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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2022

Konnte mich leider nicht begeistern

Ancora
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In „Ancora - Die Zeit ist gegen dich“ geht es um die achtzehnjährige Romy, die gemeinsam mit ihrem Freund und ihrem bestem Kumpel das Dorf Ancora besucht, um in der autarken Gemeinschaft neue Ideen für ...

In „Ancora - Die Zeit ist gegen dich“ geht es um die achtzehnjährige Romy, die gemeinsam mit ihrem Freund und ihrem bestem Kumpel das Dorf Ancora besucht, um in der autarken Gemeinschaft neue Ideen für ihre Gedichte zu finden und ihre Beziehung zu retten. Doch es geschehen mysteriöse Dinge, die nur Romy zu bemerken scheint, und die sie Wahn und Realität bald nicht mehr unterscheiden lassen.

Eine fast schon abgedrehte Selbstfindungsstory einer jungen Frau, die zwischen Beziehungsdrama, der eigenen Zerrissenheit und den seltsamen Vorkommnissen, ihrer eigenen Bestimmung folgen muss.

Mich konnte das Buch leider nicht so begeistern. Die teilweise auch gruseligen Mystery-Elemente, vereinzelten Cliffhanger und offenen Fragen tragen dazu bei, dass man weiterlesen möchte, aber die Hauptfigur Romy, ihre Freunde und die Bekanntschaften aus dem Dorf haben mich kaum erreichen können. Es waren für mich austauschbare Persönlichkeiten ohne nennenswerten Tiefgang. Mit ihrem Freund agiert Romy hauptsächlich über Konflikte und die Motivationen der Figuren, wurde für mich immer fragwürdiger. Besonders bei Romy hätte ich mir mehr authentische Intensität gewünscht, gerade auch weil der Roman in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Richtig gut inszenierte Spannung kommt selten auf und verfliegt so schnell, wie sie gekommen ist. Interessante Sequenzen werden nicht ausgebaut. Hier konnten einige Ideen ihr Potenzial gar nicht entfalten. Unzählige Fragen bilden sich im Laufe der Geschichte und die Spekulationen enden erst auf den letzten Seiten, zwar schlüssig, konnten mich aber nicht gänzlich überzeugen - wahrscheinlich hatte mich da die Geschichte schon verloren.

Fazit: Klischeehaft, oberflächlich und konstruierte Spannungsmomente, zugeschnitten auf ein jugendliche Leserschaft. Irgendwie hatte ich mir darunter etwas anderes vorgestellt und konnte, seit langem, mit einem Buch gar nichts anfangen. Für die Zielgruppe könnte es aber durchaus einen Blick wert sein. Für mich war es nur leider nicht das passende.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2020

Langatmige Handlung und enttäuschendes Finale

Lea und das Labyrinth der Zeit
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Darum geht's: Die 14-jährige Lea verbringt einen Teil ihrer Sommerferien bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf dem Land. Dabei wäre sie viel lieber bei ihrer besten Freundin Sarah. Als sie die extremen Wetterumschwünge ...

Darum geht's: Die 14-jährige Lea verbringt einen Teil ihrer Sommerferien bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf dem Land. Dabei wäre sie viel lieber bei ihrer besten Freundin Sarah. Als sie die extremen Wetterumschwünge und das unerklärliche Tierverhalten der Wölfe bemerkt, macht sie sich neugierig auf die Suche nach der Ursache, obwohl ihre Tante ihr verboten hat, in den Wald zu gehen.

Düster und etwas gruslig, so beschreibt Michael Engler Leas Ausflüge in den Wald und die ersten Begegnungen mit den unheimlichen Vorkommnissen. Hier ist es noch durchaus spannend und mystisch - man fragt sich, was sich dahinter wohl verbirgt. Der weitere Handlungsverlauf hat mich jedoch enttäuscht: Sachverhalte bleiben ungeklärt, das Ende wirkt erzwungen und der Spannungsaufbau flacht schnell ab. Am schwersten wiegt die mangelnde Charakterentwicklung der Hauptfigur: Lea erscheint oberflächlich und unsympathisch, in ihrer abweisenden Art, und bremst sich dadurch selbst aus - und die Handlung. In Gedanken kreist sie nur um sich selbst, was durch innere Dialoge und Nachrichten, mit ihrer Freundin, deutlich wird. Moritz, der Junge aus dem Wald, tritt viel später in Erscheinung, als es der Klappentext vermuten lässt, und man erfährt nur wenig über ihn. Das Thema Zeitreisen wird hier und da thematisiert, ist aber nur zu einem Drittel handlungstragend. Stattdessen geht es um eine dunkle Bedrohung, die das Thema Zeitreisen zweitrangig erscheinen lässt. Wer hier Abenteuer Zeitreisender wie in Kerstin Giers „Edelstein“-Triologie oder „Zeitenzauber“ von Eva Völler erwartet, wird enttäuscht werden.

Fazit: Trotz der vielversprechenden Ansätze und der atmosphärischen Waldszenen war die Geschichte für mich, aufgrund der Kritikpunkte und Unstimmigkeiten, einfach nicht rund, weshalb ich das Buch leider nicht empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Konnte mich nicht fesseln

Minus 22 Grad
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Laura wird entführt und gefangen gehalten. Wer sie entführt hat, bleibt lange geheim, aber immer wieder kommuniziert diese Person mit ihrem Opfer. Hier ist besonders das Motiv interessant. Dieser Thriller ...

Laura wird entführt und gefangen gehalten. Wer sie entführt hat, bleibt lange geheim, aber immer wieder kommuniziert diese Person mit ihrem Opfer. Hier ist besonders das Motiv interessant. Dieser Thriller konzentriert sich schlussendlich auf das Opferleiden und die Botschaft dahinter ist wichtig und eindrucksvoll dargestellt. Leider konnte mich der Thriller aber einfach nicht überzeugen. Gerade in der ersten Hälfe habe ich die Spannung vermisst und fand die Handlung um Ariane, die Tom gerettet hat und die einsam und zurückgezogen lebt, noch am interessantesten. Immer mit der Fragen, wie alles zusammenhängt. Letztlich passiert kaum etwas, dass einem die Antworten näher bringt, bis dann alles Schlag auf Schlag aufgedeckt wird. Das führte dazu, dass ich mit wenig Interesse weitergelesen habe, obwohl die Beschreibungen von Quentin Peck lebendige Bilder schaffen - die aber trotzdem die Distanz wahren und mich nicht einnehmen konnten.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Schwächer als die Vorgänger

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Anna von Betteray, die evangelische Pastorin der kleinen Gemeinde, und
Heike, erschüttert von einem tragischen Unfall ihrer 15-jährigen Tochter Raffaela, sind Hauptfiguren in diese Roman, der eine Mischung ...

Anna von Betteray, die evangelische Pastorin der kleinen Gemeinde, und
Heike, erschüttert von einem tragischen Unfall ihrer 15-jährigen Tochter Raffaela, sind Hauptfiguren in diese Roman, der eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte ist.

«Vielleicht hat das Leben Besseres vor» knüpft an das Buch «Wir sind doch wer» an und war für mich leider eine Enttäuschung. Mir war das Buch einfach zu überladen und oberflächlich. Ob gewichtige Themen, Klischees oder übertriebene Figurendarstellung. Hier fehlte ein ausgeglichenes Maß und die humorvolle Leichtigkeit, die der Klappentext erhoffen ließ. Ich war zunehmend gelangweilt, auch von der Konstruiertest, und hätte das Buch am liebsten abgebrochen. Das war einfach nichts für mich und ist nicht mit «Wir sind doch Schwestern» vergleichbar. Allerdings kann der Roman auch ohne Vorkenntnisse der zwei Vorgänger gelesen werden.

Veröffentlicht am 15.01.2025

Langweilige Romantasy

Burning Crown
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«Burning Crown» ist der Auftakt einer eher ungewöhnlichen Romantasy-Idee. Captain Yessa Hayes kämpft als Drachenreiterin für die Armee von Eldey und trifft auf den Drachenwandler Cassim, der eigentlich ...

«Burning Crown» ist der Auftakt einer eher ungewöhnlichen Romantasy-Idee. Captain Yessa Hayes kämpft als Drachenreiterin für die Armee von Eldey und trifft auf den Drachenwandler Cassim, der eigentlich auf der Flucht ist, ihr nun aber zugeteilt wird. Die beiden Hauptfiguren geben abwechselnd Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, um die es sich hauptsächlich dreht - dazu gehören auch erotische Visionen. Insgesamt sind die Figuren einfach gehalten: Yessa trauert um ihren Verlust und verfolgt, ebenso wie Cassim, ihre eigenen Ziele. Dieser hält seine Abwehrhaltung aufrecht, ist misstrauisch und befürchtete aufzufliegen. Ihre überforderten Herzen tauen erst zum Ende hin allmählich auf.
Es ist vor allem ein düsteres und bedrückendes Drama, das zwar nicht ins Detail geht, sich aber immer wieder Zerstörung und grausame Unbarmherzigkeit abzeichnen. „Was richtig und was falsch ist, bestimmt in der Armee schon lange nicht mehr die eigene Moral, sondern einzig und allein der König.“
Es fehlte mir leider völlig an Fantasy, an Worldbuilding und schließlich auch an Spannung und Abwechslung, denn der Romantasy Anteil ist emotional überladen und voller Wiederholungen. Die Mischung ist unausgewogenen und der Schreibstil war mir oft zu einfach und erzeugt keine Stimmung. Die Sogwirkung blieb damit für mich aus und selbst der Überraschungseffekt am Ende und der Cliffhanger überzeugen mich nicht, die Fortsetzung zu lesen.