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Veröffentlicht am 30.03.2025

Was für ein starkes Finale

Shattered Dreams
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Endlich konnte ich das Finale der Ava und Zero Trilogie lesen und ich muss sagen, dass ich einfach restlos begeistert von der Trilogie aus der Feder Lisa Katharina Hensel bin. Da es sich hier einfach auch ...

Endlich konnte ich das Finale der Ava und Zero Trilogie lesen und ich muss sagen, dass ich einfach restlos begeistert von der Trilogie aus der Feder Lisa Katharina Hensel bin. Da es sich hier einfach auch um den dritten und letzten Band der Reihe handelt, gibt es mal keine Zusammenfassung der Ereignisse, damit niemand gespoilert wird.
Bei der Trilogie handelt es sich um eine Dystopie, die hier bei uns in Deutschland spielt. Allein das finde ich schon mega spannend.
Die Ereignisse in diesem Band knüpfen nahtlos an Band 2 an und man kann hier alle drei Bände locker in einem Rutsch lesen, aber bitte in chronologischer Reihenfolge, da die Bücher halt aufeinander aufbauen.
Schon mit ihrem ersten Band konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil überzeugen, doch ich habe total den Eindruck gewonnen, dass sie von Band zu Band mehr Selbstbewusstsein entwickelt. Sie schreibt fesselnd, spannend und mitreißend und auch die Zielgruppe der jüngeren Leser können hier tief ins Zukunftsdeutschland abtauchen.
Das Setting Deutschland hatte ich ja bereits erwähnt und ein großer Teil der Handlung spielt in Berlin, das allerdings unter einer Kuppel liegt.
Die Handlung ist absolut spannend und immer wieder voller actionreicher Momente, die es nahezu unmöglich machen, das Buch zur Seite zu legen. Es gibt Intrigen und natürlich jede Menge Menschen, die einfach an Macht interessiert sind, Menschen ändern sich halt auch in der Zukunft nicht. Doch trotz der ganzen Spannung hat man hier auch genügend Momente, die auch ein bisschen ans Herz gehen, so wie die Lovestory zwischen Ava und Zero.
Die beiden Protagonisten, aus deren Perspektiven wir wieder die Handlung erleben, sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Die behütete Ava, die einst völlig mit dem, was in ihrer Vergangenheit geschah, überrascht wurde, ist im Laufe der Reihe so unheimlich gewachsen. Sie ist aber auch mutig genug, über sich selbst nachzudenken und all das macht sie authentisch.
Auch Zero hat sich unheimlich stark weiterentwickelt, der junge Mann, der ursprünglich alles nur negativ gesehen hat, ist ebenfalls extrem gewachsen und macht ihn einfach rundum sympathisch.
Aber auch für ihre Nebencharaktere hat Lisa Katharina Hensel ein großes Herz und lässt auch diese einfach greifbar und lebendig werden.
Mein Fazit: War der erste Band noch eine völlige Überraschung für mich, habe ich mich danach einfach schon auf die Fortsetzungen gefreut. Die Reihe ist spannend, fesselnd und emotional und wer Dystopien mag, wird dieses Buch lieben. Zum Abschluss nur noch eins, macht dieses Buch zu einem Print, denn dadurch würde es viel viel mehr Aufmerksamkeit erregen und genau die hätte es verdient.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Mit Höhen und Tiefen (3,5 Sterne)

Nachtwald
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Nachdem Lizzie einen schwer wiegenden Fehler begonnen hatte, musste sie für sechs Monate in eine Entzugsklinik. Nun ist sie zurück bei ihrer Familie, doch was ihre Mutter ihr offenbart, überfährt Lizzie ...

Nachdem Lizzie einen schwer wiegenden Fehler begonnen hatte, musste sie für sechs Monate in eine Entzugsklinik. Nun ist sie zurück bei ihrer Familie, doch was ihre Mutter ihr offenbart, überfährt Lizzie völlig. In der Zeit, in der sie fort war, hat ihre Mutter einen Mann kennengelernt und nach nur kurzer Zeit ausgerechnet heute geheiratet. Um die Hochzeit zu feiern, lädt George Butler, der neue Ehemann, seine neue Familie inkl. seiner Tochter und Ehemann in sein Anwesen Butlers Hall ein. Das große Anwesen liegt mitten im Wald und ist von nirgendwo einsehbar, man muss sogar zu Fuß hingehen, weil die Wege sogar zugewachsen sind. Doch einer findet sie mitten im Wald und die Überraschung könnte nicht größer sein.
Bereits vor einer Weile habe ich den ersten Thriller aus der Feder von Triona Walsh gelesen und fand ihn soweit gut, so dass ich gespannt war, ob sie mit ihrem neuen Buch noch eine Schippe drauflegen kann.
Der Einstieg fällt sehr leicht, denn die Autorin erzählt zunächst von der Familie, wie sie zueinander stehen und was bisher geschah. Doch kaum auf dem großen, alten Anwesen von George angekommen, kippt die Stimmung. Der Schreibstil liest sich wirklich leicht und flüssig und ich habe das Buch sehr rasch gelesen. Charaktere und Umgebung werden gut vorstellbar und man kann sich in die Protagonistin hineinversetzen.
Die Spannung steigert sich hier nur sehr langsam, hin und wieder wird es auch ein wenig zu ausführlich, doch was das Buch ausmacht, sind die vielen Geheimnisse, die zwischen den Charakteren herrschen. So konnte mich die Autorin mit einigen Plottwists absolut überraschen, denn davon habe ich vieles nicht kommen sehen. Das war hier unter anderem auch ein sehr großer Pluspunkt an diesem Thriller, den ich von der Handlung her eher in Richtung Psychothriller oder Familiendrama einordnen würde.
Spannend war ebenfalls, das hier so gut wie jeder etwas zu verbergen hat und die Familiengeschichte der Butlers ebenfalls eine Rolle spielten. Wem man hier trauen kann, wenn überhaupt, wird absolut nicht durchsichtig und auch das Aufdecken der Geheimnisse läuft nur langsam und Stück für Stück ab. Mein größtes Manko ist für mich hier das eher überhastete, etwas unglaubwürdige Ende, das mich doch so manches Mal die Stirn runzeln ließ.
Protagonistin Lizzie hat mir gut gefallen, sie hat aus ihren Fehlern durchaus gelernt und gibt sich größte Mühe, wieder von ihrer Familie anerkannt zu werden. Kein leichter Stand und so manches Mal trifft sie auf Ablehnung, die eigentlich gar nicht so gemeint ist. Für mich war sie hier absolut greifbar und ich konnte ihre Handlungen durchaus nachvollziehen.
Neben Lizzie bleiben die Charaktere überschaubar, immerhin befinden sie sich auf einem alten, abgelegenen Anwesen. Somit erhält man aber auch als Leser von jedem Einzelnen einen guten Überblick, was dazu auch führte, dass man einfach nicht mehr wusste, wem man hier wirklich vertrauen kann.
Mein Fazit: Insgesamt bot das Buch wirklich gute Unterhaltung, auch wenn es hin und wieder einfach etwas zu ausführlich wurde. Das Ende fand ich persönlich nicht richtig überzeugend, zwar hatte ich längere Zeit schon eine Ahnung, wer hier hinter gewissen Taten steckt, aber die Auflösung dazu fand ich ein wenig drüber, das hätte man ruhig etwas kürzer halten können. Nichtsdestotrotz ist es ein unterhaltsames Buch, dass auch perfekt für zartbesaitete Leser geeignet ist, da hier mehr Geheimnisse im Vordergrund stehen. Durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 25.03.2025

Bildgewaltiges Fantasydebüt

The Jasad Heir
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Einige Jahre ist es her, dass Sylvia aus ihrer Heimat, dem Königreich Jasad fliehen musste. Damals wurden sie von ihren Feinden rücksichtslos überfallen und ihre Heimat verbrannt, da sie die letzten waren, ...

Einige Jahre ist es her, dass Sylvia aus ihrer Heimat, dem Königreich Jasad fliehen musste. Damals wurden sie von ihren Feinden rücksichtslos überfallen und ihre Heimat verbrannt, da sie die letzten waren, die Magie wirken konnten. Seitdem lebt sie in einem kleinen Dorf unter einem falschen Namen, denn Sylvia hat ein Geheimnis, das nicht nur ihre Magie betrifft. Als eines Tages der Thronfolger von Nizhal, Arin, in ihrem Dorf auftaucht, ahnt er zwar, dass Sylvia über Magie verfügt, aber nicht, dass sie die totgeglaubte Thronfolgerin Jasads ist.
Wieder einmal ein Buch, das einfach traumhaft gestaltet ist und eine orientalische Fantasywelt versprach. Genau das erhält der Leser auch mit dieser wunderbaren Geschichte, die mich überzeugen konnte.
Der Schreibstil der Autorin Sarah Hashem ist bildgewaltig, flüssig zu lesen und doch ein wenig anspruchsvoller. Auf alle Fälle ist es kein Buch für zwischendurch, da es beim Lesen die volle Aufmerksamkeit fordert, damit man nichts verpasst.
Das Worldbuilding ist dementsprechend absolut ausgefeilt und auch während der Handlung kommen immer mehr Details zum Vorschein über das Magiesystem, aber auch die fremde Welt mit den unterschiedlichen Ländern.
Da es sich hier um High Fantasy handelt, deren Romance Part über weite Teile im Hintergrund bleibt, braucht man ein wenig Geduld, denn so manches wird sehr ausführlich erzählt. Trotz der Längen kam für mich keine Langeweile auf, da ich so ausgefeilte Welten liebe, aber es ist halt auch sehr komplex und damit vielleicht auch nicht für jeden etwas. Auch an die unheimlich vielen Namen, Völker etc. muss man sich gewöhnen, vielleicht hätte ein Glossar hilfreich sein können. Dafür liebe ich die detaillierten Karten im Buch, was das fehlende Glossar gleich wett machte.
Trotzdem gibt es hier auch Action in Form von Kämpfen, den Spielen, Intrigen und Gefahren, für mich ist dieses Zusammenspiel hier absolut faszinierend gewesen.
Protagonistin und Ich-Erzählerin Sylvia führt den Leser durch die Handlung. Wir erfahren bereits im Klappentext, was ihr widerfahren ist und dass sie eigentlich die rechtmäßige Thronerbin Jasads ist. Ihre Magie ist mächtig und sie ist absolut clever, auch wenn sie schonmal gerne aus dem Bauch heraus handelt und sich dadurch in Schwierigkeiten bringt. Der männliche Protagonist ist ebenfalls Thronerbe, aber von Nizahl, deren Krieger für den Fall Jasads verantwortlich waren. Er bleibt zunächst undurchschaubar und erst langsam merkt man, dass mehr hinter ihm steckt.
Die Romanze zwischen den beiden ist wirklich absolutes Slow burn und Enemies to Lovers at it’s best. Für mich waren die Schlagabtäusche zwischen den beiden absolut gelungen und ließen zwischendurch auch mal schmunzeln. Für mich war der Romancepart absolut perfekt, denn sie sind im wahrsten Sinne Todfeinde, alles andere als dieses wirklich sehr langsame Annähern wäre unglaubwürdig gewesen.
Die Geschichte weist unheimlich viele Nebencharaktere auf, die ebenfalls immer wieder Einfluss auf die Handlung nehmen. Auch hier sind einige, die sehr ausführlich beschrieben werden und dadurch lebendig werden.
Mein Fazit: ein sehr komplexes Worldbuilding, das wunderbar bildhaft beschrieben wurde und endlich mal wieder eine High Fantasy Story erzählt dessen Romance Nebensache bleibt und es auch keinen Spice gibt. Ich habe hier jedes Wort genossen, denn die Autorin erzählt einfach wunderbar. Es gibt Spannung, Lügen, Intrigen, aber auch ein paar Längen durch das ausführliche beschreiben. Wer allerdings komplexe Welten liebt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen.

Veröffentlicht am 25.03.2025

Düster, spannend, emotional

Cursed – Der Fluch des Mondes (Gilded 2)
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Serilda, die Müllerstochter aus Märchenfeld, die bekannt für ihre Geschichten ist, ist nun nicht nur eine Gefangene des grausamen Erlkönigs, sondern soll auch seine Braut werden. Dabei ist es nicht die ...

Serilda, die Müllerstochter aus Märchenfeld, die bekannt für ihre Geschichten ist, ist nun nicht nur eine Gefangene des grausamen Erlkönigs, sondern soll auch seine Braut werden. Dabei ist es nicht die Liebe, die den Mann dazu treibt, denn der Erlkönig hat ganz andere Pläne. Diese durchschaut Serilda nur so nach und nach, doch als ihr klar wird, was er wirklich plant, versucht sie alles, um seine dunkle Herrschaft zu verhindern.
Bereits der erste Band dieser Dilogie konnte mich völlig begeistern und war ein Highlight, dementsprechend konnte ich es kaum abwarten, weiterlesen zu können.
Das Cover ist wieder richtig toll geworden und auch sonst lieb ich die Gestaltung dieser Märchenadaption. Marissa Meyer erzählt so unglaublich flüssig und mitreißend, aber auch absolut bildgewaltig, so dass ich hier wieder mitten im Geschehen war.
Das Setting empfand ich, zumindest zu Beginn, nicht ganz so düster, das legte sich aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder komplett und dementsprechend war ich auch hier sehr zufrieden. Auch Band 2 hat wieder den ein oder anderen recht brutalen Moment parat, allerdings war dieses nun nicht mehr ganz so überraschend, tatsächlich habe ich damit sogar gerechnet.
Das Geschehen fand ich spannend, Momente, in denen ich dachte, ok, was soll jetzt denn noch passieren, brachten natürlich gewaltige Plottwists und diese gab es auch immer wieder im Buch. Den größten Plottwist, den man vielleicht sogar hätte erahnen können, habe ich persönlich erst im letzten Moment wirklich geschnallt, was ich absolut gelungen finde.
Das Märchen an sich ist eine Nacherzählung zu Rumpelstilzchen, hat damit auch wirklich die ein oder andere Parallele, aber auch unheimlich viele neue Ideen, wie das Magiesystem, das nur denen gewahr wird, die von einem der Götter gesegnet wurden, aber auch das Setting bietet einfach ganz viel Abwechslung.
Serilda mochte ich schon in Band eins unglaublich gerne und nach dem großen Cliffhanger war ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Sie ist immer noch tapfer und mutig und stellt sich auch in ausweglosen Situationen, z. B. dem Erlkönig. Gerade für die Personen, die sie liebt, gibt sie alles.
Gild blieb mir schon im ersten Band recht fremd, da hatte ich gehofft, ihn hier noch intensiver kennenzulernen, was aber nicht der Fall war. Dadurch blieb mir aber auch leider die Liebesgeschichte zu wenig greifbar.
Ansonsten aber fand ich die einzelnen Charaktere einfach unheimlich gut gezeichnet und lebendig, selbst wenn sie tot waren. Man liebt oder hasst sie und man fühlt hier einfach mit. Vom Erlkönig war ich zunächst überrascht, dachte ich fast, er wäre nicht mehr ganz so grausam, aber na ja, ihr werdet es sehen.
Mein Fazit: Vielleicht kommt Band 2 nicht ganz an den ersten Band heran, doch das ist auch irgendwie jammern auf hohem Niveau, denn eigentlich macht die Autorin hier alles richtig, fesselnde Handlung, eine Protagonistin in die man sich gut hineinversetzen kann und ein bildgewaltiger Schreibstil. Die Lovestory hätte intensiver sein können, um sie nachzuempfinden, aber das ist für mich persönlich eher irrelevant. Ich glaube Band 1 war so ein absolutes Highlight, weil ich einfach von all den Ereignissen so überrascht war. Letztlich kann ich auch den Abschlussband jedem ans Herz legen, der Band eins auch mochte.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Magisches Big Brother Bachelor Trash TV

Chosen – Träume aus Gold
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Im Königreich Vesmon ist es seit vielen Jahren Tradition, dass die zukünftige Königin durch die sogenannten Royal Games gewählt wird. Aus diesem Grunde werden die Töchter der Adelshäuser schon früh auf ...

Im Königreich Vesmon ist es seit vielen Jahren Tradition, dass die zukünftige Königin durch die sogenannten Royal Games gewählt wird. Aus diesem Grunde werden die Töchter der Adelshäuser schon früh auf die Spiele vorbereitet, unter anderem, in dem sie Magie lernen. Zwar gehört die junge Iris Bonnet zu den Adeligen, doch nachdem ihr Vater ihre Familie mit seinen Spielschulden sitzen ließ, kämpfen sie darum, den schönen Schein zu wahren und nur eine der beiden Schwestern durfte die magische Schule besuchen. Hyacinth, Iris Zwillingsschwester, sollte an den Royal Games teilnehmen. Doch kruz bevor es losgeht, bricht sie sich das Bein. Da Geld für einen Heilmagier fehlt, muss Iris an den Spielen teilnehmen, allerdings als ihre Schwester und das im wahrsten Sinne des Wortes. Doch die Spiele sind eine Herausforderung, bei der lediglich ihr Mentor, der kalte, aber heiße Cylus helfen kann.
Dieses wunderschöne Cover machte mich unheimlich neugierig und ja, irgendwie klang diese Trash TV Mischung einfach mal anders. Ein Mix aus Bachelor, Big Brother und magischen Hunger Games machen das Buch zu einem Pageturner, bei dem man durchweg super unterhalten wird. Der Einstieg und eigentlich die gesamte Story lesen sich leicht und flüssig und man kann dieser Trash TV Show regelrecht zuschauen, da Emily Bähr sehr bildhaft erzählt.
Die Geschichte liest sich spannend und immer wieder gab es Plottwists, die ich nicht habe kommen sehen. Das Worldbuilding ist irgendwie spannend, denn dieses Schloss, die Spiele und die Magie, die im TV zu sehen sind, gedanklich miteinander zu vereinbaren, war ungewohnt, aber einfach mal anders und gut. Richtig cool sind die kleinen Eastereggs, die man beim Lesen entdecken kann und mich schmunzeln ließen.
Gerade zum Ende gibt es gleich mehrere Überraschungen für den Leser, wovon ich zumindest eine erahnt habe. Trotzdem lässt uns Emily Bähr mit einem dicken Cliffhanger zurück.
Protagonistin Iris führt als Ich-Erzählerin durch die Geschichte, dadurch dürfen wir sie intensiv kennenlernen. Dadurch, dass sie immer im Schatten ihrer Schwester stand, hat sie nur ein geringes Selbstvertrauen und doch scheint es, als wächst sie bei den Spielen immer mehr. Mit ihrer authentischen, natürlichen Art kann man sich sehr schnell mit ihr identifizieren.
Die weiteren Charaktere wie Prinz Cillian, Cylus oder die adeligen Mädels der Royal Games sind erwartungsgemäß ihrer jeweiligen Rollen gezeichnet. Cylus, der Iris Mentor abgibt, ist zunächst noch recht unnahbar, doch auch in ihm steckt mehr, als man denkt.
Mein Fazit: Mit Chosen hat Emily Bähr ein durchweg gelungenes Buch geschrieben, mit Spannung, Humor, aber auch mit etwas fürs Herz. Allein diese Anspielungen auf Trash TV, aber auch auf bekannte Vorgehensweisen (Kommentare) im Social Media wirkt das ganze glaubwürdig. Eine tolle Geschichte, die ich an einem Tag verschlungen habe. Klare Leseempfehlung!