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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2025

Umfangreich

Kochen für Babys
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Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes ...

Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes aufgebaut. So beginnen die Rezepte mit den einfachen Breisorten für Babys ab fünf Monaten. Die Rezepte hierbei sind sehr umfangreich und vielfältig. 
Die Aufteilung erfolgt dann weiterhin in zwei Monatsschritten.
Die Autorin erklärt den frisch gebackenen Eltern auch im hinteren Bereich, welche Sorgen und Probleme, auch abseits der Ernährung bei Babys auftreten können und was dann gemacht werden sollte.
Ebenso erklärt sie, wie man das Breiessen angeht und wann welcher Brei kommt. Dazu gibt es auch eine sehr interessante Übersicht.
Ich muss zugeben, dass diese Übersicht nicht mit dem übereinstimmt, was mir meine Kinderärztin geraten hat und wie wir es ausgeführt haben, aber ich denke, es ist eher als Anhalt zu sehen und jeder macht dabei seine eigenen Erfahrungen.
Was mir jedoch nicht so ganz gefallen hat, waren die Umfänge der Rezepte. Ich hätte mir da ein bisschen mehr Einfachheit gewünscht. Deswegen habe ich auch hierbei die Rezepte als Anhalt und Hilfestellung genutzt, aber doch Vieles abgewandelt, sodass ich ein bisschen mehr Zeit gewinnen konnte.

Alles in allem ist dieses Buch ein toller Anhalt und eine gute Ideensammlung für Babybrei.
Auch die Hilfestellungen im Buch finde ich toll, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man mit dieser Thematik ganz schnell allein gelassen wird, wenn man niemanden hat, den man fragen kann. 
Wer sich Zeit nimmt und die Rezepte gem. Anleitung ausprobiert und auch die Hilfestellungen beachtet, für den ist dieses Buch jedoch, wie schon erwähnt, ein Rundum-Sorglos-Paket.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Erneut packender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein ...

Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein Mord in der Homosexuellen-Club-Szene Berlins scheint anfänglich schnell aufgeklärt. Durch einen strikten Polizeieinsatz kann ein Verdächtiger festgenommen werden, in dessen Wohnung zudem auch die Substanz aufgefunden wird, die zum Tod des Opfers geführt hat.
Dem Strafverteidiger Rocco Eberhardt gelingt es trotzdem vor Gericht, den vermeintlichen Täter frei zu bekommen.
Als kurze Zeit später ein zweiter Mord geschieht und alle Anzeichen wieder auf den gleichen Verdächtigen hinweisen, entspinnt sich ein Gerichtskrimi, bei dem der Strafverteidiger zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und seinem eigenen Mandanten auf die Suche nach der Wahrheit gerät.

Die zahlreichen Überraschungen und Wendungen im Handlungsverlauf machen das Buch absolut lesenswert und spannend.

Negativ anmerken muss ich aber leider den Umstand, dass sich die Autoren selbst kopieren. Das 10. Kapitel dieses Buchs entspricht inhaltlich zu 100% und auch sprachlich zu großen Teilen dem 13. Kapitel des vorangegangenen Romans "Die siebente Zeugin". Nur um Seiten zu füllen, sollte das nicht notwendig sein.
Trotzdessen: spannend und lesenswert!

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Das liebe Alter und seine Auswirkungen

Inselpralinen
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Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen ...

Jana und Oke sind glücklich. Sie haben ihr Haus, ihre kleine Tochter Svea ist absoluter Sonnenschein und Janas Pralinenmanufaktur läuft sehr gut. Doch dann bemerkt Jana an ihrer Freundin Enna Verhaltensänderungen und ist besorgt um die ältere Dame. Für Jana beginnt eine Zeit zwischen Organisation und Gewissensbissen.

„Inselpralinen - Freunde und Meer“ ist der dritte Band der „Inselpralinen“-Reihe von Jette Hansen.
Auch wenn der vorherige Band für mich nicht ganz stimmig war, hat mir dieser Band wieder etwas besser gefallen. Nur dieses ewige Hickhack um die Betreuung fand ich etwas unrealistisch.
Auch hier muss ich wieder sagen, dass Jette Hansen mit dem Thema ein wirklich wichtiges angeschnitten hat, doch die Herangehensweise war für mich mal wieder nicht stimmig. Es fehlte für mich eine Abstimmung mit der professionellen Seite, in dem Falle der Kranken- oder Pflegeversicherung, die vermutlich das Ganze etwas beschleunigt hätte.
Dennoch war es schön mitzuerleben, was der Kern dieser Geschichten ist, der Zusammenhalt der Insulaner und Freunde, das geschlossene Auftreten und eben auch die Freundschaft zueinander, die oftmals schon in familiäre Züge übergeht.
Was jedoch etwas anstrengend war, war der Handlungsstrang um Frauke. Hier kam ich mir zum Teil manchmal vor wie in einem Teenagerroman. Das Ganze wirkte etwas überzogen und in Zügen auch schon naiv.

Alles in allem waren es wie immer wichtige Themen, die Jette Hansen angesprochen hat, jedoch waren sie in der Herangehensweise nicht so überzeugend. Dennoch ist diese Reihe für mich die bisher schönste der Autorin.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Ein Auftrag und seine Listen

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
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Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei ...

Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei an äußerst interessante Unterlagen, von denen sie sich eine Menge erhofft.
Mehr oder minder wird Afra zur Botin der Familie Fugger und dabei deren verlässlichstem Boten Herwart zur Seite gestellt. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Mit „Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz“ hat Peter Dempf einen neuen historischen Augsburg-Roman geschaffen.
Für mich war es der dritte Roman des Schriftstellers, der mir bisher am besten gefallen hat.
Die Aufmachung hat für mich einen Wiedererkennungswert und passt perfekt zum historischen Augsburg.
Das Buch beginnt mit einem mitreißenden spektakulären Einstieg, dessen Szenen sich durch das ganze Buch ziehen und auch erst am Ende aufgelöst werden, sodass ein roter Faden vorhanden ist.
Die Charaktere Afra und Herwart sind klug und listig, leicht unnahbar. Zusammen harmonieren sie wunderbar, was aber einem ständigen Auf und Ab unterzogen wird.
Der Verlauf der Geschichte ähnelt einem Krimi oder Thriller und nimmt zum Teil spektakuläre Ausmaße an, sodass man immer weiter lesen möchte. Dennoch finde ich, dass weniger manchmal mehr ist und so manches Abenteuer vielleicht doch eine Nuance zu viel war.
Interessant finde ich die historischen Fakten, die Peter Dempf außerdem vermittelt. So lernt man hier wieder die Verflechtungen der reichen Augsburger kennen, aber auch sog. Judenwege etc. Auch die baulichen Stätten und die Abläufe in der damaligen Zeit sind interessant und nachvollziehbar beschrieben.
In Bezug auf die Augsburger Familien fand ich die Beschreibung der Bedeutung der Frauen der Familie sehr interessant. Hier gab es ja doch sehr unterschiedliche Beschreibungen. Das betrifft ebenso die Beziehungen zwischen den Eheleuten.
Das Ende empfand ich als sehr offen. Es lässt viel Potential auf eventuelle zukünftige Romane zu.

Alles in allem ist Peter Dempf mit diesem Roman wieder ein sehr interessantes Buch gelungen, das mit seinen spannenden Elementen zu mitreißenden Lesestunden einlädt.
Wer mittelalterliche Romane liebt, ist mit diesem daher gut bedient.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Ernste Thematik

Die Inselfamilie
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Nachdem Anne sich entschieden hat, auf Amrum zu bleiben, überschlagen sich die Ereignisse. 
Edith hinterlässt Anne nach einem Telefongespräch mit einem mulmigen Gefühl und auch Emmas Probleme sind noch ...

Nachdem Anne sich entschieden hat, auf Amrum zu bleiben, überschlagen sich die Ereignisse. 
Edith hinterlässt Anne nach einem Telefongespräch mit einem mulmigen Gefühl und auch Emmas Probleme sind noch nicht gelöst. Auch weiß Anne immer noch nicht, wie sie mit Emma umgehen soll. Als dann auch noch eine junge Frau und ihr Kind vor der Tür stehen, überschlagen sich die Ereignisse.

„Die Inselfamilie“ ist Band 2 aus der „Amrum-Reihe“ von Jette Hansen, die bekannt für ihre Nordseeinselromane ist. 
Anne und Ben sind für mich das perfekte Paar. Auch die Kombination mit den weiteren Charakteren Edith und Emma passt wunderbar. Ich finde, der Autorin ist es gelungen, einen wunderbaren Zusammenhalt darzustellen und aufzuzeigen, dass eine Familie nicht nur aus den klassischen Teilen besteht, sondern auch Freunde zur Familie werden können.
Was mir dieses Mal besonders gefallen hat, dass die Geschichte nicht voraussehbar war, so wie manch andere der Autorin. Mit dem Verlauf des Romans hätte ich nun gar nicht gerechnet.
Am besten fand ich jedoch die Ernsthaftigkeit. Für mich hat die Autorin hier eine Art Botschaft gesendet, nämlich sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen und zwar nicht in esoterischer Form sondern in den Dingen, die jeder Mensch für sich selber klären sollte, bspw. Testament oder Vorsorgevollmacht etc.
Weiterhin hat die Autorin m.E. auch die Probleme von Patchworkfamilien dargestellt und dass nicht immer alles eitel Sonnenschein im Leben ist.
Was mir so gar nicht gefallen hat, ist Annes beste Freundin Franziska. Die ist schon wirklich anstrengend und ich konnte Annes Haltung ihr gegenüber in Bezug auf Ben nicht ganz nachvollziehen.
Auch die Sache mit dem Pflegedienst ging ziemlich schnell und reibungslos. Das kann ich mir so nicht so ganz vorstellen. Ebenso war ich überrascht, dass Anne wirklich in jeder Situation wusste, wie sie reagieren muss.

Alles in allem ein hochemotionaler Roman, der zum Nachdenken anregt, in dem sich die Ereignisse jedoch auch wieder ein bisschen zu viel überschlagen.

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