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Veröffentlicht am 28.03.2025

Moderner Aufschlag von Nachtmahren

Nachtlügen
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Lisanne Surborgs “Nachtlügen” ist aus irgendwelchen Gründen an meiner Bubble komplett vorbei gegangen - was ich inzwischen sehr schade finde. Durch Zufall entdeckt, hat mich die Geschichte mit ihrem modernen ...

Lisanne Surborgs “Nachtlügen” ist aus irgendwelchen Gründen an meiner Bubble komplett vorbei gegangen - was ich inzwischen sehr schade finde. Durch Zufall entdeckt, hat mich die Geschichte mit ihrem modernen Ansatz zur Mythologie der Nachtalben sofort begeistert. Hier gibt es nicht nur die klassischen, albtraumbringenden Wesen, sondern auch eine zuständige Behörde, die sich mit ihnen auseinandersetzt und eine ganze Community von ihnen, die sich mit ihren verschiedenen Ansätzen und Prinzipien wunderbar echt anfühlt.
Hands Up: Nachtmahre waren schon immer meine absoluten Lieblingskreaturen. Leider kommen sie viel zu wenig in der Literatur (oder in den Medien insgesamt) vor, sodass dieses Buch für mich ein echter Glücksgriff war. Innerhalb dessen werden auch Albträume beschrieben, die die Protagonistin erschafft, was mich umso mehr erfreute. Dabei ist die Balance dessen direkt auf zwei Wegen gegeben. Zum Einen stillen sie wunderbar die Neugier, während sie zum Anderen aber auch nicht ZU häufig vorkommen, sodass es nervig werden könnte. Außerdem mag ich ihren Realismus, verbunden mit der kreierten Ästhetik.
Der Schreibstil ist kurzweilig, und die kreative Nutzung verschiedener Medienformen zwischen den Kapiteln (z. B. fiktive Newslettereinträge oder Gedichtszitate) hat mir besonders gut gefallen. Diese aufgelockerte Struktur war für mein ADHD-Gehirn ein echtes Geschenk und hat die Geschichte umso lebendiger gemacht.
Allerdings hatte ich einige kleinere Kritikpunkte. Das Ende war nicht schlecht, aber einige Dinge wurden auf eine Art aufgelöst, die sich für mich etwas seltsam angefühlt hat. Die Liebesgeschichte hätte für mich nicht sein müssen – die Freundschaft zwischen den beiden Charakteren war bereits perfekt, und der "Extra-Schritt" fühlte sich eher unnötig an. Immerhin blieb es bei zwei Küssen, sodass ich damit auch noch immer mehr als gut leben kann.
Die Nebencharaktere waren zwar eher eindimensional, was bei einem Einzelband und der klaren Fokussierung auf die Albträume und die Albcommunity nachvollziehbar ist, aber dennoch etwas schade. Dafür waren ihre Charakterzeichnungen insgesamt sehr schlüssig. Ein besonderes Highlight war für mich jedoch ein Nebencharakter, bei dem ein sehr modernes Trauma thematisiert wurde – eines, das in unserer heutigen Welt absolut realistisch ist, mir aber noch in keinem anderen Buch begegnet ist. Dieses Detail war ein echtes Plus!
Insgesamt ist “Nachtlügen” eine spannende, erfrischende Fantasygeschichte mit einer einzigartigen Umsetzung der Nachtalben-Thematik. Wer auf tendenziell düstere, aber nicht zu schwere Urban-Fantasy steht (und vllt genau so einen Crush auf Nachtmahre hat wie ich), sollte dem Buch definitiv eine Chance geben :3

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Spannender Auftakt

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich ...

"The Reappearance of Rachel Price" war mein erster Holly Jackson und entsprechend gespannt war ich, was mich wohl erwartet.
Ich denke, alles in allem war es ein ganz gutes Buch, auch wenn mich etwas wesentlich gestört hat: Der Anfang.
Dafür, dass die Rückkehr Rachel Price' namensgebend für das Buch ist, geschieht diese erst nach fast einem Fünftel. Davor lernen wir ihre Tochter Bel kennen, die auch die Protagonistin ist, und wie das Verschwinden ihrer Mutter sich auf ihr Leben ausgewirkt hat. Leider wird dieser Teil stark in die Länge gezogen und das immer wieder betonte Selbstmitleid der Protagonistin ist kaum auszuhalten. Das geht auch noch eine ganze Weile so weiter, nachdem Rachel schließlich aufgetaucht ist. Nun kommt noch hinzu, dass verschiedene Tatvorgänge immer wieder wiederholt werden, weil sie verschiedenen Personen erzählt werden, was ziemlich mühsam zu lesen ist.
Die große Auflösung am Ende war leider nicht ganz so groß, da es immer wieder zuvor angeteaser wurde. Nur Details waren neu - die dafür aber umso spannender - was mich eher enttäuscht zurückgelassen hat. Von dem großen Plottwist-Namen, den sie sich mit 'A Good Girls Guide To Murder' gemacht hat, hab ich mir doch mehr erwartet. Aber ab und an hat schließlich auch die beste Autorin mal einen Hänger.
Entsprechend würde ich nochmal ein Buch von ihr lesen. Ihr Schreibstil war angenehm flüssig und zumindest die Idee des Plots abwechslungsreich neu.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Warum hat noch nie jemand über das grafische Viertel geschrieben?

Das Haus der Bücher und Schatten
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Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) ...

Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) nicht überzeugt hatte. Bei dem Haus der Bücher und Schatten war ich jedoch innerhalb weniger Minuten überzeugt und beantragte noch am gleichen Abend eine eARC auf NetGalley, die ich zu meinem Glück auch bekam. Vielen lieben Dank dafür!
Das Setting ist absolut genial und ich frage mich, warum früher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, über das grafische Viertel in Leipzig zu schreiben, das im zweiten Weltkrieg ausgelöscht wurde. Hinzu kommt das Genre, das Herr Meyer selbst als "bibliophiler Schauerroman" beschrieb, was mich sofort abholte. Auch, wenn es meiner Meinung gerne die Linie zur Übernatürlichkeit deutlicher übertreten dürfte, was hier leider nicht der Fall war.
Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen. Jedes Wort passte perfekt in Zeit, Stimmung und Umgebung. Auch die verschiedenen Erzählebenen waren ein Erlebnis und haben das Buch somit sehr kurzweilig werden lassen. Die Gedanken und Lebensumstände, die mit dem Jahr 1933 (bzw. 1913) einhergehen, bringen die Lesenden in einem angenehmen Tempo in ein unangenehmes Kapitel der deutschen Geschichte. Jeder einzelne Satz zeugt von passionierter Recherche.
Die Handlung ist zudem spannend und nicht zu einfach vorherzusehen. Außerdem überzeugen Bücher über Bücher sowieso immer - insbesondere, wenn es sogar ein Buch über eine Stadt ist, die Bücher atmet und blutet. Egal ob als Lektorin oder als Kriminalbeamter; man spürt die Liebe der Figuren zu den Büchern, selbst wenn sie nicht direkt mit ihnen arbeiten.
Trotz dass ich das Cover nicht sonderlich ansprechend finde (wie auch die anderen beiden, die bisher in dieser Reihe erschienen sind), überlege ich mir nun, das Buch trotzdem anzuschaffen, um es im Regal stehen zu haben, wo es mich immer wieder an seine Geschichte erinnern kann. Mindestens zu den anderen Büchern im grafischen Vierteln werde ich in Zukunft greifen; und vielleicht auch zu älteren Büchern von Kai Meyer :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Noch besser als der Erste

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ...

Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ich sagen? Ich bin Team Kaspar durch und durch! Seine Dynamik mit Zoé ist intensiv, voller Spannung und Leidenschaft. Besonders die Szene, wo er unter dem Bett lag... Das war viiiiel zu heiß. Dass sie nicht zu Ende geführt wurde, wird mich bis ans Ende meiner Tage verfolgen :'(

Neben der Liebesgeschichte hat mich erneut die Venthyr-Welt in ihren Bann gezogen. Die düstere Atmosphäre, der viktorianische Goth – einfach großartig! Die Kommunikation durch den Spiegel hat etwas wunderbar Klassisches, fast schon Märchenhaftes. Ein Detail, das mich immer wieder überzeugen kann.

Womit ich mich allerdings schwergetan habe, ist Zoés unerschütterlicher Wunsch, ihre Mutter zu retten. Ich meine... in der Welt der Lebenden ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, während Zoé in Xanthia endlich aufblüht. Wenn Alexei ihr wirklich etwas Gutes tun will, dann sollte er nicht versuchen, sie auf die Erde zurückzuschicken, sondern lieber dafür sorgen, dass ihre Mutter ebenso feierlich in Xanthia willkommen geheißen wird. Das ergäbe zumindest Sinn.

Aber kommen wir zum vielleicht größten Highlight des Buches: Beril Keribars Schreibstil. Poetisch, mitreißend, wunderschön. Jeder Satz ist ein Genuss, jede Beschreibung ein kleines Kunstwerk. Zudem liebe ich es, wie Zoés Traumata thematisiert werden. Ihre Entwicklung ist realistisch, emotional und tiefgründig – ein Aspekt, der die Geschichte noch intensiver macht.

Fazit: Empire of Sins and Souls 2 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Kaspar ist der perfekte moralisch dunkelgraue Love Interest, die Welt bleibt faszinierend, und der Schreibstil ist einfach traumhaft. Nur ein paar inhaltliche Entscheidungen haben mich ein wenig frustriert – aber genau das zeigt, wie sehr mich das Buch mitgerissen hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Nataly supremacy 🖤

Novel Haven - Match of Fate
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Mit "Novel Haven - Match of Fate" von Anabelle Stehl geht die Trilogie in die zweite Runde — und für mich hat sich eine Vermutung aus Band eins absolut bestätigt: Nataly ist meine Herzensdame. Sie ist ...

Mit "Novel Haven - Match of Fate" von Anabelle Stehl geht die Trilogie in die zweite Runde — und für mich hat sich eine Vermutung aus Band eins absolut bestätigt: Nataly ist meine Herzensdame. Sie ist genau die Art von starker Frau, die ich liebe: hat ihren eigenen Kopf, sieht trotzdem Fehler ein, und ist selbstbewusst ohne dabei die Weiblichkeit abzulegen. Bereits als Kind liebte ich Cordelia in Buffy/Angel, gefolgt von Lydia aus Teen Wolf und Caroline in Vampire Diaries. Die letzte Addition in diesem Kader war Nesta aus ACOTAR und somit wird Nataly in guter Gesellschaft sein.

Dylan war die erwartete Greenflag. Sein Background war leider nicht ganz so spannend, doch das Setting und die Plotline im eSport hingegen sehr. Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf das Spin-Off über einige der restlichen Panthers \o/ In der Hoffnung, dass der eSport dort vielleicht sogar noch eine etwas größere Bühne bekommt, hehe.

Nun widme ich mich aber erstmal dem dritten Band von Novel Haven und freue mich auf die Geschichte der Frau, die uns Bookies wohl am ähnlichsten ist ;)

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