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Veröffentlicht am 05.06.2025

Dunkle Magie und Machtkämpfe

The Beasts We Bury (Band 1)
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Ich tue mich etwas schwer mit der Bewertung.
Die Grundidee finde ich toll und auch welche neue Art der Magie hier beschrieben wird. Grob bekommt man einen Überblick was einst passiert, wie unterschiedlich ...

Ich tue mich etwas schwer mit der Bewertung.
Die Grundidee finde ich toll und auch welche neue Art der Magie hier beschrieben wird. Grob bekommt man einen Überblick was einst passiert, wie unterschiedlich die Magie sich in dieser Welt zeigt und das es auch hier Machtkämpfe gibt.
Das Buch wird ab 14 Jahren angegeben und es gibt eine Triggerwarnung am Anfang. Ich fand schon heftig, als beschrieben wird wie Mancella mit ihren Händen die Tiere töten muss, damit sich auf sie Zugreifen kann. Als es dann auch darum ging auf diese Art Menschen zu töten fand ich das schon noch eine Schippe heftiger. Auch wie psychisch und physisch hier Leute behandelt werden finde ich schon sehr Dark angesiedelt. Ich finde man muss mit diesen Themen schon klarkommen, um diesen Roman zu lesen.

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von Mancella und Silver geschrieben.
Mancella tut mir einfach nur leid. Sie hat so viel aushalten müssen, seitdem sie ein Kind ist und niemanden der wirklich für sie da ist. Sie wird ausgenutzt und einfach gezwungen Dinge zu tun, die sie nicht möchte. Vermutlich daher vertraut sie Silver so schnell.
Silver fand ich fast etwas schwach angelegt. Seine Geschichte ist spannend, das er für sich und seine Freunde ein besseres Leben möchte verständlich. Mir gefällt, dass er langsam erkennt, das Mancella nicht das ist, was er in ihr sehen wollte. Trotzdem fand ich ihn schwach ausgearbeitet.
Das dann noch eine leichte Lovestory kommt fand ich sehr unglaubwürdig. Das hat mich so wie die beiden beschrieben sind nicht überzeugt und fand ich in der geschaffenen Welt auch nicht überzeugend.
Die anderen Charaktere sind sehr einfach gehalten und man hat keine Tiefen bei ihnen.
Mancellas Schwester hätte man für mich mehr herausarbeiten können. Was sie durchgemacht hat als versucht wurde ob sie Magie besitzt, wie es ihr seitdem geht, was sie alles macht hätte ich spannend gefunden genauer zu erfahren.

Ansonsten fand ich teile der Handlung vorhersehbar und andere fand ich interessant, aber nicht ganz glaubhaft umgesetzt. Gegen Ende hatte ich fast das Gefühl, nun muss man zum Abschluss kommen. Das es nun noch einen zweiten Roman gibt, kann ich nicht ganz verstehen und ich frage mich, worum es darin gehen soll. Meiner Meinung nach hätte man diese Geschichte noch weiter ausarbeiten können, um so einen tollen Roman zu erhalten.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Eine Reise in Bücher, von der ich mir mehr versprochen hatte

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Adam arbeitet für die Libronautic Inc., da er eine ganz besondere Gabe besitzt. Er schafft es mit seiner Stimme einen Weg in Geschichten zu öffnen und so Reisen in diese zu ermöglichen.
Gemeinsam mit 12 ...

Adam arbeitet für die Libronautic Inc., da er eine ganz besondere Gabe besitzt. Er schafft es mit seiner Stimme einen Weg in Geschichten zu öffnen und so Reisen in diese zu ermöglichen.
Gemeinsam mit 12 weiteren Männern bildet er den exklusiven Kreis derer, die dieses besondere Erlebnis anbietet. So eine Reise hält sich an vorgeschriebene Wege in die Handlungen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Bisher darf Adam noch nicht alleine Gäste in Handlungen hineinlesen bis zu diesem besonderen Abend, als sich ihm seine große Chance bietet.
Als sich der Kunde dann aber vom festgelegten Weg entfernt und so alles durcheinander wirbelt und alle in Gefahr bringt muss Adam erkennen es gibt vieles, was man ihm bisher über seinen Job noch nicht erklärt hat. Warum taucht sonst plötzlich mitten in der Handlung eine eigenartige Tür auf, die nichts in der Geschichte zu suchen hat und warum ereignen sich weitere unerklärliche Dinge?


Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da mich das Cover und die Information über den Roman sofort in ihren Bann geschlagen haben. Leider hat mich der Roman nicht ganz überzeugen können, hatte ich mir persönlich mehr davon versprochen.

Die Grundidee fand ich einfach nur spannen. Ich meine in seinen Lieblingsroman reisen, wie toll ist das denn?!
Von Anfang an hatte es mich etwas gestört, das Adam ein „ganz normales“ Leben aufgegeben hat, um seine Gabe für die Libronautic Inc. ausleben zu dürfen. Es wird oft wiederholt, dass der Gründer alt ist und er ihn daher noch nie gesehen hat. Das konnte ich einfach nicht verstehen. Er kennt nur die anderen Männer, die wie er in die Romane reist, aber nicht seinen Chef, hinterfragt nicht was er hat, warum er ihn nie zu Gesicht bekommt im Vergleich zu anderen. Das habe ich als sehr komisch empfunden.
Sehr schnell wird klar, dass man ihm viel verschwiegen hat, er nicht eingeweiht ist was die anderen Männer alle so treiben, wenn sie in den Romanen unterwegs sind.
Die anderen Charaktere gefallen mir gut, geben dem ganzen wirklich Pepp und haben Wendungen, die mir gut gefallen haben. Um nicht zu spoilern, möchte ich nicht weiter ins Detail gehen, aber das waren wirklich positive Überraschungen für mich.

Trotzdem zieht sich für mich alles über Strecken, konnte mich die Umsetzung leider nicht fesseln und begeistert in diese Welt eintauchen lassen.
Sehr schnell war auch klar so langsam wie sich alles entwickelt, handelt es sich hier nur um einen einzigen Roman, sonder um den Anfang einer Reihe.
Es ist immer noch einiges offen, Geheimnisse gilt es immer noch zu lüften, aber ich bezweifle, dass ich weiterlesen werde, da mir in diesem Band einfach das gewisse Etwas gefehlt hat, mich die Handlung leider nicht fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Großbritannien im Laufschritt umrundet

Küstenpfade
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Elise hat ihr Studium gerade so geschafft und lebt nun in London. Ihr Job erfüllt sie nicht ganz, ihre Beziehung zu Greg (wenn man das meiner Meinung nach überhaupt Beziehung nennen kann) macht sie unglücklich ...

Elise hat ihr Studium gerade so geschafft und lebt nun in London. Ihr Job erfüllt sie nicht ganz, ihre Beziehung zu Greg (wenn man das meiner Meinung nach überhaupt Beziehung nennen kann) macht sie unglücklich und so kommt sie auf die Idee, die gesamte Küste Großbritanniens abzulaufen.
Viele Marathons hat sie noch nicht bestritten, richtig viel Planung gibt es auch nicht und so steht die Entscheidung es zu wagen und sei setzt einfach einen Fuß vor den anderen und startet ihr Abenteuer.


Ich hatte mir wohl etwas andere von dem Roman versprochen. Es ging wohl schon damit los das ich dachte, mehr über die Landschaften durch die sie lief zu erfahren, vielleicht auch tolle Tipps zu erhalten wenn man selbst Teilabschnitte mal ablaufen möchte. Sie wandert die Strecke nicht, sie läuft/rennt. Da es ihr um Tempo geht, viele Kilometer in einer gewissen Zeit zu meistern, war das ihr Augenmerkt und nicht unbedingt viel Sightseeing.

Wenn ich ehrlich bin hat es mich gewundert, dass sie es geschafft hat. Sie hatte bisher nicht viele Marathon Strecken gemeistert, hatte nicht wirklich viel eigenes Geld für so ein Unterfangen zur Verfügung, zeigt hier aber wunderbar auf wie viele tolle Menschen es doch auf dieser Welt gibt, die sie aktiv unterstützen, indem man ihr Übernachtungsmöglichkeiten gab, dann auch für sie gekocht und ihre Sachen gewaschen hat. Das zu lesen fand ich spannend, auch wie sie über Social Media ihre Dinge gepostet hat und so Einladungen erhalten hat.

Positiv finde ich, dass sie keine Hehl daraus gemacht hat, wie fertig sie oft war, was sie runter gezogen hat und wie schwer es ihr teilweise gefallen ist und auch wie froh sie über all den Support den sie von Familie, Freunden, Sponsoren die ihr Ausrüstung und Versorgungsgütern zur Verfügung gestellt haben und auch alle die lieben Menschen, die sie haben kostenfrei übernachten lassen.

Ein Roman, wie eine junge Frau sich selbst besser kennen gelernt und zu sich gefunden hat und erkannte hat, was sie Glücklich macht, was ihr wichtig ist.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Die Schattenseite Hollywoods

Before the Sun Shatters (Scandalous Secrets, Band 1)
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Die junge Loraine hat es geschafft in Hollywood! Sie gilt als Sonnenschein und ist momentan sehr gefragt. Sie scheint das perfekte Leben zu führen.
Als es zu einem Zwischenfall mit Paparazzi kommt ordnet ...

Die junge Loraine hat es geschafft in Hollywood! Sie gilt als Sonnenschein und ist momentan sehr gefragt. Sie scheint das perfekte Leben zu führen.
Als es zu einem Zwischenfall mit Paparazzi kommt ordnet ihr Manager an, das sie ab sofort einen Bodyguard erhält der bei ihr einziehen und sie auf Schritt und Tritt begleiten soll. Das Wyatt trotz Erfahrung noch sehr jung ist und gut aussieht, macht ihn Loraine trotzdem nicht sympathischer.
Als ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit auftaucht und man droht es der Presse zu melden, fängt Loraine´s so perfektes Leben an aus dem Ruder zu laufen. Kann sie Wyatt vertrauen ihr beizustehen und zu beschützen? Dieser hat gelogen, warum er unbedingt den Job wollte, da er einen Todesfall aufklären möchte, in den Loraine verwickelt ist.


Eine nette Geschichte mit einem unglaublich tollen Setting, das uns sowohl nach London, wie auch an die Amalfiküste entführt. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Auch das Hinter den schönen Schein von Hollywood geblickt wird und sich manch ein Abgrund auftut fand ich einen gute Idee.
Ansonsten war die Story für mich aber schon sehr vorhersehbar.
Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden und man kommt sofort und leicht in die Geschichte und liest sie einfach leicht und schnell durch. Die Geschichte wird aus der Sicht von Loraine und Wyatt geschrieben.

Loraine fand ich in manchen Aspekten der Geschichte etwas zu naiv und leichtgläubig. In dem Buch erwähnt sie sowas wie man müsse als guter Schauspieler die Körpersprache und Mimik der anderen Lesen und interpretieren. Das tut sie für mich bei engen Leuten in ihrem Umfeld nicht, da sie nicht sieht, was genau vor ihrer Nase passiert. Ansonsten fand ich gut ausgearbeitet, dass sie nun Ruhm, Erfolg und nun auch endlich keine Geldsorgen mehr hat, dafür aber unglaublich einsam und alleine ist.
Wyatt kommt mir teilweise fast zu lasch als Bodyguard rüber. OK Loraine hatte von den schriftlichen Drohungen noch nichts gesagt, er vermutet das ihr nichts passiert, aber da hätte ich schon gedacht er prüft das Anwesen mehr und weist auf Sicherheitsmängel hin (OK die waren für die Handlung dann auch nötig). Obwohl er sie für den Tod verantwortlich macht des Menschen, der ihm so viel bedeutet hat, fand ich sein Verhalten von Anfang an aber sehr überraschend. Ich hätte erwartet er reagiert nicht so locker auf sie.
Sehr schnell hat sich was zwischen den beiden entwickelt. Irgendwie konnte mich das nicht ganz überzeugen. Hinten raus im Buch, als sie sich dann besser kennen, war es glaubhafter für mich. Davor empfand ich ihr Verhalten manchmal als zu oberflächlich, als das man jemanden genauer kennen lernen kann.

Der Suspence Anteil war für mich sehr gering und total vorhersehbar. Mir war von Anfang an klar, was mich erwartet. Daran mag es gelegen haben, das sich für mich alles einfach langsam entwickelt hat, am Ende es den Spannungsbogen gab (der für mich leider nicht spannend war) und dann war der Roman schon vorbei.

Also alles in allem eine guter Schreibstil, ein tolles Setting und eine spannendes Thema mit den Schattenseiten von Hollywood.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Auf der Jagd nach Dschinn

Der Sternenstaubdieb
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Die Idee finde ich super und die Welter aus 1001 Nacht wird ganz wunderbar beschrieben. Die Beschreibung der Wüste, den Oasen, den Stämmen hat mir sehr gut gefallen. Das es unterschiedliche Dschinn gibt, ...

Die Idee finde ich super und die Welter aus 1001 Nacht wird ganz wunderbar beschrieben. Die Beschreibung der Wüste, den Oasen, den Stämmen hat mir sehr gut gefallen. Das es unterschiedliche Dschinn gibt, deren magische Gaben sich unterscheiden und wie sie Magie übertragen fand ich auch gut dargestellt.
Leider konnte mich die Umsetzung der Handlung dann nicht ganz überzeugen, da mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte.

Die Geschichte teilt sich auf und wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt.
Wir haben da Loulie, die als Mitternachtshändlerin magische Artefakte verkauft, um so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir erfahren, was ihr einst passierte und wie es kommt, dass sie mit einem Dschinn unterwegs ist. Ihren Charakter fand ich unglaublich spannend. Für mich hätte man ihn aber noch mehr ausarbeiten können. Irgendwie hatte ich eine stärkere Person erwartet, als sie hier in diesem Band für mich rüber kam.
Qadir ist sehr spannend und man weiß immer noch nicht alles über ihn. Mir gefällt unglaublich gut, wie viel im Loulie bedeutet.
Prinz Mazen konnte mich nicht ganz überzeugen. Ich liebe es, wenn er Geschichten erzählt und so sehr darin aufgeht. Ansonsten ist er für mich unglaublich naiv. Das er den Palast nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr verlassen durfte ist für mich keine Entschuldung, das er so unbedarft ist. Er bekommt mit wie sein großer Bruder, der Kronprinz sich verhält und wie man mit seinem für ihn anderen Bruder umspringt. Das sollte einem eigentlich zu denken geben. Er hat sein Herz am rechten Fleck, aber irgendwie hätte ich ihn manchmal gerne geschüttelt, weil er nicht verstanden hat, dass man ihm über den Tisch zieht.
Aisha lernt man erst sehr spät kennen. Ihre Wandlung gegen Ende dieses Bandes fand ich am besten.

Wir haben eine Haupthandlung und dann kommen immer mal wieder Details was einst passierte, die sowohl die Personen und deren Handlungsweise, wie auch die Geschehnisse von einst etwas erklären. Für mich zieht sich dieser Anteil aber zu sehr und konnte mich einfach nicht mitreißen. Ich empfand es oft als langatmig und zu lange gezogen.
Ich denke mich hat auch das Misshandeln und Töten in der Art wie es hier dann teilweise vorkommt etwas gestört.
Erst gegen Ende kommt richtig Fahrt in die Handlung, überschlagen sich die Ereignisse. Ich muss aber gestehen, dass das Ende für mich nicht wirklich überraschend war. Ich hatte von Anfang an schon eine grobe Vermutung, worauf es hinauslaufen wird. Nur die Umsetzung kam dann leicht überraschend.

Extrem anstrengen habe ich die Übersetzung und Umsetzung davon für die nonbinären Person empfunden. Ich kann mich nicht entsinnen dieses Problem bei andere Romanen gehabt zu haben. Mich hat es wirklich aus meinem Lesefluss gerissen und ich bin immer wieder, wenn die Person angesprochen wurde, an dem Abschnitt hängen geblieben und habe im ersten Moment gedacht wir hätten totale Tippfehler drin.

Also eine tolle Idee, die einer spannenden Welt mit tollen erzählten Geschichten aus 1001 Nacht spielt, für mich aber leider einige Schwächen aufweist.

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