Ein Eindruck, der bleibt
Die Wut, die bleibtIch hab zwar erwartet, dass es ein gutes Buch ist, aber nicht, dass es mich so umhaut, dass ich es an einem Tag durchlese!
Es ist keine leichte Lektüre und legt den Finger in nicht nur eine gesellschaftliche ...
Ich hab zwar erwartet, dass es ein gutes Buch ist, aber nicht, dass es mich so umhaut, dass ich es an einem Tag durchlese!
Es ist keine leichte Lektüre und legt den Finger in nicht nur eine gesellschaftliche Wunde. Ich hatte beim Lesen sehr oft den Gedanken "und genau deshalb bin ich froh keinen Kinderwunsch zu haben". Ich habe das Thema unbezahlte Care-Arbeit noch nie so gut dargestellt bekommen wie in diesem Buch.
Teilweise wird es radikal, aber ich kann die Radikalisierung der Charaktere so gut verstehen, auch wenn ich nicht wie sie handeln würde.
Gerade der Gedanke "Was würden Männer tun, wenn sie sich - wie Frauen - nicht in jeder Situation, nicht in der Öffentlichkeit, nicht nachts sicher fühlen würden?" War für mich mega spannend, weil ich da so noch nicht drüber nachgedacht habe.
Das Buch sollte viel bekannter sein, auch oder gerade bei Männern. Und dabei geht es nicht darum, dass es in jeder beschriebenen Situation Recht hätte. An manchen Stellen wirkt es so, als ob absichtlich Situationen zu absurd darzustellen, damit man bewusst darüber nachdenkt, wie denn die Realität aussieht. Ein feministisches Meisterwerk!