Nett für Zwischendurch
Whispered WordsGlaubst du an Gespenster?
Für Belle sind die Geschichten über paranormale Aktivitäten ganz alltäglich. Ob das an der Stadt New Orleans liegt, oder doch an ihrer Mitbewohnerin, die Stadttouren zu dem Thema ...
Glaubst du an Gespenster?
Für Belle sind die Geschichten über paranormale Aktivitäten ganz alltäglich. Ob das an der Stadt New Orleans liegt, oder doch an ihrer Mitbewohnerin, die Stadttouren zu dem Thema gibt?
Für Ames, den Autor mit Schreibblockade, den Belle auf ziemlich absurde Art im Hotel kennenlernt, sollen diese Geschichten Inspiration liefern. Doch was, wenn die Tarot Karten ein bisschen zu gut passen?
"whispered words" ist vom Stil her klassisches new Adult. Die Sprache ist alltagsnahe und leicht zu lesen, wir haben zwei junge Menschen die mit ihren beruflichen und privaten Themen straucheln und einen interessanten Stadtteil. Es wird uns leicht gemacht uns in Ames und Belle einzufühlen und der Geschichte zu folgen. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den beiden hin und her, wobei Ames Geschichte die Struktur der Erzählung gibt. Das fand ich sehr passend.
Inhaltlich sind waren es mir zwischenzeitlich fast ein paar zu viele Themen, zumindest hatte ich eigentlich wichtige und emotional "große" Themen kurzfristig vergessen, weil so viel anderes war. Schade und auch ein bisschen unfair den Themen gegenüber. Ich würde auch empfehlen die Triggerwarnung hinten im Buch zu beachten, weil manche Themen sonst eventuell etwas plötzlich kommen, wobei das im Rahmen der Erzählung passt und die Triggerwarnung definitiv spoilert.
Der Umgang mit Esoterik hat mir überraschend gut gefallen. Die Tür für den Glauben an Magie und Esoterische Konzepte wird offen gelassen und gleichzeitig wird zum Beispiel über Tarot als etwas gesprochen, wo es um die eigene Interpretation geht.
Schön fand ich auch die Art wie Nebencharaktere gestaltet wurden. Sie wirkten nicht flach, sondern hatten Persönlichkeit und waren ganz selbstverständlich und ohne Drama (oder Fokus darauf) zb lesbisch oder trans. Zum Ende taucht auch ein Nebencharakter auf, der langsam erblindet und auch diese Darstellung war meiner Meinung nach sensibel und nicht mit Klischees überladen.
Also, insgesamt war es für mich ein gutes Buch für Zwischendurch, das vielleicht ein wenig mehr Tiefe hätte haben können (oder nicht ganz so viele Themen aufmachen). Ich denke, insbesondere wer mal ein new Adult mit mehr Fokus auf die männliche Hauptperson lesen möchte wird hier fündig.