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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2025

behutsam erzählt, zurück ins Leben

Von hier aus weiter
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Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren wir mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Marlene empfindet vor allem Wut. Auf ihren Mann? Auf sich selbst? Auf die Welt? So sicher ist sie sich da anfangs ...

Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren wir mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Marlene empfindet vor allem Wut. Auf ihren Mann? Auf sich selbst? Auf die Welt? So sicher ist sie sich da anfangs selbst nicht. Und was ist mit Trauer? Marlene kann nicht trauern. Erst muss sie diesen anderen Gefühlen auf die Schliche kommen. Sie identifizieren, wahrhaben wollen und erkennen.
Behutsam führt Susann Pásztor den Leser „Von hier aus weiter“ und Marlene zurück ins Leben. Eine große Hilfe, oder überhaupt die Hilfe schlechthin ist dabei ihr neuer Mitbewohner Jack.
Mit ihrem leichten und witzigen Schreibstil nimmt die Autorin jede vermutete Schwere aus der Situation und lässt die Geschichte locker wirken. Dabei nimmt sie aber trotzdem sehr genau Stimmungen und Gefühle von Marlene wahr.
Mir hat gut gefallen, wie hartnäckig aber nicht aufdringlich Jack wirkt, wie sich Marlene nach und nach auch auf unbequeme Fragen einlässt und dass es neben Marlene auch eine kleine Nebenhandlung gibt.
Das Cover hat mir persönlich jetzt nicht so viel gesagt. Auch finde ich nur eine indirekte Verbindung zum Weg von Marlene, eher noch zum Titel.
Zusammenfassend eine behutsame Erzählung mit leichtem Humor.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Der Weg des Ehepaars, von der Norm abweichend, interessant

Das wollüstige Ehepaar - Fremdgehen erlaubt | Erotischer Roman
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Einmal etwas anders, aber nicht schlecht. Hier finden wir weniger heiße Szenen als vielmehr den Weg, des Ehepaares von einer gängigen Ehe hin zu etwas besonderen, beschrieben. Mit Sicherheit nicht als ...

Einmal etwas anders, aber nicht schlecht. Hier finden wir weniger heiße Szenen als vielmehr den Weg, des Ehepaares von einer gängigen Ehe hin zu etwas besonderen, beschrieben. Mit Sicherheit nicht als Ratgeber oder Anleitung hat Ron Sparks diesen erotischen Roman geschrieben. Dennoch zeigt er die Bedenken, Sorgen und Ängste, aber auch das Vertrauen, die neu entdeckte Lust und tiefe Zuneigung von Karin und Harald.
Die erotischen Begegnungen sind schön und die Geschichte eingewoben, warten aber auch mit Überraschungen auf.
Karin und Harald werden als „Das wollüstige Ehepaar“ dargestellt, leben ihre Sexualität aber dezent und immer mit dem Einverständnis des anderen aus. Manchmal war mir Harald etwas zu devot, aber das ist natürlich eine sehr persönliche Ansicht. Grundsätzlich leben die beiden eine dominant/devote Beziehung.
Schreibstil und Wortwahl finde ich sehr leicht lesbar, wertschätzend und dennoch die Dinge beim Namen nennend.
Das Buch bietet sicherlich für jeden offenen Leser eine interessante Geschichte. Bei den vielen Beziehungsmodellen ist die von Karin und Harald eine mögliche und eine, für die beiden, sehr erfüllende und bereichernde.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Atmen nicht vergessen

Meteor
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Über so manche Seite hinweg merkte ich erst später, dass ich den Atem angehalten hatte. Dan Brown hat diesen Thriller wirklich fesselnd geschrieben. Beeindruckend und natürlich auch erschreckend fand ich ...

Über so manche Seite hinweg merkte ich erst später, dass ich den Atem angehalten hatte. Dan Brown hat diesen Thriller wirklich fesselnd geschrieben. Beeindruckend und natürlich auch erschreckend fand ich die Technologien, die es ja angeblich schon geben soll. Ich will mir das eigentlich gar nicht so wirklich vorstellen.
Aber zur Geschichte zurück. Der Handlungsstrang hat eine Dynamik und eine Schnelligkeit, dass der Leser wie von einem Sog mitgenommen wird. Ob die Handlungen, Entwicklungen und Technologien realitätsnah sind, beziehungsweise gut recherchiert wurden, kann ich am Ende nicht beurteilen, dazu fehlt mir die technische Ausbildung. Allerdings ist die Geschichte relativ glaubwürdig. Ich sage bewusst relativ, da sie sich natürlich schon sehr grenzwertig gestaltet. Eine futuristisch wirkende Technologie jagt die andere.
Rachel, als Hauptfigur, war mir sehr sympathisch, auch die anderen Protagonisten fand ich gut beschrieben. Das Ende kam dann doch überraschend, aber gut erklärt. Mir waren keine Fragen offen geblieben.
Ich habe „Meteor“ sehr gerne gelesen, das Tempo war ebenso hoch wie die Spannung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Fesselnd erzählt, Unerwartetes

Kalt wie die Nacht
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Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie ...

Der ehemalige Polizeikommissar Rolf, genannt Wolf, und die Journalistin Sanna lernen sich kurz nach seiner Ankunft in seiner neuen Heimat kennen. Er noch im Trauerprozess um seine verstorbene Frau, sie zurückgezogen und umgeben von einem Geheimnis, das sie nicht preisgeben will. Auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, sympathisch und authentisch, finden sie jedoch schnell eine Ebene zueinander. Ich denke, dass sie eine sehr gute Hilfe, gerade auch im privaten Bereich für den jeweils anderen sein können.
Der Fall in „Kalt wie die Nacht“ war für mich nicht sofort durchschaubar. Den Prolog konnte ich erst spät in die Geschichte einordnen, die Figuren sind miteinander verwoben oder scheinen nichts gemein zu haben, sodass ich mehrere Verdächtige hatte. Am Ende waren aber alle losen Enden sinnvoll geknüpft.
Der Krimi von Bernhard Stäber liest sich leicht, nimmt gefangen und macht neugierig was da noch kommt. Gerade Sanna hat mich fasziniert. Ihr Geheimnis ist speziell, ihre Geschichte dahinter muss ein Horror gewesen sein. Wolf arbeitet sich langsam aus seiner Trauer. Beide lassen eine Veränderung erkennen.
Eine Geschichte, die fesselt und mit Unerwartetem punktet.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gedanken erschaffen deine Realität

Das Prinzip
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In den letzten Jahren wurde das immer wieder aufgegriffen. Ja wie jetzt? Sehe ich etwas anderes als du? Wie soll das funktionieren, wenn jeder etwas anderes im außen erschaffen hat. Dieses Buch lag lange, ...

In den letzten Jahren wurde das immer wieder aufgegriffen. Ja wie jetzt? Sehe ich etwas anderes als du? Wie soll das funktionieren, wenn jeder etwas anderes im außen erschaffen hat. Dieses Buch lag lange, sehr lange auf meinem Bücherstapel. Doch jetzt hat es mich gerufen und ich habe es gelesen. Am Üben bin ich noch, dazu kann ich momentan noch nichts Abschließendes mitteilen.
Das Buch ist in drei Teile geteilt. Grundlagen, Offenbarungen und Übungen. Zu den Übungen gehört auch eine CD mit drei Tracks, zwei davon mit sogenannten polyauralen Synchronwellen. Sie sollen die beiden Gehirnhälften in Einklang bringen.
„Das Prinzip“ wird gut erklärt. Man kann sich vorstellen, dass so eine Realitätserschaffung durchaus funktionieren kann. Wobei ich mir bei Beziehungserschaffung wesentlich leichter tue, als zum Beispiel ein Traumhaus erstehen zu lassen. Und mit genau diesen Gedanken verhindere ich es wahrscheinlich. Okay, dafür gibt es ja die Übungen über einen Zeitraum von sieben Wochen.
Andreas Campobasso schreibt verständlich, erklärt und gibt auch manches zu bedenken, aber in verständlichen Worten und gut zusammengefasst. Also von Aufbau und Wortwahl finde ich das Buch völlig in Ordnung. Übungsaufbau ist einfach gehalten, allerdings sind für mich zweimal dreißig Minuten täglich nicht einfach freizuschaufeln. Ich werde mich definitiv noch länger damit befassen.

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