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Kobina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Warum hat noch nie jemand über das grafische Viertel geschrieben?

Das Haus der Bücher und Schatten
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Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) ...

Den Anfang dieses Buches durfte ich in einer Lesung von Kai Meyer erleben. Eigentlich war ich nur als Begleitung dabei, da mich das einzige Buch, das ich jemals von ihm gelesen habe (Das Fürimmer-Haus) nicht überzeugt hatte. Bei dem Haus der Bücher und Schatten war ich jedoch innerhalb weniger Minuten überzeugt und beantragte noch am gleichen Abend eine eARC auf NetGalley, die ich zu meinem Glück auch bekam. Vielen lieben Dank dafür!
Das Setting ist absolut genial und ich frage mich, warum früher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, über das grafische Viertel in Leipzig zu schreiben, das im zweiten Weltkrieg ausgelöscht wurde. Hinzu kommt das Genre, das Herr Meyer selbst als "bibliophiler Schauerroman" beschrieb, was mich sofort abholte. Auch, wenn es meiner Meinung gerne die Linie zur Übernatürlichkeit deutlicher übertreten dürfte, was hier leider nicht der Fall war.
Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen. Jedes Wort passte perfekt in Zeit, Stimmung und Umgebung. Auch die verschiedenen Erzählebenen waren ein Erlebnis und haben das Buch somit sehr kurzweilig werden lassen. Die Gedanken und Lebensumstände, die mit dem Jahr 1933 (bzw. 1913) einhergehen, bringen die Lesenden in einem angenehmen Tempo in ein unangenehmes Kapitel der deutschen Geschichte. Jeder einzelne Satz zeugt von passionierter Recherche.
Die Handlung ist zudem spannend und nicht zu einfach vorherzusehen. Außerdem überzeugen Bücher über Bücher sowieso immer - insbesondere, wenn es sogar ein Buch über eine Stadt ist, die Bücher atmet und blutet. Egal ob als Lektorin oder als Kriminalbeamter; man spürt die Liebe der Figuren zu den Büchern, selbst wenn sie nicht direkt mit ihnen arbeiten.
Trotz dass ich das Cover nicht sonderlich ansprechend finde (wie auch die anderen beiden, die bisher in dieser Reihe erschienen sind), überlege ich mir nun, das Buch trotzdem anzuschaffen, um es im Regal stehen zu haben, wo es mich immer wieder an seine Geschichte erinnern kann. Mindestens zu den anderen Büchern im grafischen Vierteln werde ich in Zukunft greifen; und vielleicht auch zu älteren Büchern von Kai Meyer :)

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Noch besser als der Erste

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ...

Nach dem ersten Band, in dem ich mit Alexei einfach nicht warm werden konnte, war ich umso glücklicher, dass Empire of Sins and Souls 2 einen zweiten Love Interest ins Spiel bringt: Kaspar.

Und was soll ich sagen? Ich bin Team Kaspar durch und durch! Seine Dynamik mit Zoé ist intensiv, voller Spannung und Leidenschaft. Besonders die Szene, wo er unter dem Bett lag... Das war viiiiel zu heiß. Dass sie nicht zu Ende geführt wurde, wird mich bis ans Ende meiner Tage verfolgen :'(

Neben der Liebesgeschichte hat mich erneut die Venthyr-Welt in ihren Bann gezogen. Die düstere Atmosphäre, der viktorianische Goth – einfach großartig! Die Kommunikation durch den Spiegel hat etwas wunderbar Klassisches, fast schon Märchenhaftes. Ein Detail, das mich immer wieder überzeugen kann.

Womit ich mich allerdings schwergetan habe, ist Zoés unerschütterlicher Wunsch, ihre Mutter zu retten. Ich meine... in der Welt der Lebenden ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, während Zoé in Xanthia endlich aufblüht. Wenn Alexei ihr wirklich etwas Gutes tun will, dann sollte er nicht versuchen, sie auf die Erde zurückzuschicken, sondern lieber dafür sorgen, dass ihre Mutter ebenso feierlich in Xanthia willkommen geheißen wird. Das ergäbe zumindest Sinn.

Aber kommen wir zum vielleicht größten Highlight des Buches: Beril Keribars Schreibstil. Poetisch, mitreißend, wunderschön. Jeder Satz ist ein Genuss, jede Beschreibung ein kleines Kunstwerk. Zudem liebe ich es, wie Zoés Traumata thematisiert werden. Ihre Entwicklung ist realistisch, emotional und tiefgründig – ein Aspekt, der die Geschichte noch intensiver macht.

Fazit: Empire of Sins and Souls 2 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Kaspar ist der perfekte moralisch dunkelgraue Love Interest, die Welt bleibt faszinierend, und der Schreibstil ist einfach traumhaft. Nur ein paar inhaltliche Entscheidungen haben mich ein wenig frustriert – aber genau das zeigt, wie sehr mich das Buch mitgerissen hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Nataly supremacy 🖤

Novel Haven - Match of Fate
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Mit "Novel Haven - Match of Fate" von Anabelle Stehl geht die Trilogie in die zweite Runde — und für mich hat sich eine Vermutung aus Band eins absolut bestätigt: Nataly ist meine Herzensdame. Sie ist ...

Mit "Novel Haven - Match of Fate" von Anabelle Stehl geht die Trilogie in die zweite Runde — und für mich hat sich eine Vermutung aus Band eins absolut bestätigt: Nataly ist meine Herzensdame. Sie ist genau die Art von starker Frau, die ich liebe: hat ihren eigenen Kopf, sieht trotzdem Fehler ein, und ist selbstbewusst ohne dabei die Weiblichkeit abzulegen. Bereits als Kind liebte ich Cordelia in Buffy/Angel, gefolgt von Lydia aus Teen Wolf und Caroline in Vampire Diaries. Die letzte Addition in diesem Kader war Nesta aus ACOTAR und somit wird Nataly in guter Gesellschaft sein.

Dylan war die erwartete Greenflag. Sein Background war leider nicht ganz so spannend, doch das Setting und die Plotline im eSport hingegen sehr. Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf das Spin-Off über einige der restlichen Panthers \o/ In der Hoffnung, dass der eSport dort vielleicht sogar noch eine etwas größere Bühne bekommt, hehe.

Nun widme ich mich aber erstmal dem dritten Band von Novel Haven und freue mich auf die Geschichte der Frau, die uns Bookies wohl am ähnlichsten ist ;)

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Runder Anschluss an den ersten Band

Until the Light destroys
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Mit Until the Light Destroys liefert Alessia Gold den Abschluss der Redveil-Dilogie — und ich sag’s direkt: Ich bin deutlich versöhnlicher aus diesem Band rausgegangen als aus dem ersten.
Während alle ...

Mit Until the Light Destroys liefert Alessia Gold den Abschluss der Redveil-Dilogie — und ich sag’s direkt: Ich bin deutlich versöhnlicher aus diesem Band rausgegangen als aus dem ersten.
Während alle drei Sprecher:innen des Hörbuchs weiterhin absolut top bleiben, wurde der Dark-Romance-Anteil der Geschichte wurde spürbar zurückgefahren. Gott sei Dank. Dadurch bekommt die Handlung duetlich mehr Glaubwürdigkeit und die Beziehugen untereinander wirken insgesamt ausgewogener. Was ich allerdings etwas schade fand: Die beiden männlichen Hauptfiguren sind zwar erfreulicherweise nicht strikt hetero angelegt, aber IHRE Beziehung zueinander bekommt letztlich zu wenig Aufarbeitung. Da wäre emotional und kognitiv definitiv noch mehr drin gewesen.
Das Ende war für meinen Geschmack leider etwas konfus und wirkte stellenweise bemüht auf Happy End gebürstet. Es funktioniert - aber elegant ist anders.
Trotzdem: Wer The Vampire Diaries liebt (hi, ich 👋), wird hier ziemlich wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Die Vibes stimmen einfach.
Unterm Strich ein solider Dilogie-Abschluss mit klaren Stärken, auch wenn nicht alles ganz rund läuft.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Würdiges Finale mit kleinen Schwächen

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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„Rebel Witch“, der zweite und finale Band der Rote Nachtfalter-Dilogie von Kirsten Ciccarelli, konnte für mich nicht ganz mit dem starken Auftakt mithalten – ist aber dennoch ein sehr gelungener Abschluss. ...

„Rebel Witch“, der zweite und finale Band der Rote Nachtfalter-Dilogie von Kirsten Ciccarelli, konnte für mich nicht ganz mit dem starken Auftakt mithalten – ist aber dennoch ein sehr gelungener Abschluss. Etwas schwächer, ja, aber immer noch verdammt gut.

Was mir am meisten gefehlt hat, war eine wirkliche Aufarbeitung der Traumata der beiden Hauptfiguren, insbesondere die des Protagonisten. Vieles davon wird zwar angeschnitten, aber eher umschifft als wirklich durchlebt. Das fühlt sich gerade im Finale einer Dilogie ein wenig verschenkt an. Ähnlich ging es mir mit einigen neuen Figuren: Manche tauchen sehr plötzlich auf und wirken in erster Linie wie narrative Abkürzungen. Besonders eine Sagengeschichte, die wie aus dem Nichts eingeführt wird und dann praktischerweise den Weg zu einem Happy End ebnet, hatte für mich einen sehr „bequemen“ Beigeschmack. Gleichzeitig hatten die meisten dieser Nebenfiguren richtig starke Ansätze – eigene Spin-offs würde ich nicht mit Handkuss nehmen! Auch die Welt würde zu solchen einladen: Sie ist spannend, vielschichtig und fühlt sich größer an als diese zwei Bände. Ich hätte WIRKLICH nichts dagegen, noch mehr Zeit in diesem Universum zu verbringen.

Die Liebesgeschichte der Hauptfiguren war in der ersten Hälfte… anstrengend. Misscommunication tropes galore. Wer sowas liebt, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen; für mich war es eher ein Geduldstest. Positiv bleibt aber: Die Charaktere handeln dabei konsistent und bleiben sich selbst treu, was viel verzeiht.
Das Ende schließlich war mir allerdings etwas zu gewollt glücklich. Nach all dem Schmerz, den Traumata und den moralischen Konflikten hätte ich mir ein weniger glattgebügeltes Finale gewünscht.
Auch bleiben mir die unübersetzten, englischen Zaubersprüche weiterhin ein Rätsel, obwohl der Rest der Übersetzung makellos ist. Mich haben sie leider immer wieder brutal aus dem Lesefluss gerissen.

Unterm Strich: Rebel Witch ist ein guter, emotionaler Abschluss mit starken Figuren, einer großartigen Welt und ein paar erzählerischen Abkürzungen, die ihm den letzten Feinschliff nehmen. Nicht ganz so stark wie Band eins – aber definitiv lesenswert.

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