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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Sommerliche Kulisse und eine spannende Geschichte voller Surfvibes

The Surf House
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Mit „The Surf House“ sorgt Autorin Lucy Clarke erneut für spannende Lesestunden. Und auch wenn es nicht mein liebstes Buch von ihr war konnte sie mich doch durchgehend unterhalten. Das Setting in Marokko ...

Mit „The Surf House“ sorgt Autorin Lucy Clarke erneut für spannende Lesestunden. Und auch wenn es nicht mein liebstes Buch von ihr war konnte sie mich doch durchgehend unterhalten. Das Setting in Marokko ist dabei gut vorstellbar und auch die professionelle Beschreibung des Surfens macht die Handlung besonders. Der Plot passt perfekt in diese malerische Szenerie, wobei ich diesmal einen wichtigen Teil der Auflösung schon recht früh erraten habe. Für geübte Thrillerleser:innen ist manches Detail doch etwas offensichtlich. Bea ist eine sympathische, clevere und zumeist authentische Protagonistin, überwiegend wird aus ihrer Sicht erzählt, was für mich gut passte. Darüber hinaus ist die Atmosphäre toll getroffen, eine Mischung aus sommerlicher Leichtigkeit und düsteren Bedrohungen, mit einem modernen Touch. Auch der Schreibstil liest sich flüssig und so kam ich richtig schnell durchs Buch. Insgesamt ist „The Surf House“ eine gute Wahl für alle Crime-Fans, perfekt auch als Lektüre für den Sommerurlaub.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Moderne trifft auf Wirtshausküche

Einfach herzhaft & süß
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In seinem Kochbuch „Einfach herzhaft & süß“ teilt Dominik Süss mit uns seine liebsten Rezepte. Einerseits handelt es sich dabei um traditionelle Rezepte welche auch heute noch im Gasthof Süss der Familie ...

In seinem Kochbuch „Einfach herzhaft & süß“ teilt Dominik Süss mit uns seine liebsten Rezepte. Einerseits handelt es sich dabei um traditionelle Rezepte welche auch heute noch im Gasthof Süss der Familie gekocht werden. Einige Gerichte sind von Jungkoch Dominik Süss aber auch überarbeitete und wieder andere sind moderner und inspiriert von anderen Stationen seiner Kochkarierre. Prinzipiell mag ich das Buch. Alle nach gekochten Gerichte waren bisher total lecker und funktionieren. Auch die Gestaltung sagt mir sehr zu. Jedes Rezept (bis auf einige Grundlagen) hat eine eigene Doppelseite mit Foto. Der Tonfall des Autors ist locker und jugendlich und die persönlichen Anekdoten passen sich gut ein. Hin und wieder ist es zwar etwas hochgegriffen, was nicht alles das weltbeste Rezept sein soll, aber darüber kann ich gut hinweglesen. Meiner Meinung nach ist das Kochbuch aber überhaupt nicht für Küchenneulinge geeignet. Die Zubereitungsschritte sind kurz gehalten und es wird durchgehend viel Kochwissen vorausgesetzt. Wer wie ich regelmäßig kocht hat hier keine Schwierigkeiten, für Anfänger fehlen mir aber zum Beispiel wichtige Temperaturangaben und Garzeiten. Und auch eine ungefähre Zubereitungszeit habe ich sehr vermisst. Meinem Eindruck nach braucht man oft doch etwas länger und so ist „Einfach herzhaft & süß“ kein Buch für die schnelle Alltagsküche und auch das "einfach" aus dem Titel passt finde ich nicht wirklich. Dabei müssen sich die Gerichte wirklich nicht verstecken und gerade die traditionelle Linie ist für mich etwas besonderes. Da etwas andere Erwartungen geweckt werden, gibt es von mir einen Stern abgezogen, abgesehen davon mag ich das Buch aber sehr und werde es regelmäßig nutzen.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Rasante Reimgeschichte mit kreativer Streitschlichtung

Hase, Hund, Birnen – UND?
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„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen ...

„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen um den Birnbaum. Jeder möchte Sieger sein und so necken sich die Beiden immer mehr bis der Birnbaum schließlich einschreitet. Zum Ende hin gibt es dann eine schöne Versöhnung. Die Geschichte liest sich aufgrund der Reime sehr lustig und auch die Handlung gefiel uns gut. Allerdings ist mancher Begriff (z.B. belämmert, bedüsselt oder Bommeltier) für Kinder diesen Alters doch erklärungsbedürftig und somit zu sehr "Erwachsensprache". Toll sind hingegen die Illustrationen und auch das extra dicke und hochwertige Papier spricht sehr für das Buch. Auch das Format ist perfekt für kleine Kinderhände und so wird uns dieses tolle Buch hoffentlich noch lange Freude bereiten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Eifersucht, Freundschaft und gefährliche Mutproben

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ...

Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ist mir die Geschichte für eine Altersempfehlung von 11 Jahren definitiv zu krass und jüngere Leser:innen sollten das Buch lieber zusammen mit Erwachsenen lesen. Dies empfiehlt sich auch deshalb da die Geschichte zahlreiche Gesprächanlässe etwa über echte Freundschaften, eigene Grenzen und die Einschätzung von Gefahren bietet. Sprachlich passt die Erzählung zu ihrem jüngeren Klientel, aber auch als Erwachsener kann man das Buch finde ich gut lesen. Da es mehrere zeitlich verschiedene Erzählstränge gibt, erfordert das Lesen sogar etwas Konzentration. Bent war mir durchgehend sehr sympathisch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er mehr auf sein Bauchgefühl hört. Seine verzweifelter Wunsch die Freundschaft zu halten und einfach alles dafür zu tun ist andererseits aber auch total nachvollziehbar. Weniger gut leiden konnte ich hingegen die beiden anderen Jungs. Vor allem Juri ist finde ich richtig gemein und auch ziemlich manipulativ. Ich hoffe mein Kind wird mit einem solchen Menschen niemals befreundet sein. An sich hat der Autor Juri aber nicht unbedingt als negative Figur angelegt vermute ich, was mir zu denken gibt. Alles in allem ist „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ auf jeden Fall ein besonderes und tiefgründiges Jugendbuch welches harte Themen nicht scheut und anregt über Freundschaften nachzudenken. Für die wirklich eindrückliche Geschichte vergebe ich 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

So viel mehr als "nur" spielen

Spielend aufwachsen
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Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei ...

Eines wird durch die Lektüre von „Spielend aufwachsen“ der Autorinnen Gundula Göbel
und Marga Bielesch sehr deutlich. Die Möglichkeit zu Spielen ist für die kindliche Entwicklung immens wichtig. Dabei wird der Begriff des Spielens weiter gefasst als das was man vielleicht zuerst im Kopf hat. Ein spielerischer Alltag kann etwa auch aus einer gemeinsam gemalten Einkaufsliste, kochen oder einem Waldspaziergang bestehen. Wichtig ist wie wir unserem Kind dabei begegnen und gerade für dieses Bindungstärkende Spielen finden sich im Buch viele Anregungen. Wer sich bereits mit der Bindungstheorie beschäftigt hat, findet im theoretischen Teil wenig Neues. Die praktischen Tipps der Autorinnen gefielen mir aber gut, besonders als es um konkrete Herausforderungen ging. Nur das Kapitel "Spielen im stressigen Alltag" lies mich etwas enttäuscht zurück. Hier finden sich finde ich nur wenige konkrete Ansätze wie der Alltag entschleunigt werden kann. Die aufgezählten Ideen sind meistens Spiele die doch eher etwas Zeit benötigen. Der Schreibstil liest sich soweit angenehm. Hin und wieder bauen mir die Autorinnen aber eine solche Dringlichkeit auf, dass mir diese unangenehm wurde. Spielen ist immens wichtig für die Entwicklung, gerade durch diese ständige Betonung baut sich aber ein großer Erwartungsdruck auf. Anderseits geht es auch immer wieder darum das jede Familie unterschiedlich ist und es individueller Lösungen bedarf, was mir sehr gut gefiel. Alles in allem kann ich „Spielend aufwachsen“ für Interessierte schon empfehlen. Die Grundidee hinter dem Bindungstärkenden Spielen überzeugt. Allerdings ist das Buch für mich eher eine Ergänzung zu anderen Erziehungsratgebern da doch nur ein bestimmtes Feld in den Fokus genommen wird.

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