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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Beziehung mit einem Weltstar

Und plötzlich ist es wunderbar
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Edie Thompson hat einst die Autobiografie des berühmten Schauspielers Elliot Owen geschrieben. Damals lernten sie sich kennen und lieben, doch hielt die Beziehung dem Trubel nicht stand. Elliot konnte ...

Edie Thompson hat einst die Autobiografie des berühmten Schauspielers Elliot Owen geschrieben. Damals lernten sie sich kennen und lieben, doch hielt die Beziehung dem Trubel nicht stand. Elliot konnte sich jedoch nie damit abfinden und kämpft um Edie und ihre Beziehung. Diese ist jedoch allerlei Widrigkeiten ausgesetzt.

Die Bücher von Mhairie McFarlane sorgen meistens für jede Menge gute Unterhaltung und ein charmantes und witziges Lesevergnügen. Bei diesem Buch hatte ich jedoch zunächst einige Startschwierigkeiten. Der Roman setzt an einem ihrer vorherigen Bücher an, was für Neuleser mitunter verwirrend sein kann, da oftmals Bezug auf das vorherige Geschehen genommen wird. Auch tauchen mir teilweise zu viele Personen und Namen auf.
Der Schreibstil ist hingegegen gewohnt flüssig, lebendig und grundsätzlich sehr gut lesbar. Dennoch hat mich das Buch in den ersten Kapiteln nicht sofort gepackt – manche Passagen musste ich mehrfach lesen, weil meine Gedanken abgeschweift sind. Im weiteren Verlauf jedoch gewinnen die Charaktere an Profil, die Dialoge fügen sich harmonischer ins Gesamtkonstrukt ein und der Witz und Charme der Autorin kehren zurück. Es ist vielleicht nicht ihr bestes Buch, aber auf jeden Fall unterhaltsam.

Veröffentlicht am 26.05.2025

Wohlfühlen in Schottland

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Gertie wohnt noch bei ihrer Mutter und arbeitet in einem Supermarkt im kleinen Ort Carso in Schottland. Bisher hat sie noch nie etwas Außergewöhnliches gemacht oder sich selbst viel zugetraut. Das ändert ...

Gertie wohnt noch bei ihrer Mutter und arbeitet in einem Supermarkt im kleinen Ort Carso in Schottland. Bisher hat sie noch nie etwas Außergewöhnliches gemacht oder sich selbst viel zugetraut. Das ändert sich, nachdem sie ein Jobangebot bei der örtlichen Fluggesellschaft annimmt. Plötzlich ist richtig viel los in Gerties Leben.

Das neue Buch von Jenny Colgan ist ein echter Wohlfühlroman. Die Gemeinde von Carso ist dicht beisammen und jeder kennt den neuesten Klatsch und Tratsch. Gertie ist ein sympathischer Charakter, der über sich hinauswächst. Der Schreibstil ist flüssig, allerdings passiert lange Zeit relativ wenig und die Autorin bringt viele überflüssige Namen ins Spiel, was den Lesefluss etwas stört. Konflikte im Buch werden direkt und ohne viele Probleme gelöst, sodass man immer in einer Wohlfühlblase verweilen kann. Das Ende des Buchs war wiederum sehr spannend und schön. Ein nettes Buch, allerdings eher seicht und der Inhalt ist auch wohl schnell wieder vergessen. Dennoch gut für zwischendurch, wenn man sich nicht anstrengen möchte.

Veröffentlicht am 21.04.2025

Geht so

Die Bucht
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Die Bucht erzählt die Geschichte von Calder und Nancy, die ihre Zelte in London abgebrochen haben, da sich ihr langjähriger Kinderwunsch nicht erfüllt hat. Sie ziehen nach Langer, einer schottischen Insel, ...

Die Bucht erzählt die Geschichte von Calder und Nancy, die ihre Zelte in London abgebrochen haben, da sich ihr langjähriger Kinderwunsch nicht erfüllt hat. Sie ziehen nach Langer, einer schottischen Insel, die einst Calder‘s zuhause war. Dort angekommen, verunglückt Calder relativ schnell mit dem Boot und als er wieder aufwacht, ist nichts mehr wie es war.

Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Gut gefallen hat mir der Schreibstil, da sich das Buch flüssig und schnell lesen lässt.
Auch das Cover wirkt mit den dunklen Farben und dem blauen Farbschnitt sehr edel. Weniger gelungen war die teilweise doch recht abenteuerliche Geschichte. Durch den Klappentext weiß der Leser bereits, dass Calder nicht stirbt. Dennoch hat sich die Szene im Krankenhaus ewig gezogen. Nancy ist ein eher unsympathischer Mensch und ändert ihre Meinungen und Sympathien ständig wie ein Fähnchen im Wind. Das Ende war leider auch vorhersehbar, daher blieb der Spannungseffekt aus. Die Geschichte also eher mäßig, obwohl sich das Buch trotzdem gut lesen lässt.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Island Krimi Fan

Schmerz
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Seit ich selbst schon die raue Schönheit Islands bewundern durfte, bin ich ein großer Fan von Land, Leuten und Lektüren. Mit Schmerz reiht sich Jón Atli Jónasson da ein und liefert ein spannendes Werk ...

Seit ich selbst schon die raue Schönheit Islands bewundern durfte, bin ich ein großer Fan von Land, Leuten und Lektüren. Mit Schmerz reiht sich Jón Atli Jónasson da ein und liefert ein spannendes Werk mit einem sehr charismatischen und interessanten Ermittler-Duo. Rado und Dora gelten als Außenseiter bei der Polizei. Er hat ausländische Wurzeln und sie vor einiger Zeit eine schwere Kopfverletzung während eines Einsatzes davongetragen. Kein Wunder, dass diese beiden zusammengesteckt werden, um im Fall einer vermissten Person zu ermitteln. Neben den spannenden Ermittlungen liegt ein zentrales Augenmerk der Geschichte auf den Personen und ihren Besonderheiten. Der Schreibstil ist fließend, wenn auch außergewöhnlich und verspricht ein besonderes Leseerlebnis, das für mich typisch isländisch ist und gute Unterhaltung verspricht. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 04.06.2025

Vorhersehbar und unrealistisch

Eine von uns
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Eine von uns erzählt die Geschichte von Gina und ihren ehemaligen Schulfreundinnen. Nach einem Brand in ihrem Haus zieht Gina mit ihrem Mann und den Kindern zu ihrer Freundin Anni, die vorübergehend im ...

Eine von uns erzählt die Geschichte von Gina und ihren ehemaligen Schulfreundinnen. Nach einem Brand in ihrem Haus zieht Gina mit ihrem Mann und den Kindern zu ihrer Freundin Anni, die vorübergehend im Urlaub ist. Doch Annis Haushälterin macht einen aufdringlichen und merkwürdigen Eindruck und schon bald sucht sie mit ihrem Sohn ebenfalls Unterschlupf in dem Haus. Was verbirgt sie?

Samantha Hays wird mit Autorinnen wie Lucy Clarke verglichen. Dem wird sie meiner Meinung nach aber nicht gerecht. Das Buch ist von Beginn an sehr vorhersehbar. Die Charaktere handeln unrealistisch und sind nicht sonderlich sympathisch. Positiv hervorzuheben sind allerdings der flüssige Schreibstil und die Rückblenden in die Vergangenheit, die das Buch spannender gestalten. Das Ende ist dann insgesamt wenig überraschend und dann doch extrem an den Haaren herbeigezogen. Ich bevorzuge realistischere Geschichten und so konnte das Buch mich leider nicht überzeugen.