zur bedachten Art der Protagonisten und zum anderen wurde das Wort „hecheln“ inflationär gebraucht. Ich gehe davon aus, dass diese Wortwahl zum Teil auch auf die Übersetzung zurückzuführen ist. Auf jeden Fall musste ich leider jedes Mal an Hunde denken und war entsprechend irritiert.

Alles in allem eine charmante Liebesgeschichte mit sympathischen Haupt- und Nebencharakteren.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Sehr berührend

Die Nacht der Bärin
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„Die Nacht der Bärin“ unterscheidet sich deutlich von den New Adult Büchern, die ich bereits von der Autorin gelesen haben. Im Kern geht es um toxische (Liebes-)Beziehungen und ein Generationen übergreifendes ...

„Die Nacht der Bärin“ unterscheidet sich deutlich von den New Adult Büchern, die ich bereits von der Autorin gelesen haben. Im Kern geht es um toxische (Liebes-)Beziehungen und ein Generationen übergreifendes Trauma. Entsprechend solltet ihr euch vor dem Lesen bewusst sein, dass es sich um keine leichte Lektüre handelt.
Im Zentrum des Roman stehen drei Frauen: Jules, ihre Mutter Anna und ihre Großmutter, die Jules nie kennengelernt hat. Die Handlung spielt abwechselt in der Gegenwart, in der Jules die Beziehung zu ihrem Freund überdenkt und mehr über ihre Großmutter erfahren will, und in der Vergangenheit. In den Abschnitten über die Vergangenheit erfährt der Leser mehr über die Jugend von Jules Mutter Anna und den Grund, wieso sie den Kontakt zur Großmutter und ihrer Schwester Maja abgebrochen hat. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Handlung sich über zwei Zeitebenen erstreckt, da so die Weitergabe des Traumas nachvollziehbar war.
Letztendlich habe ich das Buch an einem Tag beendet, da mich vor allem die Geschichte um Jules Mutter nicht losgelassen hat. Mein einziger kleiner Kritikpunkt liegt darin, dass die Handlung sehr gradlinig verläuft und es entsprechend keine überraschenden Wendungen gibt. Aufgrund des Themas kommt die Handlung aber auch gut ohne solche Plottwists aus.

Alles in allem hat mich das Buch sehr berührt.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Ein etwas anderes Buch der Autorin

Wo bitte geht’s zur großen Liebe?
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Ich habe bereits einige Bücher der Autorin Sophia Money-Coutts gelesen. Bei diesem Buch habe ich aber schnell gemerkt, dass es sich von ihren früheren Bücher unterscheidet. Die Protagonistin Stelle ist ...

Ich habe bereits einige Bücher der Autorin Sophia Money-Coutts gelesen. Bei diesem Buch habe ich aber schnell gemerkt, dass es sich von ihren früheren Bücher unterscheidet. Die Protagonistin Stelle ist kein liebeswürdigen Tollpatsch, sondern ist es gewohnt, von allen bewundert zu werden. Auch die Grundstimmung ist eine andere. Zwar gibt es immer noch viele witzige Moment, jedoch werden auch deutlich ernstere Themen als in anderen Romanen der Autorin angesprochen. Und zuletzt: Von der Autorin bin ich sehr lange Kapitel gewohnt - auch diese fehlen hier, was sich in der Kapitelanzahl niederschlägt: „Wo bitte geht’s zur großen Liebe?“ hat bei gleicher Seitenanzahl dreimal so viele Kapitel wie das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe.
Aber genug von den Unterschieden; wie bisher alle Bücher der Autorin hat mich auch dieses wieder sehr gut unterhalten können! Vor allem Stellas Job, in dem sie potenziell untreue Ehemänner überwacht, hat der Geschichte eine gewisse Grundspannung verliehen. Die Protagonistin Stella selbst hat es mir hingegen etwas schwer gemacht, da sie bis zum Schluss sehr Ich-bezogen wirkte. Anstatt ihrer an Krebs erkrankten Freundin beizustehen, rennt sie über weite Teile des Buches einem Typen hinterher, der sie offensichtlich nur hinhält. Ausgeglichen wurde dies aber durch viele liebeswürdige Nebencharaktere, die alle einen großen Teil zur Handlung beitragen. Obwohl augenscheinlich die Liebesgeschichte von Stella im Vordergrund steht, geht es so mindestens im selben Maß auch um Freundschaft und Selbstfindung.

Alles in allem ein etwas anderes Buch der Autorin, das mich aber wieder gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Eine gelungene Fortsetzung

SMYTHE-SMITH. Spiel mit dem Feuer
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Ich habe bereits einige Bücher von Julia Quinn gelesen, aber besonders die Bücher aus der Smythe-Smith-Reihe scheinen es mir angetan zu haben, denn auch Band 2 hat mir wieder sehr gut gefallen.
Von der ...

Ich habe bereits einige Bücher von Julia Quinn gelesen, aber besonders die Bücher aus der Smythe-Smith-Reihe scheinen es mir angetan zu haben, denn auch Band 2 hat mir wieder sehr gut gefallen.
Von der Ausgangssituation hat mich das Buch etwas an Band 3 der Brigerton-Reihe erinnert, denn ähnlich wie Sophie ist Anne eine in Ungnade gefallene Frau, die sich nun als Gouvernante durchschlägt. Daniel hingegen ist der heimgekehrt Sohn, der sich sofort in die hübsche Gouvernante seiner Cousinen verkuckt.
Sowohl Anne als auch Daniel haben mit Schatten aus der Vergangenheit zu kämpfen, weswegen neben der leichten Liebesgeschichte immer eine gewisse Grundspannung herrscht. Aber auch die Liebesgeschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, da Daniel von Beginn an zu seinen Gefühlen gestanden hat und nur Anne wirklich auf ihre gesellschaftlichen Unterschiede geachtet hat.
Zudem haben es mir die die Nebencharaktere angetan. Der Sarkasmus von Sarah macht mich schon sehr gespannt auf den nächsten Band und auch Daniels „Freund“ Hugh war eine Interessante Ergänzung. Generell nimmt die Familie in diesem Band eine große Rolle ein und man lernt viel über die Familiendynamik der Smythe-Smith.

Insgesamt ein gelungener 2. Band mit gewöhnt flüssigem Schreibstil und glaubwürdigen Charakteren.

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