Profilbild von Odina

Odina

Lesejury Profi
offline

Odina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Odina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

Durchschnittlicher Krimi

Was am Ufer lauert
0

Der Krimi "Was am Ufer lauert" wurde von Lenz Koppelstätter geschrieben und erschien am 8. Mai 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Es ist Band 2 und um die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ...

Der Krimi "Was am Ufer lauert" wurde von Lenz Koppelstätter geschrieben und erschien am 8. Mai 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Es ist Band 2 und um die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ersten Teil gelesen haben. Das Buch umfasst 288 Seiten und das Cover vermittelt ein stimmungsvolles Gardasee Flair. In der Geschichte geht es um eine junge Journalistin, die am Gardasee eine Frauenleiche entdeckt. Dabei stößt sie auf geheime Dokumente und eine Verbindung zu Winston Churchill. Gemeinsam mit ihrer Familie versucht sie, Verbrechen, historische Geheimnisse und politische Intrigen zu entwirren – doch die Wahrheit ist gefährlicher, als sie erwartet hatten. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings gibt es auch reichlich nebensächliche Beschreibungen, die weniger zum eigentlichen Fall beitragen. Die Spannung ist dadurch eher mittelmäßig. Die Geschichte ist zwar interessant aufgebaut, doch man kann nicht wirklich mitfiebern. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den einzelnen Protagonisten sorgt für Abwechslung. Besonders Giannas Sicht war mir persönlich am sympathischsten. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Krimi, das mich nicht vollends überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2025

Geheimnisse in Rederhaugen

Felsengrund
0

Der Roman "Felsengrund" wurde von Aslak Nore geschrieben und erschien am 13. März 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 464 Seiten und das Cover ist typisch norwegisch gehalten. In der ...

Der Roman "Felsengrund" wurde von Aslak Nore geschrieben und erschien am 13. März 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 464 Seiten und das Cover ist typisch norwegisch gehalten. In der Geschichte geht es um die ruhige Gemeinde Rederhaugen, wo die neue SAGA-Direktorin Sasha Falck das Rettungsboot »Falck 3« stiftet und eine Forschungsexpedition nach Spitzbergen plant, während Hans Falck im Krankenhaus liegt. Die Situation eskaliert, als ihre entfernte Cousine Connie Knarvik auftaucht, die eine Bergbaukonzession auf Spitzbergen besitzt. Als ein russischer Oberst an Gift stirbt und einen Maulwurf in der SAGA-Stiftung entlarvt, droht ein diplomatischer Vorfall, der die Geheimnisse der Familie aufdeckt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, doch fand ich es schwierig, mich in die Handlung hineinzuversetzen. Da es sich um Band 2 der Falck-Saga handelt und ich den vorherigen Teil nicht kenne, ist es wahrscheinlich dem geschuldet. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss, können aber auch dazu führen, dass die Erzählung an manchen Stellen langatmig wirkt. Die Spannung ist akzeptabel, erreicht jedoch trotz einiger Wendungen für mich nicht die erwartete Intensität. Positiv zu erwähnen ist die Übersicht der Figuren zu Beginn des Buches um die Charaktere besser einzuordnen. Dennoch fiel es mir schwer eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen; ihre Entwicklung blieb für mich eher flach. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Roman mit interessanten Ansätzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2025

Frauen im Aufbruch

Im Wind der Freiheit
0

Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre ...

Der historische Roman "Im Wind der Freiheit" wurde von Tanja Kinkel geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 451 Seiten und das Cover zeigt revolutionäre Aufstände, was ebenso das Gefühl von Aufbruch und Veränderungen vermittelt. Die Handlung spielt im Jahr 1848, als die Menschen im Deutschen Bund gegen die autoritäre Herrschaft der Fürsten und die drückende Zensur revoltieren. In dieser Zeit treffen die mittellose Susanne und die mutige Schriftstellerin Louise Otto aufeinander. Gemeinsam kämpfen sie für Freiheit und Selbstbestimmung in einer Revolution, die das Land nachhaltig prägen wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und fängt die Atmosphäre dieser Epoche gut ein. Dennoch fiel es mir anfangs schwer in die Geschichte einzutauchen. Einige Kapitel wirken langatmig und bremsen den Lesefluss. Die zahlreichen historischen Details sind zwar faszinierend, können aber auch die Handlung überladen, was die Spannung eher mittelmäßig erscheinen lässt. Die Charaktere sind grundsätzlich gut entwickelt und bieten verschiedene Perspektiven und Motivationen. Allerdings wird die Vielzahl der Figuren mit der Zeit etwas unübersichtlich. Besonders gefallen hat mir Susanne, die durch ihren starken Charakter und ihren Mut besticht. Insgesamt ist das Buch ein solider Roman, der insbesondere für Leser, die sich für die Epoche der 1848er Revolution interessieren, von Bedeutung ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Suche nach Identität

Die Summe unserer Teile
0

Der Roman "Die Summe unserer Teile" wurde von Paola Lopez geschrieben und erschien am 15. März 2025 beim Tropen Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das Cover fällt eher nicht besonders auf. In der ...

Der Roman "Die Summe unserer Teile" wurde von Paola Lopez geschrieben und erschien am 15. März 2025 beim Tropen Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das Cover fällt eher nicht besonders auf. In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen: die Großmutter, eine Chemikerin, die Mutter, eine Medizinerin, und die Tochter Lucy, eine Informatikstudentin. Ihre Beziehungen sind angespannt, besonders zwischen Lucy und ihrer Mutter, die von hohen Erwartungen geprägt sind. Als ein Klavier aus Lucys Kindheit geliefert wird, konfrontiert sie ihre Vergangenheit. Der polnische Geburtsname ihrer Großmutter führt sie spontan nach Sopot, um ihre Familiengeschichte zu erkunden und ihre Zukunft zu gestalten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, allerdings kam ich schwer in die Handlung rein. Die wechselnden Zeitebenen geben die Möglichkeit die Zusammenhänge zu verstehen. Die Spannung ist eher gering und konnte mich nicht mitreißen. Die Charaktere sind klar und gut ausgearbeitet, doch die drei Frauen wirken in ihrer Komplexität häufig arrogant. Ihre wissenschaftlichen Erfolge und inneren Konflikte sind nachvollziehbar, doch der emotionale Zugang gelingt nicht immer. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Familienroman, der tiefgründige Themen anspricht und zum Nachdenken anregt, jedoch nicht überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2025

Verhängnisvolle Dekompression

Die Kammer
0

Der Thriller "Die Kammer" wurde von Will Dean geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 400 Seiten und das düstere Cover vermittelt bereits ein Gefühl von ...

Der Thriller "Die Kammer" wurde von Will Dean geschrieben und erschien am 6. März 2025 beim Hoffmann und Campe Verlag. Das Buch umfasst 400 Seiten und das düstere Cover vermittelt bereits ein Gefühl von Isolation und Bedrohnung. Die Geschichte spielt in der Nordsee, wo sechs erfahrene Taucher – fünf Männer und eine Frau – einen Einsatz in einer eisernen Kammer verbringen. Was als Routine beginnt, wird zum Albtraum, als der erste Todesfall eintritt. Die verbleibenden Tage werden zu einem nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit, während die Angst vor weiteren Verlusten und die Ungewissheit über ihr Schicksal omnipräsent sind. Das Öffnen der Tür bedeutet den sicheren Tod und so müssen sie die Dekompression aussitzen. Der Schreibstil ist flüssig und einladend. Auch die Kapitel sind gut strukturiert und haben eine angemessene Länge. Die Spannung ist grundsätzlich in Ordnung, leidet jedoch unter einigen Flauten, die durch nicht unbedingt notwendige Rückblicke und Erzählungen über die Lebensgeschichten der Protagonisten entstehen. Diese Passagen ziehen das Tempo der Geschichte manchmal in die Länge und lassen die Spannung etwas abflauen. Die Figuren sind gut und übersichtlich dargestellt, wobei Brooke, aus deren Perspektive die Story auch erzählt wird, von Anfang an als merkwürdig erscheint. Insgesamt ist das Buch ein durchwachsener Thriller, der zwar einige spannende Momente bietet, jedoch auch Schwächen aufweist. Die Erwartungen an die Handlung waren hoch und trotz einer vielversprechenden Prämisse erfüllt es nicht ganz das, was man sich erhofft hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere