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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannend, aber brutal - hinterlässt mich zerrissen

The Book Eaters
2

Dieses Buch spielt in einer ganz besonderen Fantasy-Welt: Die Hauptfigur Devon gehört zu einer geheimen Gruppe von Menschen, die Bücher essen und dadurch deren Inhalte aufnehmen. Doch ihr Sohn ist anders ...

Dieses Buch spielt in einer ganz besonderen Fantasy-Welt: Die Hauptfigur Devon gehört zu einer geheimen Gruppe von Menschen, die Bücher essen und dadurch deren Inhalte aufnehmen. Doch ihr Sohn ist anders – er möchte keine Geschichten lesen, sondern Gedanken aus echten Köpfen „fressen“. Er ist ein sogenannter Seelenfresser, und solche Kinder werden normalerweise direkt nach der Geburt getötet.

Devon will ihn retten und flieht. Doch dafür muss sie sehr schwere Entscheidungen treffen – sie wird verfolgt, verletzt andere Menschen und kommt in gefährliche Situationen. Die Geschichte ist sehr düster und teilweise brutal: Es gibt Szenen, in denen Gehirne ausgesaugt werden, sogar Babys sind nicht sicher. Außerdem geht es um Zwangsehen, sexuelle Gewalt und erzwungene Schwangerschaften. Die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind oft kalt und gefühllos.

Obwohl ich normalerweise gut mit solchen Themen umgehen kann, hat mich die Geschichte manchmal sehr getroffen. Das Ende ist offen – es gibt kein Happy End, sondern viele offene Fragen und gemischte Gefühle.

Ein sehr besonderes Buch mit einer ungewöhnlichen Idee, aber nichts für schwache Nerven.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 30.05.2025

Zwischen gesellschaftlicher Erwartung und Outing

Sunburn
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Die Autorin zeichnet ein sensibles Porträt der Protagonistin Lucy, die in der konservativen Atmosphäre eines irischen Dorfes der 90er-Jahre ihre eigene Identität entdeckt. Jeder geht wie selbstverständlich ...

Die Autorin zeichnet ein sensibles Porträt der Protagonistin Lucy, die in der konservativen Atmosphäre eines irischen Dorfes der 90er-Jahre ihre eigene Identität entdeckt. Jeder geht wie selbstverständlich davon aus das sie mit ihrem Jugendfreund Martin zusammenkommt, heiratet, Kinder bekommt. Auch für die Freundesclique ist Homosexualität nicht denkbar. Doch Lucy verspürt immer mehr und immer tiefere Gefühle für Susannah.

Die Erzählweise von Sunburn ist zugleich poetisch und roh, die sommerliche Hitze Irlands spiegelt Lucys innere Unruhe wider. Die Beziehung zwischen Lucy und Susannah ist mit einer Intensität beschrieben, die berührt, und wirkt manchmal sogar melodramatisch. Besonders eindrucksvoll ist Howarths Darstellung der Ängste, die mit dem Eingeständnis der eigenen Andersartigkeit einhergehen – ein Thema, das universelle Relevanz besitzt. Gut und mich emotional treffend ist auch dargestellt wie schlecht Lucys Familie darauf reagiert.

Ob Lucy dem Druck standhält? Ob sie sich outet, oder sich den gesellschaftlichen Zwängen unterwirft das solltet ihr selbst beim Lesen erfahren.

Man muss sich auf die Schreibweise dieses Buches einlassen können. Anfangs fiel mir das etwas schwer, aber zum Ende hin war ich immer gefesselter.
Es ist auf jedenfall ein Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Ein vielversprechender Auftakt, aber mit Hürden

The Serpent and the Wolf
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The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson bietet eine interessante Mischung aus Magie, politischen Intrigen und einer langsam entstehenden Liebesgeschichte. Die Handlung, die Vaasa Kozárs Überlebenskampf ...

The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson bietet eine interessante Mischung aus Magie, politischen Intrigen und einer langsam entstehenden Liebesgeschichte. Die Handlung, die Vaasa Kozárs Überlebenskampf und ihre Beziehung zu Reid begleitet, hat großes Potenzial. Die Charaktere sind tiefgründig und gut ausgearbeitet, was sie greifbar und authentisch macht. Die Themen Vertrauen und Freiheit geben der Geschichte emotionale Tiefe.

Trotz dieser Stärken hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Buch. Der Schreibstil hat mich nicht richtig abgeholt, wodurch sich das Lesen für mich oft zäh angefühlt hat. Zudem waren die vielen politischen Konstrukte und Verflechtungen für mich zu kompliziert und führten dazu, dass ich oft verwirrt war. Auch wenn die kurzen Kapitel theoretisch für ein hohes Lesetempo sorgen, hat mich der Erzählstil nicht durchgehend mitgerissen.

Insgesamt gibt es einige gute Elemente, wie die Charakterentwicklung und die eingebauten Themen. Für mich persönlich blieb das Buch aber hinter den Erwartungen zurück, insbesondere durch die verwirrenden politischen Aspekte. Für eingefleischte Fans komplexer Fantasy-Welten könnte es dennoch eine interessante Lektüre sein.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Das dritte Rad am Wagen – eine nachdenkliche Reise durch Freundschaften

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Drei sind einer zu viel ist eine Geschichte, die die Komplexität von Freundschaften, Eifersucht und dem schmerzhaften Gefühl behandelt, "das dritte Rad am Wagen zu sein". Mit viel Humor und Charme beleuchtet ...

Drei sind einer zu viel ist eine Geschichte, die die Komplexität von Freundschaften, Eifersucht und dem schmerzhaften Gefühl behandelt, "das dritte Rad am Wagen zu sein". Mit viel Humor und Charme beleuchtet sie die Höhen und Tiefen zwischenmenschlicher Beziehungen und zeigt auf, wie wichtig Ehrlichkeit und Vertrauen sind.

Ein prägnantes Merkmal des Buches sind die vielen Zeitsprünge, die die Geschichte einerseits spannend und dynamisch machen, andererseits aber auch die Frage aufwerfen, wie Jugendliche diese Struktur wahrnehmen und verarbeiten. Es könnte für manche Leser herausfordernd sein, den Faden der Handlung durch die Sprünge zu behalten.

Die Charaktere wirken lebendig und glaubwürdig, und ihre Entwicklungen regen zum Nachdenken an. Trotzdem bleibt bei mir ein gemischtes Gefühl zurück, da die Struktur stellenweise etwas verwirrend wirken kann. Meine persönliche Bewertung liegt bei etwa 3,5 Sternen – es ist eine gute, unterhaltsame Lektüre, die jedoch nicht in allen Aspekten überzeugt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

stimmungsvolle Urban-Fantasy

Die Seelen von Copperdeer
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In ihrem Debutroman entführt Sophia T.Barrett uns nach Copperdeer. Hier lebt der 14 jährige Raymond mit seinem Vater. Jede Nacht hat Raymond intensiv, realistische Träume in denen er einen Wolf hört und ...

In ihrem Debutroman entführt Sophia T.Barrett uns nach Copperdeer. Hier lebt der 14 jährige Raymond mit seinem Vater. Jede Nacht hat Raymond intensiv, realistische Träume in denen er einen Wolf hört und sucht und erlebt immer mehr mysteriöse Ereignisse in Copperdeer. Als er versucht herauszufinden was dahintersteckt verstrickt er sich zusehends mehr in einem Netz aus Geheimnissen über seine Familie und übernatürlichen Phänomenen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und eindringlich, trotzdem ging mir das Lesen nicht so leicht von der Hand. Aber spannend war es durch die Themen luzides Träumen und die überraschenden Wendungen im Verlauf der Handlung trotzdem. Raymond macht eine deutliche Entwicklung im Verlauf der Geschichte durch, das fand ich klasse. Erwähnt werden muss aber das es hier ein ziemlich großes Potenzial an Gewalt gibt, welches mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Die Story wirft auch einige Fragen auf und bleibt am Ende sehr offen in Bezug auf gleich mehrere Stränge. Mich hat das nicht gestört.

Wenn ein zweiter Band die offenen Fäden aufgreift könnte das sehr spannend werden. Mein Fazit : Gerade in Bezug auf das luzide Träumen und die mysteriösen Vorkommnisse in Copperdeer sehr spannend mit Ausbaupotenzial.

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