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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2025

Interessanter, verzwickter Mordfall

Die Meranerin
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„Die Meranerin“ ist der vierte Band der Reihe rund um die Ermittler Lukas Farner und Giovanni Terranostra mit ihren jeweiligen Teams. Für mich war es das erste Buch von Siegfried Schneider. Seine Protagonisten ...

„Die Meranerin“ ist der vierte Band der Reihe rund um die Ermittler Lukas Farner und Giovanni Terranostra mit ihren jeweiligen Teams. Für mich war es das erste Buch von Siegfried Schneider. Seine Protagonisten sind durchwegs Männer, auch wenn gegen Ende angezeigt wird, dass jetzt eine Frau hinzukommen wird. Aber noch ist sie nicht mit dabei, sodass hier männerdominiert ermittelt wird. Da die Teams mit sehr unterschiedlichen Charakteren aufgestellt sind, der Schreibstil leicht lesbar und zusätzlich Anmerkungen beigefügt sind, macht es Spaß diesen verzwickten Krimi zu lesen.
Als Zusätze gibt es nicht nur ein Personenverzeichnis, das mir persönlich sehr geholfen hat zu Beginn die verschiedenen Ermittler auseinanderhalten zu könne, sonder wir finden am Ende auch einen Anhang der mit Anmerkung übertitelt ist. Hier hat der Autor Besonderheiten, Namen, Ereignisse, Lieder, Redewendungen unter Hinweis auf die Seitenzahl erklärt. Auch das hat mir gut gefallen, da ich ansonsten doch für das eine oder andere Google hätte bemühen müssen.
Zum Cover ist zu sagen, dass es ein wunderbarer Blickfang ist. Das Bild lädt ein direkt auf das Haus zuzugehen, die Schrift des Titels ist nicht nur erhaben sonder auch mit Glitter verfeinert.
Ich habe den Krimi gerne gelesen und hatte meinen Spaß beim Täter- und Motivraten.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Heiße Szenen, gute Fragen

Cuckolds Paradise - Pure Sünde ohne Tabus | Erotischer Roman
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Daniel denkt zurück an sein Leben, sein persönliches „Cuckolds Paradise – Pure Sünde ohne Tabus“. Wir dürfen seine Rückschau begleiten, mit ihm durch seine Erinnerungen gehen, seine Frauen kennenlernen ...

Daniel denkt zurück an sein Leben, sein persönliches „Cuckolds Paradise – Pure Sünde ohne Tabus“. Wir dürfen seine Rückschau begleiten, mit ihm durch seine Erinnerungen gehen, seine Frauen kennenlernen und seine Neigung, Fragen und innere Zerrissenheit erleben.
Ich finde, dass Martin Kandau nicht nur die heißen Szenen sehr gekonnt beschreibt, sondern auch die innere Stimmung des Protagonisten in jeder seiner doch unterschiedlichen Partnerschaften einfangen konnte. Ohne Frage ist das Thema Cuckold für eine Beziehung nicht immer leicht zu behandeln und manche wird daran auch zerbrechen.
Die weiblichen Figuren sind sehr verschieden, wie auch die Beziehungen von Daniel zu ihnen. Da gibt es die wahre Liebe bis hin zu einer auf Sex aufgebauten Verbindung. Die Frauen sind durchaus alltagstauglich und nicht immer mit Modelmaßen versehen. Sie haben auch ihre Schwierigkeiten mit Daniels Neigung umgehen zu können. Wie sie mit der Herausforderung umgehen wird gut zwischen den erotischen Begegnungen erzählt.
Einzig hat mir der Bogen zum Beginn der Geschichte gefehlt, hier beginnt Daniel sich zu erinnern und zu erzählen, doch das Buch endet einfach mit der letzten Geschichte ohne die Anfangsszene nocheinmal aufzunehmen. Gut, das ist nicht unbedingt relevant, würde die Erinnerungen aber abrunden.
Grundsätzlich habe ich Daniel gerne durch seine Gedanken begleitet, mir mit ihm seine leidenschaftlichen, ungewöhnlichen und heißen Begegnungen angesehen und auch versucht, seine Fragen und Neigung zu verstehen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Bücher sind so wichtig wie Freunde – und umgekehrt

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Ein Buch, bei dem es um Bücher geht. Wie wundervoll. Okay, im Vordergrund stehen dann doch die Personen und ihre Beziehungen oder Probleme, Ängste oder Gefühle. Doch „Die geheime Sehnsucht der Bücher“ ...

Ein Buch, bei dem es um Bücher geht. Wie wundervoll. Okay, im Vordergrund stehen dann doch die Personen und ihre Beziehungen oder Probleme, Ängste oder Gefühle. Doch „Die geheime Sehnsucht der Bücher“ bietet für jede Krankheit eine literarische Medizin. Soweit der Grundgedanke, der mir wirklich gefallen hat.
Bei einigen Szenen und Aussagen fragte ich mich in welcher Zeit die Geschichte spielt. Könnte gut und gerne in weiterer Vergangenheit angesiedelt sein, aber es werden immer wieder Jahreszahlen zur Orientierung angegeben. Das hat mich etwas nachdenklich zurückgelassen.
Bei den Figuren sind mir die beiden Büchermädchen ans Herz gewachsen. Francoises Mutter war sehr überzeichnet, Pauline und Perdu fand ich wiederum sympathisch und realitätsnah. Auch wenn ich mir ein klein wenig etwas anderes vorgestellt habe, so genoss ich die Zeit am Bücherschiff und in Paris.
Es ist mein erstes Buch von Nina George. Sie schreibt bunt und laut, aber auch die leisen Töne der Zweifel, der Gedanken, der Gefühle kommen gut rüber. Insgesamt finde ich Perdu und seine Freunde könnten gerne mit ihrem Schiff auch bei mir am See vorbeikommen. Ich würde sicherlich einige Zeit dort verbringen wollen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

behutsam erzählt, zurück ins Leben

Von hier aus weiter
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Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren wir mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Marlene empfindet vor allem Wut. Auf ihren Mann? Auf sich selbst? Auf die Welt? So sicher ist sie sich da anfangs ...

Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren wir mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Marlene empfindet vor allem Wut. Auf ihren Mann? Auf sich selbst? Auf die Welt? So sicher ist sie sich da anfangs selbst nicht. Und was ist mit Trauer? Marlene kann nicht trauern. Erst muss sie diesen anderen Gefühlen auf die Schliche kommen. Sie identifizieren, wahrhaben wollen und erkennen.
Behutsam führt Susann Pásztor den Leser „Von hier aus weiter“ und Marlene zurück ins Leben. Eine große Hilfe, oder überhaupt die Hilfe schlechthin ist dabei ihr neuer Mitbewohner Jack.
Mit ihrem leichten und witzigen Schreibstil nimmt die Autorin jede vermutete Schwere aus der Situation und lässt die Geschichte locker wirken. Dabei nimmt sie aber trotzdem sehr genau Stimmungen und Gefühle von Marlene wahr.
Mir hat gut gefallen, wie hartnäckig aber nicht aufdringlich Jack wirkt, wie sich Marlene nach und nach auch auf unbequeme Fragen einlässt und dass es neben Marlene auch eine kleine Nebenhandlung gibt.
Das Cover hat mir persönlich jetzt nicht so viel gesagt. Auch finde ich nur eine indirekte Verbindung zum Weg von Marlene, eher noch zum Titel.
Zusammenfassend eine behutsame Erzählung mit leichtem Humor.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Der Weg des Ehepaars, von der Norm abweichend, interessant

Das wollüstige Ehepaar - Fremdgehen erlaubt | Erotischer Roman
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Einmal etwas anders, aber nicht schlecht. Hier finden wir weniger heiße Szenen als vielmehr den Weg, des Ehepaares von einer gängigen Ehe hin zu etwas besonderen, beschrieben. Mit Sicherheit nicht als ...

Einmal etwas anders, aber nicht schlecht. Hier finden wir weniger heiße Szenen als vielmehr den Weg, des Ehepaares von einer gängigen Ehe hin zu etwas besonderen, beschrieben. Mit Sicherheit nicht als Ratgeber oder Anleitung hat Ron Sparks diesen erotischen Roman geschrieben. Dennoch zeigt er die Bedenken, Sorgen und Ängste, aber auch das Vertrauen, die neu entdeckte Lust und tiefe Zuneigung von Karin und Harald.
Die erotischen Begegnungen sind schön und die Geschichte eingewoben, warten aber auch mit Überraschungen auf.
Karin und Harald werden als „Das wollüstige Ehepaar“ dargestellt, leben ihre Sexualität aber dezent und immer mit dem Einverständnis des anderen aus. Manchmal war mir Harald etwas zu devot, aber das ist natürlich eine sehr persönliche Ansicht. Grundsätzlich leben die beiden eine dominant/devote Beziehung.
Schreibstil und Wortwahl finde ich sehr leicht lesbar, wertschätzend und dennoch die Dinge beim Namen nennend.
Das Buch bietet sicherlich für jeden offenen Leser eine interessante Geschichte. Bei den vielen Beziehungsmodellen ist die von Karin und Harald eine mögliche und eine, für die beiden, sehr erfüllende und bereichernde.

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