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Kobina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Pinke Verwirrung

Barbie - In Real Life
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Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies ...

Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies in verschiedenen Posen zeigt. Dazu dann immer irgendeinen Satz, den wohl jeder so oder so schon ähnlich mal von sich gegeben hat.
Soll das Feminismus sein? Oder was möchte dieses Buch ausdrücken?
Ich kann nicht sagen, dass ich es schlecht fand - aber halt auch nicht gut. Schwierig, es zu bewerten, wenn man die ganze Zeit nur den Sinn dahinter sucht... ^^"

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Ein Hoch auf den Stream of Consciousness!

Stars
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Ich muss gestehen, dass ich immer wieder fasziniert bin, wenn ein so kurzes Buch (knapp 250 Seiten) es schafft, Längen zu haben. Tja, "Stars" von Katja Kullmann gehörte leider zu genau dieser Kategorie.
Die ...

Ich muss gestehen, dass ich immer wieder fasziniert bin, wenn ein so kurzes Buch (knapp 250 Seiten) es schafft, Längen zu haben. Tja, "Stars" von Katja Kullmann gehörte leider zu genau dieser Kategorie.
Die ersten hundert Seiten (und damit Zweifünftel des Buches) ziehen sich sehr stark. Zwar ist die Protagonistin so real und nachvollziehbar wie sonst kaum eine Figur jemals, aber eben diese Realitätsnähe macht es zu Beginn sehr anstrengend zu lesen. Zwar steigt das Buch direkt damit ein, dass ein Stein ihre Fensterscheibe zerschmettert und sie anschließend zehntausend Dollar findet, aber aufgrund von Entscheidungsproblemen begleiten die Lesenden sie trotzdem zunächst durch ihren schnöden Büroalltag, den wir wohl alle zu genüge kennen.
Sobald sie jedoch eine Entscheidung trifft, was sie mit diesem Geld anfängt und die Handlung somit vom Alltäglichen divergiert, kommt auch die Lesensfreude. Das mag natürlich ein gewollter Handgriff sein, da es so eben auch mitgibt, dass man sich von seinem bequemen Jetzt lösen soll und es einem besser gehen könnte, wenn man sich den Träumereien hingibt, aber wie gesagt, es macht es schlichtweg anstrengend zu lesen.
Der Schreibstil hingegen dürfte stark polarisieren. Er ist sehr im Stream of Consciousness geschriebene, wodurch lange und verschachtelte Sätze entstehen. Ich LIEBE diese Art von Erzählung, kann mir aber vorstellen, dass auch das anstrengend für jemanden sein könnte, der nach klassischen Satzmustern sucht. Mein Highlight bleibt es allemal.
Insgesamt bleibe ich sehr zwiegespalten zurück. Wenn ich eine realistische Charakterentwicklung lesen möchte, ist der Roman ideal. Wenn ich allerdings einen interessanten Plot lesen möchte, sollte ich lieber nach etwas Anderem Ausschau halten.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Zeitlose Liebe

Our Infinite Fates
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First things first: Das UK-Cover? Ein absoluter Traum. Das US- und deutsche Cover dagegen... eher so meh. Zum Glück gab’s die Special Edition von Owlcrate – danke an die Covergötter, dass mein Bücherregal ...

First things first: Das UK-Cover? Ein absoluter Traum. Das US- und deutsche Cover dagegen... eher so meh. Zum Glück gab’s die Special Edition von Owlcrate – danke an die Covergötter, dass mein Bücherregal jetzt glänzen darf.

Ich bin schon öfter über Laura Steven gestolpert (ihr sapphisches Dorian Gray-Retelling steht z. B. auch schon auf meiner Liste), habe aber bisher nie ein Buch von ihr gelesen. Mit Our Infinite Fates hat sich das endlich geändert – und ich bereue nichts.

Was mich anfangs etwas nervös gemacht hat, war die Sorge, dass das Buch queerbaitig sein könnte. Immerhin können die beiden Hauptcharaktere theoretisch jedes Geschlecht annehmen, befinden sich aber in der Hauptzeitlinie in einer klassisch männlich-weiblichen Konstellation. Aber: Völlig unbegründete Sorge! Die Rückblicke in vergangene Leben zeigen beide in verschiedensten Geschlechtern, wobei ihr Gender nie im Mittelpunkt steht – und es gibt sogar eine richtig schöne, ehrliche Unterhaltung genau darüber. Wirklich gelungene Repräsentation!

Die beiden Protagonist*innen selbst... na ja. Etwas eindimensional für Hauptfiguren – als Nebenfiguren wären sie absolut on point gewesen. Es bleibt ein bisschen die Frage im Raum: Wie schafft man es, in tausend Jahren so wenig Characterdevelopment hinzulegen? Aber hey, sie waren sympathisch genug, dass man gerne an ihrer Seite bleibt.

Was mich besonders überzeugt hat, war das Ende – nicht das, was ich erwartet habe, aber ein gelungener Bruch mit der bisherigen Erzählung. Und überhaupt: Dieses Buch ist eine regelrechte Liebeserklärung an die Liebe – manchmal fast zu kitschig, aber nie so sehr, dass es kippt.

Und der Schreibstil? Chef’s Kiss. Zumindest in der englischen Version ein Genuss: bildreich, klug, mit einem Vokabular, das mich begeistert hat. Zwar wird dessen Vorkommen durch den Plot erklärt – trotzdem hoffe ich sehr, dass dieser Stil typisch für Steven ist, damit ich ihn in weiteren Werken wiederfinden kann.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Verdrehte Märchen \o/

Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland
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Schon oft hatte ich im Buchhandel ein Band der dunklen Chroniken in der Hand. Genau so oft habe ich es wieder weggelegt und mir versprochen "Aber das hole ich mir noch!". Schließlich entschied ich mich, ...

Schon oft hatte ich im Buchhandel ein Band der dunklen Chroniken in der Hand. Genau so oft habe ich es wieder weggelegt und mir versprochen "Aber das hole ich mir noch!". Schließlich entschied ich mich, "Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland" als Hörbuch zu erwerben.
Irgendwie habe ich es im Zuge dessen geschafft, mir das Cover nie genauer anzusehen und den Klappentext sowieso nicht zu lesen (letzteres vermeide ich, wenn es möglich ist, generell, da es oft einiges der Spannung nimmt). So war ich mir tatsächlich nicht bewusst, dass der Roman die Geschichte von Captain Hook erzählt.
Das dadurch entstandene Erlebnis war, so vermute ich, noch einmal intensiver, als wenn ich gewusst hätte, worauf die Erzählung hinausläuft. Zwar wurde recht schnell klar, worum es geht, aber es gab doch noch immer letzte Zweifel und deutlich mehr Möglichkeiten eines kommenden Endes.
Die Formulierungen waren bereits spannend, doch der Synchronsprecher Tim Schwarzmaier hat es erst atemberaubend gemacht. Es war so schön vorgelesen, dass ich nach dem Buch nachgeschaut habe, ob mir nicht noch eines der anderen von ihm gelesenen Werke zusagen könnte.
Auch, wenn das gedruckte Buch sehr hübsch ist und sich gut im Schrank macht, kann ich dank dem Sprecher nur das Hörbuch wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Zweiter Teil ist zwar am Schwächsten, aber noch immer stark

Das Flüstern des Zwielichts
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Ich bin ähnlich begeistert wie beim ersten Teil, auch wenn ich jenen deutlich besser fand. Der Zweite fühlt sich ein bisschen wie eine Art Lückenfüller an, doch das hat dem Lesefluss keinen Abbruch getan.
Die ...

Ich bin ähnlich begeistert wie beim ersten Teil, auch wenn ich jenen deutlich besser fand. Der Zweite fühlt sich ein bisschen wie eine Art Lückenfüller an, doch das hat dem Lesefluss keinen Abbruch getan.
Die Hauptstory macht nur marginale Fortschritte, während eine Sidestory sehr ausführlich erzählt wird. Diese ist dafür sehr spannend und erfrischend erzählt, sodass es sich hierbei nicht unbedingt um eine Klage handelt ;) Außerdem wird mein Lieblingscharakter dabei stark thematisiert, was ebenfalls ein dicker Pluspunkt ist.
Der Schreibstil, in den ich mich bereits im ersten Band verliebte, wird schön fortgeführt und mit Worten regelrecht gemalt.
Weiterhin eine absolute Empfehlung meinerseits für jeden, der gerne Highfantasy liest und sich zudem mal auf etwas Ungewöhnlicheres einlassen möchte.

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